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Astrologie-Schule Dreieich * persönliche BeratungGertrud HamersAusbildungszentrum Rhein-Main des Deutschen Astrologen-Verbandes e.V. |
Veröffentlichungen ...........Artikel und Vorträge: ...........>>>>>noch in Arbeit
Astrologie heute - Möglichkeiten und
Grenzen Einführungsvortrag an VHS
1995-1997
Microcosmoswork
Artikel in Co-med 2001
Von der Astronomie über die Astrologie
zur Astrosophie Artikel für eine anthroposophische
Fachzeitschrrift
Von den Wurzeln des Horoskops - Astrologie
und Rückführungen Vortrag auf dem interrnationalen
DAV-Kongress 2007 in Karlsruhe
Planetenkosmogramme, ihre Deutung und Bedeutung
Artikelreihe im Meridian 1991-1993
Das Uranus-Kosmogramm Artikel im
Meridian 1991, Vortrag 1997 auf dem interrnationalen DAV-Kongress in Heidelberg
Le thème astral de la découverte
de Neptune et son interprétation psychanalytique Einführungsvortrag
auf dem internationalen Neptun-Kongress in Paris 1998
Das Kosmogramm Neptuns und seine psychoanalytische
Deutung deutsche Version: Neptun-Kongress in Paris 1998 + Artikel
im Meridian 1992
Das Kosmogramm
Plutos Artikel im Meridian 1993
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Astrologie
heute - Möglichkeiten und Grenzen
Einführungsvortrag an Volkshochschulen
Nachweisbar gehen die Ursprünge der Astrologie von heute in die babylonische ja sogar sumerische Zeit zurück. Das liegt nun bereits ca. 5000 Jahre hinter uns. So lange vergleichen Menschen die Positionen der Wandelsterne mit dem was hier auf unserem Planeten geschieht.
Zunächst waren es Informationen über die Wetterverhältnisse, über Naturerscheinungen besonderer Art, politische Ereignisse, kurz Sachverhalte, die das Kollektiv angingen, welche die Astrologen-Priester der damaligen Zeit aus den Planetenpositionen ableiteten. Deren Eintreffen wurde - mit den entsprechenden Konstellationen - geschichtlich festgehalten , auf Tontafeln, die man im Lande der Sumerer bei Ausgrabungen fand.
Bei den Sumerern und den frühen Babyloniern stand der Staat und die Gemeinschaft ausschließlich im Brennpunkt astrologischer Aussagen. Das Individuum zählte erst etwas im späten babylonischen Reich, vor seinem Zerfall. Zu jener Zeit begann man damit, zu der mundanen - kollektiv gesehenen - astrologischen Praxis auch eine Individual-Astrologie zu entwickeln.
Das älteste, erhalten gebliebene, individuelle Geburtshoroskop stammt
aus dem Jahre 409 v. Christus. Seit nunmehr mindestens 2500 Jahren sammeln demnach
Astrologen Erfahrungen im Bereich der Individual-Astrologie nach dem Schema:
Wenn -Dann.
z. B.: Wenn Mars zum Zeitpunkt einer Geburt bei der Sonne steht, mit ihr eine
Konjunktion eingeht, dann wird dieser Mensch ein besonders willensbetonter Mensch
sein.
Oder umgekehrt nachvollzogen:
Wenn dieser Mensch einen so starken Willen hat, dann muß in seinem Geburtshoroskop
Mars eine hervorragende Stellung einnehmen.
Durch die Jahrhunderte erfuhr die Astrologie so manche Blütezeit, wie bei
den
Ägyptern, die seit dem 6. Jahrhundert vor Christus mit babylonischem Wissen
konfrontiert wurden, oder den Griechen, die ebenfalls seit dem 7. Jahrhundert
vor Christus unter den Einfluß babylonischer Lehren gerieten.
Die Griechischen Astrologen waren es dann auch, welche die noch heute gültige Basis der Astrologie entwickelten.
Sie verfügten, wie man einem archäologischen Fund entnehmen kann, bereits über einen mechanischen Astrocomputer, ein Gerät, das man per Hand auf ein Datum in der Vergangenheit oder Zukunft einstellen kann, um dann mittels des Räderwerkes Informationen über verschiedene Phänomene der Astronomie zu erhalten.
