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Astrologie-Schule Dreieich * persönliche Beratung

Gertrud Hamers

Ausbildungszentrum Rhein-Main des Deutschen Astrologen-Verbandes e.V.

Veröffentlichungen von Gertrud Hamers:

im Chiron-Verlag erschienen:

1999 - Astrologische Auswertungsbögen

2001 - Lebensskripte - Die Dispositorenverknüpfungen im Horoskop

2003 - Mitautor der Buchserie Astrologie konkret : Karma & Astrologie

zum Chiron Verlag

veröffentlichte Artikel

zum Thema Astrologie in den Fachzeitschriften:
Meridian (1990-1993),
Sternzeit , in den ersten Jahren des Erscheinens regelmäßig
MerCur (2001)

zum Thema Reinkarnation, Rückführung, Psychologie und Astrologie
in Sternzeit (2000)
in Comed (2001)

2003: CD und Broschüre zur Selbsterfahrung über geführte Meditationen

Veröffentlichungen ...........Artikel und Vorträge: ...........>>>>>noch in Arbeit



Inhaltsverzeichnis


Astrologie heute - Möglichkeiten und Grenzen Einführungsvortrag an VHS 1995-1997
Microcosmoswork Artikel in Co-med 2001
Von der Astronomie über die Astrologie zur Astrosophie Artikel für eine anthroposophische Fachzeitschrrift
Von den Wurzeln des Horoskops - Astrologie und Rückführungen
Vortrag auf dem interrnationalen DAV-Kongress 2007 in Karlsruhe
Planetenkosmogramme, ihre Deutung und Bedeutung Artikelreihe im Meridian 1991-1993
Das Uranus-Kosmogramm Artikel im Meridian 1991, Vortrag 1997 auf dem interrnationalen DAV-Kongress in Heidelberg
Le thème astral de la découverte de Neptune et son interprétation psychanalytique Einführungsvortrag auf dem internationalen Neptun-Kongress in Paris 1998
Das Kosmogramm Neptuns und seine psychoanalytische Deutung deutsche Version: Neptun-Kongress in Paris 1998
+ Artikel im Meridian 1992
Das Kosmogramm Plutos Artikel im Meridian 1993



Astrologie heute - Möglichkeiten und Grenzen

Einführungsvortrag an Volkshochschulen

Nachweisbar gehen die Ursprünge der Astrologie von heute in die babylonische ja sogar sumerische Zeit zurück. Das liegt nun bereits ca. 5000 Jahre hinter uns. So lange vergleichen Menschen die Positionen der Wandelsterne mit dem was hier auf unserem Planeten geschieht.

Zunächst waren es Informationen über die Wetterverhältnisse, über Naturerscheinungen besonderer Art, politische Ereignisse, kurz Sachverhalte, die das Kollektiv angingen, welche die Astrologen-Priester der damaligen Zeit aus den Planetenpositionen ableiteten. Deren Eintreffen wurde - mit den entsprechenden Konstellationen - geschichtlich festgehalten , auf Tontafeln, die man im Lande der Sumerer bei Ausgrabungen fand.

Bei den Sumerern und den frühen Babyloniern stand der Staat und die Gemeinschaft ausschließlich im Brennpunkt astrologischer Aussagen. Das Individuum zählte erst etwas im späten babylonischen Reich, vor seinem Zerfall. Zu jener Zeit begann man damit, zu der mundanen - kollektiv gesehenen - astrologischen Praxis auch eine Individual-Astrologie zu entwickeln.

Das älteste, erhalten gebliebene, individuelle Geburtshoroskop stammt aus dem Jahre 409 v. Christus. Seit nunmehr mindestens 2500 Jahren sammeln demnach Astrologen Erfahrungen im Bereich der Individual-Astrologie nach dem Schema: Wenn -Dann.
z. B.: Wenn Mars zum Zeitpunkt einer Geburt bei der Sonne steht, mit ihr eine Konjunktion eingeht, dann wird dieser Mensch ein besonders willensbetonter Mensch sein.
Oder umgekehrt nachvollzogen:
Wenn dieser Mensch einen so starken Willen hat, dann muß in seinem Geburtshoroskop Mars eine hervorragende Stellung einnehmen.

Durch die Jahrhunderte erfuhr die Astrologie so manche Blütezeit, wie bei den
Ägyptern, die seit dem 6. Jahrhundert vor Christus mit babylonischem Wissen konfrontiert wurden, oder den Griechen, die ebenfalls seit dem 7. Jahrhundert vor Christus unter den Einfluß babylonischer Lehren gerieten.

Die Griechischen Astrologen waren es dann auch, welche die noch heute gültige Basis der Astrologie entwickelten.

Sie verfügten, wie man einem archäologischen Fund entnehmen kann, bereits über einen mechanischen Astrocomputer, ein Gerät, das man per Hand auf ein Datum in der Vergangenheit oder Zukunft einstellen kann, um dann mittels des Räderwerkes Informationen über verschiedene Phänomene der Astronomie zu erhalten.

Auch die Römer bedienten sich der Astrologie und der Astrologen, meist allerdings nur die Mächtigen unter ihnen, mit dem Ziel, ihre Macht zu erhalten oder zu vergrößern. Der Normalbürger konnte sich den Rat eines Astrologen kaum leisten, wenn es ihm nicht sogar verboten wurde, sich mit diesem Wissen zu beschäftigen.

Dieses Verbot hatte seinen guten Grund: wer erkennt, daß das Geschehen auf der Erde einem kosmischen Gesetz unterworfen ist, dem sich auch Kaiser, Könige und Päpste beugen müssen, der ist oft nicht mehr bereit, die entsprechende Autoritätsgläubigkeit an den Tag zu legen. Er wird vielleicht gar selbständig denken und urteilen wollen, und das ist einem Machthabenden selten recht.
So wurde auch unter der Machtentfaltung der christlichen Kirche Astrologie nach und nach verfemt und sogar verboten, obwohl nachweislich nicht wenige Päpste selbst Astrologen waren, andere sich von Astrologen beraten ließen, vor allem wenn es um Inthronisationsdaten, Grundsteinlegungen oder gar um Kriegszüge ging. Große Männer der Kirche, hier seien nur Albertus Magnus und Thomas von Aquin stellvertretend genannt, beherrschten die Astrologie und nutzten sie.

Philipp Melanchthon (1497-1560), ein Mitarbeiter Luthers, hielt an der Wittenberger Universität Vorlesungen, in denen er die Astrologie mit Bibelzitaten verteidigte. Er pries die Astrologie als Krone des Menschengeschlechts.

Daß Astrologie an den Universitäten gelehrt wurde und dort nicht umsonst als die Königin der Wissenschaften galt, ist nicht jedem bekannt, auch nicht, daß der letzte deutsche Lehrstuhl für Astrologie an der Universität Erlangen erst 1822 geschlossen wurde.

Heute wirft man der Astrologie immer noch vor, sie wäre Aberglaube. Ich teile diese Meinung, wenn es darum geht, das zu beurteilen, was viele Medien bisher unter dem Begriff Astrologie hauptsächlich verbreitet haben. Da sind die Sternbild- und Horoskopspalten, die Astroshows und Astroquiz, die Jahreshoroskope in den Dezemberheften und vieles mehr, was dem Otto-Normalverbraucher Sternenwissen vorgaukelt. Das allerdings hat mit echter, umfassender Astrologie sehr wenig zu tun.

Astrologie ist ein Wissen, das auf Analogien aufbaut, wie oben so unten. Wir haben es beim Horoskop mit Symbolen zu tun, die eine Vielfalt an Entsprechungen beinhalten.
Nach der Berechnung der Planetenpositionen, der Berechnung der Planetenaspekte und der Horoskop - Achsen und - Häuser müssen all diese Symbole erfaßt, miteinander kombiniert und das Ganze in Worte übersetzt werden. Insgesamt haben wir mit dem Tierkreis, den Planeten, den Häusern und den Aspekten vier Ebenen, die ineinander greifen und in der speziellen Kombination erkannt werden müssen. Die Komposition des Geburtsbildes ist wie sowohl ganzheitlich zu sehen, als auch in seinen Einzelteilen zu entschlüsseln, doch ergibt nur das Ganze ein stimmiges Bild.

Kommen wir zu dem Stand der Astrologie in unserer heutigen Zeit.

Da finden wir verschiedene Denkansätze und Menschenbilder:

Der Ansatz der überlieferten Klassischen Astrologie war es, ganz konkret vorauszusagen, was wann passiert. Da wurden Kriege, Katastrophen, Hochzeiten, Geburten, Dürre und Königsmorde angekündigt. Dem Einzelnen verhieß man für ein bestimmtes Datum die Frau seines Lebens oder man kündigte den großen Gewinn, wenn nicht gar auch den totalen Zusammenbruch an. Für die Menschen der früheren Jahrhunderte mag diese Form der Astrologie angebracht gewesen sein. Sie wird von den Astrologen der heutigen Jahrmärkte und Mittelaltermärkte immer noch praktiziert.
Der Glaube an eine unumgängliche Schicksalsabhängigkeit bestimmt dieses Menschenbild. Doch beraubt es den Menschen der Möglichkeit, sich frei und schöpferisch mit den Energien der Zeit zu entfalten.
Als Motto der Klassischen Astrologie könnte man nennen: Siehe, was dir geschieht.

Aus der Psychologie wissen wir, daß solche Voraussagen zu einem sich erfüllenden Programm werden können. Der Mensch wird vom Astrologen auf eine bestimmte Schiene gesetzt, aus der er kaum mehr herausspringen kann, ist das Programm erst einmal gestartet.

Der 2. und heute vorherrschende Denkansatz ist der psychologische.
Hier leistete der deutsche Psychologe und Astrologe Thomas Ring Hervorragendes. Er überarbeitete das überlieferte Wissen und paßte es der geistigen Entwicklung unserer Zeit an. Die von ihm dadurch ins Leben gerufene "Revidierte klassische Astrologie" , eine „Psychologische Astrologie“, wird von der Mehrheit der heutigen Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes vertreten. Auf diese Herangehensweise werde ich gleich näher eingehen. Ihr Leitwort könnte man so formulieren: Werde der, der du bist.

Ein dritter und noch etwas im Abseits stehender Denkansatz ist der esoterische. Die esoterisch orientierten Astrologen betrachten die zwei erstgenannten Stufen als eine Voraussetzung für die dritte Betrachtungsweise, die über diese Stufen der Schicksalsabhängigkeit und Egofixierung hinausgeht. Hier gilt die Devise:

Bist Du bereit, Deinen freien Willen zu gebrauchen,
hast Du verinnerlicht, was Dein Horoskop Dir zeigt,
so gehe den nächsten Schritt und wachse auch über diese Festlegungen hinaus.

Diese verschiedenen Denkansätze haben entsprechende Spezialgebiete im astrologischen Bereich zur Folge.

In den Rahmen der Klassischen Astrologie fallen:

• die Wirtschaftsastrologie, die sich mit ihrer Finanz- und Börsenthemen befaßt,
• die Mundanastrologie, die sich mit den kollektiven Strömungen befaßt und mehr den geschichtlichen und politischen Bereich berührt,
• die Firmenberatung, die ereignisorientiert vorgeht

Eine Zwischenposition zwischen Klassischer Astrologie und Psychologischer Astrologie wird von der Astromedizin eingenommen. Im Deutschen Astrologen - Verband besteht auch für diesen Fachbereich eine Sektion. Ihr gehören nicht nur Astrologen an, sondern auch erstaunlich viele Ärzte, die sich ebenfalls mit der astrologisch-medizinischen Fragestellung auseinandersetzen und den Vorteil astrologischen Wissens bei Diagnose, Therapie und Krankheitsverlauf zu schätzen wissen.
Nicht nur die physischen Schwachstellen eines Menschen können über das Horoskop ermittelt werden, sondern auch Krisenzeiten, in denen der Weg über die Krankheit eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Krisenthema darstellt.
Von unschätzbarem Wert ist die astrologische Aussagefähigkeit über einen Operations- oder Krankheitsverlauf. Komplikationen, Regenerationsphasen und auch Rückschläge können astrologisch ermittelt werden. Eine nicht geringe Zahl von Heilpraktikern verfügt heute bereits über diese astrologische Kenntnis.
Für den Psychosomatiker ergibt sich die Möglichkeit, am Horoskopganzen das psychische Motiv einer Erkrankung entdecken zu können.

Die psychologische Astrologie ist stark im Vormarsch. Schon C.G. Jung hat eine Verbindung zwischen der Psychoanalyse und der Astrologie gesehen und astrologische Analysen als ein diagnostisches Mittel der klinischen Psychologie benutzt.
Heute nimmt die Zahl der Psychologen stetig zu, die astrologisches Wissen in ihre Arbeit einbinden. Es liegen bereits mehrere Diplomarbeiten und auch Dissertationen über astrologische Themen in diesem Fachbereich vor.

In den Bereich der esoterischen Astrologie, die sich dem spirituellen Wachstum widmet, fallen neue, noch kaum bekannte Therapieformen, deren Anliegen es ist, die Wurzeln von Blockaden aufzulösen.
Hier wird eine ganz enge Verbindung mit dem östlichen Wissensschatz hergestellt, der zum Beispiel in buddhistischen und tibetischen Klöstern gehütet wurde. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts suchten immer häufiger westliche Menschen östlichen Lehrer auf, um von ihnen zu lernen. Wieder in westlichen Gefilden, verbanden sie östliches und westliches Denken und Wissen und schufen so ein völlig neues Spektrum, das sich unter dem Sammelbegriff Esoterik einordnen läßt.
Auch hier gibt es genug Scharlatane, die das ursprünglich reine, religiös-philosophische Gedankengut in nicht angemessener Form nutzen und somit der Urform der Bewegung enorm schaden.
Spirituelles Wachstum ist das Anliegen der eigentlichen Esoterik, des Weges nach innen. Dabei geht es nicht mehr vorrangig um Erfolg und irdische Güter, sondern um die Ganzwerdung des Menschen und das ständige Ruhen in der Mitte als Ziel.
Die karmische Astrologie kann, richtig angewandt, ein guter Wegbereiter bei diesem Anliegen werden.

Für die Astrologie von heute ist der Bereich der psychologischen Astrologie von besonderer Bedeutung. Die von ihr verwendeten Hilfsmittel und Methoden möchte ich Ihnen kurz vorstellen:
Der Begriff Horoskop, auf deutsch "Stundenschau", ist allgemein bekannt.
Eigentlich müßte es eher Minutenschau heißen, denn ein Horoskop wird auf die exakte Minute berechnet, sofern dies möglich ist. Doch bedeutet "Horoskop" im ursprünglichen astrologischen Sinn etwas ganz anderes als das, was die Zeitschriften unter dieser Überschrift veröffentlichen.
Das echte Horoskop, auch Radix oder Kosmogramm genannt, dient dem astrologisch -psychologischen Berater als Schlüssel zur Persönlichkeit. Hier sind für den Kundigen (durch Planetenstand, Achsen-und Häuserverteilung, Planeten- und Achsenaspekte) die inneren Strukturen einer Person offen gelegt.
Konfliktbereiche des Lebens, Spannungen im Inneren oder mit der Umgebung, Interessenschwerpunkte, Begabungen, Hemmungen und zu bewältigende Lebensaufgaben lassen sich ebenso erkennen wie sich wiederholende Verhaltensmuster, anerzogene oder erworbene Fehlhaltungen, welche die Lebensqualität unter Umständen stark beeinträchtigen können.
Das Horoskop zeigt auch auf, in welchen Bereichen der Betroffene mit Ängsten reagiert, welchen Themen er lieber aus dem Weg geht, was er verdrängt, weil es ihm zu unangenehm ist oder zuviel Schmerzen bereitet.
So ist die Radix (=Wurzel) zu vergleichen mit einem Orchester. Wir kennen die Instrumente, wissen wie sie tönen, auch welche von ihnen besonders gut harmonieren und welche sich für unseren Geschmack nicht so gut anhören. Doch der Astrologe kennt das Stück nicht, welches von diesem Orchester gespielt wird. Hier benötigt er die Information des Betroffenen.
Das Horoskop sagt nichts aus über das soziale Umfeld, über das spezielle Familienerbgut. Man kann einem Horoskop nicht ansehen, ob es für einen Menschen, eine Firma, einen Lebensabschnitt gestellt wurde. Es kann zu einem Urwaldbewohner, Universitätsprofessor oder Bankangestellten gehören.
Die Instrumente blieben immer dieselben, doch das Auftreten des Orchesters und die von ihm gespielten Werke wären wohl sehr unterschiedlich.
Ein zentrales Problem im astrologischen Bereich ist der freie Wille.
Vergleichen wir das Horoskop mit einem Haus. Der Rohbau ist festgelegt. Es steht eine bestimmte Anzahl und Größe von Räumen zur Verfügung, auch ihre Lage im Haus ist fixiert. Doch dem Eigentümer bleibt die dekorative Seite überlassen. Er bestimmt, wie er sein Haus anmalt, mit welchen Möbeln er es ausstattet. Der erfahrene Astrologe sieht die Vielzahl der gegebenen speziellen Möglichkeiten, zwischen denen er sich entscheiden wird, er weiß, wann es an der Zeit ist, ein bestimmtes Zimmer zu renovieren oder gar alles hinauszuwerfen, um es grundsätzlich neu zu gestalten.

Ein wesentliches Mittel der Astrologie, das was sie von anderen Disziplinen unterscheidet und was auch allzu oft durch falsche Anwendung ihren Ruf geschädigt hat, ist die astrologische Prognose. Sie behandelt die Frage der Zeitqualität. Bei der astrologischen Prognose werden neue Berechnungen erforderlich. Ihr Ergebnis wird zu dem Geburtshoroskop in Beziehung gesetzt. Es ist z.B. sinnvoll, jedes Jahr eine Solarberechnung und -beratung durchzuführen. Dieses „Geburtstagshoroskop" sieht jedes Jahr anders aus und enthält die in diesem Lebensjahr auf den Menschen zukommenden Themen und Probleme.

Auch diesen astrologischen Vorgang möchte ich in ein gleichnishaftes Bild fassen:
Haben Sie als Kind "Der Fuchs geht um" gespielt? Die Kinder stehen im Kreis, ein Kind läuft herum und legt hinter dem Rücken eines "Kreiskindes" ein Taschentuch ab. Oft merkt das Kreiskind nicht gleich, daß es "dran" ist. Es muß versuchen, das andere Kind einzufangen. Schafft es das nicht, muß es in den Kreis und "leiden".
Dieses Kinderspiel kann als Gleichnis dienen, um astrologische Vorgänge verständlicher werden zu lassen:
Die Planeten der Geburt stehen im Kreis, jeder an seinem Platz - astrologisch gesagt "in seinem Haus". Doch gleichzeitig gehen Sie als Wandelsterne weiter, wie das um den Kreis der Spielenden huschende Kind, dessen Platz als Kreiskind markiert und reserviert bleibt. Auf ihrem weiteren Weg über die Himmelsbahn werfen die Planeten ihrem, im Geburtsaugenblick fixierten "Namensvetter" und all den anderen, im Horoskopkreis markierten Planeten das Tuch oft so zu, daß der Horoskopeigner "Mensch" erst merkt, was passiert ist, wenn alles um ihn herum darauf verweist.
Jetzt heißt es, das Thema des betreffenden Planeten einzuholen, sich mit ihm zu beschäftigen, seine Energie einzufangen und in Entwicklungsgewinn umzusetzen. Schaffen wir das nicht, weil wir nicht aufgepaßt haben, Angst uns hindert oder uns Ablenkung suchen läßt, so können die Planetenenergien ungezügelt ihr Spiel mit uns treiben, und so manches Mal sitzen wir in der Mitte des Energiefeldes, ohne es zu nutzen, und "leiden".

"Nur" das kann ein Astrologe voraussagen: er sieht, wann ein Planet "sein Taschentuch fallen läßt", wann der Mensch mit einer bestimmten Thematik konfrontiert wird. Stehen Sie dann bereits in Startposition, um das Thema einzufangen und zu bearbeiten, bleibt Ihnen zwar nicht immer Leid erspart, aber Sie können doch mit den Energien bewußt gestaltend wirken.

Was will heute eine seriöse astrologisch psychologische Beratung erreichen?
Ein astrologisches Beratungsgespräch dient vor allem der besseren Lebensbewältigung. Durch die gemeinsame Erhellung des Geburtsbildes erkennt der Klient nicht nur, wie er sein sollte, um sich gerecht zu werden, sondern auch, wohin er sich entwickeln kann.

Oftmals bringen Zwänge des Lebens eine Abkehr von der ursprünglich vorhandenen Richtung mit sich. Der Mensch fühlt sich zunehmend unwohler in seiner Haut, weiß aber oft nicht, woran es liegt. Wird keine Korrektur der Zielrichtung vorgenommen, kann dies im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Das "System Mensch" leidet an der falschen Benutzung und reagiert mit Defekten. Eine Holzsäge, die zum Zerschneiden von Metall verwendet wird, zerbricht meist schon beim ersten Versuch. Der Mensch ist zäher.

Jede astrologische Beratung beginnt sinnvoller Weise mit der Erarbeitung des Geburtshoroskops. Die psychische Struktur und die auf ihr aufbauende Lebensgestaltung ist Bestandteil dieser Radixberatung. Erst nach dieser Grundlagenberatung sollte auf zukunftsgerichtete Themen eingegangen werden.

Ein wichtiger Teilbereich der Astrologie ist die Partnerschaftsberatung. Sie erhalten Informationen über die Struktur und Entwicklungstendenzen der Partnerschaft.
Harmonische und disharmonische Bezüge zwischen den Partnern mit den entsprechenden Entspannungsmöglichkeiten können genauso aus einem Partnerhoroskop gelesen werden wie die nächste Krisentendenz, ihr Auslöser und ihr möglicher Inhalt. Gerade im Partnerbereich - ob beruflich oder privat - kann Astrologie viel zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Im Bereich der psychologischen Astrologie ist auch die Erziehungsberatung angesiedelt.
Ziel einer solchen Beratung ist es, mehr Verständnis für das Anderssein des Kindes zu gewinnen, durch das Erkennen von strukturbedingten Gegebenheiten und das Aufzeigen von Möglichkeiten des Entspannens und Entgegenwirkens. Die berufliche Neigung, besondere Talente, gesundheitliche Schwachpunkte und mögliche Gefährdungen sind Bestandteil der Erziehungsberatung.
Bei schwerwiegenden Eltern-Kind oder Kind-Erzieher- Problemen genügt nicht allein das Kinderhoroskop. Die Wurzel der Problematik kann oft besser durch einen Horoskopvergleich der Betroffenen erkannt werden.
Auch aus den Daten des Geburtstages, ohne das Wissen von Ort und Zeit, kann man bereits eine Fülle von Erkenntnissen gewinnen.
Beim Horoskopvergleich lassen sich am besten die Ansatzpunkte der Problembewältigung und damit auch der Verbesserung der Beziehung erkennen.
Eine umfassende Erziehungsberatung enthält daher nicht nur die Interpretation des Kinderhoroskops. Der Vergleich mit den Eltern-, Erzieher- oder Lehrerhoroskopen zeigt deutlich, wie das Kind diese empfindet. Aus seinen Empfindungen erwachsen die kindlichen Reaktionen, die evt. Anlaß zur Besorgnis geben.

Betrachten wir zum Schluß noch die Grenzen astrologischer Aussagemöglichkeiten.

Grundsätzlich kann man über ein Horoskop keinen Einblick in das Erbgut als solches erhalten. Auch die sozialen Verhältnisse, Rasse, Religionszugehörigkeit, geschichtliches Eingebundensein liegen außerhalb der Aussagekraft eines Kosmogramms.

Weitere Grenzen liegen im prognostischen Bereich. Je selbständiger ein Mensch ist, je eigenverantwortlicher er handelt, desto weniger ist er eindeutig zu erfassen. Hier wird ein guter Astrologe den Rahmen nennen, den er prognostisch erkennen kann und zur Gestaltung des Bildes nur Anregungen geben, aber nicht festlegend argumentieren.

Die jüngste Generation der Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes wird seit 10 Jahren in Ausbildungszentren des Verbandes unterrichtet. Nach Abschluß des 3-jährigen Ausbildungsganges und nach einer praktischen Zeit stellen sich die Studierenden einer Prüfungskommission und erwerben so den Titel „gepr. Astrologe DAV“. Auf diesen Titel sollte man achten, wenn man eine astrologische Beratung in Anspruch nehmen will. Die geprüften Astrologen DAV unterschreiben ein Berufsgelöbnis, das sie gleichzeitig dem Ehrengericht des Verbandes unterwirft, sobald eine unseriöse oder schädigende Arbeitsweise bekannt wird. Eine Liste dieser geprüften Astrologen können sie beim Deutschen Astrologen-Verband anfordern.

Autorin: Gertrud Hamers

Eine Liste von geprüften Astrologen erhalten Sie beim

Deutschen Astrologen-Verband e.V.
Wilhelmstr. 11
69115 Heidelberg
Tel.+Fax: 06221-182010

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Microcosmoswork : Astrologie, Psychologie und Rückführung

Erschienen in CoMed Nr.6/2001

Microcosmoswork ist Arbeit an den seelischen Wurzeln, eine Methode zur Auflösung von disharmonischen Prägungen. . Insofern bezeichnet dieser Begriff sowohl einen inneren Schulungsweg als auch eine therapeutische Technik.
Bei Microcosmoswork treffen verschiedene Gebiete aufeinander und verbinden sich zu einem wunderbaren Ganzen: Psychologie, Astrologie und ein breites Spektrum an östlichem Wissen. Zum Letzteren gehört die Annahme von Reinkarnation.

Zur psychologischen Astrologie
Die heutige Astrologie kennt viele Fachrichtungen. Sie ist längst aus dem Dornröschenschlaf erwacht und befindet sich nur noch in ihren Schattenelementen im Bereich von Jahrmarkt, Gaukelei und Scharlatanerie. Diese Schattenelemente sind allerdings nach wie vor für den be-eindruckbaren Menschen eine Gefahrenquelle. Konkrete Ereignisprognosen, wie sie dort noch gestellt werden, setzen den Menschen auf eine Schiene der „self-fulfilling prophecy“, und so kann die Aussage eines solchen „Ereignisastrologen“ großes Unheil anrichten. Der Deutsche Astrologen - Verband ist bemüht, solcher Scharlatanerie entgegenzuwirken. Allerdings sind die Möglichkeiten der Einflußnahme insofern gering, als nur die geprüften Mitglieder des Ver-bandes ein Gelöbnis abgelegt haben, ähnlich dem Eid des Hippokrates, der sie einem Ehrenge-richt des Verbandes aussetzt, sofern sie wegen unseriöser Arbeit angeklagt würden.
Wie in anderen Fachbereichen haben wir es auch in der heutigen Astrologie zunehmend mit einer Spezialisierung zu tun. Ein im letzten Jahrhundert stark voranschreitender Zweig ist die psychologische Astrologie. Im Deutschen Astrologen - Verband befinden sich eine nicht ge-ringe Anzahl von Diplom Psychologen und Psychotherapeuten, die das Horoskop als wertvol-les Analyseinstrument für ihre Arbeit nutzen.
Das Geburtsbild mit den Tierkreiszeichen, Planeten, Häusern, Aspekten erzählt dem erfahre-nen Astrologen viel über die Anlagen, die Zielvorstellungen, Begabungen und Konfliktberei-che eines Menschen. Der reinen Psychologie ist die psychologische Astrologie insofern über-legen, als sie über die Möglichkeit der Analyse der persönlichen Zeitqualität des Menschen verfügt. Hierbei können die aktuellen Problemfelder, aber auch die Auslöser eines belastenden Prozesses in kurzer Zeit erkannt, Hilfestellungen zur Bewältigung der Problematik auch aus den astrologischen Gegebenheiten entnommen werden. Dabei ist der freie Gestaltungswille des Menschen eine unverzichtbare Prämisse.
Die psychologische Astrologie ist keine Therapieform. Sie dient der Bewußtwerdung der inne-ren Persönlichkeitsstruktur, der Talente und der inneren Konfliktmuster, die im Außen ent-sprechende Erfahrungen anziehen. Eine Adresse der geprüften Astrologen des Deutschen Ast-rologen-Verbandes finden sie am Ende des Artikels.

Zum Thema Rückführung
Bei einer Rückführung wird ein Rückschreiten in der Zeit vorgenommen. So werden Erfahrun-gen wiederbelebt, die Ursache von Blockaden sind. Man kann sowohl in Situationen dieses Lebens zurückführen, auch in unbewußte Erfahrungen während der Kleinkindzeit, der Geburt oder der pränatalen Phase des Menschenlebens, als auch in frühere Leben, die man den tieferen Seelenschichten zuordnen kann. Bei einer Rückführung, welche die seelische Verletzungen als Ursache von Blockaden im Visier hat, wird die Wunde wieder aufgerissen. Das kann ein sehr schmerzhafter Prozess sein, dem die Heilung folgen sollte.

Gängige Rückführungstherapien
Microcosmoswork unterscheidet sich grundsätzlich von den sogenannten Rückführungstherapien.

Bei den meisten Rückführungstherapien sieht der Klient oder gar der Therapeut ein „ver-gangenes Leben“ . Diese aufsteigenden, inneren Bilder werden besprochen. So hat der Klient bestenfalls eine mögliche Erklärung für seine seelischen Zustände. Doch Erklärung und Erkenntnis allein führt meist nicht zur Heilung.
Im schlechteren Fall, wenn der „Therapeut“ dem Klienten ein eigenes Bild überstülpt, „Ich sehe, daß du dies warst und jenes getan hast“, kann eine seelische Erkrankung die Folge einer Rückführung sein.

Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, den Klienten zurückzuführen. Einige will ich hier nennen

a. der Klient sieht und artikuliert selbst das Geschehen:
• über Assoziation
• in der Hypnose
• über Tiefenentspannung

Über Assoziationsketten kann man sicher an seelische Sachverhalte herankommen und zur Klärung beitragen. Diese Methode ist sehr erfolgreich bei Traumanalysen. Bei Rückfüh-rungen erscheint sie mir weniger ergiebig.
Hypnose engt das Bewußtsein des Menschen ein, schaltet die Aufnahmefähigkeit für Sin-neseindrücke aus. Der Rapport zum Hypnotiseur bleibt erhalten, doch ist die Empfäng-lichkeit für Suggestionen erhöht. Diese Form halte ich persönlich für gefährlich, da der Klient im Prozess der Rückführung keinen bewußten Zugang zu dem Gesagten hat, und potentiell der Aufnahmefähigkeit oder -unfahigkeit des Hypnotiseurs ausgeliefert ist.
Die Methode der Tiefenentspannung halte ich von den drei genannten Methoden für die geeignetste. Aber auch hier ist der Klient in einem nicht „wachen“ Zustand, was ich per-sönlich problematisch finde.

b. der Therapeut sieht und berichtet:

Es gibt „Rückführungstherapeuten“, die behaupten, daß sie sich in die unbewußten Schichten des Menschen einklinken können und dort auch frühere Leben sehen können. Wenn ich auch eine solche Fähigkeit nicht für unmöglich halte, so möchte ich doch vor einer solchen Rückführungstherapie warnen. Es könnte hier schlimmsten Falles vorkom-men, daß mehrere Klienten des gleichen Therapeuten mit identischen früheren Leben kon-frontiert werden. Jeder Mensch kann nur das wahrnehmen, wozu er selbst in Resonanz steht. Bekommt der Klient ein seelisches Urbild des „Therapeuten“ übergestülpt, wird das eher zu innerer Spaltung denn zu Erkenntnis oder gar zur Heilung führen.

Das Besondere an Microcosmoswork

Das Ziel dieser inneren Arbeit ist es, schicksalbestimmende psychische Blockaden aufzulösen. Psychische Verletzungen bilden eine Art Öse oder offene Kreise, in die sich Erfahrungen oder Menschen immer wieder einhaken und somit die Wunde aufreißen.
Entstanden die Verletzungen in diesem Leben, so können sie durch gängige psychotherapeuti-sche Methoden in einem meist länger andauernden Prozeß geschlossen werden. Personality-work, ein Teilbereich der Microcosmoswork, befaßt sich mit diesen Verletzungen. Hier dauert das Runden und Schließen eines solchen offenen Kreises nur einige Stunden.
Liegen die Wurzeln der Blockade in tieferen Seelenschichten bzw. in früheren Leben, so kann durch Microcosmoswork eine bleibende seelische Selbstheilung erfolgen. Der innere Heiler ist hierbei das Höhere Selbst, auch Höheres Ich oder der innere Führer genannt, die innere Instanz des Menschen, die mehr übersieht als der begrenzte, egoorientierte Menschenverstand. Diese Instanz übernimmt die Führung im Prozess. Hierbei richtet sich der Scheinwerfer des inneren Suchers auf die Erstverletzung, die den offenen Kreis im Seelenspeicher, der persönlichen A-kasha-Chronik des Menschen, zurückgelassen hat und somit wie ein Köder Leidenserfahrun-gen anzieht. Werden diese Wunden geschlossen, so reagiert der Mensch fortan gelassener.

Bei Microcosmoswork sieht nicht der Begleiter sondern der Klient. Auch bestimmt nicht der Lehrer oder Begleiter die Vorgehensweise, sondern diese wird allein durch das „Höhe-re Selbst“ des Schülers oder Klienten festgelegt. Der Sitzungsleiter ist erfahrener Betreuer auf der inneren Reise und ein offener Gesprächspartner bei der späteren Aufarbeitung.
Die Ausgangshaltung der inneren Leere und erhöhten Wachheit, die das innere Sehen ermöglicht, ist eine wichtige Voraussetzung für diese Art Seelen- und Bewußtseinsarbeit. Hellwach und voll auf das innere Geschehen konzentriert, spricht der Klient aus, was er wahrnimmt. Der geschulte Begleiter verfolgt aufmerksam die inneren Bilder des Klienten, protokolliert sie und greift nur ein, wenn der Klient beunruhigt ist, sich offensichtlich der Verstand mit einmischt oder die Phasen des Sehens zu lang und zu anstrengend werden.
Während bei den meisten Rückführungstherapien lediglich Situationen eines vergangenen Lebens angeschaut werden, um das heutige Verhalten zu erklären, geht man bei Micro-cosmoswork einen Schritt weiter. Es wird nicht nur die Erkenntnis, sondern in einem zweiten Rückführungs-durchgang auch die Selbstheilung, das Schließen des Kreises vor-genommen.

Ausbildung in Microcosmoswork
Voraussetzungen
Die Fähigkeit zur meditativen Haltung (Leere) und zum inneren Sehen (z.B. bei Traumrei-sen, geführten Meditationen), das Vertrauen in die innere göttliche Anbindung (Religio) und die Bereitschaft, sich von der eigenen inneren, weisen Instanz, dem „Höheren Selbst“, führen zu lassen, ist Voraussetzung für Microcosmoswork.

Ziel und Methode
Die Ausbildung hat zum Ziel, daß der Schüler mit sich selbst arbeiten kann. Hierbei dient das Horoskop des Schülers als Ausgangsbasis. Im astrologischen Bild kann man sehr genau erken-nen, in welchen Lebensbereichen Blockaden vorliegen, und welche schöpferischen Kräfte nicht ungehindert fließen können. Es gibt außerdem, auch durch astrologische Methoden er-mittelbar, Lebenszeiten, die sich besonders für einen solchen bewußtseinserweiternden Prozess eigenen. Ein Transit von Pluto beispielsweise über Sonne, Mond oder Aszendent holt tiefe Verletzungen nach oben, rückt sie in den Wahrnehmungsbereich und wühlt den Menschen dadurch auf. Dieser Transit eignet sich hervorragend für Microcosmoswork.

Bei der Ausbildung werden nach und nach alle Horoskopspannungen aufgearbeitet. Ein Aus-bildungsprozeß dauert zwischen 1,5 und 2 Jahre und umfaßt zusätzlich die Integration des letz-ten Inkarnations-Zyklus, das heißt die Aufarbeitung der verletzten Leben des aktuellen Zyklus.
In der Regel findet pro Monat eine Sitzung statt.

Problemorientierte Microcosmoswork
Das problemorientierte Arbeiten mit Microcosmoswork befreit von psychisch belastenden Phänomenen. Hierzu gehören Angstzustände, Leistungsblockaden, Minderwertigkeitskomple-xe und vieles mehr. Meist sind mehrere Sitzungen nötig, bis das Phänomen verschwunden ist.
Eine Microcosmoswork-Sitzung dauert zwischen 3 und 6 Stunden. Sie enthält 4 Phasen:

• Das einleitende Gespräch über die blockierende oder verletzende Eigenart,
• das Aufsuchen der Ursachen dieser Verletzungen über meditative Techniken und Rückführung,
• ein Gespräch über die parallelen Erfahrungen in diesem Leben,
• das Aufarbeiten der Verletzung in der Rückführung.

Durch die Arbeit an den eigenen inneren Räumen verändert sich die Persönlichkeit. Sie ruht mehr und mehr in ihrer Mitte, wird mit jeder aufgearbeiteten Verletzung befreiter von Ängsten und Zwängen und dadurch stabiler. Die Eigenbestimmung und Eigenverantwortung nimmt zu.

Eigene Erfahrungen
In meiner langjährigen Erfahrung mit dieser Methode habe ich so manches „Wunder“ erlebt. Wir benutzen bei der Arbeit Ort- und Zeitkoordinaten, um auch Vergleichsmöglichkeiten zu haben, was mir gerade für die Forschungsarbeit sehr wesentlich erscheint. Interessant dabei ist, daß sowohl die geographischen Gegebenheiten als auch die geschichtliche Einbettung der gesehenen Leben mit dem heute bekannten Wissen über die entsprechenden Epochen und geographischen Räume über-einstimmt.
Wir wiederholen sehr viel in unserem Leben. Wir treffen mit Menschen zusammen, die wir aus gemeinsamen Leben kennen. Wir spüren, wenn wir an einem Ort bereits in früheren Leben gewesen sind. Wir reagieren auf Situationen, die uns an frühere traumatische Erlebnisse erinnern, sehr heftig und wissen damit oft nichts anzufangen.

Es ist etwas ganz Besonderes, das Höhere Selbst eines Klienten oder Schülers bei seiner Heilungs-arbeit begleiten zu dürfen. Oft erkennt man erst bei dem „runden“ Leben den vollen Umfang von Verletzung, denn die Sicht des „Höheren Selbst“ geht viel weiter als unser kleiner Menschenvers-tand.
Bei der praktischen Arbeit mit Schülern beweist es sich immer wieder, daß infolge einer aufgearbei-teten Verletzung eine deutlich spürbare Entlastung eintritt. Der fortgeschrittene, eigenständig ope-rierende „microcosmosworker“ hat einen Schlüssel an der Hand, mit dem er in wenigen Stunden innerer Arbeit zu einer entspannteren seelischen Befindlichkeit kommen kann, die auch sein kör-perliches Wohlbefinden stabilisiert. Er benutzt neben dem astrologischen Hilfsmittel, falls er dieses beherrscht, vor allem die problemorientierte Herangehensweise. Drückt der Schuh in einem be-stimmten Lebensbereich, so kann er gezielt nach der Ursache des Schmerzes fragen und diese durch innere Arbeit beheben. Da er im Innern etwas verändert, kommt ihm im Außen dann auch etwas anderes entgegen.

Heute ist für mich die mir lange gestellte Frage, ob das wirklich frühere Leben sind oder nur tiefere Seelenschichten, die nach oben geholt werden, nicht mehr relevant. Wir leben hier auf der Erde in Raum und Zeit. Auch wenn Raum und Zeit von anderen geistigen Betrachtungsebenen aus eine Illu-sion sind, gelten ihre Begrenzungen für das irdische Leben. Wir benutzen viele Vorstellungskrü-cken, weil wir in dieser irdischen Inkarnation nur begrenzten Zugang zu unseren geistigen Möglich-keiten und zum „Ganzen“ haben. Also kann man auch das Modell Zeit-Raum guten Gewissens auf geistig-seelische Erfahrungsebenen anwenden und von früheren Leben in anderen Räumen spre-chen, selbst wenn diese Leben vielleicht nur parallele oder zeitgleiche tiefere Seelenschichten und ihre Bilder wären.


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Von der Astronomie über die Astrologie zur Astrosophie

Ein Beitrag von Gertrud Hamers

Gehen wir 5000 Jahre in der Geschichte zurück, so finden wir keine Trennung zwischen diesen 3 Wissengebieten. Es war einer Priesterschaft, den Eingeweihten, vorbehalten, vorhandenes Wissen zu erwerben und auf dieser Basis weiter zu entwickeln.
Die meisten Wissenschaftsbereiche wurden im Laufe der Jahrtausende in Spezialgebiete gegliedert.
So auch die Wissenschaft von den Sternen. Doch während andere, zu einem großen Fachbereich gehörende Spezialisten kooperieren, bekämpfen sich heute Astronomen und Astrologen. Ein sinnloser Streit; denn beide Wissensgebiete haben ihre speziellen Auf-gaben, ihre verschiedenen Betrachtungsweisen.
Der verbreitete Mißbrauch der Astrologie, und leider ist hauptsächlich dieser der Öffent-lichkeit bekannt, vertieft den Graben zwischen den nun feindlichen Brüdern.
Vergegenwärtigen wir uns, was diese 3 dem Sternenwissen zugeordneten Bezeichnun-gen ( Astro-nomie, Astro-logie, Astro-sophie) an Unterschiedlichkeit enthalten.

zur Astronomie
Astronomie, als Naturwissenschaft nie angezweifelt, konzentriert ihr Forschen und Arbeiten auf die Beobachtung, Erkundung, Vermessung, Benennung und Beschreibung all dessen, was sich im Weltall befindet. Sie ist im eigentlichen Sinne na-turwissenschaftlich. Das physische Erscheinungsbild, die es umgebenden räumlichen Bedingungen und die zeitlich erfaßbaren Bewegungen stehen im Blickpunkt des Interesses.
Ohne Astronomie wäre Raumfahrt nicht möglich, die Erkundung des Weltalls hätte nicht stattgefunden und vielleicht wäre die Menschheit noch heute der Meinung, die Erde sei
eine Scheibe von deren Rand aus der Absturz drohe.

zur geschichtlichen Entwicklung der Astrologie
Bei den Sumerern - ca. 3000 v.Chr. - befaßte sich die Priesterschaft mit der Sternen-kunde. Sie beobachteten, beschrieben und benannten das was sie am Himmel sahen und gleichzeitig registrierten sie das Geschehen auf der Erde. Sie wußten, daß es eine Entsprechung gibt zwischen dem, was da oben miteinander in Verbindung tritt und dem was unten gleichzeitig auf der Erde geschah. Der Begriff „Logos“ (griechischer Ur-sprung) umfaßt in seiner Wortbedeutung nicht nur die menschliche Vernunft, das logi-sche Urteil, die Weltvernunft sondern ist auch der höchste Begriff für die göttliche Schöpferkraft, das göttliche Wort.
Für die sumerischen, babylonischen und ägyptischen Priester sprach Gott durch die Sterne. Es war ihre Aufgabe, Gottes Wort den Menschen - den Herrschern und ihren Ratgebern - zu übersetzen. Das jedoch konnten sie nur durch das schon überlieferte Wissen und die permanent weitergeführte Beobachtung und Bestätigung der Analogie: so wie oben so auch unten. Dabei wurden die Planeten immer von der Erde aus beo-bachtet. Die Perspektive des Astrologen veränderte sich nicht, auch nicht nachdem alle Welt begriffen hatte, daß sich die Erde um die Sonne dreht und nicht die Sonne um die Erde. Weiterhin war das analoge Geschehen gegeben und wurde auch zu-künftig von der „Station Erde“ und nicht von dem Weltraum aus beobachtet.

Zunächst waren es Informationen über die Wetterverhältnisse, über Naturerschei-nungen besonderer Art, politische Ereignisse, kurz Sachverhalte, die das Kollektiv angingen, welche die Astrologen-Priester
der damaligen Zeit aus den Planetenpositionen gewinnen sollten. Solche Ereignisse wurden denn auch -mit den entsprechenden Konstellationen- geschichtlich fest-gehalten. Das bezeugen Tontafeln, die man im Lande der Sumerer bei Ausgrabun-gen fand.
Bei den Sumerern und den frühen Babyloniern stand der Staat und die Gemein-schaft ausschließlich im Brennpunkt astrologischer Aussagen. Das Individuum zählte erst etwas im späten babylonischen Reich, vor seinem Zerfall. Zu jener Zeit begann man damit, zu der mundanen - kollektiv gesehenen astrologischen Praxis auch eine Individualastrologie zu entwickeln.
Das älteste, erhalten gebliebene, individuelle Geburtshoroskop stammt aus dem Jahre 409 v. Christus. Seit nunmehr mindestens ca. 2500 Jahren sammeln dem-nach Astrologen Erfahrungen im Bereich der Individualastrologie nach dem Sche-ma: Wenn - Dann.
z. B.: Wenn Mars zum Zeitpunkt einer Geburt bei der Sonne steht, mit ihr eine Konjunktion eingeht,
dann wird dieser Mensch ein besonders willensbetonter Mensch sein.
Oder umgekehrt nachvollzogen:
Wenn dieser Mensch einen so starken Willen hat, dann muß in seinem Ge-burtshoroskop Mars eine
hervorragende Stellung einnehmen.
Durch die Jahrhunderte erfuhr die Astrologie so manche Blütezeit, wie bei den Ä-gyptern, die seit dem 6. Jahrhundert vor Christus mit babylonischem Wissen kon-frontiert wurden, oder den Griechen, die ebenfalls seit dem 7. Jahrhundert vor Christus unter den Einfluß babylonischer Lehren gerieten.
Die griechischen Astronomen/Astrologen waren es dann auch, welche die noch heute gültige Basis der Astrologie entwickelten.
Sie verfügten, wie man einem archäologischen Fund entnehmen kann, bereits über einen mechanischen Astrocomputer, ein Gerät, das man per Hand auf ein Datum in der Vergangenheit oder Zukunft einstellen kann, um dann mittels des Räderwerkes Informationen über verschiedene Phänomene der Astronomie zu erhalten.
Auch die Römer bedienten sich der Astrologie und der Astrologen, meist allerdings nur die Mächtigen unter ihnen, mit dem Ziel, ihre Macht zu erhalten oder zu ver-größern. Der Normalbürger konnte sich den Rat eines Astrologen kaum leisten, wenn es ihm nicht sogar verboten wurde, sich mit diesem Wissen zu beschäftigen.
Dieses Verbot hatte seinen guten Grund: wer erkennt, daß das Geschehen auf der Erde einem kosmischen Gesetz unterworfen ist, dem sich auch Kaiser, Könige und Päpste beugen müssen, der ist oft nicht mehr bereit, die entsprechende Autoritäts-gläubigkeit an den Tag zu legen. Er wird vielleicht gar selbständig denken und urtei-len wollen, und das ist einem Machthabenden selten recht.
So wurde auch unter der Machtentfaltung der christlichen Kirche Astrologie nach und nach verfemt und sogar verboten, obwohl nachweislich nicht wenige Päpste selbst Astrologen waren, andere sich von Astrologen beraten ließen, vor allem wenn es um Inthronisationsdaten, Grundsteinlegungen oder gar um Kriegszüge ging. Große Männer der Kirche, hier seien nur Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Melanchthon stellvertretend genannt, beherrschten die Astrologie und nutzten sie.
Philipp Melanchthon (1497-1560), ein Mitarbeiter Luthers, hielt an der Wittenberger Universität Vorlesungen, in denen er die Astrologie mit Bibelzitaten verteidigte. Er pries die Astrologie als Krone des Menschengeschlechts.
Daß Astrologie an den Universitäten gelehrt wurde und dort lange als die Königin der Wissenschaften galt, ist nicht jedem bekannt. Erst im 19. Jahrhundert wurde der letzte deutsche Lehrstuhl für Astrologie geschlossen.

Astrologie in den Medien
Heute wirft man der Astrologie immer noch vor, sie wäre Aberglaube, Magie, dum-mes Zeug. Ich teile diese Meinung, wenn es darum geht, das zu beurteilen, was die Medien bisher hauptsächlich unter dem Begriff Astrologie verbreitet haben. Da sind die Sternbild- und Horoskopspalten, die Astroshows und Astroquiz, die Jahresho-roskope in den Dezemberheften und vieles mehr, was dem Normalverbraucher Ster-nenwissen vorgaukelt. Das trägt zu nichts anderem als zur Volksverdummung bei, hat aber auch mit echter, umfassender Astrologie fast nichts zu tun.
Noch überwiegt im Medienbereich, vor allem bei einigen großen deutschen Fernseh-sendern und Journalen, das Gebot, wer über Astrologie berichtet, der soll zum Fazit kommen, daß sie nichts wert ist. Eine frustrierende Voraussetzung für offene, vor-urteilsfreie Journalisten.

Astrologie heute und ihre verschiedenen Denkansätze.

1. Die Klassische Astrologie
Der Ansatz der überlieferten Klassischen Astrologie war es, ganz konkret voraussa-gen zu wollen, was wann passiert. Falsche Prognosen, aber auch der Mißbrauch des Wissens, um eigene Machtbedürfnisse zu befriedigen, brachten nach und nach diese Form der Astrologie in Mißkredit. Da wurden Kriege, Weltuntergänge, Kö-nigsmorde angekündigt. Dem Einzelnen verhieß man für ein bestimmtes Datum die Frau seines Lebens oder man kündigte den großen Gewinn, wenn nicht gar auch den totalen Zusammenbruch an. Das Motto lautete hier: „Sieh, was Dir geschieht.“ Diese Form der Astrologie ist heute allgemein bekannt und leider wird sie vielerorts noch praktiziert.
Der Glaube an eine unumgängliche Schicksalsabhängigkeit beraubte und stiehlt noch heute dem betreffenden Menschen die Kraft, sich frei und schöpferisch mit den Energien der Zeit zu entfalten.
Aus der Psychologie wissen wir, daß solche Voraussagen zu einem sich erfüllenden Programm werden können. Der Mensch wird vom „Ereignisastrologen“ auf eine be-stimmte Schiene gesetzt, aus der er kaum mehr herausspringen kann, ist das Pro-gramm erst einmal gestartet.

2. Die Psychologische Astrologie
Der 2. und heute vorherrschende Denkansatz ist der psychologische. Das Motto der Psychologischen Astrologie heißt: „Werde was Du bist“, entfalte das Dir zur Verfü-gung stehende Potential so gut wie möglich.
Hier leistete der deutsche Psychologe und Astrologe Thomas Ring Hervorragendes. Er überarbeitete das überlieferte Wissen und paßte es der geistigen Entwicklung unserer Zeit an. Die von ihm dadurch ins Leben gerufene "Revidierte klassische Ast-rologie" wird von der Mehrheit der heutigen Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes vertreten. Auf diese Herangehensweise werde ich später näher eingehen.

3. Die Esoterische Astrologie
Ein 3. und noch etwas im Abseits stehender Denkansatz ist der esoterische. Jetzt sind die 2 erstgenannten Stufen die Voraussetzung für eine Betrachtungsweise, die über diese Stufen der Schicksalsabhängigkeit und Egofixierung hinausgeht. Hier gilt die Devise:
„Bist Du bereit, Deinen freien Willen zu gebrauchen,
hast Du verinnerlicht, was Dein Horoskop Dir zeigt,
so gehe den nächsten Schritt und versuche, über diese Festlegungen hinauszu-wachsen.“
Astrosophie folgt dieser entwicklungsbetonten Aufforderung.