Auch die Römer bedienten sich der Astrologie und der Astrologen, meist allerdings nur die Mächtigen unter ihnen, mit dem Ziel, ihre Macht zu erhalten oder zu vergrößern. Der Normalbürger konnte sich den Rat eines Astrologen kaum leisten, wenn es ihm nicht sogar verboten wurde, sich mit diesem Wissen zu beschäftigen.
Dieses Verbot hatte seinen guten Grund: wer erkennt, daß das Geschehen
auf der Erde einem kosmischen Gesetz unterworfen ist, dem sich auch Kaiser,
Könige und Päpste beugen müssen, der ist oft nicht mehr bereit,
die entsprechende Autoritätsgläubigkeit an den Tag zu legen. Er wird
vielleicht gar selbständig denken und urteilen wollen, und das ist einem
Machthabenden selten recht.
So wurde auch unter der Machtentfaltung der christlichen Kirche Astrologie nach
und nach verfemt und sogar verboten, obwohl nachweislich nicht wenige Päpste
selbst Astrologen waren, andere sich von Astrologen beraten ließen, vor
allem wenn es um Inthronisationsdaten, Grundsteinlegungen oder gar um Kriegszüge
ging. Große Männer der Kirche, hier seien nur Albertus Magnus und
Thomas von Aquin stellvertretend genannt, beherrschten die Astrologie und nutzten
sie.
Philipp Melanchthon (1497-1560), ein Mitarbeiter Luthers, hielt an der Wittenberger Universität Vorlesungen, in denen er die Astrologie mit Bibelzitaten verteidigte. Er pries die Astrologie als Krone des Menschengeschlechts.
Daß Astrologie an den Universitäten gelehrt wurde und dort nicht umsonst als die Königin der Wissenschaften galt, ist nicht jedem bekannt, auch nicht, daß der letzte deutsche Lehrstuhl für Astrologie an der Universität Erlangen erst 1822 geschlossen wurde.
Heute wirft man der Astrologie immer noch vor, sie wäre Aberglaube. Ich teile diese Meinung, wenn es darum geht, das zu beurteilen, was viele Medien bisher unter dem Begriff Astrologie hauptsächlich verbreitet haben. Da sind die Sternbild- und Horoskopspalten, die Astroshows und Astroquiz, die Jahreshoroskope in den Dezemberheften und vieles mehr, was dem Otto-Normalverbraucher Sternenwissen vorgaukelt. Das allerdings hat mit echter, umfassender Astrologie sehr wenig zu tun.
Astrologie ist ein Wissen, das auf Analogien aufbaut, wie oben so unten. Wir
haben es beim Horoskop mit Symbolen zu tun, die eine Vielfalt an Entsprechungen
beinhalten.
Nach der Berechnung der Planetenpositionen, der Berechnung der Planetenaspekte
und der Horoskop - Achsen und - Häuser müssen all diese Symbole erfaßt,
miteinander kombiniert und das Ganze in Worte übersetzt werden. Insgesamt
haben wir mit dem Tierkreis, den Planeten, den Häusern und den Aspekten
vier Ebenen, die ineinander greifen und in der speziellen Kombination erkannt
werden müssen. Die Komposition des Geburtsbildes ist wie sowohl ganzheitlich
zu sehen, als auch in seinen Einzelteilen zu entschlüsseln, doch ergibt
nur das Ganze ein stimmiges Bild.
Kommen wir zu dem Stand der Astrologie in unserer heutigen Zeit.
Da finden wir verschiedene Denkansätze und Menschenbilder:
Der Ansatz der überlieferten Klassischen Astrologie war es, ganz konkret
vorauszusagen, was wann passiert. Da wurden Kriege, Katastrophen, Hochzeiten,
Geburten, Dürre und Königsmorde angekündigt. Dem Einzelnen verhieß
man für ein bestimmtes Datum die Frau seines Lebens oder man kündigte
den großen Gewinn, wenn nicht gar auch den totalen Zusammenbruch an. Für
die Menschen der früheren Jahrhunderte mag diese Form der Astrologie angebracht
gewesen sein. Sie wird von den Astrologen der heutigen Jahrmärkte und Mittelaltermärkte
immer noch praktiziert.
Der Glaube an eine unumgängliche Schicksalsabhängigkeit bestimmt dieses
Menschenbild. Doch beraubt es den Menschen der Möglichkeit, sich frei und
schöpferisch mit den Energien der Zeit zu entfalten.
Als Motto der Klassischen Astrologie könnte man nennen: Siehe, was dir
geschieht.
Aus der Psychologie wissen wir, daß solche Voraussagen zu einem sich erfüllenden Programm werden können. Der Mensch wird vom Astrologen auf eine bestimmte Schiene gesetzt, aus der er kaum mehr herausspringen kann, ist das Programm erst einmal gestartet.
Der 2. und heute vorherrschende Denkansatz ist der psychologische.
Hier leistete der deutsche Psychologe und Astrologe Thomas Ring Hervorragendes.
Er überarbeitete das überlieferte Wissen und paßte es der geistigen
Entwicklung unserer Zeit an. Die von ihm dadurch ins Leben gerufene "Revidierte
klassische Astrologie" , eine „Psychologische Astrologie“,
wird von der Mehrheit der heutigen Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes
vertreten. Auf diese Herangehensweise werde ich gleich näher eingehen.
Ihr Leitwort könnte man so formulieren: Werde der, der du bist.
Ein dritter und noch etwas im Abseits stehender Denkansatz ist der esoterische. Die esoterisch orientierten Astrologen betrachten die zwei erstgenannten Stufen als eine Voraussetzung für die dritte Betrachtungsweise, die über diese Stufen der Schicksalsabhängigkeit und Egofixierung hinausgeht. Hier gilt die Devise:
Bist Du bereit, Deinen freien Willen zu gebrauchen,
hast Du verinnerlicht, was Dein Horoskop Dir zeigt,
so gehe den nächsten Schritt und wachse auch über diese Festlegungen
hinaus.
Diese verschiedenen Denkansätze haben entsprechende Spezialgebiete im astrologischen Bereich zur Folge.
In den Rahmen der Klassischen Astrologie fallen:
• die Wirtschaftsastrologie, die sich mit ihrer Finanz- und Börsenthemen
befaßt,
• die Mundanastrologie, die sich mit den kollektiven Strömungen befaßt
und mehr den geschichtlichen und politischen Bereich berührt,
• die Firmenberatung, die ereignisorientiert vorgeht
Eine Zwischenposition zwischen Klassischer Astrologie und Psychologischer Astrologie
wird von der Astromedizin eingenommen. Im Deutschen Astrologen - Verband besteht
auch für diesen Fachbereich eine Sektion. Ihr gehören nicht nur Astrologen
an, sondern auch erstaunlich viele Ärzte, die sich ebenfalls mit der astrologisch-medizinischen
Fragestellung auseinandersetzen und den Vorteil astrologischen Wissens bei Diagnose,
Therapie und Krankheitsverlauf zu schätzen wissen.
Nicht nur die physischen Schwachstellen eines Menschen können über
das Horoskop ermittelt werden, sondern auch Krisenzeiten, in denen der Weg über
die Krankheit eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Krisenthema
darstellt.
Von unschätzbarem Wert ist die astrologische Aussagefähigkeit über
einen Operations- oder Krankheitsverlauf. Komplikationen, Regenerationsphasen
und auch Rückschläge können astrologisch ermittelt werden. Eine
nicht geringe Zahl von Heilpraktikern verfügt heute bereits über diese
astrologische Kenntnis.
Für den Psychosomatiker ergibt sich die Möglichkeit, am Horoskopganzen
das psychische Motiv einer Erkrankung entdecken zu können.
Die psychologische Astrologie ist stark im Vormarsch. Schon C.G. Jung hat eine
Verbindung zwischen der Psychoanalyse und der Astrologie gesehen und astrologische
Analysen als ein diagnostisches Mittel der klinischen Psychologie benutzt.
Heute nimmt die Zahl der Psychologen stetig zu, die astrologisches Wissen in
ihre Arbeit einbinden. Es liegen bereits mehrere Diplomarbeiten und auch Dissertationen
über astrologische Themen in diesem Fachbereich vor.