Spezialgebiete der heutigen Astrologie

Diese verschiedenen Denkansätze haben entsprechende Spezialgebiete im astrologi-schen Bereich zur Folge.
In den Rahmen der Klassischen Astrologie fallen:
-die Wirtschaftsastrologie mit ihrer Finanz- und Börsenberatung,
-die Mundanastrologie, die sich mit kollektiven Strömungen befaßt und mehr den geschichtlich
politischen Bereich berührt,
-die Firmenberatung, die stark ereignisorientiert vorgeht

Eine Zwischenposition zwischen Klassischer Astrologie und Psychologischer Astro-logie wird von der Astromedizin eingenommen.

Bild mit dem Tierkreismenschen hier bitte hereinnehmen, evt. in bunt von Buch-einband


Sie steht leider noch nicht so stark im Blickfeld, hat jedoch eine weitreichende Aus-sagemöglichkeit.
Nicht nur die physischen Schwachstellen eines Menschen können über das Horos-kop ermittelt werden, sondern auch Krisenzeiten, in denen der Weg über die Krank-heit eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Krisenthema darstellt.
Von unschätzbarem Wert ist die astrologische Aussagefähigkeit über einen Opera-tions- oder Krankheitsverlauf. Der astromedizinische Spezialist kann eventuell mögliche Komplikationen, Rückschläge aber auch Regenerationsphasen des Patien-ten im voraus ermitteln und so gezielter vorsorgend arbeiten.
Für den Psychosomatiker ergibt sich die Möglichkeit, am Horoskopgefüge das psy-chische Motiv einer Erkrankung entdecken zu können.

Die Psychologische Astrologie ist stark im Vormarsch. Schon C.G. Jung hat eine Verbindung zwischen der Psychoanalyse und der Astrologie gesehen und astrologi-sche Analysen als ein diagnostisches Mittel der klinischen Psychologie benutzt.
Heute nimmt die Zahl der Psychologen stetig zu, die astrologisches Wissen als Handwerkszeug für ihre Arbeit benutzen. Es liegen bereits mehrere Diplomarbeiten und auch Dissertationen über astrologische Themen in diesem Fachbereich vor.

Astrosophie ist dem Bereich der Esoterischen Astrologie zuzuordnen. Hier schließt sich der Kreis von Astronomie, Klassischer Astrologie, Psychologischer Astrologie durch Rudolf Steiners Kosmologie und anthroposophisches Menschen-und Welt-bild.
Ebenfalls in den Bereich der Esoterischen Astrologie, die sich dem spirituellen Wachstum widmet, fallen neue, noch kaum bekannte Therapieformen, deren Anlie-gen es ist, karmische Wurzeln von Blockaden aufzulösen. Die Karmische Astrologie kann ein guter Wegbereiter zu spirituellem Wachstum sein. Jedoch gibt es auch hier, wie in allen astrologischen Fachgebieten eine Schar von Vertretern, die mit großer Vorsicht zu genießen sind.

Zur Psychologischen Astrologie
Der Bereich der Psychologischen Astrologie, von ihr verwendete Hilfsmittel und Me-thoden sollen nun vorgestellt werden.

Allgemein bekannt - aber meist mißverstanden - ist der Begriff Horoskop, auf deutsch "Stundenschau".
Eigentlich müßte es eher Minutenschau heißen, denn ein Horoskop wird auf die exakte Minute berechnet, sofern dies möglich ist. Doch bedeutet "Horoskop" im ursprünglichen astrologischen Sinn etwas ganz anderes als das, was heute die Zeitschriften unter dieser Überschrift veröffentlichen.

Astrologie ist ein Wissen, das bei dem Studierenden auf der einen Seite mathematisch logisches und analogisches Denkvermögen voraussetzt, auf der anderen Seite jedoch auch symbolhaftes, d.h. auf das Wesentliche komprimiertes Denken.
Goethes Geburts-Himmelsbild
Nach dem Vorgang der Planetenstandsberechnung, der Berechnung der Planeten-aspekte (Winkelverbindungen
zwischen den Planetenpositionen) und der sogenannten
astrologischen Achsen und Häuser (Häuser : Aufteilung des Himmelsraumes in 12 Sektoren) müssen all diese Symbole mit dem entsprechenden Inhalt versehen und in Sprache umgesetzt werden. Insofern benötigt ein guter Astrologe/Astrosoph auch ein gewisses Talent im Sprachgebrauch und im künstlerischen Bereich. Denn die Komposition des Geburtsbildes ist wie ein Kunstwerk zunächst ganzheitlich zu se-hen, als auch in seinen Einzelteilen zu entschlüsseln; nur das Ganze aber ergibt ein stimmiges Bild.

Das echte Horoskop, auch Radix, Wurzel, Thema oder Kosmogramm genannt, dient dem astro-psychologischen Berater und dem Astrosophen als Schlüssel zur Persönlichkeit. Hier die inneren Strukturen einer Person offen gelegt sind (durch Planetenstand, Achsen-und Häuserverteilung, Planeten- und Achsenaspekte).
Konfliktbereiche des Lebens, Interessenschwerpunkte, Begabungen, Hemmungen lassen sich ebenso erkennen wie sich wiederholende Verhaltensmuster, Fehlhal-tungen, welche die Lebensqualität unter Umständen stark beeinträchtigen kön-nen.
Das Geburtsbild zeigt auch auf, in welchen Bereichen der Betroffene mit Ängs-ten reagiert, welchen Themen er lieber aus dem Weg geht, was er verdrängt, weil es ihm zu unangenehm ist oder zuviel Schmerzen bereitet.
So ist die Radix zu vergleichen mit einem Orchester. Wir kennen die Instrumen-te, wissen wie sie tönen, auch welche von ihnen besonders gut harmonieren und welche sich für unseren Geschmack nicht so gut anhören. Doch der Astrolo-ge/Astrosoph kennt nicht das Stück, welches von diesem Orchester gespielt wird. Hier benötigt er die Information des Betroffenen.
Das Horoskop sagt nichts aus über das soziale Umfeld, über das spezielle Famili-enerbgut. Man kann einem Horoskop nicht ansehen, ob es für einen Menschen, eine Firma, einen Lebensabschnitt gestellt wurde. Es kann zu einem Urwaldbe-wohner, einem Tennisprofi oder Universitätsprofessor gehören. Die Instrumente blieben immer dieselben, doch das Auftreten des Orchesters und die von ihm ge-spielten Werke wären sehr unterschiedlich.

Ein zentrales Problem im astrologischen Bereich ist der freie Wille.
Vergleichen wir das Horoskop mit einem Haus. Vor einer Inkarnation ist die Wahl des Standortes, des sozialen Umfeldes, der Baumaterialien und der Plan für den Rohbau festgelegt. Es steht eine bestimmte Anzahl und Größe von Räumen zur Verfügung, auch ihre Lage im Haus ist fixiert. Doch die dekorative Seite und Pflege des Hauses bleibt die tägliche Aufgabe während der Inkarnation. Der erfah-rene psychologische Astrologe sieht eine Vielzahl von gegebenen Möglichkeiten, zwischen denen der Ratsuchende sich entscheiden kann und er ermuntert ihn, ei-ne für ihn noch passendere neue Variante zu finden.

Ein wesentliches Mittel der Astrologie, das was sie von anderen Disziplinen unter-scheidet und was leider auch allzu oft durch falsche Anwendung ihren Ruf geschä-digt hat, ist die astrologische Prognose.
Sie behandelt die Frage der persönlichen Zeitqualität. Bei der astrologischen Prognose werden neue Berechnungen erforderlich. Ihr Ergebnis wird grundsätzlich zu dem Geburtshoroskop in Beziehung gesetzt.
Haben Sie als Kind "Der Fuchs geht um" gespielt? Die Kinder stehen im Kreis, ein Kind läuft herum und legt hinter dem Rücken eines "Kreiskindes" ein Ta-schentuch ab. Oft merkt das Kreiskind nicht gleich, daß es "dran" ist. Es muß versuchen, das andere Kind einzufangen. Schafft es das nicht, muß es in den Kreis und "leiden".
Dieses Kinderspiel kann als Gleichnis dienen, um astrologisch-prognostische Sachverhalte verständlicher werden zu lassen: Die Planetenpositionen, berechnet auf den Geburtsort und die möglichst genaue Geburtsminute, stehen im Kreis. Je-der Planet an seinem Platz im Tierkreis und - astrologisch gesagt - "in seinem Haus" (Aufteilung des Himmelsraumes in 12 Teile, die sich nach Ort und Zeit be-rechnen lassen). Doch gleichzeitig gehen die Planeten als Wandelsterne weiter, wie das um den Kreis der Spielenden huschende Kind, dessen Platz als Kreis-kind markiert und reserviert bleibt. Auf ihrem weiteren Weg über die Himmels-bahn (um den Kinderkreis herum) werfen die Planeten ihrem, im Geburtsaugen-blick fixierten "Namenspatron" und all den anderen, im Horoskopkreis markier-ten Planeten (Kindern) das Tuch oft so zu, daß der betroffene Mensch erst merkt, was passiert ist, wenn alles um ihn herum darauf verweist. Jetzt heißt es, das Thema des Planeten (das weglaufende Kind) einzuholen, sich mit ihm zu beschäf-tigen, seine Energie einzufangen und in Entwicklungsgewinn umzusetzen. Schaffen wir das nicht, weil wir nicht aufgepaßt haben, Angst uns hindert oder uns Ablenkung suchen läßt, so können die Planetenenergien ungezügelt ihr Spiel mit uns treiben, und so manches Mal sitzen wir in der Mitte des Energie-feldes, ohne es zu nutzen, und leiden.
Nur das kann ein Astrologe/Astrosoph voraussagen: er sieht, wann ein Planet "sein Taschentuch fallen läßt", wann der Mensch mit einer bestimmten Thematik konfrontiert wird. Steht dieser dann bereits in Startposition, um das Thema einzufangen und zu bearbeiten, bleibt ihm zwar nicht immer Leid er-spart, aber er ist darauf vorbereitet und kann zur vielleicht nötigen Schadensbe-grenzung beitragen.

Was will heute eine seriöse astropsychologische /astrosophische Beratung er-reichen?
Ein solches Beratungsgespräch dient vor allem der besseren Lebensbewältigung.
Oftmals bringen Zwänge des Lebens eine Abkehr von der ursprünglich vorhande-nen Richtung mit sich. Der Mensch fühlt sich zunehmend unwohler in seiner Haut, weiß aber oft nicht, woran es liegt. Wird keine Korrektur der Zielrichtung vorgenommen, kann dies unter Umständen zu schwerwiegenden Erkrankun-gen führen. Das "System Mensch" leidet an der falschen Benutzung und rea-giert mit Defekten. Eine Holzsäge, die zum Zerschneiden von Metall verwendet wird, zerbricht meist schon beim ersten Versuch. Der Mensch ist zäher.
Durch die gemeinsame Erhellung des Geburtsbildes kann der Klient nicht nur er-kennen, wie er sein sollte, um sich gerecht zu werden, sondern auch, in welche Richtung er sich entwickeln könnte.

Ein wichtiger Teilbereich der Astrologie/Astrosophie ist die Partnerschaftsanaly-se und die sich daraus ergebende Beratung. Die astrologischen Spezialtechniken erlauben eine Information über die Struktur und Entwicklungstendenzen der Partnerschaft. Harmonische und disharmonische Bezüge zwischen den Partnern mit den eventuellen Entspannungsmöglichkeiten können genauso aus einem Partnerhoroskop gelesen werden wie die nächste Krisentendenz, die davon viel-leicht betroffenen Lebensbereiche , der inhaltliche Rahmen des Lernprozesses und die zeitlichen Gegebenheiten. Gerade im Partnerbereich - ob beruflich oder privat - kann Astrologie viel zum gegenseitigen Verständnis und zur Konfliktbewältigung beitragen.

Im Bereich der Psychologischen Astrologie und der Astrosophie ist auch die Erzie-hungsberatung angesiedelt.
Sie liegt mir besonders am Herzen. Ziel einer solchen Beratung ist es, mehr Ver-ständnis für das Anderssein des Kindes zu gewinnen, durch das Erkennen von strukturbedingten Schwierigkeiten und das Aufzeigen von Möglichkeiten des Entspannens und Unterstützens. Die berufliche Neigung, besondere Talente, gesundheitliche Schwachpunkte und mögliche Gefährdungen sind Bestandteil der Erziehungsberatung.
Eine umfassende Erziehungsberatung enthält nicht nur die Interpretation des Kinderhoroskops. Der Vergleich mit den Eltern-, Erzieher- oder Lehrerkonstellati-onen zeigt deutlich, wie das Kind diese empfindet. Aus diesen Empfindungen erwachsen die kindlichen Reaktionen, die evt. Anlaß zur Besorgnis geben. Die Wurzel der Problematik kann durch einen Horoskopvergleich der Betroffenen oft besser erkannt werden.
Auch aus den Daten des Geburtstages, ohne das Wissen von Ort und Zeit, kann man bereits eine Fülle von Erkenntnissen gewinnen.

Grenzen astrologischer Aussagemöglichkeiten.
Grundsätzlich kann man über ein Horoskop keinen Einblick in das Erbgut als sol-ches erhalten. Auch die sozialen Verhältnisse, Rasse, Religionszugehörigkeit, ge-schichtliches Eingebundensein liegen außerhalb der Aussagekraft eines Kosmo-gramms.
Weitere Grenzen liegen im prognostischen Bereich. Je selbständiger ein Mensch ist, je eigenverantwortlicher er handelt, desto weniger kann der Astrologe ihn konkret ereignisprognostisch erfassen.
Die jüngste Generation der Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes, die seit 5 Jahren in deutschen Ausbildungszentren des Verbandes unterrichtet wird und nach einer Erfahrungszeit von mindestens 2 Jahren eine Verbandsprüfung ab-legen kann, wird dazu angeleitet, die Zeitpunkte, die bestimmte Tendenzen und ein Spektrum von entsprechenden Möglichkeiten signalisieren, berechnen und erken-nen zu können. Aber sie lernen auch, sich nicht auf ein bestimmtes Ereignis festzu-legen, da die Entscheidung für die Konkretisierung der Kräfte allein dem Betroffe-nen zukommt. Nach bestandener Verbandsprüfung legt der „geprüfte Astrologe/in DAV“ ein Gelöbnis ab, das ihn verpflichtet, im Sinne der Verbandsrichtlinien ve-rantwortungsbewußt zu arbeiten.

Generell ist nur das Kollektiv und damit auch ein Mensch, der im Kollektiv keine Individualität lebt, ereignisprognostisch zu erfassen. Hier könnte der Astrologe noch konkreter werden, falls seine Ethik ihm das erlaubt. Menschen, die sich von Mas-senströmungen leiten lassen, Mitläufer-Naturen, werden eher kosmischen Qualitä-ten "ausgeliefert" sein als diejenigen, die bereit sind, selbstentscheidend ihr Leben im Mitfluß mit kosmischen Kräften zu gestalten.

Mein Weg von der Psychologischen Astrologie zur Astrosophie
Während meiner Studienzeit wurde ich durch eine Kommilitonin mit „seriöser“ Astrologie konfron-tiert. Damals, als naturwissenschaftlich orientierte Mathematik-Studentin, spottete ich über diesen A-berglauben, der - wie ich meinte - dem Mittelalter aber nicht der neuen Zeit angehört. Später, als Lehre-rin, stolperte ich immer öfter über Beobachtungen, die merkwürdigerweise mit astrologischen Behaup-tungen korrelierten. Skeptisch aber doch seltsam betroffen, suchte ich mehr zu erfahren über diese Form der astrologischen Sicht. Ein völlig neues Verständnis meiner „schwierigen“ Schulkinder, ihrer Konflikte mit Mitschülern und Lehrern stellte sich nach und nach ein. Und so überzeugte mich die Erfahrung, die ich im Laufe der Zeit sammeln durfte, nicht nur von der Berechtigung der Existenz ernsthafter Astrologie sondern auch von der Notwendigkeit, dieses wertvolle Wissen den Menschen von heute zugänglich zu machen.
Die intensive Auseinandersetzung mit astrologischem Symbol und Entsprechung brachte mich zu dem Schluß, daß man Astrologie als Gottesbeweis betrachten kann. Immer wieder staunte ich, auf welch wunderbare Weise der Mensch von einer übergeordneten Welt geführt und begleitet wird.
Noch eine zweite Schlußfolgerung ergab sich im Laufe der Zeit: es kann nicht nur ein Leben geben. Zu wundersam ist die große Weltenuhr, die zeigt, daß zu gegebener Zeit bestimmte Menschen zusammen-kommen, um gemeinsam einen bestimmten Weg der Erfahrung und des Lernens zu gehen. Und wie spannend ist es, diesen Weg zu verfolgen über die Betrachtung der sie begleitenden, sich stetig verän-dernden Himmelsschrift.
So führte mein Weg mich von astrologischem zu astrosophischem Denken.
Anthroposophische Inhalte bereichern die astrologische Betrachtung. Vieles was astronomisch und astrologisch nicht erklärt werden kann, erhält Sinn und Bedeutung unter anthroposophischer Sicht. Hier sei nur exemplarisch hingewiesen auf Rudolf Steiners Aussagen über die Entstehung der Welt - vom alten Saturn über Sonne und Mond zur Erde. Betrachten wir mit ihm die heute uns bekannten Planeten als Verfestigungen geistiger Wesenheiten, die an der Entstehung früherer Entwicklungsstufen, die zur heutigen Erde führten, mitgeschaffen haben. Und sehen wir, daß diese Wesenheiten parallel zu der Erdenentwicklung auch die Entwicklung des Menschen initiiert haben und sie noch immer begleiten, so führt uns das weg vom rein symbolhaften astrologisch-analogen Denken zum lebendigen inneren geis-tigen Verstehen.
Auf die Frage: Warum funktioniert Astrologie?, die mich während vieler Jahre sehr beschäftigte, gibt z.B. auch die von Rudolf Steiner dargestellte Entwicklung des Menschen, dessen Formung und Prä-gung durch Fixsternwelt, Tierkreis und Planeten oder seine Vorträge zu dem Thema der menschlichen Eingebundenheit in kosmisches Geschehen eine Antwort.

„ Tatsächlich macht jeder Mensch während der Nacht ein ätherisches Vorstadium in Weltenangst und Gottessehnsucht durch, dann ein planetarisches Stadium, indem er in seinem astralischen Leib die Nachbilder der Planetenbewegungen fühlt, und er macht ein Fixsternstadium durch, in dem er sich dann so fühlt - oder sich fühlen würde, wenn er Bewußtsein hätte -, daß er sein eigenes seelisch-geistiges Inneres als Nachbildung des Fixsternhimmels erlebt.“ (aus „Der Weg zu einer neuen Geburt durch Planeten und Fixsternwesen“ , 5. November 1922)
Wenn wir jedem Planeten eine geistige Hierarchie zuordnen können, wenn wir zudem erfahren, daß wir vor unserer Geburt durch diese Planetenräume zur Erde hinabsteigen und nach unserem Tod zu diesen Hierarchien wieder aufsteigen, dann folgt daraus unser enges Verwobensein mit den geistigen Welten und dem kosmischen Geschehen.
Vergegenwärtigen wir uns nochmals, daß - astronomisch gesehen - alle Planeten in ihrer ureigensten Geschwindigkeit durch den Tierkreis ziehen und - astrologisch gesehen - durch diesen „gefärbt“ wer-den. Sie stehen raum- und zeit-abhängig in ständig sich wandelnden Beziehungen, die wir als Winkel-beziehungen messen können. So ist jeder Augenblick der Weltenuhr einmalig. Der Zeitpunkt einer Geburt enthält eine kosmische Prägung, die nicht wiederholbar ist. Wenn auch der Mensch im allge-meinen zwischen Geburt und Tod die bewußte Verbindung zur geistigen Welt der Hierarchien verliert, so sehen wir doch das Abbild dieser Verbindung in der Konstellation von Tierkreis und Planeten im Himmelsraum.

Das Geburtshoroskop kann als „Sternenwort“ der individuellen Möglichkeiten eines Menschen und seines „Auftrages“ gesehen werden. Diese Sternensprache zu übersetzen bemüht sich die Astrologie. Sie mithilfe der Anthroposophie zu verstehen führt zur Astrosophie.

erschienen in einem anthroposophischen Journal 1998

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Von den Wurzeln des Horoskops - Astrologie und Reinkarnation

Vortrag von Gertrud Hamers auf dem internationalen DAV-Kongress 6.10.2007 in Karlsruhe

Die zugehörige Bildpräsentation kann hier leider nicht eingefügt werden. Sie wird jedoch als Stichwort- Folienname angezeigt und ihre Texte als Tabelle eingefügt

Betrachten wir das Selbst als die uns leitende, dem Ego übergeordnete innere Führung, so erhält das Horoskop eine zusätzliche Dimension. Rückführungen zu Konstellationen offenbaren uns die Wurzeln der Erfahrungen, an denen wir in diesem Leben heilend, erlösend wirken wollen. Kennen wir die Ursprünge und die „geheilte Version”, die das Höhere Selbst uns vorschlägt, so erhalten wir einen neuen, tieferen Einblick in den Sinn unseres Lebens. So gesehen erscheint das Horoskop als zeitloses Symbol der Vervollkommnung.

Eingangsfolie Baum-Horoskop

Meine Ausführungen möchte ich mit einem Gleichnis beginnen:
Betrachten wir einen Baum in seinem Jahreslauf, wie er im Frühjahr seine Knospen entwickelt, ein weißes Blütenkleid oder ein zartgrüner Schleier von Blättern entsteht, wie er wächst und gedeiht, im Sommer ein dichtes, undurchdringliches Laubkleid zeigt, im Herbst der Natur seine Früchte schenkt , mit den bunten Farben seiner Reife erfreut und wie er dann zu Beginn der rauen Stürme und frostigen Kälte sein schmückendes Blätterkleid ablegt,
so kann sich der Eindruck ergeben, dass dieser jährliche Zyklus des Werdens und Vergehens ein Gleichnis des Lebens ist.

Folie kahler Baum

Als Kind dachte ich, der Baum ist tot, wenn er seine kahlen Äste gegen den Himmel streckt.
Doch da wurde mir erklärt: er ist nicht tot. Er zieht nur all seine Kraft in die Erde zurück in seine Wurzeln, um sich zu regenerieren und sich dort auf das neue Leben im neuen Jahr gut vorzubereiten.
Zum 1. Mal mit dem Tod konfrontiert, fragte ich mich, ob auch der Mensch nur zur Erde zurückkehrt, um dort seine Kräfte zu regenerieren, und in Wirklichkeit aber noch lebt und wieder kommt?
Im Religionsunterricht wurde erklärt, die Seele sei unsterblich. Doch was man sich nun genau darunter vorzustellen habe, blieb ungeklärt. Erst als die Weltreligionen zum Thema gemacht wurden, Buddhismus und Hinduismus aus katholischer Sicht kurz beleuchtet wurden, da ergab sich für mich ein Ansatzpunkt zur Antwort auf meine Frage: die Reinkarnationslehre.

Immer mehr Menschen in unserer westlichen Welt sind davon überzeugt, dass diese alte Lehre, ein Teil der Veden – der ältesten erhaltenen Heiligen Schrift des Hinduismus Gültigkeit hat.
Doch kommen wir zur Astrologie

Folie Horoskop als Symbol des Lebens

Das innere Szenarium
Akteure = Planeten

Kostüme = Tierkreiszeichen
Drehorte = Häuser

Rollen = Aspekte

Die Szenenfolge = Prognose, Metagnose
Höhepunkte = exakte Auslösungen
oder Entspannungszeiten
Der Regisseur -> der leere Innenkreis =
Das Höhere Selbst

Das Horoskop ist ein Symbol des Lebens. Wer es zu deuten weiß kann das Szenarium dieses dargestellten Menschenlebens erkennen. Da stehen die Planeten für die inneren oder äußeren Akteure, die Tierkreiszeichen für deren Kostüme und Eigenschaften, die Häuser nennen uns die Drehorte des Lebensfilmes und die Aspekte berichten von den Interaktionen, welche dann die Szenen ergeben.
Auch ein Regisseur sitzt da in der Mitte des Geschehens und wacht darüber, dass der Rahmen des Lebens-Drehbuches nicht gesprengt wird. Wir finden ihn im leeren Innenkreis, denn er ist unsichtbar, vielen unbewusst. Er hält die Zügel in der Hand, kennt unsere Vergangenheit und wohl auch die Zukunft. Ich möchte ihn „Das Höhere Selbst“ nennen, die weise Instanz in uns, der das Ego untergeordnet ist.
Das Ego sehe ich durch die 7 klassischen Planeten repräsentiert, wobei z.B. Mars der Kämpfer des Ego und Saturn seine schützende Mauer ist.
Ohne Ego gäbe es wahrscheinlich keinen Fortschritt auf der Welt, denn es ist die treibende Instanz der persönlichen Leistung.
Die Transsaturnier weisen über das Ego hinaus. Hier sind Kräfte am Werk, die dem Höheren Selbst als Werkzeug dienen und denen sich das Ego fügen muss.

Folie Olivenbaum

 

Astrologie und Reinkarnation



Erfahrungen und Erkenntnisse

Karma im Horoskop

Die Seelengruppe

Astrologie und Reinkarnation sind 2 Wissensgebiete, mit denen ich mich – zunächst als Skeptiker - seit nun fast 50 Jahren auseinandergesetzt habe.
Auch wenn ich mir immer noch nicht sicher bin, ob wir wirklich von „früheren Leben“ im Sinne der Raum-Zeit Koordinaten oder besser von „Erfahrungen der tieferen Seelenschichten“ sprechen sollten, verwende ich, um der leichteren Verständlichkeit willen, das erstere Vorstellungsmodell.