In den Bereich der esoterischen Astrologie, die sich dem spirituellen Wachstum
widmet, fallen neue, noch kaum bekannte Therapieformen, deren Anliegen es ist,
die Wurzeln von Blockaden aufzulösen.
Hier wird eine ganz enge Verbindung mit dem östlichen Wissensschatz hergestellt,
der zum Beispiel in buddhistischen und tibetischen Klöstern gehütet
wurde. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts suchten immer häufiger westliche
Menschen östlichen Lehrer auf, um von ihnen zu lernen. Wieder in westlichen
Gefilden, verbanden sie östliches und westliches Denken und Wissen und
schufen so ein völlig neues Spektrum, das sich unter dem Sammelbegriff
Esoterik einordnen läßt.
Auch hier gibt es genug Scharlatane, die das ursprünglich reine, religiös-philosophische
Gedankengut in nicht angemessener Form nutzen und somit der Urform der Bewegung
enorm schaden.
Spirituelles Wachstum ist das Anliegen der eigentlichen Esoterik, des Weges
nach innen. Dabei geht es nicht mehr vorrangig um Erfolg und irdische Güter,
sondern um die Ganzwerdung des Menschen und das ständige Ruhen in der Mitte
als Ziel.
Die karmische Astrologie kann, richtig angewandt, ein guter Wegbereiter bei
diesem Anliegen werden.
Für die Astrologie von heute ist der Bereich der psychologischen Astrologie
von besonderer Bedeutung. Die von ihr verwendeten Hilfsmittel und Methoden möchte
ich Ihnen kurz vorstellen:
Der Begriff Horoskop, auf deutsch "Stundenschau", ist allgemein bekannt.
Eigentlich müßte es eher Minutenschau heißen, denn ein Horoskop
wird auf die exakte Minute berechnet, sofern dies möglich ist. Doch bedeutet
"Horoskop" im ursprünglichen astrologischen Sinn etwas ganz anderes
als das, was die Zeitschriften unter dieser Überschrift veröffentlichen.
Das echte Horoskop, auch Radix oder Kosmogramm genannt, dient dem astrologisch
-psychologischen Berater als Schlüssel zur Persönlichkeit. Hier sind
für den Kundigen (durch Planetenstand, Achsen-und Häuserverteilung,
Planeten- und Achsenaspekte) die inneren Strukturen einer Person offen gelegt.
Konfliktbereiche des Lebens, Spannungen im Inneren oder mit der Umgebung, Interessenschwerpunkte,
Begabungen, Hemmungen und zu bewältigende Lebensaufgaben lassen sich ebenso
erkennen wie sich wiederholende Verhaltensmuster, anerzogene oder erworbene
Fehlhaltungen, welche die Lebensqualität unter Umständen stark beeinträchtigen
können.
Das Horoskop zeigt auch auf, in welchen Bereichen der Betroffene mit Ängsten
reagiert, welchen Themen er lieber aus dem Weg geht, was er verdrängt,
weil es ihm zu unangenehm ist oder zuviel Schmerzen bereitet.
So ist die Radix (=Wurzel) zu vergleichen mit einem Orchester. Wir kennen die
Instrumente, wissen wie sie tönen, auch welche von ihnen besonders gut
harmonieren und welche sich für unseren Geschmack nicht so gut anhören.
Doch der Astrologe kennt das Stück nicht, welches von diesem Orchester
gespielt wird. Hier benötigt er die Information des Betroffenen.
Das Horoskop sagt nichts aus über das soziale Umfeld, über das spezielle
Familienerbgut. Man kann einem Horoskop nicht ansehen, ob es für einen
Menschen, eine Firma, einen Lebensabschnitt gestellt wurde. Es kann zu einem
Urwaldbewohner, Universitätsprofessor oder Bankangestellten gehören.
Die Instrumente blieben immer dieselben, doch das Auftreten des Orchesters und
die von ihm gespielten Werke wären wohl sehr unterschiedlich.
Ein zentrales Problem im astrologischen Bereich ist der freie Wille.
Vergleichen wir das Horoskop mit einem Haus. Der Rohbau ist festgelegt. Es steht
eine bestimmte Anzahl und Größe von Räumen zur Verfügung,
auch ihre Lage im Haus ist fixiert. Doch dem Eigentümer bleibt die dekorative
Seite überlassen. Er bestimmt, wie er sein Haus anmalt, mit welchen Möbeln
er es ausstattet. Der erfahrene Astrologe sieht die Vielzahl der gegebenen speziellen
Möglichkeiten, zwischen denen er sich entscheiden wird, er weiß,
wann es an der Zeit ist, ein bestimmtes Zimmer zu renovieren oder gar alles
hinauszuwerfen, um es grundsätzlich neu zu gestalten.
Ein wesentliches Mittel der Astrologie, das was sie von anderen Disziplinen unterscheidet und was auch allzu oft durch falsche Anwendung ihren Ruf geschädigt hat, ist die astrologische Prognose. Sie behandelt die Frage der Zeitqualität. Bei der astrologischen Prognose werden neue Berechnungen erforderlich. Ihr Ergebnis wird zu dem Geburtshoroskop in Beziehung gesetzt. Es ist z.B. sinnvoll, jedes Jahr eine Solarberechnung und -beratung durchzuführen. Dieses „Geburtstagshoroskop" sieht jedes Jahr anders aus und enthält die in diesem Lebensjahr auf den Menschen zukommenden Themen und Probleme.
Auch diesen astrologischen Vorgang möchte ich in ein gleichnishaftes Bild
fassen:
Haben Sie als Kind "Der Fuchs geht um" gespielt? Die Kinder stehen
im Kreis, ein Kind läuft herum und legt hinter dem Rücken eines "Kreiskindes"
ein Taschentuch ab. Oft merkt das Kreiskind nicht gleich, daß es "dran"
ist. Es muß versuchen, das andere Kind einzufangen. Schafft es das nicht,
muß es in den Kreis und "leiden".
Dieses Kinderspiel kann als Gleichnis dienen, um astrologische Vorgänge
verständlicher werden zu lassen:
Die Planeten der Geburt stehen im Kreis, jeder an seinem Platz - astrologisch
gesagt "in seinem Haus". Doch gleichzeitig gehen Sie als Wandelsterne
weiter, wie das um den Kreis der Spielenden huschende Kind, dessen Platz als
Kreiskind markiert und reserviert bleibt. Auf ihrem weiteren Weg über die
Himmelsbahn werfen die Planeten ihrem, im Geburtsaugenblick fixierten "Namensvetter"
und all den anderen, im Horoskopkreis markierten Planeten das Tuch oft so zu,
daß der Horoskopeigner "Mensch" erst merkt, was passiert ist,
wenn alles um ihn herum darauf verweist.
Jetzt heißt es, das Thema des betreffenden Planeten einzuholen, sich mit
ihm zu beschäftigen, seine Energie einzufangen und in Entwicklungsgewinn
umzusetzen. Schaffen wir das nicht, weil wir nicht aufgepaßt haben, Angst
uns hindert oder uns Ablenkung suchen läßt, so können die Planetenenergien
ungezügelt ihr Spiel mit uns treiben, und so manches Mal sitzen wir in
der Mitte des Energiefeldes, ohne es zu nutzen, und "leiden".
"Nur" das kann ein Astrologe voraussagen: er sieht, wann ein Planet
"sein Taschentuch fallen läßt", wann der Mensch mit einer
bestimmten Thematik konfrontiert wird. Stehen Sie dann bereits in Startposition,
um das Thema einzufangen und zu bearbeiten, bleibt Ihnen zwar nicht immer Leid
erspart, aber Sie können doch mit den Energien bewußt gestaltend
wirken.
Was will heute eine seriöse astrologisch psychologische Beratung erreichen?
Ein astrologisches Beratungsgespräch dient vor allem der besseren Lebensbewältigung.
Durch die gemeinsame Erhellung des Geburtsbildes erkennt der Klient nicht nur,
wie er sein sollte, um sich gerecht zu werden, sondern auch, wohin er sich entwickeln
kann.