Die Erfahrungen und die Essenz der Erkenntnisse, die ich bei der Kombination der beiden Gebiete – Astrologie und Reinkarnation – in den letzten 15 Jahren gewonnen habe, möchte ich Ihnen heute mitteilen.


Folie Karma und Radix

 

Alle Konstellationen haben karmische Wurzeln

Erworbene Potentiale:

harmonische Aspekte

zwischen „gleichgesinnten“oder neutralen Planeten.

Pastlifes zu einzelnen Aspekten

zeigen oft auch ihre Verbindungen

zu den anderen Aspekten

Immer wieder werde ich gefragt, ob und wie man Karma am Horoskop erkennt.
Die Arbeit mit Rückführungen hat gezeigt, dass alle Konstellationen des Horoskops karmische Wurzeln haben. Nicht umsonst wird das Horoskop auch als Radix, die Wurzel, bezeichnet.
Talente, die wir uns in vergangenen Leben durch harte Arbeit erworben haben, erkennen wir an den harmonischen Aspekten zwischen gleichgesinnten oder neutralen Planeten.
Rückführungen, die zu einem bestimmten Aspekt zwischen 2 Planeten vorgenommen werden, zeigen auch in den Szenen und Bildern deren Aspektverbindungen zu den anderen Planeten.

Folie ViKarma im Horoskop

Planeten
SA, PL
Häuser
6, 8, 12
Zeichen
SK, AQ, PI
Aspekte
Gespannte Aspekte
Mondknotenachse

Wir Menschen im Westen denken, wenn wir den Begriff Karma verwenden meist an „böse“ Taten. Ursprünglich jedoch ist dieser Begriff von neutraler, eher positiv hinterlegter Bedeutung.
Vikarma dagegen meint das, was ich heute als „Arbeitskarma“ bezeichnen möchte. Diese Art erkennen wir durch verschiedene Horoskopfaktoren:

Da sind vor allem die Planeten SA und PL betroffen, wenn sie durch Aspekte an Achsen oder persönliche Planeten angebunden sind.

Dann scheinen die Häuser 6, 8 und 12 belastet zu sein, sofern sie Planeten beherbergen.

Die transsaturnischen Zeichen Skorpion, Wassermann und Fische sind an vorderster Front bei der Bearbeitung von Karma

Vor allem die gespannten Aspekte weisen auf traumatisierende Erfahrungen hin.

Und schließlich zeigt uns die Mondknotenachse ein karmisches Grundthema, dem die Planeten „dienen“. Im absteigenden Mondknoten finden wir das Gefäß, das die Essenz unserer früheren Talente und Erfahrungen enthält. Er ist eine Art Nährboden, auf den wir uns zurückziehen, wenn wir uns unsicher fühlen.
Der aufsteigende Mondknoten dagegen ist etwas Neues, das wir erlernen wollen, das uns noch fremd ist und daher Unsicherheit erzeugt. Er ist gleichsam die andere Seite eines Flusses, die wir erkunden wollen. Die Straße der Mondknotenachse ist auch wie eine Wippe, die wir ins Gleichgewicht bringen wollen.

Den karmischen Hintergrund eines Horoskops kann man nur erahnen. Und gerade da zeigt es sich, dass diese Ahnungen oder gar Zuweisungen oft nicht dem entsprechen, was dann in Rückführungen geschaut wird.

Folie Rückführungen

Wissenswertes ---> zu beachten

Motivation----------->bestimmt das Thema

Methodenvielfalt --->Vertrauen in die Methode erleichtert das Schauen

Zielsetzungen ------> Erkenntnis ist gut Heilung ist besser

Begleiter ----------> Information, Intuition? Keine Fremdbestimmung und Fremdbilder

unter Führung des Höheren Selbst,

in meditativer Haltung,

möglichst mit Heilung durch HS

Für den Interessierten ist das Thema Rückführungen heute leicht recherchierbar. Dennoch möchte ich aus meiner Erfahrung heraus Hinweise geben für den, der eine Rückführung für sich ins Auge fasst.

Die zu Grunde liegende Motivation sollte genau geprüft werden. Ist es Leid oder der Wunsch innerlich weiter zu kommen und sich von störenden Mustern zu lösen. Oder ist es pure Neugier? Da sollte sehr genau unterschieden werden, denn eine Rückführung kann auch ein Trauma reaktivieren.

Über die Methode sollte man sich genau erkundigen. Wie wird in das Leben geführt. Es gibt die verschiedensten Techniken von der Assoziationskette über Atemtechniken und Meditation bis zur Hypnose.
Die Methoden, bei denen Wert auf den Zustand der hellen Wachheit gelegt wird, der Rückgeführte also voll bewusst und aus der inneren Leere heraus das Geschehen schaut und zu Protokoll gibt, halte ich für empfehlenswert.

Auch die Zielsetzungen einer Rückführung sollten geklärt sein. Dient sie der reinen Information, der Erkenntnis oder der Heilung?

Und zuletzt sollte man sich über den Begleiter informieren. Verwendet er die favorisierten Methoden und Zielsetzungen?

Vorsicht ist geboten bei Hellsehern, die - wie sie sagen - die Leben anderer Menschen sehen können. Sicher gibt es Menschen, die dieses Talent haben. Aber zu oft geschieht es, dass mehrere Personen mit den gleichen Lebensgeschichten beglückt werden. Das hilft nur dem Hellseher, erschwert jedoch in den meisten Fällen das Leben der Betroffenen


Folie Die Seelengruppe

Herausforderer
Eltern
Geschwister
Freunde
Partner
Helfer
Freunde
„Stiefeltern“
Partner
Weichensteller
Einmalige Begegnungen mit weitreichenden Folgen
Relativ kurze Beziehungen mit bleibendem Richtungswechsel

 

 

Zusätzliche Aufgaben und Schwierigkeiten
 

Geschlechterwechsel


Fremd im eigenen Körper

Rollentausch
Eltern ? Kind
Mann ? Frau
König ? Sklave
Rivalin ? Tochter

Verabredungen

Gelingen oder Misslingen?

Bei einer Rückführungsausbildung sollte es zum Pflichtprogramm gehören, die traumatischen Situationen des jetzigen Lebens, auch die in der intrauterinen Phase zunächst anzuschauen und aufzuarbeiten, bevor in frühere Leben gegangen wird.
Wer später als Rückführer und Katalysator dienen will, sollte vorher ganze Inkarnationszyklen bearbeiten, um in den Zeiträumen, in welchen er dann arbeitet, auch innerlich klar zu sein.
Bei der Bearbeitung von Inkarnationszyklen - das sind Leben in Reihenfolge - kann man feststellen, dass wir offensichtlich einer Seelengruppe angehören. Die Teilnehmer dieser Gruppe sind im geistigen Raum in Liebe verbunden. Von Zeit zu Zeit verabreden sie sich, um während einer Inkarnation gemeinsam Aufgaben zu erledigen mit dem Ziel, sich aus den emotionalen Verstrickungen und Mustern zu lösen und zur liebevollen Neutralität zurück zu kommen.
Die Seelenfreunde stellen sich als Herausforderer im Leben zur Verfügung, die uns zu harter Arbeit zwingen, oft in Gestalt von Eltern, Geschwistern, Partnern, Chefs, Kollegen oder auch Freunden. Sie nehmen es auf sich, Gefühle von Hass, Wut oder Verachtung entgegengeschleudert zu bekommen, falsch beurteilt oder gar verurteilt zu werden, denn sie wollen der befreundeten Seele ein Stück weiter helfen auf ihrem Erfahrungspfad.
Wir begegnen auch den sichtbaren Helfern. Das sind diejenigen, die uns in schweren Schicksalsstunden über den Weg laufen, unsere Hände halten, uns trösten und ein Stück begleiten, bis wir wieder alleine laufen können. Sie haben den leichteren Part, wie es scheint, doch auch hier ist die Gefahr der weiteren Verstrickung und tieferen Bindung gegeben.
Und dann erleben wir Weichensteller. Sie huschen in unser Leben, stellen es auf den Kopf und verlassen es wieder, ehe wir uns vom Staunen erholt haben. Ihre Aufgabe ist es, einen Richtungswechsel zu erzeugen.

Die Lernprozesse innerhalb einer Inkarnation können durch zusätzliche Leistungsanforderungen erschwert werden. Eine solche Gegebenheit kann der Geschlechterwechsel sein. Eine Seele, die sich z.B. viele Male als Frau inkarniert hat, will jetzt als Mann die Inkarnation meistern. Sie fühlt sich fremd in dem Körper, sehnt sich vielleicht nach diesem gewohnten Körper, liebt plötzlich das anscheinend falsche Geschlecht. Der Mann wirkt weiblich, ist vielleicht homosexuell und hat so mit zusätzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Oder wir leben im Rollenwechsel: wer früher Elternteil war wird zum Kind von heute, wer Ehemann war wird zur Ehefrau, die Frau zur Geliebten, die ehemalige Geliebte zur Tochter. Alle Wechselspiele sind möglich. So kann z.B. die Mutter zur Rivalin der Tochter werden, statt sie zu beschützen oder der Vater zum Konkurrenten für den Sohn.
Auf diesem Hintergrund scheint alles Erlebbare verständlich zu sein, wirklich ein Lebenstheater, bei dem die Teilnehmer der Seelengemeinschaft alle Rollen einmal einnehmen und beherrschen wollen.

Und was ist nun mit diesen Verabredungen?

Es scheint, dass wir unzählige Leben benötigen, um diese Lernprozesse zu bewältigen, viele Inkarnationen durchschreiten, oft ohne zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben.

Heilung karmischer Wurzeln

 
Heilung karmischer Wurzeln durch Versöhnung + Aussöhnung mit Ziel „liebevolle Neutralität“
 
 
helfen kann
 
Schmerzvolle Erfahrung
als Motivation
Therapie
Ziel Eigenverantwortung

Innere Arbeit
Meditationstechniken
Schulungswege der alten Kulturen
Rückführung u. Heilung d. HS

 

Grundvoraussetzung:

Haltung der „inneren Demut“, Öffnung für Hinweise der „Geist-Seele“ (durch Träume, Meditation,…)

 

Die Heilung karmischer Wurzeln kann nur durch Versöhnung und Aussöhnung mit sich selbst und dem anderen erfolgen. Dabei können wir Hilfestellungen in Anspruch nehmen.
Die leidvolle Erfahrung dient oft als Motivation, sich auf den Weg des Erkennens zu begeben. Der erste Schritt ist getan.
Therapiemethoden, die dem Ziel der Eigenverantwortlichkeit dienen, können zur Heilung beitragen.
Wer sich auf den Weg der Inneren Arbeit begibt, um durch Meditation oder auf anderen Inneren Schulungswegen ein Stück weiter zu kommen, kann auch damit viel zur Heilwerdung beisteuern.

Die Grundvoraussetzung für die Heilung von karmischen Wurzeln ist die Haltung der inneren Demut - im Gegensatz zu Stolz und Rechthaberei, die Öffnung für die Botschaften der Seele in Träumen, Bildern, Erlebnissen und ihre Wahrnehmung.

Zum Abschluss möchte ich ein Gedicht von Hermann Hesse vorlesen
Er hielt sich 1911 einige Monate in Indien auf und setzte sich mit der Lehre von Hinduismus und Buddhismus auseinander.

Das Leben, das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam
Ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
Da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
Da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
Da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
Die voller Licht und schöner Träume sind,
Wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
Und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
Die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
Wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
Mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
Mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
Da hört ein Wesen ich die Frage tun,
Ob ich dies zu leben mich getraute,
Denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme —
»Dies ist das Leben, das ich leben will!« —
Gab ich zur Antwort mit entschlossner Stimme.
So war’s als ich ins neue Leben trat
Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenn’s oft mir nicht gefällt,
Denn ungeboren hab ich es bejaht.
Schlussfolie

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Planeten-Entdeckungs-Kosmogramme, ihre Deutung und Bedeutung

von Gertrud Hamers-Schreiber

Die Kosmogramme der Entdeckung der transsaturnischen Planeten

Bis vor einiger Zeit war für mich lediglich die Jahreszahl der Entdeckung der äußeren Planeten von Belang. Doch da stolperte ich auf der Suche nach mehr Information zu selteneren Aspektfiguren über die Entdeckungshoroskope der Transsaturnier (1). Solche wichtigen Momente in der Geschichte von Astronomie und Astrologie verdienen wohl ein näheres Hinsehen.

Wer sich intensiv mit Psychologie, Astrologie und östlichem Wissen befasst, kann nicht mehr an Zufälle glauben. Aus dieser Haltung heraus gewinnt jedes besondere Ereignis einen tieferen Sinn. So auch die Entdeckung eines Planeten. Ich sehe sie als ein Signal für die Menschheit, ein ergänzender Stein im unendlich anmutenden Mosaik der Bewusstsein-Erweiterung. Eine neue Dimension rückt ans Tageslicht, überschreitet die Schwelle des bisher Ungewussten.

Wie der Moment der Geburt eines Wesens oder Werkes uns Aufschluss über eine ihm zugrunde liegende Struktur gibt, so müsste analog der Augenblick der Entdeckung eines Planeten ebenso die seiner Energie (seinem Symbol) entsprechenden Qualitäten beschreiben.
Sicher könnte man dagegen halten, dass der Planet nicht in diesem Moment geboren würde. Doch dieses Argument, denke ich, ist irrelevant, da für uns an unsere Sinne gebundenen Erdenbe-wohner die Existenz einer Kraft - vorläufig noch - erst in dem Moment als bewiesen gilt, wenn wir
sie mit diesen Sinnen erfassen können.

Hypothesen aufgrund von Berechnungen sind keine Beweise für die Existenz eines Gestirns. Die berechtigte und berechnete Annahme, dass ein Kind geboren werden könnte ist auch nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Geburt.

Schließt man sich zudem der Meinung an, nichts ginge in unserem Universum verloren, also auch nicht die Essenz eines Menschen – nennen wir sie nun Geist, Seele oder Höheres Selbst - so liegt der Schluss nahe, dass wir ja auch diese Essenz erst dann als existent begreifen,
wenn sie in einem für unsere Sinne wahrnehmbaren Körper erscheint. Für diesen Zeitpunkt berechnen wir Kosmogramme, nicht für die Zeitspanne des hypothetischen Aufenthaltes im für uns Unsichtbaren.

Die Annahme, dass es keinen Zufall gibt, führt zu dem Schluss, über den Grund nachzudenken, warum genau zu dieser Zeit ein Planet von den Menschen erstmalig als solcher erkannt wird.
Will Gott - als der in allem Wirkende - oder der Kosmos - als die räumliche Vorstellung der Schöpferischen Kraft - damit auf etwas Bestimmtes aufmerksam machen? Vielleicht auf Fähigkeiten, die bisher schlecht oder gar nicht gehandhabt und entwickelt wurden? Will Er
warnen vor Übertreibungen, Fehleinschätzungen und den daraus resultierenden Gefahren?
Ich meine, die nähere Betrachtung dieser erd- und menschbezogenen Kosmogramme der äußeren Planeten lohnt sich.

In den Augen des Beraters scheinen die Entdeckungshoroskope eine Information über die "Wurzel der Ursache" von Verhaltensmerkmalen der Menschen zu geben, die die entsprechende Planetenkraft als (maximal) dominante Energie leben. Sie sind einem Zoom vergleichbar, der Transsaturnisches aus der Gesamtpersönlichkeit abspaltet und unter einer Art Vergrößerungsglas betrachten lässt.

Der Astrologe befasst sich in der Regel mit Merkmalen, die er beim Erwachsenen ausgebildet findet. Kinder sind weitaus seltener Gegenstand astrologischer Beschreibung. Die psychische Struktur eines Erwachsenen entwickelt sich jedoch aus dem in Kindheit und Jugendzeit entstandenen Fundament. Die dem Astrologen präsentierte Haltung und Einstellung ist das Produkt aus Erbanlage, Umwelt, mitgebrachter innerer Struktur und dem sich daraus ergebenden "persönlichen Filter" (Kosmogramm). Um dieses „Produkt“ besser erfassen und verstehen zu können, ist es hilfreich nachzufragen, welche Erfahrungen auf die junge Seele prägend einwirkten. Die Tönung des Erfahrungsspektrums – bedrückend - isolierend, harmonisch aufbauend, unruhig - chaotisch.. - können wir an der Radix ablesen, u.a. an der Mondknotenachse, der Mond- und Merkurstellung, den Zeichen Krebs und Zwilling, dem 3. und 4. Feld.

Ist ein transsaturnischer Planet, die ihm zugeordnete Tierkreis- oder Feldqualität in einem Kosmogramm dominant vertreten, so scheint der betroffene Mensch mit einem bestimmten Erfahrungskreis konfrontiert zu werden, der ihn schrittweise im Vorfeld zum Erwachsenenstadium zu bestimmten Verhaltenspotentialen hinführt. Dieses Erfahrungsspektrum samt der darauf basierenden Reaktionsmöglichkeiten enthält meines Erachtens das Entdeckungskosmogramm.
Doch vor allem beschreibt es wohl die Qualität der Planetenenergie selbst, vermittelt einen Eindruck über Ausrichtung, Rolle, Einsatzbereich, Sinn und Wert der Planetenkraft.

In der folgenden Artikelserie werden die Entdeckungskosmogramme aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ausgehend vom Geschehen der Zeit, in die die Auffindung des Planeten fällt, wird die mögliche kosmische Botschaft an die Menschheit ergründet.
Das Individuum interessieren andere Ebenen. Und so gilt die Aufmerksamkeit hauptsächlich der Frage, welche gemeinsamen Quellen solche Menschen haben, deren Leben mit der beschriebenen Planetenenergie maximal korreliert. Hierbei wird vor allem auf den fortgeschritteneren, entwicklungsbereiten, transsaturnisch gefärbten Menschen Bezug genommen.

Die Uranus-Neptun-Konjunktion des nächsten Jahres (Frühjahr 1992) stellt eine Heraus-forderung an derartige Betrachtungsweisen dar. Im letzten Teil wird anhand prognostischer Methoden versucht, die kosmischen Aufforderungen dieser Jahrhunderkonstellation an die Menschen zu entschlüsseln.

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Das Uranus-Entdeckungs-Kosmogramm

von Gertrud Hamers-Schreiber

Uranus wurde am 13.3.1781 zwischen 22.00 und 23.00 Uhr GMT in London durch Herschel ent-deckt. Das Entdeckungshoroskop wurde auf 22.30 Uhr GMT berechnet, geringe Abweichungen der Achsen müssen demnach einkalkuliert werden.Horoskop Uranus, Daten via Taeger-Archiv

Kosmogramm Bild von Johfra zu Wassermann

Geschichtlicher Rahmen

England als Entdeckungsland führt zu dieser Zeit eine Reihe von Eroberungs- und Vormachtkriegen (Kanada, Ostindien, Australien) und befindet sich mitten im nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-83), in welchem Frankreich und Spanien die 13 amerikanischen Staaten unterstützen. 1780 initiiert die russische Zarin Katharina II. die „bewaffnete Seeneutralität“ der europäischen Neutralen, um den Handelsverkehr der neutralen mit den kriegführenden Mächten zu erhalten. Der die Zukunft prägende wichtigste Prozeß englischer Kultur- und Sozialgeschichte, die „Industrielle Revolution“ ist in vollem Gange, Dampfmaschine (1769) und Spinnmaschine (1769) sind , der mechanische Webstuhl wird erfunden (1785-90). Die Zeit für eine gesellschaftliche Neuordnung scheint gekommen.
In Frankreich ist kritisches Denken gefragt. Die Freimaurerloge hat eine große Blütezeit. Sie ist Träger der Zeitidee und vereinigt in sich die geistige Elite aller Stände. Rousseau (1712-78), der Vorkämpfer für naturnahe Erziehung und Verfechter der Idee der Volkssouveränität, Voltaire (1694-1778) als der größte Schriftsteller der Aufklärung, der für religiöse Toleranz kämpft, das sind nur 2 Namen, die für den kritischen Zeitgeist bürgen, der sich gegen Autorität in Staat und Kirche auflehnt. Die Reformversuche der Regierung in Frankreich scheitern an der Oppositi-on des Parlamentadels, der seine Privilegien wahren will. Der Forderung nach Freiheit und Gleich-heit, die durch die Beteiligung am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg noch mehr geschürt wird, trägt man kaum Rechnung und schafft so die Grundlage für den Ausbruch der blutigen Fran-zösischen Revolution (1789).
Deutschland wird von Friedrich dem Großen (1712-86) regiert - einem Vollblut-Uranier, dessen Freundschaft mit Voltaire für sich spricht. Herder (1744-1803), Goethe (1749-1832) und Schiller (1759-1805), die Sturm und Drang-Bewegung (1777) als Oppositionsbewegung gegen die geisti-ge Enge der Aufklärung und Immanuel Kant (1724-1804) mit seinem „Kategorischen Imperativ“, das sind einige der geistigen Säulen dieser Zeit.
In der Musik werden schöpferischer Geist und Ideenreichtum durch Christoph Willibald Gluck (1714-87), Philipp Emanuel Bach (1714-88), vor allem aber durch Mozart (1756-91) und Haydn (1732-1809) in Jahrhunderte überdauernder Form festgehalten.

Freiheit und Humanität, Neuorientierung und Demokratisierung, Entwicklung von Tech-nik und Fortschritt, so lauten die Forderungen der Zeit, und das verstehen wir heute unter einer typisch uranischen Entsprechung.


Wassermännische und uranische Qualität

Den astrologischen Berater interessiert zunächst, inwieweit das Uranus-Kosmogramm das Mo-tivsystem, den inneren Zustand hinter der Fassade eines Vollblut-Uraniers widerspiegelt.
Unter Vollblut-Uranier verstehe ich einen Menschen, dessen Horoskop einige der folgenden Merkmale enthält: Wassermann-Betonung durch mehrere Planeten, vor allem Sonne oder Mond, maximal dominanter Uranus, Wassermann Ascendent ohne Konjunktion eines anderen Planeten, starke Besetzung des 11. Feldes oder ein vielfach aspektierter Uranus (vor allem Aspekte zu per-sönlichen Planeten).
Jeder Mensch hat uranische Energie in sich. Sie ist ein mehr oder weniger hervorstechender Teil seiner Persönlichkeit, der sich je nach Färbung und Richtung äußert. Die folgenden Gedanken-gänge - am Entdeckungskosmogramm entwickelt, verglichen mit den eigenen, als zutreffend befundenen Erfahrungen aus Beobachtung und Beratungsarbeit - müßten also besonders diejenigen ansprechen, die eine solche Betonung in ihrem Kosmogramm feststellen.
Auf den ersten Blick erhält man eine Bestätigung für die häufig behauptete Verwandtschaft zwischen Skorpion und Wassermann. Mit einem Skorpion-Ascendenten und 2 Planeten im Skor-pion schimmert diese Qualität nicht nur durch sondern scheint „Maske“ und Erscheinungsbild (AC), Aufnahmefähigkeit und Gefühlswelt (MO), das Optimale nebst Expansionswillen (JU) des Uraniers mit zu prägen. Mit Mond nahe AC evt. noch in 12 und Jupiter im 1. Feld wird die Ent-wicklung der Eigenperson eine wichtige Angelegenheit. „Ich bin der Größte“ tönt mit Jupiter aus dem 1. Haus, und „Ich muß mich durchsetzen“ (SK). Kein Wunder, daß in so manchen astrologi-schen Büchern der Wassermann als krasser Egoist oder gar rücksichtsloser Egozentriker dargestellt wird. Sicher ist ein Uranier von seinem eigenen Wert überzeugt (JU herrscht über 2, das Feld der Werte). Er hat eine stolze Seele, wie ich so gut formuliert gelesen habe. Doch sitzt da auch noch der Skorpion-Mond neben dem fröhlich-naiven und selbstüberzeugten Jupiter und verursacht er-hebliche Schwankungen im eigenen Selbstwertverständnis. Der Mond herrscht über das 9. Haus, womit wir, durch die Konjunktion mit dem Ascendenten, eine doppelte Betonung des Jupiterprin-zips in 1 haben: der höhere Sinn, Toleranz, Würde, Bewußtseinserweiterung, selbst oder gerade (SA- SG) unter schwerem, eher verborgen gehaltenem Leidensdruck (MO-SK), Freiheit und Unabhängigkeit, das sind die Qualitäten, auf die der waschechte, entwicklungsbewußte Uranier besonderen Wert legt. Dabei geht er mit analysierendem Gefühl (MO-SK) auf seine Umwelt zu, meist bereit zuzuhören, zu raten, Anregung zu geben, jedoch weniger bereit, den Rat anderer bei eigenen Schwierigkeiten anzunehmen.
Noch ungeschliffen kann eine derartige Jupiterbetonung - durch Mars und Saturn in Schütze im 1. Quadranten verstärkt - sicher die Form eines geistigen Hochmuts, einer Überbetonung des Ichhaf-ten annehmen. Doch meine ich, daß gerade in der heutigen Zeit für viele wache Menschen solche Stadien nur Übergangscharakter besitzen. Immer mehr Individuen wachsen immer frü-her aus den geistig-seelischen „Kinderschuhen“ heraus, so daß es an der Zeit ist, sich intensiver auf den fortgeschrittenen transsaturnischen Typ einzustimmen.
Man sagt dem Uranier Sprunghaftigkeit und Unzuverlässigkeit nach. Die Quelle dieser Fehlhaltung scheint eine erhöhte Sensibilität zu sein. Sonne und Venus in den Fischen sind ein Zeichen für Dünnhäutigkeit. Man paßt sich unbewußt den Energien der Umgebung an, ändert somit sein Ver-halten mit jedem neuen Umfeld, ohne das selbst als Wandlung zu empfinden. Die Umgebung kann unter Umständen so stark von einer solchen Person Besitz ergreifen, daß alles vorher Gesagte, Verabredete oder Festgelegte für sie wie ausgelöscht ist und später, nach Hinweis, nur noch mit Mühe von ihr rekonstruiert werden kann. Ein Verhalten das Thomas Ring wie folgt umschreibt: „...rasche Umdisponierung, je nach herantretenden Erfordernissen, bei grundsätzlich neuen Voraus-setzungen, sofortige Anderung der Basis...“ (5a)
Venus im 4. Feld setzt direkt an der Wurzel an. Die Fähigkeit zu künstlerischer Betätigung, die Liebe zu künstlerischer Form und Ausdruck hat ein Mensch diesen Schlags bereits mit der Muttermilch mitbekommen. Im kunstvollen Umfeld fühlt er sich zuhause und geborgen. So finden wir unverhältnismäßig viele Uranier in künstlerischen Berufen: als Schauspieler, Regisseur, Maler, Musiker und Komponist, Schriftsteller und Modekönig.
Sonne und Venus in 4 in den Fischen geben noch einen anderen Hinweis. Nicht wenig Wasser-mann-Betonte leiden unter ihrem Zuhause, d.h. sie leiden mit anderen mit (Fisch). In jungen Jah-ren ist es ihnen kaum möglich, sich gegen die disharmonischen, Unruhe verbreitenden (IC in AQ, UR in 8) Strömungen abzuschirmen. So laufen sie oft weg, wenn sie die gespannte Atmosphäre nicht mehr ertragen, besetzen das stille Örtchen - da hat man wenigstens seine Ruhe! - oder schlie-ßen sich in ihr Zimmer ein. Ihre Liebe gilt trotz allem der Familie (Venus in 4), der Tradition, der Heimat. Dabei neigen sie dazu, vor allem die männlichen Personen (Vater, Bruder, Freund, Ehe-mann) zu idealisieren (SO in PI, SO TRI JU), was fast zwangsweise eine Enttäuschung zur Folge hat.
Das weibliche, mütterliche Prinzip ist ihrem Erfahrungskreis näher, wird von ihnen als mächtiger und dominanter erlebt (MO CNJ AC; VE CNJ IC oder in 4).
Eine mit Desillusion, Aggression, Unzuverlässigkeit und Entfremdung behaftete männliche Imago einerseits (SO-PI,SO SQU SA,SO SQU MA, SO SQU UR, MA CNJ SA, SA OPP UR) und die von mächtigen Gefühlen besetzte, besitzergreifend wirkende, doch isoliert dastehende weibliche Ima-go andererseits (MO-SK,Ve SQU JU, VE QNX NE) können ein Motiv für die bei Wassermann- und Uranus- Betonten vermehrt festgestellte homosexuelle Veranlagung sein. Die mächtige Mutter kann man nicht vom Sockel stürzen, sich ihren Ansprüchen kaum entziehen. Ihr verinnerlich-tes Bild blockiert den Zugang zur Heterosexualität. Für die belastete innere Vaterfigur und den damit gestörten eigenen Zugang zum Männlichen wird Ersatz im Außen gesucht, wobei der männ-liche Partner oft genug das Muster der Imago wiederholt.

Noch unerfahren erhoffen sich die kleinen Uranier von einer (auch elterlichen) Beziehung geisti-ge Nahrung (SO), Harmonie, sensible Zuwendung mit einem Trend zu symbiotischer Verbun-denheit (VE in PI).

Doch Uranus herrscht über Feld 4, und so gibt es manche Erschütterungen im Leben des jungen Uraniers, die ihm gewaltig zusetzen (MO-SK, UR in 8): der Verlust der Heimat durch Umzug oder Flucht, der physische oder auch psychische Verlust des Vaters, das Zerbrechen der Familie, um nur wenige Möglichkeiten zu nennen. Solche Schicksalsschläge geben den Anstoß zur Transformati-on der Haltung und Einstellung (AC-SK). Dabei hilft ein Jupiter in Feld 1, nicht ganz den Boden unter den Füßen zu verlieren, Optimismus zu bewahren oder - als Fortgeschrittener - Halt im för-dernden Wert des Leidens zu finden. Jupiter vermittelt an dieser Stelle die Möglichkeit der visionä-ren, zukunftsgerichteten Sicht. Mit einer solchen Gabe läßt sich Leid als vorübergehender Zustand betrachten, aus dem für eine bessere Zukunft gelernt werden kann. In dem früh erfahrenen uranischen Schock, oft sind es mehrere, liegt die Ursache für das spätere Escheinungsbild der Ab-gebrühtheit. Thomas Ring schreibt, ein Wassermann wäre ohne Aggression, gleichmütig, illu-sionslos, unsentimental, und es würde ihm der eigentliche Herzenston fehlen. Diesen Eindruck kann man durchaus gewinnen, wenn man sich mit einem betonten Wassermann auf Distanz einläßt. Doch erfährt man etwas über Kindheit und Jugend des emotionslos Argumentierenden, so findet man tiefsitzende seelische Einschnitte, Verletzungen, die mit Mühe vernarbt sind und Schwielen auf der Seele hinterlassen haben. Wer tief erschüttert wurde, den kann so schnell nichts mehr um-werfen! Ein Prozeß, der von Thomas Ring beschrieben wird als: „Überwindung der Abhängigkeit von Gefühl und vitalem Anreiz“ (5b)
Tritt nicht das Schicksal als Korrekturprinzip in Erscheinung, so wählen viele Uranus-betonte
Menschen den selbsbestimmten Weg. Bei einem SA SQU SO, MA SQU SO und UR SQU SO - wobei diese Sonne im kritischen Punkt in Feld 5 das Anliegen der kreativen Selbstdarstellung, des eigenen schöpferischen Werkes vertritt - ist der von kosmischer Liebe erfüllte Geist (SO-Pi SP V) so in die Mangel genommen, bedrängt von Aggression (MA), Einschränkung (SA) und alles umwälzenden Veränderungen (UR), daß er - des Leidens müde - beginnt, die Quadratspannung in Leistung umzusetzen und sich vom bedrückenden Umfeld zu befreien. Man könnte meinen, auch diese schwierige Konstellation würde von Thomas Ring umschrieben: „zum Platzen gespannte Erregungszustände, unvermittelte Ausbrüche..“ (5c) oder „unberechenbare Vitali-tät...kann sich sowohl sprunghaft aktiviert äußern, bis zu krampfartigen Anspannungen, als auch Perioden der Abgespanntheit und Apathie durchmachen“ (5d)

Doch befreit sich der Uranier, so wird ihm das als „keinen Sinn für Familie“, Verantwortungslosig-keit, Kurzsichtigkeit oder als Egozentrik ausgelegt; eine Behauptung, hinter der sich, wie ich meine, mangelndes Verständnis des Wesenskerns verbirgt. Denn, wie bereits gesagt, solange das dicke Fell fehlt - es wächst erst nach den ersten Erschütterungen - ist der sensible Mensch (SO-PI, MO CNJ AC-SK) permanent überfordert, da er sich gegen Unstimmigkeiten, Kummer und Sorgen der ganzen Umgebung nicht abgrenzen kann, sie deshalb noch mitverdauen muß. Um sich zu schützen, sich selbst zu behaupten, muß er eine Glaswand um sich errichten. So wirkt er als Erwachsener für manchen Außenstehenden kühl mit geistigem Schwergewicht, neutral, ohne Gefühl.

Der Spannungsbereich, in dem sich der zentrale Wille (SO) des Uraniers bewegt, wird durch die Häuserposition von Saturn, Mars und Uranus umrissen. Sicherheiten, Wertvorstellungen, Ge-winn und Verlust, das Ererbte im Sinne von Kultur, Tradition und Wissen stehen im Kreuzfeuer der geistigen (GE,SG) Auseinandersetzung. Gegen erstarrte Normvorstellungen und Gesellschafts-systeme, Schein- Ethik und -Moral (SA in SG) wird gewettert (MA CNJ SA, ME in AR), die Bewußtseinswandlung durch zwillinghafte Auseinandersetzung mit okkulten Diszipli-nen (UR in GE in 8) zu erreichen versucht. Das Revolutionäre, Umstürzlerische ergibt sich aus der Mars-Uranus Spannung. Für die neuen Ideen wird kompromisslos (SK) gekämpft, selbst wenn es durch die Hölle geht; für solche Schritte steht eine leidenserprobte psychische Energie (MO-SK) und ein grenzenloser, idealistischer Wesenskern (SO in PI TRI JU) zur Verfügung. Eigene Sicher-heiten und Materielles deklarieren sie so lange für belanglos bis sie feststellen, daß doch genau da ihr wunder Punkt liegt (SA in 2), an dem sie arbeiten müssen. Manchmal ist es genau dieser saturnische Punkt, der sie festhalten läßt, obwohl nicht nur ihre Psyche (MO) sondern auch ihr Körper (AC) mit allen Signalen den Wandel und das Loslassen (SK) fordern.
Hat ein uranisch betonter Mensch einen inneren Anker gefunden, so wirkt er souverain. Sein Auf-treten in der Öffentlichkeit hat löwenhafte Züge (So in 5, MC in LE), welche die leichte Verletzbar-keit kaschieren. Er gibt sich selbstbewußt, wirkt auf manche arrogant; doch ist Arroganz nicht auch ein möglicher Ausdruck von Unsicherheit?
Er schwankt zwischen dem Gefühl, optimaler spiritueller Führer zu sein (JU in 1 TRI SO) und der versteckten Angst, nichts erreichen zu können (MA CNJ SA SQU SO), zu versagen, blockiert und lahmgelegt zu sein oder zu werden.
Will man dem uranischen Bedürfnis nachgehen, sein Bewußtsein erweitern, sein Wesen mit kosmischen Qualitäten anreichern und möglichst jede Verbundenheit mit der Materie und Mate-riellem bekämpfen (SA und MA in 2), so zieht man sich in die Stille, die Meditation zurück. Da sind die Uranier am Ort ihres südlichen Mondknotens in 12, üben ein Verhalten, das ihnen ver-traut ist und daher Sicherheit vermittelt. Doch betrachtet man nach der Huber-Methode den nörd-lichen Mondknoten als ersten Schritt in die beabsichtigte Entwicklungsrichtung, so wäre die Konzentration auf eine praktische, vielleicht künstlerische oder soziale (NN in TA, VE in PI) Arbeit, die eine Form von Sicherheit - auch auf materieller Basis - beinhaltet (VE, TA, 6./7.Feld) bestimmt eine die Entwicklung fördernde Betätigung. Sich selbst, seine Erwartungen, Gefühle, den zentralen Willen zu transformieren und zu transzendieren, um dann für das Du und die Gemein-schaft souverän aber doch selbstlos zu agieren, das scheint der kosmische Auftrag eines Uraniers zu sein.

Vollbluturanier waren oder sind

Friedrich der Große, geb. 24.1.1712, 10.36 GMT, Berlin
AQ-So,-ME,-MA,-CH

Theodor Heuss, geb.31.1.1884, 12.40 GMT, Brackenheim/D
AQ-SO,-MC; UR OPP MO, UR SQU AC

Valery Giscard d'Estaing, geb. 2.2.1926, 21.30 GMT, Koblenz/D
AQ-SO,-ME,-VE,-JU; UR SQU MA

E.T.A. Hoffmann, geb. 24.1.1776, 10.38 GMT, Königsberg
AQ-SO,-ME,-MA,-MC; UR CNJ AC, UR TRI SO,ME
Hier lohnt eine Wiedergabe der Beschreibung:
„Jurist, Zeichner, Karrikaturist, Regierungsrat,
Dirigent, Musikkritiker, Bühnenbildner, Richter,
Märchenerzähler, Novellist, Romancier, Satiriker,
Autobiograph, Vertreter der deutschen Romantik“ (6a)

Hugo von Hoffmannsthal, geb. 1.2.1874, 2.24 GMT, Wien
AQ-SO,-ME,-VE,-SA; UR CNJ MO, UR OPP SO,ME,VE
„Jurist, Romanist, Archivar, Journalist, Lyriker,
Dramatiker, Erzähler, Essayist, Impressionist,
Symbolist, Kunstkritiker.... Mysterienspiel:
Jedermann...“ (6b)

Wolfgang Amadeus Mozart, geb.27.1.1756, 20hoom LMT, 19h08m GMT in Salzburg
AQ-SO-ME-VE-SA, UR in PI OPP AC, PL OPP MC

Charles Lindbergh, geb. 4.2.1902, 8.30 GMT, Detroit/USA
AQ-SO,-MA; UR in 1 CNJ MO
1. Atlantiküberquerung im Alleinflug

Niki Lauda, geb. 22.2.1949, 10.02 GMT, Wien
AQ-ME,-VE,-MC; UR CNJ AC


Uranische Energie


Das zentrale Anliegen der uranischen Energie an sich ist die kreative Reform überholter Wertvor-stellungen und Denkmodelle und die geistige Hinwendung zu Grenzen sprengendem kosmischen Denken (SO in PI Spitze V SQU SA,MA,UR in 2/8).
Uranus selbst steht im 8. Feld, dem Feld der Geburt, des Todes und Transformation. Ist dies nicht ein deutlicher Hinweis darauf, daß es an der Zeit ist, einer neuen Kraft Raum zu geben, sie kennen und mit ihr umgehen zu lernen, sich gedanklich mit ihr auseinanderzusetzen , sie zu relativieren (Zwillinge) und durch diesen Prozeß eine Wandlung zu bewirken?

Praktischer Hinweis

Möchten Sie wissen, wie uranische Energie in Ihrem Leben wirkt? Eine Synastrie Ihres Kosmo-gramms mit dem Entdeckungshoroskop kann uranisch-überraschende Offenbarungen enthalten.
Erwarten Sie einen Uranus-Transit? Dann kann das auf die Transitzeit berechnete Progressionsho-roskop des Uranus-Kosmogramms, eingeblendet in Ihre Radix, die Einstimmung auf den Transit befruchten.


Uranus und die Astrologen

Uranus wird oft der Astrologie zugeordnet. Folgt man dieser Behauptung, so müßte das Ura-nus-Horoskop Hinweise auf die Qualitäten geben, die ein beratender Astrologe zur Verfügung haben sollte.
Alle Planeten, außer Uranus selbst, (Neptun und Pluto waren noch nicht entdeckt), befinden sich unterhalb des Horizonts. Introversion, erscheint somit als oberstes Gebot.
Mond, Jupiter, Saturn und Mars im ersten Quadranten kann als deutliche Aufforderung, die Eigenperson einer intensiven, kritischen Betrachtung zu unterziehen, angesehen werden. Durch das Bekämpfen starrer Wertungsprinzipien, durch Hinwendung zu Toleranz und Offenheit ist eine Transformation zu bewirken.
Venus, Sonne und Merkur im 2. Quadranten verlangen eine sensible, liebevolle Zuwendung zum Du im kreativen, impulssetzenden und vielleicht auch kämpferisch geführten Gespräch (ME-AR in 5).
Zusammenfassend könnte aus dem Uranus-Kosmogramm folgendes, zukunftsgerichtetes The-senpapier für die astrologische Ausbildung und Arbeit entworfen werden:

• Erst wenn der oben beschriebenen Aufforderung zur Transformation der Eigenperson und des von ihr angestrebten Optimums (JU-SK) nachgekommen wurde, durch die Bewußtwerdung von Schattenbereichen und das Zurücknehmen von Projektionen,
• erst wenn eigene Grenzen und Grenzenlosigkeit erkannt wurden, die Nächstenliebe wie die Selbstachtung und der Selbstschutz entwickelt, die Fähigkeiten des Verstehens, Mitfühlens, Analysierens ausgeweitet wurden,
• erst wenn die Erstarrung der eigenen Wertmaßstäbe erkannt und bekämpft wurde, das Wer-tedenken in einem umfassenderen, höheren Sinn relativiert und reformiert wurde,
• erst wenn die voreilige, impulsgetriebene, kämpferische und selbstbezogene Komponen-te im Denken, Handeln und der Kommunikation gezügelt und mit der Qualität des ge-fühlvollen, tiefgründigen Aufnehmens angereichert wurde,
• erst dann sollte ein Astrologe beratend wirken.
Die Gefahren der Selbstüberschätzung, der voreiligen Schlußfolgerung, des impulsiven Drauflosre-dens und des Zurückgreifens auf eigene Wertvorstellungen sind im Uranushoroskop nicht zu ü-bersehen.

Literatur- und Quellennachweis

(1) Dr. Walter A.Koch: Gesammelte Aufsätze, Gestalthoroskopie
Rohm Verlag Bietigheim/Württ.1980

(2) Koch gibt als Entdeckungszeit 9.46 p.m. an

(3) Auszug aus der Geschichte, 28.Auflage, Verlag Ploetz KG Würzburg

(4) Geschichtsführer in Farbe, Christian Zentner,
Delphin Verlag GmbH München

(5) Thomas Ring: Astrologische Menschenkunde BD I-IV
(5a) Bd III S.147
(5b) Bd II S.245
(5c) Bd III S.120
(5d) Bd II S.241

(6) Hans-Hinrich Taeger: Internationales Horoskope Lexikon, BD I + II
Bauer Verlag
(6a) BD II S.754
(6b) BD II S.755

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Le thème astral de la découverte de Neptune et son interprétation psychanalytique Vortrag auf dem internationalen Kongress in Paris
1998

Gertrud Hamers

Vortrag in französischer Sprache (deutsche Übersetzung folgt)

Mesdames, messieurs et chers amies de l’astrologie.
C’est un très grand honneur pour moi, d’avoir la chance de parler ici à Paris - ville que j’aime depuis ma jeunesse - au sujet de la planète Neptune, qui m’est toujours présente.

1. Overhead-Folie : Poissons, image de Johfra

Prenez cette impression d’un symbolisme astrologique -Poissons- qui est devenue si humain par les idées de Johfra , philosophe et peintre, et essayons de trouver - après une petite excur-sion philosophique et historique - les analogies psychanalytique dans le thème astral de cette planète.

Idées philosophiques de la découverte d’une planète

La découverte d’une planète est un moment très important pour la perspective de l’histoire de l’astronomie et de l’astrologie.
Qui s’occupe de psychologie, d’astrologie et de vieille sagesse de l’occident ne peut plus en croire qu’il existe un hasard. Par cette perspective philosophique chaque événement extraor-dinaire a un sens plus profond. Ainsi, aussi la découverte d’une planète. Je la considère comme signale pour l’humanité en procès permanent de l’expansion de la conscience.
Comme le moment de la naissance d’une être nous donne un savoir de la structure de son em-preinte pour le future, aussi l’instant de la découverte d’une planète devrais nous faire voir les qualités de son énergie et de son symbolisme.
Bien sûr on pourrait dire, que la planète n’est pas née à ce moment. Mais cette argumentation est, comme je le crois, sans importance, parce que nous sommes habitants de la terre, en-core fixé à nos sensations. L’existence d’une force - jusqu’à maintenant - est prouvé à ce moment où nous pouvons le sentir par nos sens.
Nous font le calcul d’un thème astral pour ce moment de la manifestation, ne pas pour ce temps innocent est inconnue du stage hypothétique dans les espaces invisible et inconnus.

Je me demandais, pourquoi une planète est découverte par l’humanité à ce moment précis. Est-ce-que le Bon Dieu - cette force qui agit partout, ou le cosmos, cet impression d’espace infini contenant l’énergie créative absolu - est-ce que cette dimension au dessus de nous veut attirer notre attention sur quelque chose, que nous n’avons pas encore développer mais qui est maintenant nécessaire à apprendre?
Est-ce-que cette signature dans le ciel veut nous avertir d’un danger, d’une exagération, d’une illusion et des conséquences de ces influences négatives?
On peut contempler les thèmes astraux des découvertes sous des perspectives différentes:
par les thèmes historiques, qui sont donnés à ce moment là,
par la qualité d’énergie de la planète soi-même, son esprit, sa direction ,
par le message cosmique qui donnent les constellations à l’humanité ou
par la perspective psychanalytique.

L’histoire de la découverte

Ce fût une coopération franco-allemande qui rendit possible la découverte de la planète Nep-tune. U.T.T. Leverrier, plus tard directeur de l’observatoire de Paris, avait fait les calculs exacte de la position d’une nouvelle planète transsaturnienne et les envoya à Berlin le 23. septembre 1846. Le soir même, après la réception de la lettre de monsieur Leverrier, Gottfried Galle a observé la planète seulement un degré plus loin que donné par les résultats des calculs.
Déjà Galileo avait observé cette planète à Florence en 1612, mais il croyait qu’elle était une lune de Jupiter. Neptune aime se cacher, se masquer ou s’enfuir si on veut la fixer. La planète l’a aussi montré en août 1846 à Cambridge où on l’avait enregistré, en croyant tant qu’étoile fixe. Avant de pouvoir la démasquer elle disparut derrière les rayons de la pleine lune. Vous voyez déjà là le symbolisme neptunien.
C’est le cosmogramme de la planète Neptune

2. Folie Neptune-Cosmogramme

Neptune est en conjonction étroit avec Saturne en 8-ième maison en Verseau.
Le ciel semble dire que le temps est prêt à la naissance d’un nouvel état d’esprit - Neptune en Verseau.

3. Folie Uranus - Cosmogramme

Il est intéressant que dans le thème astral d’Uranus,
la position de cette planète se trouve aussi en 8-ième maison.

Le thème astral de la découverte et la psychanalyse

Je crois que la contemplation intensive des cosmogrammes des planètes transsaturniennes nous ouvre aussi des portes psychanalytiques. Au point de vue du pratiquant, les cosmogrammes des découvertes des planètes transsaturniennes peuvent nous expliquer les raisons de la conduite et ensuite du développement de ces personnes, qui font l’expérience d’une énergie transsaturnienne dominant dans leur vie. Le cosmogramme est apparent comme un zoom qui sépare les dons transaturniens de l’entité de la personne et les fait voir comme sous un microscope.
Les enfants sont plus rarement sujet d’analyses astrologiques. Mais l’attitude psychique d’un adulte se développe en part par les expériences de l’enfance et de l’adolescence. Si on trouve dans un thème astral une dominance des qualités transsaturniennes , il semble que la personne est été dans son enfance et dans sa jeunesse confronté à des expériences bien spéciales.
Ce spectre des expériences et les réactions qui en résultent nous fait voir le cosmogramme de la découverte de la planète dominante transsaturnienne.

Traduisons maintenant les symboles astrologiques au plan individuel , sachant que tout inter-prétation est aussi limitée par les expériences et le savoir de celui qui interprète.

Folie Neptune

Le Neptunien, sa mission, ses rêves, ses désillusions

Le cosmogramme de Neptune nous donne les informations des motives qui sont la source de la conduite d’une Neptunienne, d’un Neptunien. J’utiliserai ensuite seulement le nom mascu-lin, mais je comprends tout aux deux sens, féminin et masculin.
Je parle d’un Neptunien, si on trouve dans un thème astral au minimum 2 des constellations astrologiques suivantes:
Plusieurs planètes en Poissons ou en maison 12,
AC en Poissons mais sans aspects dominants avec d’ autres planètes,
la planète Neptune elle-même en aspect dominant avec les axes ,
en aspects avec les planètes personnelles,
avant tout Soleil-Neptune et Lune-Neptune.

Le temps est long jusqu’à ce qu’un Neptunien se libère de tout ces voiles qui le protègent et peut-être encore plus long qu’il se reconnaisse soi-même derrière ce brouillard diffus et résis-tant. Il n’aime pas du tout être mis en chaîne ce qui est contraire à son besoin d’être, sans limites et sans fixations ( Saturne Conjonction Neptune Sextil Pluton et toutes les trois en Quinconx du stellium en maison 3, la constellation dominante dans ce thème astral).
Vous voyez Jupiter, Saturne et les 3 planètes transsaturniennes au-dessus de l’horizon, cepen-dant que les planètes personnelles peuplent la partie de la nuit. Nous avons une forte concen-tration en maison 3 . Toutes ces constellations ensembles, sont une démonstration de l’esprit neptunien, qui a des traits missionnaires et médiale.
En considèrent comme Dane Rudhyar que les planètes transsaturniennes sont ambassadeurs cosmiques, qui servent de médiateurs entre l’univers, la terre et l’humanité , que d’autre part Jupiter et Saturne en planètes sociales, on peut dire que le Neptunien est un médium par-fait à transmettre les messages cosmiques ( remarquez la forte concentration de la maison 3 en Vierge, le signe qui contient aussi l’analogie de servir).
S’ il est d’un niveau spirituel, le Neptunien aime à s’engager avec toute son énergie person-nelle, dans ses pensées, dans ses discussions et en recherches à trouver les possibilités qui diminuent les souffrances et peines du prochain et de toute l’humanité (vous voyez Venus, Mercure, Mars, Soleil maison 3, Neptune et Saturne en 8) .
Le désir de puissance complète ce motif (signalisé par Mars en Quinconx avec Pluton en Bé-lier et en 10 et Pluton en Sextil avec Saturne-Neptune). Il y a répétition de ce motif
( Jupiter en 11 Sextil Uranus en 10) qu’on peut interpréter comme vouloir le pouvoir et le commandement en société, pour mieux se battre au sens des reformes et des progrès sociaux ( les deux planètes sont en Verseau). L’ascendant en Lion et le Soleil en Balance en 3 qui règne l’AC, lui donne l’autorité d’un professeur, d’un diplomate charmant ou d’un orateur publique.
Le désir de puissance est le plus souvent née par un sens social profond et non par l’égoïsme. Il se perde souvent en utopies et surestime sa propre endurance (cela vous le voyez par la constellation de Mars). Le vouloir et l’impulsion à bouger quelque chose est quelques fois déjà paralysé dès le commencement.
Mars en maison 3 en Quinconx avec Saturne, Neptune, Pluton est en effet un frein continu, qui donnes a ceux qui observent le Neptunien souvent l’impression , qu’il soit un rêveur fleg-matique, qui n’arrive à rien faire.
La constellation qui joint deux Quinconx par un Sextil, parle d’un devoir spirituel. Ce devoir contient avant tout une quantité de frustrations dans les jeunes années: on se fixe de très hauts buts, qui -si on les vois réellement - sont presque irréalisables , on est persuadé ou on veut le croire d’y arriver facilement (Jupiter en Carré avec Mercure) mais dans son fond intérieur on doute d’en être capable ( Mars Quinconx Neptune), il se produit alors souvent un refus par rapport à son propre jugement (Saturne 8) et à son environnement.
Être extrader au sens psychique à cause d’une incapacité de se délimiter c’est au sens cosmi-que un don, parce que le sentiment sans limites rejoint le Neptunien non pas seulement avec la nature mais aussi avec les endroits inconnus de l’univers.

Influences pendant l’enfance et choc d’une séparation

Souvent déjà dans l’enfance il porte cette image d’un illusionniste, d’un paresseux , sans avoir la possibilité de se défendre surtout en âge très jeune donc très sensible. Cela est très pénible pour cette personnalité très analogue au Lion.
Des parents ou des instituteurs dominants et d’une influence subtile sont marqué par Pluton en 10, la Lune en Scorpion en 4 et encore Saturne en 8. Des secousses soudaines en famille perturbent en plus la confiance en soi-même (Pluton et Uranus en Opposition du 4, Cancer en 12, Saturne en Verseau).
Dans l’enfance d’un Neptunien on trouve le plus souvent le choc d’une séparation d’un des parents ou d’une personne, qui était très importante pour le développement de sa confiance.
Le Soleil et IC en Balance nous racontent le grand désir d’harmonie d’un Neptunien et attitude bien répandu à déglutir tout au lieu de se disputer ou se défendre . Même si l’âme souffre extrêmement (Lune Scorpions) cette personne ne peut presque pas s’enfuir de ce cercle en-diablé (Cancer en 12 enfermé).
La subconscience est trop facilement attaqué par des influence subtile. Ses proches sont sou-vent des personnes plutonienne et ainsi il vive une enfance, une jeunesse et très souvent en-core plus tard une vie qu’il ne choisisse pas lui-même mais qui est dictée par des personnes proches.
En enfance il est „le petit“, „le doux“ qu’on peut taquiner, qu’on peut maltraiter. A l’école il est „le sensible“ qu’on peut injurier et blesser jusqu’à qu’il commence à se défendre
( constellations en 3 et 4).

Les devoirs de la vie neptunienne

Être à la disposition des autres, c’est la vie d’une marionnette. Mais le Neptunien souvent ne le comprend pas. Cela n’est pas étonnant qu’il se sent quelque fois empoisonné, soit-il par les drames des autres qu’il lui semble être les siens et qu’il ne supporte plus, ou par des désillu-sions qui lui font beaucoup de mal.
Il peut s’enfuir ainsi dans les drogues pour oublier sa douleur intérieur.
Il est si longtemps la balle à jouer pour les autres qu’il ne comprend pas qu’il lui manque un mur intérieur pour se protéger (Saturne-Neptune-Conjonction en 8).
Il doit être capable de montrer ses limites, de dire non, de se battre pour soi-même.
Uranus en Bélier en Conjonction avec MC peut lui donner la force par Mars Conjonction So-leil qui règne sur Uranus et MC.
Mais avant tout il doit se recentrer, analyser profondément qu’il est lui-même et qu’il n’appartient à personne d’autres. Seulement en isolation il peut trouver son propre sens, sa propre personnalité , la différence entre - c’est la mienne et c’est la tienne. Plus adulte et plus sage il réagit à des confrontations avec des influences négatives tout de suite en se retirant ( Cancer en 12).
La transformation sujette un endurcissement de soi-même et en même temps le refus de toutes manipulations si subtile soit elles.
On peut aussi souvent trouver au thème astral d’un Neptunien une dominance des qualités saturniennes ou plutoniques. Cettes deux forces lui aident à ne plus être comme une éponge qui absorbe tout émotions environnantes, sans comprendre que ces émotions ne sont pas les siennes (Pluton en 10 qui domine la Lune en 4).

La polarité neptunienne et la partie sombre d’un Neptunien

S’il ne fait pas des progrès dans sa propre éducation, il devient un mécontent, vit en projec-tions - ce sont toujours les autres qui font des fautes - il cherche l’infini et la justification de ses rêves avec les drogues.
Prendre des drogues c’est une manifestation de la force d’impulsion mortelle (Neptune et Saturne en 8 Verseau).
Après trop de blessures et trop de solitude et d’isolation, l’âme blessé d’un Neptunien est devenu muette. Maintenant on trouve un trop de distance et une incapacité à s’ouvrir. La pen-dule est de l’autre coté. Le mur intérieur est devenu si épais et si noir qu’il lui semble que toute sa sensibilité soit disparu, morte, invisible.

Nous trouvons aussi des Neptuniens qui sont devenue terroriste ou meurtriers (Uranus, Pluton en Bélier, Pluton en Conjonction avec le Noeud de sud).
Ils développent la puissance et l’indépendance jusqu’aux extrêmes
(Uranus Sextil Jupiter) il semble qu’ils vivent seulement la partie au-dessus l’horizon. L’ange devient Lucifer. Les limites d’une conscience se réduisent à rien
(Saturne , Neptune 8) .

Par exemple Susanne Albrecht.

4. Folie le thème astral de
Susanne Albrecht,
une terroriste allemande

C’était une terroriste allemande, qui a par ses renseignements sur la vie intime d’un ami bien connue de son propre père rendu son exécution possible.

Pour un Neptunien c’est toujours bien à savoir, qu’il existe une polarité extrême dans son intérieur.
L’une partie, elle est si douce, si plein de tendresse, plein d’une qualité d’amour sans égoïsme.
Mais l’autre partie peut être tout le contraire: gelé, dur, sans aucune émotion, sans aucune pi-tié, égoïsme absolu, qui ne donne plus rien mais prend tout. Elle apparaît, si le douleur de-vient trop fort. Et il est mieux qu’il connais les forces sombres qui dorment tout au profond. Comme cela il peut mieux les dominer, les éduquer et transformer.

5. Folie Chaîne des dispositors


La chaîne des dispositors ( le dispositor règne une planète par le signe)
C’est une methode d’analyse d’un thème astral, qui est décrit par Thomas Ring, astrologue allemand, dans son oeuvre de l’astrologie reformé. On trouve la chaîne par les planètes qui dominent un signe.
La chaîne des dispositors, nous donne une impression d’un script de la vie, d’une suite des éxpériences qui se repètent si longtemps que la structure psychique et l’individualité ne sont pas encore conscient. En ce cas on interprète de bas en haut.

Celui qui est conscient de soi-même peut quitter la répétition du script de bas en haut.
Il prend la direction sage de haut en bas.

On pourrait dire, que , interprété de haut en bas, Neptune donne un conseil à ceux-ci qui
correspendent à son esprit. Peut-être la planète voudrait dire:
Prenez Mercure et tout votre compréhension d’analyse de la Vierge et regardez com-ment vous réagissez en relation idéalisée (Jupiter, Venus). Si vous arrivez à vous distancer (Venus et Mars en Vierge) et controller votre optimisme jupiterien , vous pourrez trouver alors en vous un esprit transformatif et libre (Soleil, Pluton, Uranus) qui renouvelle vos racine (IC) et vous donne des nouveaux buts (MC). Vous serez en mesure d’avoir des senti-ments profonds et sensitifs (Lune , Neptune) mais en même temps de tenir vos limites en face d’un partenaire (DC, Saturne).
Soyez courageux et autonome comme un Lion, libre et indépendant comme un Verseau,
sensible et d’intensité d’un scorpion. C’est la solution.

Je vous remercie de votre attention.

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Das Neptun-Entdeckungs-Kosmogramm und seine psychoanalytische Interpretation
deutsche Version des Vortrages in Paris

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Astrologie.

Es ist eine sehr große Ehre für mich, hier in Paris - der Stadt, die ich seit meiner Jugend liebe - über Neptun sprechen zu dürfen, den Planeten, der mir stets bewußt ist.

Folie

Sie sehen hier ein Bild eines astrologischen Symbols, Fische, dem Zeichen, das Neptun zugeordnet wird. Dieses Symbol wird auf wunderbare Weise menschlich und lebendig durch die Darstellung von Johfra, dem Philosophen und Maler.

Nach einem kleinen philosophischen und historischen Abstecher werde ich auf die Himmelskonstellationen eingehen, die am Abend der Neptun-Sichtung gegeben waren. Ich werde diese aus der psycho-analytischen Sicht interpretieren.

Gedanken zur Entdeckung eines Planeten.

Die Entdeckung eines Planeten ist ein sehr wichtiger Augenblick in der Geschichte der der Astrono-mie und der Astrologie.
Seitdem ich mich mit Psychologie, Astrologie
und dem östlichen Wissen befasse kann ich nicht mehr an Zufälle glauben.
Aus dieser Geisteshaltung heraus erhält jedes außergewöhnliche Ereignis einen tieferen Sinn. So auch die Entdeckung eines Planeten.
Ich betrachte sie als ein Zeichen, das der Menschheit gegeben wird auf ihrem Weg der permanenten Entwicklung und Erweiterung von Bewußtheit.

Der Augenblick der Geburt eines Wesens ermöglicht uns einen Eindruck über seine innere Struktur und seine Entwicklungspotentiale.
So müßte auch der Moment der Entdeckung eines Planeten uns Aufschluß geben über seine symboli-schen Entsprechungen, die ihm zugrunde liegende Energie, seine Qualitäten.

Sicher könnte man sagen, daß der Planet nicht in diesem Moment geboren ist. Aber dieses Argument ist, wie ich glaube, bedeutungslos, denn wir sind Erdenbewohner, an unsere Sinneswahrnehmung gebunden. Die Existenz einer Kraft gilt - bis jetzt - erst dann als bewiesen, wenn wir sie mit unseren Sinnen erfassen können.

Ich fragte mich, warum ein Planet von der Menschheit genau in diesem Augenblick entdeckt wird. Ob Gott - diese Kraft, die durch alles wirkt, oder der Kosmos - dieser unendliche Raum, der alle kreative Energie enthält, ob diese Dimension über uns unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken möchte, das wir bisher noch nicht entwickelt haben, das aber nun gelernt und integriert werden sollte?
Ob diese Schrift am Himmel uns vor einer Gefahr warnen will, einer Übertreibung, einer Illusion und den daraus folgenden Konsequenzen?

Man kann über Entdeckungskosmogramme aus verschiedenen Gesichtswinkeln meditieren:
-die historischen Themen, die zu diesem Zeitpunkt gegeben sind
-die Eigenart des Planeten an sich, der ihm innewohnende Geist, die beabsichtigte Wirkung
-die kosmische Botschaft an die Menschheit, die das astrale Thema vermitteln will
- die psychoanalytische Information.

Zur Geschichte der Entdeckung

Es war eine deutsch-französische Zusammenarbeit, die die Entdeckung Neptuns möglich machte. U.J.J. Leverrier, der spätere Direktor der Sternwarte in Paris, hatte die genaue Position eines neuen transsaturnischen Planeten berechnet und schickte diese Arbeit nach Berlin. Gottfried Galle erhielt den Brief am 23. 9. 1846. In dem handschriftlichen Bericht Galles, archiviert in der Archenhold-Sternwarte in Berlin, kann man lesen: das Wetter versprach gut zu werden, so konnte das Gestirn noch am Abend gesichtet werden. Galle beobachtete das Licht bis in die frühen Morgenstunden. Aber erst am folgenden Abend war er sicher, daß es sich um einen Planeten handelte, denn erst da konnte er feststellen, daß er sich bewegt hatte.
Neptun versteckt sich gerne, er maskiert sich oder er entflieht, wenn man versucht ihn festzunageln. Der Planet hat dies auch im August 1846 in Cambridge gezeigt, wo man ihn registriert hatte und für einen Fixstern hielt. Bevor man ihn entlarven konnte verschwand er hinter den Strahlen des Vollmon-des: Sie sehen schon hier eine neptunische Entsprechung.

Eine andere Qualität Neptuns ist die der Verwirrung, der Illusion. Wir finden in der Fachliteratur die verschiedensten Angaben, bezogen auf die exakte Entdeckungszeit.
In den Originalunterlagen in Berlin sind diese exakten Zeiten nicht zu finden. Auch das entspricht dem Geiste Neptuns. Er kann die verschiedensten Rollen spielen. Auf einen eindeutigen Ascendenten läßt er sich nicht festlegen. Viele Schauspieler haben neptunische Dominanzen.

So habe ich meinen Interpretationen keine genaue Zeit zugrunde gelegt. Ich betrachte nur die Konstellationen und nicht die Häuserstellungen.

Das Entdeckungskosmogramm und die Psychoanalyse

Ich glaube, daß die intensive Betrachtung des Kosmogramms der transsaturnischen Planeten
uns auch psychoanalytische Türen öffnet.
Aus der Sicht des Praktizierenden können uns die Entdeckungshoroskope der transsaturnischen Plane-ten Verhaltensursachen und Entwicklungen von Personen erklären, die eine transsaturnische Energie in ihrem Leben als dominant erfahren. Das Kosmogramm scheint wie ein Zoom zu sein, der die trans-saturnischen Gaben von der Ganzheit der Person trennt und sie uns wie unter einem Mikroskop be-trachten läßt.

Kinder sind seltener Gegenstand der astrologischen Analysen. Aber die seelische Haltung eines Er-wachsenen entwickelt sich zum Teil durch die Erfahrungen während der Kindheit und Jugend. Wenn man in einem Geburtsthema eine Dominanz von transsaturnischen Qualitäten findet, so scheint es, daß diese Person in ihrer Kindheit und Jugend mit ganz besonderen Erfahrungen konfrontiert worden ist.

Dieses Spektrum der Erfahrungen und die aus ihnen folgenden Reaktionen erläutert uns das Entde-ckungskosmogramm des dominanten transsaturnischen Planeten.

Folie Neptun Horoskop

Übersetzen wir nun die astrologischen Symbole auf die Persönlichkeit bezogen, wohl wissend, daß jede Interpretation durch die Erfahrungen und das Wissen des Interpretierenden begrenzt ist.

Der Neptunier, seine Mission, seine Träume, seine Enttäuschungen

Das Kosmogramm Neptuns gibt uns Informationen über die Motive, die die Quelle des Verhaltens einer Neptunierin, eines Neptuniers sind. Ich werde im Folgenden nur den allgemeinen Begriff benut-zen.
Ich spreche von einem Neptunier, wenn man in einem Geburtshoroskop mindestens 2 der folgenden astrologischen Konstellationen findet:
- Mehrere Planeten in den Fischen oder im 12. Haus,
-der AC in den Fischen, aber ohne dominante Aspekte von anderen Planeten,
-der Planet Neptun selbst im dominanten Aspekt zu den Achsen
- Neptun im Aspekt zu den persönlichen Planeten, vor allem Sonne-Neptun und Mond-Neptun.

Es geht lange bis ein Neptunier sich von allen Schleiern befreit, die ihn schützen und vielleicht dauert es noch länger bis er sich selbst erkennt hinter diesem diffusen und zähen Nebel. Er liebt es überhaupt nicht, in Ketten gelegt zu werden; denn dies widerspricht seinem inneren Bedürfnis, grenzenlos und ohne Festlegungen zu sein.(...)


Betrachten wir mit Dane Rudhyar die transsaturnischen Planeten als Botschafter des Kosmos, die als Mittler zwischen Universum, Erde und Menschheit dienen und sehen wir andererseits Jupiter und Saturn als soziale Planeten, so könnte man sagen, daß der Neptunier ein perfektes Medium zur Über-mittlung der kosmischen Botschaften sei (beachten Sie die starke Konzentration in der Jungfrau, dem Zeichen, das auch die Analogie des Dienens enthält, Jupiter in den Zwillingen in Opposition zu sei-nem eigenen Zeichen und im Quadrat zu Merkur, seinem Zeichenherrscher, die Biquintile zwischen Saturn/Neptun und Sonne einerseits und zwischen Merkur und Pluto andererseits).
Ist er spirituell eingestellt, so engagiert sich der Neptunier mit seiner gesamten persönlichen Kraft um Möglichkeiten zu finden, die die Leiden und den Kummer des Nächsten und der ganzen Menschheit zu lindern (Sie sehen Saturn und Neptun im Wassermann, dem Zeichen der Brüderlichkeit, Erneue-rung und Befreiung; Venus, Mars, Merkur in der Jungfrau, dem Zeichen der Heilkraft und die Sonne in der Waage, der Ausdruck des innersten Bedürfnisses, Harmonie und Frieden herzustellen).

Der Wunsch nach Macht vervollständigt dieses Motiv (durch Mars im Quinkunx zu Pluto im Widder und Pluto im Sextil zu Saturn-Neptune angezeigt). Und Jupiter in den Zwillingen Sextil Uranus im Widder könnten uns sagen, daß er die Autorität und Führung in der Gesellschaft beansprucht, um so fähiger zu sein für Reformen und sozialen Fortschritt zu kämpfen. Als Beispiele nenne ich ihnen:
Rousseau (28.6.1712): la Lune en Conjonction avec Neptune et le Soleil Sextil Neptune
Voltaire (21.11.1694): Mars Conjonction Mercure et tout les deux en Carré de Neptune en Poissons
Charles de Gaulle (22.11.1890): Soleil Conjonction Mercure et en Opposition d’un conjonction Nep-tune-Pluton, Lune Sextil Neptun-Pluton
Helmut Kohl (3.4.1930, 5.30 GMT, Ludwigshafen): Soleil et Mercure en 12, Lune en Caré de Neptu-ne
Der Wunsch nach Macht ist so meist aus einem tiefen sozialen Anliegen geboren und nicht aus E-goismus. Der Neptunier verliert sich oft in Utopien und überschätzt seine eigene Ausdauer (das sehen Sie an der Marskonstellation). Der Impuls etwas zu bewegen wird so manches Mal bereits im Anfang lahmgelegt.
Mars im Quinkunx mit Saturn, Neptun und Pluto ist tatsächlich eine festhaltende Bremse.
Wer einen Neptunier beobachtet hat oft den Eindruck, daß er ein phlegmatischer Träumer
sei, de nichts zu Wege bringt.
Die Konstellation, die 2 Quinkunxe mit einem Sextil verbindet, die Yod-Figur, spricht von einer spiri-tuellen Aufgabe. Diese Aufgabe beinhaltet auch eine Menge an Frustrationen in jungen Lebensjahren: man setzt sich sehr hohe Ziele, die - wenn man es wirklichkeitsnah betrachtet - fast nicht erreichbar sind. Man ist überzeugt oder will daran glauben, daß sie leicht erreichbar sind (Jupiter im Quadrat zu Merkur) aber in seinem tiefsten Inneren zweifelt man daran, wirklich fähig zu sein (Mars Quinkunx Neptun). Der Zweifel erzeugt dann oft ein Versagen und so könnte ein Teufelskreis beginnen.
Im psychischen Sinne ausgeliefert zu sein durch die Unfähigkeit der inneren Abgrenzung, das ist im kosmischen Sinne eine Gabe, denn das Gefühl, ohne Grenzen zu sein, verbindet den Neptunier nicht nur mit der Natur sondern auch mit den uns unbekannten Bereichen des Universums.

Einflüsse während der Kindheit und der Schock einer Trennung

Oft schon in der sehr sensiblen Kindheit wird er als Illusionist abgestempelt, als Faulenzer, und das ohne die Möglichkeit zu haben sich zu verteidigen.
Dominante Eltern oder Erzieher, die einen subtilen Einfluß ausüben und oft idealisiert werden, be-schreiben der Mond im Skorpion, Pluto am absteigenden Mondknoten und Saturn Konjunktion Nep-tun.
Plötzliche familiäre Erschütterungen untergraben zusätzlich das Selbstvertrauen (Saturn Sextil Pluto und Uranus Quinkunx Venus).

In der Kindheit oder Jugend eines Neptuniers findet man meistens den Schock einer Trennung von einem Elternteil oder von einer anderen Person, die sehr bedeutend für die Entwicklung seiner Persön-lichkeit war.
Die Sonne in der Waage erzählt uns von dem großen Harmoniebedürfnis eines Neptuniers und der weitverbreiteten Gewohnheit lieber zu schlucken als zu diskutieren oder sich zu verteidigen.
Das Unterbewußtsein wird zu leicht durch subtile Einflüsse angegriffen. Seine Nächsten sind oft plu-tonische Personen (der südliche Mondknoten mit Pluto) und so lebt er manchmal auch noch als Er-wachsener ein von seinen nächsten bestimmtes Leben.
In der Kindheit ist er der „Kleine“, der „Zarte“ den man hänseln und dem man übel mitspielen kann. In der Schule ist er der „Sensible“, den man beschimpfen und verletzen kann bis er beginnt sich zu verteidigen (Venus, Mars, Merkur in der Jungfrau, dem Zeichen der persönlichen Krise)

Neptunische Lebensaufgaben

Immer dem Willen der anderen unterworfen zu sein, das ist das Leben einer Marionette. Aber der Neptunier bemerkt das bisweilen nicht. Es verwundert nicht, daß er sich so manches Mal überfordert fühlt, sei es durch die Dramen der anderen, die er für seine eigenen hält und die er nicht mehr erträgt oder durch die Enttäuschungen, die ihm sehr viel Schmerzen bereiten.
Er kann unter diesen Umständen auch Zuflucht zu den Drogen nehmen, um seinen inneren Schmerz zu vergessen (die Schattenform der Yod-Figur, die Mars, Neptun, Saturn, Pluto verbindet).
Er ist so lange der Spielball der anderen bis er versteht, daß ihm ein innerer Schutzwall fehlt.

Er muß fähig werden, seine Grenzen zu zeigen, nein zu sagen, für sich selbst zu kämpfen ( Sonne in Verbindung mit Mars, dem Herrscher von Pluto und Uranus im Widder)
Aber vor allem anderen muß er sich nach innen wenden, in der Tiefe ergründen, was zu ihm selbst und was zu den anderen gehört. Nur in der Zurückgezogenheit kann er sich selbst finden, seine eigene Persönlichkeit entdecken, den Unterschied zwischen - das ist meine Sache und das ist deine. Älter und weiser geworden regiert er sehr schnell mit Rückzug, wenn er mit negativen Einflüssen konfrontiert wird.
Die Transformation umfaßt eine Selbstabhärtung
und gleichzeitig eine Zurückweisung jeder auch noch so subtilen Manipulation.
Im Geburtsbild eines Neptuniers kann man auch oft eine saturnische oder plutonische Dominanz fin-den. Diese beiden Kräfte helfen ihm, nicht mehr wie ein Schwamm zu sein, der alle Emotionen der Umgebung aufsaugt.

Die dunkle Seite des Neptuniers und seine innere Polarität

Macht er keine Fortschritte in seiner eigenen Erziehung, so wird der Neptunier ein permanent Unzu-friedener, lebt in Projektionen - es sind immer die anderen, die Fehler machen - er sucht die Unend-lichkeit und die Verwirklichung seiner Träume durch die Drogen.
Nach zu vielen Verletzungen, zuviel Einsamkeit und Isolation wird die wunde Seele eines Neptuniers stumm. Jetzt findet man Distanz und eine Unfähigkeit sich zu öffnen.
Im Extremfall schlägt das Pendel nach der anderen Seite aus. die innere Mauer ist so dicht und so schwarz geworden, daß all seine Sensibilität verschwunden ist, tot.
Wir finden auch Terroristen und Mörder unter den Neptuniern. (Uranus und Pluto mit südlichem Mondknoten im Widder).
Sie entwickeln Macht und Unabhängigkeit bis zum Extrem. Der Engel wird zum Luzifer. Die Grenzen des Gewissens reduzieren sich ins Nichts (Saturn-Neptun).

Zum Beispiel Susanne Albrecht

Folie

Das war eine deutsche Terroristin, die durch die Kenntnis des Privatlebens eines prominenten Freun-des ihres eigenen Vaters es ermöglichte, daß dieser Freund erschossen wurde.

Für einen Neptunier ist es immer gut zu wissen, daß es in seinem Inneren eine extreme Polarität gibt: einerseits Sanftheit, Zärtlichkeit, selbstlose Liebe. Andererseits Kälte, Härte, Emotionslosigkeit, Er-barmungslosigkeit. Diese Seite kann dann erscheinen, wenn der Schmerz zu groß wird. Es ist besser, wenn der Neptunier die dunklen Kräfte kennt, die in seiner Tiefe schlummern. So kann er sie besser beherrschen, sie erziehen und transformieren.


Die Dispositorenkette

Das ist eine Analysemethode, die von Thomas Ring, einem großen deutschen Astrologen, in seinem Werk über die revidierte klassische Astrologie beschrieben wird.
Man findet die Kette über die Planeten, die ein Zeichen beherrschen.
Die Dispositorenkette vermittelt uns einen Eindruck über ein Lebensscript, eine Folge von Erfahrun-gen, die sich so lange wiederholen, bis die psychische Struktur und damit die Individualität bewußt werden.

Wer sich seiner selbst bewußt ist kann die Wiederholung des Scriptes von unten nach oben beenden.
Er schlägt die weise Richtung ein, die von oben nach unten.
Man könnte sagen, wenn man in dieser Richtung von oben nach unten interpretiert, Neptun gibt den-jenigen einen Rat, die seinem geistigen Prinzip entsprechen.
Vielleicht würde der Planet sagen wollen:
Nehmt Merkur und die ganze Fähigkeit zur Analyse, die das Zeichen Jungfrau enthält und betrachtet, wie ihr in idealisierten Beziehungen reagiert (Jupiter, Venus, Mars). Wenn es euch gelingt, in Distanz zu gehen und euren naiven Optimismus zu kontrollieren, dann werdet ihr in euch einen transformati-ven und befreienden Geist entdecken (Sonne, Uranus, Pluto). Ihr werdet zu tiefer Sensibilität fähig sein (Mond, Neptun) doch gleichzeitig eure Grenzen wahren können (Saturn).
Merkur in der Jungfrau, das ist die Lösung.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
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I. Das Kosmogramm Plutos

1. Erster Eindruck



Das Entdeckungskosmogramm Plutos zeigt eine Schwerpunktverlagerung nach Westen. Hier befinden sich alle persönlichen Planeten nebst Saturn und Uranus. Eine solche Du-Ausrichtung beinhaltet eine gewisse Abhängigkeit von Menschen (Staaten) der näheren Umgebung. Durch sie erhält man Impulse, durch sie werden Einblicke in die eigene Struktur gewonnen, die ohne das Gegenüber schwerer zugänglich wären.
Das Aspektbild des Kosmogramms ist einer schiefen Ebene vergleichbar, deren zwei Ausgangspunkte beim Ascendenten und Neptun, dem 1. und 2. Feld liegen. Leicht ansteigend führt sie zum 7. und 8. Feld hin, wobei die Mars-Merkur-Konjunktion in 7 die Spitze des einen Richtungspfeiles und gleichzeitig Brennpunkt mehrerer Quadraturen ist. In diesen beiden Planeten scheint sich viel Energie zu konzentrieren (ME-MA TRI JU, ME QCX NE, MA SXT UR). Eine besondere Spannung erhält die Konjunktion vom Skorpionmond in 4 und der Mondknotenachse in 4/10.
Die zweite Pfeilspitze der schiefen Ebene endet in der Venus-Sonne-Konjunktion, die keinerlei harmonisierende Aspekte erhält. Beide Endpunkte umreißen den engen Partnerbereich, auf mundaner Ebene die Länder, mit denen verbindliche Verträge bestehen. So kann davon ausgegangen werden, daß hier die wesentlichsten plutonischen Entwicklungsschübe initiiert werden.

2. Zur Entdeckung

Pluto wurde am 18.2.1930 um 16 h 00o m MST/S (06) in Flagstaff/ Arizona durch Tombaugh entdeckt. Das alte Datum - 21.1.1930 (auch in (1) angegeben) - ist falsch. Obige Angabe stammt von Tombaugh selbst. (Aussage Taeger-Archiv)

Dr. Koch berichtet: „Das gleiche Berechnungsverfahren, das zum Nachweis des Neptun führte, wandte der als Marsforscher bekannt gewordene USA-Astronom Percival Lowell, geb.13.3.1855, gest. 12.11.1916, nochmals auf Uranus und Neptun an und sagte einen 3. Planeten außerhalb der Saturnbahn voraus. Erst die Entwicklung der Himmelsphotographie durch Max Wolf in Heidelberg schuf die Möglichkeit, die Vorhersage auf Lowells eigener Sternwarte, dem Flagstaff-Observatorium in Kalifornien, zu prüfen. Ein Jahr vor seinem Tode, 15 Jahre vor der Auffindung Plutos, veröffentlichte er seine Berechnungen über den Standort des Gestirns, das im Anschluß an die Anfangsbuchstaben PL aus unbewußten, archetypischen Vorstellungen heraus P l u t o genannt wurde“ (1)

3. Geschichtlicher Hintergrund

Die jüngste europäische Geschichte wird jedem in Erinnerung sein. Europa krankte an den Gegensätzen, die 1919 nicht beseitigt, sondern vervielfacht wurden.
Die Pariser Verträge, die unter der Vorherrschaft Frankreichs und Englands Europa neu ordnen sollen, beschneiden das deutsche Volk in seinem Selbstbestimmungsrecht. Durch die Aufteilung Ostmitteleuropas in labile Nationaldemokratien mit starken nationalen Minderheiten nimmt die Sprengkraft zu (ein Vergleich mit den heutigen Problemen im Südosten Europas liegt auf der Hand). Bald beginnt der Nationalsozialismus Fuß zu fassen. Die Reparationskosten Deutschlands sind noch nicht ganz bezahlt. Dennoch bereitet sich schon wieder eine deutsche Expansionspolitik vor.
In Rußland setzt sich die bolschewistische Herrschaft rücksichtslos durch. Gleichzeitig entwickelt sich dieses Land zur gewaltigen Industriemacht.
Die USA, als Land der Entdeckung, haben gerade den „Schwarzen Freitag“ (25.10.1929) hinter sich, der die große Weltwirtschaftskrise einleitet. Sie ringen in der Folgezeit mit Japan um den gewinnversprechenden chinesischen Absatzmarkt, wobei die USA zunächst die Stärke Japans, das mit China Krieg führt, unterschätzen.

Ein Blick auf das Kosmogramm, bezogen auf die USA, läßt Vieles vom geschichtlichen Rahmen erkennen. JU in GE, den Handel mit dem Ausland umreißend und PL in 12, die geheime Atomwaffe, die plötzlich (UR) im Ausland (9.-PI) verheerende Zerstörung und die Auflösung aller Werte (NE in 2) auslösen kann, seien nur zwei Hinweise. Das ganze Kosmogramm enthält genügend Möglichkeiten der Entwicklung zum Guten unter der Voraussetzung weitsichtigen, reformerischen Denkens und Handelns. Es wurden viele Versuche unternommen, die Spannungen nach dem 1. Weltkrieg auf friedliche und für alle gewinnbringende Weise zu beheben. Doch immer wieder scheiterten sie an dem Widerspruch einzelner. Da Pluto jedoch konzentrierte Einheit und nicht Zerstreuung fordert, erlebte die Menschheit zunächst seine bedrohliche Seite mit all ihren Konsequenzen.

Heute, nach den ersten Lernphasen, können wir nur hoffen, daß genügend Menschen plutonische Winke verstehen und es so möglich sein wird, sein Potential schöpferisch leuchtend statt brutal vernichtend umzusetzen. Ein solcher Wink mit dem Zaunpfahl steht mit dem jetzt zulaufenden Pluto-Saturn-Quadrat ins Haus. Wir werden in den nächsten Jahren erfahren, ob und wieviel die Menschen dazugelernt haben.

Daß auch Planeten-Entdeckungskosmogramme klingende astrologische Instrumente sein können, die für mundane Belange einzusetzen sind, das scheint mir nach folgenden exemplarischen geschichtlichen Zuordnungen überprüfenswert:

Jahr Transit/Radix Weltgeschehen
1939 : PL CNJ AC Ausbruch des 2. Weltkrieges
1956-61: PL OPP SO
PL CNJ NE
PL OPP VE laut Feld 2/8 werden internationale Wirtschaftsgemeinschaften gegründet: EWG (57), EFTA (60), LAFTA (60).
In vielen Ländern der Welt gibt es zu dieser Zeit einen Regierungswechsel: Norwegen (57), Irland (59), Frankreich (58) - de Gaulle, BRD (59) - Lübke, DDR Staatsrat-Gründung - Vorsitzender Ulbricht (60), USA - Kennedy (60).
Der Ungarnaufstand (56) und der Suez-Konflikt (56) beunruhigen die Welt.
1957 wird die International Atomic Energy Agency mit Sitz in Wien gegründet (PL OPP SO), das Saarland wird der BRD eingegliedert. Großbritannien rstet auf Atomwaffen um.
1958 wird im Vatikan Johannes der XXIII. Zum Papst gewählt. Mit ihm verbindet sich die Hoffnung auf eine moderne, ökumenische, die christliche Einheit fördernde Kirche (PL CNJ NE).

13.8.1961: PL SSX AC: Bau der Berliner Mauer
Dez.88 -
Sept.1989: PL CNJ MO: „Wir sind das Volk“


4. Neues Bewußtsein

Wer als Lehrer sozusagen an der Quelle der Entwicklung steht, kann bei wacher Beobachtung schon früh Zukünftiges erkennen.

Wir befinden uns in einer häufig angesprochenen Umbruchphase des Bewußtseins. Im schulischen Bereich waren ihre Anfänge deutlich abzulesen. Der friedliche Alltagsbetrieb wurde anfangs der 70-ger Jahre plötzlich durchbrochen. Das Plutokosmogramm zeigt in Verbindung mit den Transitplaneten deutliche Analogien zu diesem Geschehen - UR t SQU SA; UR t OPP UR; UR t SQU PL, wobei der Transituranus durch Feld 3 des Plutokosmogramms lief. Bomben bastelnde Lehrer, streikende Schüler, „chaotische“ Unterrichtsformen der neueinsteigenden Lehrer der „68-ger“ Generation erschreckten die Eltern, verunsicherten die alteingesessenen Lehrer, belebten und/oder zerstörten den Alltagstrott. Die Reaktion auf diese neuen Unterrichts- und Lehrimpulse ließ nicht lange auf sich warten. Wie eine Seuche verbreitete sich unter den Jugendlichen der ersten 80-ger Jahre Weltuntergangsstimmung und Null-Bock-Argumentation - PL t CNJ IC, NE t SXT IC, UR t SQU SO.
Die atomare Bedrohung löste plötzlich panische Ängste aus, die durch die Medien kräftig geschürt
wurden. Der Slogan „Für was denn noch lernen, wir leben doch nicht mehr lang“ lähmte für Jahre das schulische Leben, einem Winterschlaf vergleichbar, nach welchem die neue Saat zu sprießen begann. Plötzlich wurde die Sinnfrage nicht mehr im düster verneinenden Ton gestellt.

Mehr und mehr Neugier, Informationslust und Interesse, auch an aus dem schulischen Rahmen fallenden Themen, mischte sich bei. Was Jugendliche der frühen 70-ger Jahre nur selten wissen wollten, das fordern die heute schon fast erwachsenen „Kleinen“ der 80-ger: „Erzählen Sie uns was von Astrologie!“. Und da werden die Augen groß, die Ohren ganz offen, so daß der alte Lehrer in mir denkt: Solch aufmerksame und konzentrierte Lausbuben hättest Du gerne in der Schule gehabt.

Mit dem Zunehmen derer, die an astrologischen und esoterischen Themen interessiert sind, geht offensichtlich eine Veränderung der gelebten Qualität der Tierkreiszeichen einher. Die Abnahme der entwicklungshemmenden Prinzipien kann erst erfolgen, wenn sie als solche erkannt, respektiert und diszipliniert werden. Auf diesem Weg befinden sich immer mehr, vor allem junge Menschen. So müssen wir dazu übergehen, auch dort die hellen Seiten näher zu betrachten, wo sie bisher nur selten vermutet wurden.

5. Skorpion in der Fachliteratur

Bild von Johfra

Beim Durchforsten der Fachliteratur fiel mir immer wieder auf, daß kein anderes Tierkreiszeichen so ausführlich einseitig mit kaum verborgen gehaltener Abneigung beschrieben wird wie der Skorpion. In meinem Beobachtungsraum, der vor allem auch durch die Arbeit an der Schule erweitert wurde, fand ich nur vereinzelt Exemplare, auf die diese Negativkonzentration zutraf. Sicher wird bei den meisten Autoren auch der „selten anzutreffende“ positive Typ kurz erwähnt. Doch schenkt man ihm kaum Beachtung.
Ich denke, es ist an der Zeit - mit Pluto im Skorpion - auch die Ansichten über Skorpion- und Pluto-betonte Menschen zu transformieren, mehr von der lichten Seite Plutos und seiner Vasallen zu berichten als von der dunklen, viel beschriebenen und daher bekannteren.

6. Aus der Praxis

Gerade als ich anfing, mich mit Pluto und seinem Kosmogramm näher zu befassen, wurde ich mit einem ganz besonderen plutonischen Fall in der Beratung konfrontiert. Wieder ein betonter Skorpion, aber dieses Mal als Doublette. Mir wurde von einem Zwillingsschwesternpaar erzählt, das in kaum zu üerbietender Krassheit die beiden Seiten Plutos lebt. Während die eine ihr ganzes Leben der Fürsorge und Arbeit im sozialen Dienst opfert, verbringt die andere ihr Leben als Edel-Callgirl, das nicht nur die Freier sondern auch die Schwester skrupellos um Geld und Vermögen betrügt. Gefühle kenne sie nicht, Sex fände sie ekelhaft. Sie interessiere nur Luxus und Geld, und dafür würde sie es auch auf sich nehmen, wenn es unbedingt sein müßte, mit den kapitalträchtigen Herren zu schlafen, gestand sie ihrer staunenden Schwester in einer schwachen Minute.
Hier wird unter Pluto das Drama „Die Heilige und die Hure“ gespielt, dessen nächster Akt - unter dem zulaufenden Transit Plutos über die Skorpionsonnen - sehr spannend zu werden verspricht. Die Schwester des Lichtes beginnt sich zu wehren, die eigene Schwäche zu erkennen und zu bekämpfen. Doch wird Pluto auch bei der Schwester des Schattens eine Wandlung hervorrufen?
Selten kann man die beiden Seiten plutonischer Qualität so eng nebeneinander beobachten.
Da über den angeblich rachsüchtigen, intrigierenden, sexbesessenen, krisensüchtigen, kriminellen, geheimniskrämerischen.... Skorpion genug geschrieben wurde, werde ich hier, am Entdeckungs-Kosmogramm Plutos aufzeigen, was noch zur möglichen Qualität dieses vom bisher äußersten Planetenprinzip durchdrungenen Menschen gehört.
Die helle plutonische Seite finden wir vor allem bei jenen Menschen, deren Radix neben einer starken Betonung dieser Energie einen ebenfalls ausgeprägten Bezug zu den anderen beiden transsaturnischen Kräften aufweist.

7. Der transsaturnische Plutonier


Er durchlebt im Laufe seiner Kindheit, Jugend und ersten Erwachsenenzeit viele Krisen, in denen er mit plutonischen Themen wie Abschiednehmen, Machtlosigkeit, Zerstörung, Gewalt, Zwang, Krieg und Sexualität konfrontiert wird (PL in CN, MO in SK). Diese frühen Erfahrungen lassen ihn im Vergleich mit Gleichaltrigen ernster und zurückgezogener werden.

a. Magische Anziehung
Man sagt ihm magische Anziehungskraft nach. Venus als Symbol der Anziehung befindet sich in 8, dem magischen Plutohaus, in Konjunktion mit der Sonne und im Quadrat zu Jupiter. Eine Fische-Venus ist äußerst sensibel, leicht verletzbar und daher eher scheu. Mit dem Jupiterquadrat aus 11 erhält sie von der sie umgebenden Gesellschaft etwas zuviel an Beachtung, was gerade jungen transsaturnischen Plutoniern eher peinlich ist. Sie werden schon früh, zu früh mit Annäherungsversuchen konfrontiert, verstehen nicht, warum gerade sie auffallen. Da sie selbst nur die häufig unangenehmen Reaktionen auf ihre Ausstrahlung bemerken, geben sie sich oft brüsk und abweisend. Das bringt ihnen eine Menge Ärger und Verleumdungen ein.
Die Marsposition in AQ an Spitze 7 QNJ ME, SXT UR in 9, TRI JU in 11 drückt eine andere Qualität des Trieb-und-Drangs aus, die vor allem der transsaturnische Skorpion in Begegnungen sucht: geistige Anregung, intellektuelle Reibung, aus der Norm fallende Ideen und Philosophien, Streitgespräche über neue Dimensionen zukünftigen Wissens (JU in GE in 11). Doch schon als junger Mensch wird er immer wieder mit der körperlichen Seite seiner dominant erscheinenden Planetenenergie konfrontiert. Seine Kontaktbereitschaft (MA,ME in 7) wird von zu vielen mißverstanden. Was als nur freundschaftlicher Austausch gemeint war wird als Beziehungsangebot gedeutet, und so hat der Plutonier nicht selten Übergriffe auf seine Person abzuwehren. Er scheint dazu verdammt, Projektionsfläche der sexuellen und erotischen Wünsche und Phanthasien seiner Gegenüber zu sein.

b. Das Opfer
Je stärker neptunischer Einfluß in der Radix des Plutoniers, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er zunächst in die Opferrolle hineinrutscht. Mit Sonne und Venus im 8. Feld ist einiges an Höllenqualen zu erwarten, wenn nicht gar die akute Konfrontation mit Todesbedrohungen jedweder Art. Für solche entwicklungsfördernden, heftigen Fegefeuer, die der transsaturnische Skorpion entsprechend der Betonung der westlichen Seite im Bereich der Partnerschaften durchwandert - er läßt sich dabei viel Zeit, denn Sturheit, Eigensinn und Besserwisserei (MA-ME TRI JU) gehören mit in sein Gepäck - steht nicht selten ein ebenfalls plutonisch durchtränkter Wegbegleiter zur Verfügung (MO in SK, SO in 8). Er lehrt den Wandergesellen das Fürchten, das Leiden, Opfern und Loslassen.
Sinn dieses Prozesses, der seine kritischsten Phasen bei Neptun- und Plutotransiten über persönliche Planeten und Achsen erreicht, ist sowohl das Auflösen von löwenhaften, d.h. mit vollem Nachdruck und Überzeugung vertretenen, vermeintlich unverzichtbaren Wertvorstellungen und Werten als auch das Beendigen der Opferrolle zugunsten von Selbstbehauptung und Eigenständigkeit.
Gerade die Menschen, Dinge, Einstellungen werden hier von einer höheren Dimension gefordert, auf die der Betroffene meinte nie verzichten, ihren Verlust kaum überleben zu können. Es ist zu verstehen, daß er oft bis zum Zusammenbruch an etwas festhält, von dem er glaubt, es wäre der einzige Sinn und Halt seiner Existenz, und auch, daß er fast unweigerlich an das Auslöschen seiner selbst denkt, wenn ihm dieser Existenzwert dennoch genommen wird. Doch hier gilt es zu lernen, Abhängigkeiten aufzugeben, Sicherheit in sich selbst zu finden, Liebgewordenes hinzugeben, um es, nach einem tiefgreifenden, schmerzlichen Erkenntnisprozeß, in neuer, positiverer Form wieder zu gewinnen.
Skorpione und Plutonier widersetzen sich dem Wandel - SA SQU UR, SA SXT MO, SA TRI NN. Dies geschieht mit einer unglaublichen Hartnäckigkeit und Widerborstigkeit, was zu einem SA in CP im Quadrat zu UR in AR durchaus paßt. Der transsaturnische Plutonier hat durch viele leidvollen Erfahrungen zu begreifen, daß es in seinem Leben um ständigen Wandel geht und daß er selbst es ist, der sich ändern muß.


c. Der Therapeut

Man sagt, Skorpione wären unheimlich, denn sie durchschauten den Menschen und fänden immer seinen wundesten Punkt, in den sie ihr zersetzendes Gift streuen. Die analytische Gabe ist in der Neptunopposition zur Sonne-Venus-Konjunktion zu finden. Venus, das Gegenüber, präsentiert sich hier in Fische ohne schützenden oder abgrenzenden Wall, so daß es für einen hellen Geist - So in AQ - nicht schwer erscheint, das Innere des anderen zu erfassen.

Zudem haben gerade transsaturnische Plutonier einen starken Bezug zur Telepathie. Sie können unter Umständen, ähnlich wie der Neptunier, die Gedanken und das Befinden anderer wie ein Sensor aufnehmen - ein Talent, das zur starken Belastung werden kann.

Andererseits befähigen ihn gerade diese Gaben der Wesenserfassung zum therapeutischen Arbeiten.

d. Bindung an die Vergangenheit<>
Die Psyche des Vollblutplutoniers ist vergangenheitsgebunden (MO-SK SXT SA, MO TRI PL, MO in 4). Er kann schlecht vergessen, vor allem nicht das, was ihn tief verletzt hat. Es fehlt ihm ein Ablagefach für Vergangenes. So wird er zum seelischen Wiederkäuer, was der unmittelbaren Umgebung den letzten Nerv rauben kann. Erst die Transite Plutos beenden in vielen Fällen nach einem drastischen Aufflackern solche Lamentos, indem sie ein letztes Mal all die Schmerzen ins Gedächtnis rufen, damit sie endgültig bearbeitet und ad acta gelegt werden können.

e. Die Entwicklungsaufgabe
Die Mondknotenachse erklärt zusätzlich das Verhaftetsein des Plutoniers in der Vergangenheit. Der südliche Mondknoten in 4 in Konjunktion mit dem Mond in Skorpion, läßt die Seele immer wieder in altbekannte Muster zurückweichen, in okkulten oder spirituellen Bereichen sich heimisch fühlen. Die Urreaktion wurzelt in der Gefühlsebene, im übernommenen Familienmuster. Im geborgenen und doch oft durch Machtkämpfe verseuchten Familienraum ( Skorpion in 4, VE als Herrscherin von vier in 8 Fische) fühlt er sich sicher, weitab von dem Geschehen da draußen. Mit dem nördlichen Mondknoten in 10 muß er jedoch lernen, mit der Distanz und Einsamkeit des 10. Hauses umzugehen. Er soll sich auch der Öffentlichkeit, die ihm Unbehagen bereitet, stellen, statt sich nur in den eigenen vier Wänden zu vergraben.

f. Die saturnale Aufgabe
Betrachten wir die Stellung Saturns als Symbol der vorrangigen Lernaufgabe in diesem Leben, so ist der Plutonier in die Pflicht genommen, hart zu arbeiten, sich gleichzeitig auf seine Gesundheit zu besinnen, damit eine falsche Lebensführung nicht in einer chronischen Erkrankung endet (SA in 6). Die eigene seelische Weiterentwicklung (SA SXT MO), der Einsatz im sozialen Bereich (SA TRI NN in 10) und der Kampf für neue Dimensionen des Bewußtseins ( SA SQU UR in 9) sind in diese saturnale Aufgabe mit eingebunden. Das erfordert ein impulssetzendes Auftreten in der Außenwelt (MC in AR) und ein gesundes Selbstbewußsein (AC in LE). Doch mit beidem hapert es, vor allem bei den transsaturnischen Plutoniern. Die Sonne als Ascendentenherrscher in 8 im Wassermannvakuum, nicht mehr ganz uranisch und noch nicht ganz neptunisch, zeigt den zweiflerischen Schwebezustand, den diese bezüglich ihrer Rolle empfinden. Hinzu kommt Mars als Dispositor des Widder-MC, der sich mit einem uranisch zappelnden Merkur im Rucksack kaum unbekümmert draufgängerisch bewegen kann. So hat auch hier der Plutonier zu lernen, seine Kräfte zu disziplinieren und zu konzentrieren.
Und das erscheint als ein äußerst schwieriges Unterfangen: er fühlt sich oft wie im Krater eines Vulkans sitzend, der bereits gefährlich rumort und jederzeit ausbrechen kann. Dabei hat er alle Hände voll zu tun, die aufbrechende Kruste zu flicken, damit es zu keiner verheerenden, umweltzerstörenden Explosion kommt. Findet er für diese inneren Urgewalten ein schöpferisches Ventil, so kann er viel leisten.
Doch die Gefahr ist groß, daß er zum Fanatiker wird und so unkontrolliert alle Lava ausströmt. Dann erlischt der Vulkan, der Plutonier fühlt sich wie ausgebrannt, leer, innerlich tot. Er kann sich regenerieren, auf Dauer jedoch nur, wenn er aus seinen Fehlern lernt und die Möglichkeit zur Bewußtseinsveränderung aufgreift. Fehlt das Ventil, so richtet sich diese explosive Kraft nach innen, zerstört dort Lebensmut und Initiative, führt zur Lähmung und Depression.

Neptun, Pluto, Jupiter und Mondknoten in aufsteigender Reihe in der Osthälfte des Entdeckungskosmogrammes stehend geben uns sehr prägnant Auskunft, was ein Mensch unter Plutoeinfluß, sei er vorübergehend oder durch Radixbezug permanent vorhanden, für sein Selbst lernen muß:

Die Aufgabe dessen, was ich als „Mein“ betrachte (NE in 2); Das Aufarbeiten der verdrängten Seiten, wozu bei nicht wenigen Plutoniern gerade die Sexualität und Gefühlswelt gehört (PL in 12 in CN), eine Transformation durch diesen Integrationsprozess; der Einsatz aller Kräfte für eine soziale Verbesserung (JU in 11 in GE), um für die Gemeinschaft von faßbarem Wert zu sein ( NN in TA in 10).
g. Plutonisches in künstlerischer Form

Im Ballett „Der Feuervogel“, Musik von Igor Strawinsky, Choreographie von Maurice Béjart, wird die plutonische Wandlung in künstlerisch vollendeter Form dargestellt. Wer sich mit Pluto-Themen befaßt und Interesse an kunstvoller Interpretation dieses astrologischen Prinzips hat, sollte sich, falls möglich, dieses Ballett nicht entgehen lassen.

Plutoniern, die dazu neigen, ihre Energie von anderen leben zu lassen, sei das folgende Gedicht zur Meditation empfohlen.

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

h. Pluto in 12
Setzt man sich intensiv mit Pluto auseinander, erkennt man sehr schnell, daß gerade die Stellung in 12 viele Analogien birgt, die sich im Laufe der letzten 60 Jahre bei der astrologischen Arbeit mit Pluto geoffenbart haben.

(1) Macht
Pluto sei ein Symbol der Macht. Das kann man bereits in den ersten noch vorsichtigen Äußerungen über diese Planetenkraft lesen.
In 12 geht es um die Auflösung einer alten Form, um die Vorbereitung auf den Übergang in einen neuen Entwicklungszyklus. Andererseits wird im überlieferten Wissen dieses Feld den geheimen Feinden zugeordnet.
Verbindet man all diese Entsprechungen und bezieht sie auf das Plutokosmogramm, so geht es hier, individuell gesehen, um die eigene psychische Macht, die als unbewußter Feind angesehen werden kann, verführt sie doch dazu, andere zu dominieren, um für sich selbst Nutzen daraus zu ziehen. Macht als Mittel, um sich selbst vor anderen zu bestätigen, Macht als psychische Manipulation, um den anderen in den eigenen Dienst zu zwingen, Macht, auf mundaner Ebene, als Vergewaltigung des Volkes zu Gunsten der Wahnideen oder Profite einzelner, das sind sicher einige Motive, die es aufzulösen gilt.
(2) Die mächtige Mutter
Pluto hat hier in 12 einen doppelten Bezug zum Mond. Das vermittelt auf der persönlichen Ebene das Bild der mächtigen Mutter, die das Unterbewußtsein des plutonischen Kindes bewußt oder unbewußt imprägniert, so daß selbst der Erwachsene es kaum schafft, aus diesem psychischen Käfig zu entrinnen. Es erscheint mir sehr wichtig, einen solchen Komplex zu erhellen, seine vielfältigen Verzweigungen und Auswirkungen zu ergründen. Andernfalls wird er sich, laut MO SQU MA in 7, als trennendes Phänomen in engen Beziehungen erweisen.
(3) Sexualität
Betrachten wir Pluto als Symbol der Sexualität, so läßt seine Stellung in 12 annehmen, daß auch hier der Übergang zu einer anderen Form vorbereitet werden soll. Der Beginn der sogenannten sexuellen Befreiung - eine sehr egobetonte Phase - liegt mit all seinen Auswüchsen hinter uns. Mit Plutos Eintritt in das Zeichen Skorpion (6.11.1983) wurde dem Extrem durch Aids Einhalt geboten.
Sollte es Zufall sein, daß genau zu dieser Zeit die dirigierte Sonne des Plutokosmogramms exakt auf dem Radix-MC steht?
Es folgte im Bereich der Psychologie eine erneute Konzentration auf plutonische Themen. Im astrologischen Raum erkannte man die Fruchtbarkeit von therapeutischen Maßnahmen unter Plutotransiten. Im esoterischen Bereich redete man immer häufiger von Tantra (dirigierte Sonne und Venus am MC radix).
Das aus der Verdrängung Emporgeholte schlug zunächst hohe Wellen. Die Zeit der Auseinandersetzung brachte neue Ansätze zur sinnvolleren Integration. Auch aus dieser Perspektive gesehen befinden wir uns an den Anfängen einer Entwicklung, welche die psychische und geistige Dimension Plutos, auch im Bereich der Sexualität, in den Vordergrund treten lassen wird. Mit Pluto am Beginn der 3. Skorpion-Dekade, sie wird der geistigen Ebene zugeordnet, werden wir hoffentlich einiges über das immense schöpferische Potential dieser Planetenkraft erfahren.

(4) Die Atomwaffe
Doch trotz dieser hoffnungsvollen Ausblicke beinhaltet Pluto in 12 in Krebs weiterhin unheilschwangere Qualität. Der geheime Feind Atomwaffe ist noch längst nicht begraben. Die momentane Auflösung der Werte - NE in 2 SSQU PL - stellt eine nicht zu übersehende Gefahr dar, die durch reformunfähige und verwirrte Regierungshäupter - SO in AQ in 8 OPP NE, SQU JU in 11 - noch erhöht wird. Die Zuordnung "Atomwaffe in der Hand des Volkes", das damit seine ehemaligen "Brüder" bekämpfen will, eine simple Übersetzung der planetaren Konstellationen Pluto in Krebs und Mond in Skorpion mit Quadratbezug zu Mars und Merkur an Spitze 7, erscheint heute, nach den Erfahrungen mit der ehemaligen Sowjetunion, leider nicht mehr absurd. Genauso gut vorstellbar ist die Version - SO,VE SES PL SSQ NE, SO SQU JU, NE Herrscher von 9 - die geistigen Urheber von Atombomben lassen sich von materiellen Auslandsangeboten verwirren und schaffen so die Möglichkeit eines atomaren Krieges.

i. Die Dispositorenkomplexe

PL-------MO

NNs

 

 

SA

MA ---UR

MC---- ME- SO-DC

-------JU NE -AC

----------VE

---------NNn- IC

(1) Die innere Zerrissenheit

Die innere Zerrissenheit eines plutonischen Menschen geht am deutlichsten aus den Dispositorenkomplexen hervor. Da ist nicht nur der abgespaltene Saturn in 6, sondern auch ein isoliert stehendes Mond-Pluto-Paar, während alle anderen Faktoren an einer Kette hängen mit UR und MA als rezeptiven Enddispositoren.
Solche getrennten Dispositoren-Komplexe werden in einer Entweder-Oder-Erfahrung erlebt. Es ist äußerst schwierig, alle 3 Bereiche unter einen Hut zu bekommen.
Entweder versackt der Plutonier in der Arbeit und vernachlässigt die für seine Psyche dringend benötigte Zurückgezogenheit und das Zusammensein mit den Menschen, die ihm sehr wichtig sind - SO,VE,MA,ME,7,JU,11,
oder er entscheidet sich für Partner, Freunde, geistigen Austausch und kommt dann weder mit seiner Arbeit noch mit seiner Psyche zurecht,
oder er entschließt sich - vor allem nach Überforderungen, in Krisen und bei verletzten Gefühlen - alle Schotten dicht zu machen. Im letzteren Fall wirkt das Inselsyndrom. Er will weit weg von allen und allem, in Ruhe gelassen werden, keinen sehen und hören, nur allein sein. In der Isolation regeneriert er seine lädierte und ausgebrannte Psyche (PL cn in 12 TRI MO). Doch sollte er nicht zu lange sein einziger Gesprächspartner sein. Leicht rutscht er ab in Depression (SA in 6), aktiviert das brach liegende Kräftepotential gegen sich selbst - MA OPP AC.

(2) Die latente Angst

Die Angst des Skorpions, dem man viel Mut nachsagt, finden wir in diesem Kosmogramm als abgespaltene Energie. Saturn ist zwar in Aspekte eingebunden (SXT MO, SQU UR, TRI NN, SSX MA), zeigt so, an welche Bereiche Ängste gebunden sind, doch er steht in seinem eigenen Zeichen und ist als Dispositor von den anderen Planetenkräften getrennt. Der Mut des Plutoniers hat seine Ursache in dieser Abspaltung. Er kann die latent vorhandene Angst, die schwer faßbar ist, ihn daher für eine gewisse Zeitspanne völlig lahmlegen kann, vorübergehend ausblenden.
Dazu bedarf es jedoch der gefühlsmäßigen Motivation (MA SQU MO) und der Einsicht in den höheren Sinn und Wert der Handlung (MA SXT UR, TRI JU, NE in 2 Herrscher von 9).

(3) Fanatismus

Für den transsaturnischen Plutonier sind solche Aktionen von besonderem Wert, die sozialen (JU-11) oder partnerschaftlichen Bezug haben. Er verausgabt sich unter Umständen bis zur totalen Erschöpfung, wenn es darum geht, etwas in seinen Augen Sinnvolles für andere zu tun. Dabei mag seine Sicht getrübt sein, solch Engagement von der Umwelt weder gewollt noch verstanden werden. Doch ist es fast unmöglich, die einmal durch Überzeugung gezündete Aktivitätsrakete wieder auf den Boden zu bringen. Der Vollblutskorpion läßt nicht locker, wenn er sich etwas vorgenommen hat. Erst wenn er oft genug mit seinen Kräften am Rande des Abgrundes stand, lernt er es vielleicht, sie gelassener und produktiver einzusetzen. Erst wenn er begreift, daß seine Vorstellungen oft an den Wünschen der anderen vorbeizielen, kann er vielleicht seinen Einsatzwillen dämmen, ohne daß er ins andere Extrem der Lähmung und des Gar-nichts-mehr-tuns verfällt. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, den die Vertrauten kopfschüttelnd und machtlos begleiten.
Saturn in Steinbock an Spitze 6 verdeutlicht Hartnäckigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Widerstand gegen Ablenkungen (SA SQU UR), aber auch Ehrgeiz beim gefühlsmäßig motivierten Engagement. Wenn er etwas tut, tut er es ganz. Halbheiten oder Kompromisse mag er nicht, unter ihnen beginnt er zu leiden.

(4) Die verdrängte Gefühlswelt

Der MO-PL-Komplex mit Mond im 4. Feld gehört zur Basis des Plutoniers. Es ist eine, wenn nicht gar die tragende unter den drei Säulen der Dispositorenverbindungen. Doch mit Pluto in 12 und Krebs an Spitze XII ist es dem Plutobetonten meist nicht klar, daß er nur dann ganz, heil und im Vollbesitz seiner Kräfte sein kann, wenn er seiner Gefühlswelt genügend Aufmerksamkeit schenkt. Bedingt durch die frühen und sich immer neu ergebenden seelischen Verletzungen, die den Plutonier bis ins Mark erschüttern können, neigt er eher dazu, seine MO -PL-Komponente zu verdrängen.
Er lebt statt dessen SA in 6 als Flucht in Arbeit oder Krankheit oder aber die Dispositorenverknüpfung, an der alle Achsenpunkte angebunden sind.
Damit untergräbt er sein eigenes Existenzgebäude, höhlt die Basis aus, bis es zum Zusammenbruch kommt.
MO - PL in Rezeption umschreibt einen zwanghaften Gefühlskomplex, der sich in Krisenzeiten der willensmäßigen Steuerung entzieht. Unbewußte Zwänge (PL in 12) oder Mächte treiben den von seiner Wurzel getrennten transsaturnischen Plutonier in Gefühlssituationen hinein, in denen er sich ausgeliefert, ohnmächtig und zur Wandlung verdammt sieht.
Panikartige Angstzustände setzen den Veränderungsscheuen schachmatt. In solchen Zeiten ist er kaum in der Lage, das alltäglich Notwendige zu erledigen. Er ist im psychischen Bereich verfangen wie in einem Faß ohne Boden, an dessen rutschigen Wänden er sich anzuklammern versucht und doch ständig tiefer gleitet. Wie in Frau Holles Märchen muß er in den Brunnen fallen, um am tiefsten Grund ein Tor zu finden, das ihm den Weg in ein ihm unbekanntes Land freigibt. Ob er dann als Goldmarie oder als Pechmarie endet, das hängt wohl, wie im beschriebenen Märchen, von der eigenen inneren Wandlungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit ab.
Der Balanceakt zwischen den beschriebenen Extremen sollte durch Selbstdisziplinierung in den Griff bekommen werden. Dabei wird es kaum einen transsaturnischen Plutonier geben, der nicht einige Male von diesem dünnen Hochseil in die Tiefe abstürzt. Trotzdem muß er um seiner eigenen Ganzheit willen immer wieder versuchen, alle 3 Säulen seines Lebens in gutem Zustand zu halten. Vernachlässigt er eine davon zu lange, beginnt sein inneres Gebäude zu wackeln.

(5) Beziehungen

Venus in den Fischen in Opposition zu Neptun erzählt auch von mancher illusionsbeladenen, verlorengegangenen Beziehung, die tiefe Spuren in der Seele hinterläßt. Bei solch massiver Täuschungsanfälligkeit, wie sie auch in der Neptun-Opposition zur Sonne zum Tragen kommt, ist es besonders verheerend, von sich zu glauben, alles besser zu wissen. Die Dauerkrisis ist programmiert, solange der Plutonier nicht lernt, vor allem sich selbst zu mißtrauen und die Ratschläge und Ansichten Gutgesonnener zu bedenken. Eine Tatsache, die oft von plutonischen Menschen ignoriert wird. Sie sind sich meist so sicher, des Pudels Kern zu kennen. Nicht selten gehen sie so weit, den eigenen Schatten dem wohlmeinenden und überraschten Gegenüber aufzustülpen und ihn dort zu attackieren.
Mars und Uranus in Rezeption, wobei Uranus durch Elevation und als Herrscher von Sonne, Mars, Merkur und DC die stärkere Position zukommt, eine solche Konstellation läßt die Tendenz zu plötzlichen, radikalen Kehrtwendungen im Leben eines Plutoniers erkennen. Diese Umbrüche werden meist von Partnerangelegenheiten ausgelöst und wirken, gerade beim transsaturnischen Plutonier, sowohl auf den weltanschaulichen Bereich des 9. Feldes als auch in die berufliche Sphäre des 10 Hauses.

Die Dispositorenkette IC-VE 8 -NE 2 -ME 7 -UR 9 (DC) -MA 7 (MC) enthält auch hier wieder eine Folge von Abläufen und Erfahrungen, die auf verschiedene Weise interpretiert werden kann. Ein Beispiel:
die Wurzel (IC) sind Leiden schaffende Emotionen und Beziehungen (VE 8), die zunächst idealisiert werden (NE,JU). Nach einer Ernüchterungsphase und einer sachlichen geistigen Auseinandersetzung (ME) wird die Veränderung aktiviert, eine neue Weltanschauung entwickelt (UR 9). Diese wirkt zurück auf den Partnerbereich, führt dort zur radikalen Neugestaltung oder zum Abbruch. Auch der Wesenskern (SO), das Selbstbewußtsein und das Verhalten (AC) werden in diesen Prozeß mit eingebunden, der über MA und MC den Willen zu einer neuen Zielsetzung impliziert.
Dispositorenketten sollte man immer von 2 Seiten betrachten. Oft erklärt die Kette, die beim IC beginnt, eine Folge von Erfahrungen, die der junge, sein Leben noch wenig bewußt steuernde Mensch meist mehrmals zu durchlaufen hat. Die rückwärtige Leseart enthält hingegen Hinweise, wie er diese sich wiederholenden Erfahrungsmuster in seinem Sinne beeinflussen kann.

MA-UR-ME-NE,JU-VE-IC erlaubt viele Interpretationen. Ob wir übersetzen:
Ich will die Umbrüche in meinem Leben überdenken, meinen Lebenssinn und meine Ideale erkennen, um durch diese Einsicht eine mir gemäße Beziehung eingehen zu können, die mir Geborgenheit und Wärme vermittelt,
oder ich lasse neue Ideen zu und denke darüber nach, wie ich sie einfühlsam und optimal in meiner Beziehung verankere, oder ich benutze diesen Umbruch, um über mich selbst und das, was ich anderen geben kann und soll nachzudenken ( ME CNJ DC, Position von GE und VI, Haus 3 und 6), löse die alten Denkmuster und Wertevorstellungen (NE 2) zugunsten neuer Ideale, Wünsche und Vorstellungen (JU 11) auf, entwickle Liebe zu mir selbst, damit ich aus der eigenen Liebesfähigkeit Kraft schöpfen kann und nicht Bezugspersonen zu meiner Basis mache. Letzteres dürfte die schwierigste Lektion für einen transsaturnischen Plutonier sein, denn mit VE-IC und VE, PI,8 ist er immer wieder versucht, in Abhängigkeit von Bezugspersonen zu verfallen. Venus als Karmaregent bestätigt aufs neue den Stellenwert der Beziehungen. Abgesehen von Zeichen- und Hausqualität, die hier bereits selbst karmische Qualität aufweisen, sollen die Aspekte des Karmaregenten karmische Aufgaben umreißen. Diese wären für den Plutonier in der Wandlung und Geburt des Wesenskerns (CNJ SO 8), in der Auflösung der bisherigen Rolle und des alten Selbstverständnisses (QCX AC), im sozialen Einsatz mit Gleichgesinnten (SQU JU 11), in der Integration der verdrängten psychischen Anteile (SES PL 12), im Erkennen von Eigenwert-Täuschungen und dem Wert der Selbstlosigkeit (OPP NE 2), und last not least in der Möglichkeit des die Beziehung verändernden Gesprächs (SSX ME am DC) zu sehen.
Auch in diesem Kosmogramm fällt die Wechselbeziehung zwischen Wassermann und Skorpion ins Auge. Hier, im Kosmogramm Plutos, bürgt die Sonne, Mars und Merkur für die wassermännische Qualität, ergänzt durch den elevierten Uranus. Mit TA an Spitze 11 und JU in 11 zeigt sich ein weiterer Bereich, in dem der Plutonier sich geborgen fühlt und aus dem er ebenfalls Kraft schöpfen kann, wenn sich seine ehemalige Basis gemäß IC-VE-NE aufgelöst hat. Der transsaturnische Plutonier nimmt Freundschaften sehr ernst. Es geht ihm nicht um ständiges Zusammensein, gemeinsam verbrachte Freizeit, Kaffeekränzchen oder Kneipenabende sondern vielmehr um innere Verbundenheit, Vertrauen und geistigen Bezug. Man kann wochen-, monatelang von einem solchen plutonischen Freund nichts hören, wenn er glaubt, es gehe einem gut. Doch sitzt man in der Tinte, ist auf ihn Verlaß. Für einen entwurzelten Plutonier sind Freunde oft der letzte Anker, an dem er sich festhält, um nicht ganz abzustürzen.

8. Pluto und die Forschung

Der plutonische Forschergeist ist im Kosmogramm mit SO in AQ, MA CNJ ME in AQ TRI JU in GE und SXT UR in AR, VI SP III, PI SP IX, UR in 9 umrissen. Dem Wassermannprinzip entsprechend arbeitet der transsaturnische Plutonier gerne in Gruppen oder mit Partnern. Das geht jedoch nur dann gut, wenn er es gelernt hat, auch andere Meinungen gelten zu lassen, seine aggressive Empfindlichkeit abzubauen und genügend Erholungspausen einzulegen - MA-ME SQU NN, MA-ME SQU MO.

Plutonische Forscher waren u. a.:
Marie und Pierre Curie, die gemeinsam die radioaktive Strahlung erforschten, nachdem Marie die radioaktiven Elemente Radium und Polonium entdeckt hatte. 1903 Nobelpreis für Physik.

Marie Curie: geb. 7.11.1867, 12.00 Uhr LMT, 10.36 GMT in
Warschau/Polen, 21E00, 52N15
SK-SO,-VE,-MA,-SA,-MC, PL OPP MC, PL OPP SO, PL SXT MO
Pierre Curie: geb. 15.5.1859, 2.00 Uhr LMT, 1.51 GMT,
Paris, 2E20, 48N51
SK-MO, PL OPP MO, PL CNJ ME, NE in 1, JU OPP MC
Interessant ist an dieser Stelle der Horoskopvergleich mit der gemeinsamen Tochter, Irene Joliot-Curie, die zunächst als Assistentin ihrer Mutter arbeitete, später das "Institut du Radium" als Nachfolgerin ihrer Mutter leitete und zusammen mit Ihrem Mann, Frederik Joliot, 1935 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Sie erforschten die Alphastrahlung und Isotopie.
Irene Joliot-Curie: 12.9.1897, 22.00 Uhr LMT, 21.51 GMT, Paris
SK-SA,-UR,-Chiron, AC CNJ PL in 12, NE CNJ AC,
PL SXT MO; PL SQU SO, PL TRI MC, JU CNJ SO

Ein plutonischer Forscher im astrologischen Raum war Michel Gauquelin, dessen Radix, wie die von Pierre Curie und seiner Tochter Irene, sowohl neptunische als auch jovische Qualitäten aufweist.
Francoise Schneider-Gauquelin entdeckte gemeinsam mit ihrem Mann den "Gauquelin-Effekt".
Michel Gauquelin: 13.11.1928, 22.15 Uhr WET, 22.15 GMT, Paris
SK-SO,-ME, PL TRI SO, NE in 1 TRI MC, JU CNJ MC
Francoise Schneider-Gauquelin, 19.6.1929, 4,00 Uhr MET, 3.00 GMT,
Neuchatel/CH, 6E57, 46N59
SK-MO, PL ohne große Aspekte in 2, NE in 4 SXT SO
(Daten aus 2)
Zum Forschertalent gehört sicherlich nicht nur eine transsaturnische Gesamtmischung, sondern auch eine gute Dosis Merkur, Jupiter und Saturn.


9. Plutonische Botschaft


Das ganze Kosmogramm Plutos ist - mit Pluto selbst in 12 - auf den Übergang in eine neue Seinsebene ausgerichtet. Durch geistige Auseinandersetzung mit dem Ideengut anderer Menschen und Kulturen - UR in 9, JU in 11 -, durch Veränderung des Bewußtseins und Zugang zu transzendenten Inhalten (Sp IX in PI) soll eine neue Stufe der Entwicklung erreicht werden. Die Sonne im letzen halben Grad des Wassermanns in 8 signalisiert den Kern der plutonischen Botschaft:
verändert die Einstellung zu Leben und Tod, Sexualität und Magie, Macht und Profit (8.Haus), entwickelt Mitgefühl, Selbstlosigkeit und Liebe (VE, PI, NE).

Aber auch eine deutliche Warnung kann der Himmelsschrift entnommen werden, falls der Aufforderung nach Transzendenz und Auflösung der bisherigen Form nicht Folge geleistet wird.
Die Schattenseite Plutos lauert, um zu vernichten, was nicht transformationsbereit ist. Sie wütete im 2. Weltkrieg, und wir kennen ihr grausames Ausmaß. Sonne, Venus und Mond haben einen Plutobezug durch Zeichen oder Feld. Mars und Uranus in Rezeption implizieren die Möglichkeit des plötzlichen Kampfes oder Krieges gegen Partner (7.Feld), Brüder (ME), Freunde (UR) und, mit Uranus in 9, gegen das Ausland und alles Fremde.
MC im Marszeichen Widder wurde in der ersten Phase des Erkennens Plutos im irdischen Bezug als Projektion gelebt und in Kampf gegen die anderen umgesetzt. In der nächsten Phase ist es an der Zeit, diesen Kampf gegen sich selbst (Widder-1.Haus) aufzunehmen und somit Licht in das Dunkle unbewusster und damit drohender plutonischer Energie zu bringen.


10. Praktischer Hinweis zu Plutotransiten

Kommt ein markanter Plutotransit auf Sie zu, vor dem Sie sich fürchten, so blenden Sie Plutos Kosmogramm in Ihre Radix ein. Sie erhalten Hinweise auf die Bereiche, die in Ihrem Leben transformiert werden sollen. Das auf die Zeit des Transits berechnete Progressionshoroskop des Entdeckungskosmogramms, in Synastrie mit der Radix, zeigt noch genauer, welche Glocken angeschlagen werden.


II. Gemeinsamkeiten der Planeten-Kosmogramme

Dane Rudhyar schreibt: "Die Planeten innerhalb der Umlaufbahn Saturns sind Geschöpfe und Vasallen der Sonne. Dagegen sind die Planeten außerhalb von Saturn "Gesandte der Galaxie". Sie gehören nicht völlig zum Sonnensystem. Sie befinden sich in seinem Einflussbereich, um eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen: das kleine System .... mit dem größeren System der Galaxie zu verbinden." (5)
Vergleichen wir die Kosmogramme der drei Gesandten, so sticht vor allem der gemeinsame Skorpion-Mond ins Auge. Bei Neptun in 7, Pluto in seinem eigenen 4. Feld, bei Uranus am AC stehend, jedes Mal also in einem kardinalen Bereich. Das erscheint mir als sehr deutliche Aufforderung zur Transformation über den Weg der Krise.
Mundan gesehen betrifft diese Aufforderung das Volk, die "Frauen einer Nation, und zwar einmal die Individuen und zum zweiten die kollektive Einstellung zur weiblichen Seite und zu den weiblichen Mitgliedern. Allgemein repräsentiert er (der Mond) die Volksmeinung und populäre Massenideologien." (6)
Aus der individuellen Perspektive gesehen, bezieht sich die geforderte Transformation auf die Psyche des Menschen. Aus letzterem Blickwinkel betrachtet erscheint der Skorpionmond als Symbol für das Festhalten an psychischen Strukturen, die der Vergangenheit oder alten Familienmustern angehören und dem neuen Dasein nicht mehr entsprechen.
Die Seele bedarf, um weitere Entwicklung zu gewährleisten, einer Wandlung.

Letztendlich wollen die Gesandten der Galaxie heilen, selbst wenn dies über einen schweren Verlust oder durch Chaos geschehen muss.

Bei Uranus und Pluto finden wir Löwe und Wassermann an einer Achse. Während Plutonier es hervorragend verstehen, ihren wirklichen inneren Zustand hinter einer Maske des souverainen Gebarens zu verbergen (AC-LE. MO in 4), ist der gesellschaftsorientierte Uranier Meister der Repräsentation (MC-LE). Doch hinter der Fassade steckt bei beiden ein höchst sensibler, lange nicht so starker und führungsbewußter Wesenskern.
Während beim Uranus-Kosmogramm der Kampf gegen Überholtes, aber auch das Kreative, für neue Prinzipien Streitende im Vordergrund stehen,
geht es bei Neptun vorrangig um Alltagspflichten, Dienstbarkeit, Gesundheit und Krankheit (6.Haus).
Im Pluto-Kosmogramm mit seiner starken Betonung der Westhälfte folgt die Geburt einer neuen Beziehungsfähigkeit, die auf der Grundlage von Wassermann (Uranus) und Fische (Neptun) aufbaut. Insofern bilden die drei Planeten eine Einheit.

Auf christlicher Ebene entsprechen diese transsaturnischen Prinzipien der Trinität des Gottesbildes:
Gott Vater, der Schöpfer: das plutonische Prinzip,
Gott Sohn, Christus als Vermittler: das neptunische Prinzip,
der Heilige Geist als Erwecker: das Prinzip des Uranus.

Ich glaube, dass nicht nur der religiöse Mensch bei harten Transiten der drei äußeren Planeten über die Lichter oder die Achsen das Wirken einer ihm übergeordneten Macht spürt. Es sind Zeiten, in denen ein Mensch vielleicht feststellen wird, wie klein doch sein Vorstellungsvermögen und sein Wille ist.

Literatur- und Quellennachweis

(1) Dr. Walter A. Koch : Gesammelte Aufsätze, Gestalthoroskopie
Rohm Verlag, S.30
(2) Hans-Hinrich Taeger:Internationales Horoskope Lexikon
Bauer-Verlag Bd.1, 2
(3) Auszug aus der Geschichte, Ploetz Verlag, 28.Auflage
(4) Christian Zentner: Geschichtsfhrer in Farbe
Delphin-Verlag Mnchen
(5) Dane Rudhyar : Astrologie und Psyche
Chiron-Verlag, S. 223
(6) Michael Baigent
Nicholas Campion
Charles Harvey : Mundan-Astrologie
Edition Astrodata, S.184

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