Oftmals bringen Zwänge des Lebens eine Abkehr von der ursprünglich vorhandenen Richtung mit sich. Der Mensch fühlt sich zunehmend unwohler in seiner Haut, weiß aber oft nicht, woran es liegt. Wird keine Korrektur der Zielrichtung vorgenommen, kann dies im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Das "System Mensch" leidet an der falschen Benutzung und reagiert mit Defekten. Eine Holzsäge, die zum Zerschneiden von Metall verwendet wird, zerbricht meist schon beim ersten Versuch. Der Mensch ist zäher.
Jede astrologische Beratung beginnt sinnvoller Weise mit der Erarbeitung des Geburtshoroskops. Die psychische Struktur und die auf ihr aufbauende Lebensgestaltung ist Bestandteil dieser Radixberatung. Erst nach dieser Grundlagenberatung sollte auf zukunftsgerichtete Themen eingegangen werden.
Ein wichtiger Teilbereich der Astrologie ist die Partnerschaftsberatung. Sie
erhalten Informationen über die Struktur und Entwicklungstendenzen der
Partnerschaft.
Harmonische und disharmonische Bezüge zwischen den Partnern mit den entsprechenden
Entspannungsmöglichkeiten können genauso aus einem Partnerhoroskop
gelesen werden wie die nächste Krisentendenz, ihr Auslöser und ihr
möglicher Inhalt. Gerade im Partnerbereich - ob beruflich oder privat -
kann Astrologie viel zum gegenseitigen Verständnis beitragen.
Im Bereich der psychologischen Astrologie ist auch die Erziehungsberatung angesiedelt.
Ziel einer solchen Beratung ist es, mehr Verständnis für das Anderssein
des Kindes zu gewinnen, durch das Erkennen von strukturbedingten Gegebenheiten
und das Aufzeigen von Möglichkeiten des Entspannens und Entgegenwirkens.
Die berufliche Neigung, besondere Talente, gesundheitliche Schwachpunkte und
mögliche Gefährdungen sind Bestandteil der Erziehungsberatung.
Bei schwerwiegenden Eltern-Kind oder Kind-Erzieher- Problemen genügt nicht
allein das Kinderhoroskop. Die Wurzel der Problematik kann oft besser durch
einen Horoskopvergleich der Betroffenen erkannt werden.
Auch aus den Daten des Geburtstages, ohne das Wissen von Ort und Zeit, kann
man bereits eine Fülle von Erkenntnissen gewinnen.
Beim Horoskopvergleich lassen sich am besten die Ansatzpunkte der Problembewältigung
und damit auch der Verbesserung der Beziehung erkennen.
Eine umfassende Erziehungsberatung enthält daher nicht nur die Interpretation
des Kinderhoroskops. Der Vergleich mit den Eltern-, Erzieher- oder Lehrerhoroskopen
zeigt deutlich, wie das Kind diese empfindet. Aus seinen Empfindungen erwachsen
die kindlichen Reaktionen, die evt. Anlaß zur Besorgnis geben.
Betrachten wir zum Schluß noch die Grenzen astrologischer Aussagemöglichkeiten.
Grundsätzlich kann man über ein Horoskop keinen Einblick in das Erbgut als solches erhalten. Auch die sozialen Verhältnisse, Rasse, Religionszugehörigkeit, geschichtliches Eingebundensein liegen außerhalb der Aussagekraft eines Kosmogramms.
Weitere Grenzen liegen im prognostischen Bereich. Je selbständiger ein Mensch ist, je eigenverantwortlicher er handelt, desto weniger ist er eindeutig zu erfassen. Hier wird ein guter Astrologe den Rahmen nennen, den er prognostisch erkennen kann und zur Gestaltung des Bildes nur Anregungen geben, aber nicht festlegend argumentieren.
Die jüngste Generation der Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes wird seit 10 Jahren in Ausbildungszentren des Verbandes unterrichtet. Nach Abschluß des 3-jährigen Ausbildungsganges und nach einer praktischen Zeit stellen sich die Studierenden einer Prüfungskommission und erwerben so den Titel „gepr. Astrologe DAV“. Auf diesen Titel sollte man achten, wenn man eine astrologische Beratung in Anspruch nehmen will. Die geprüften Astrologen DAV unterschreiben ein Berufsgelöbnis, das sie gleichzeitig dem Ehrengericht des Verbandes unterwirft, sobald eine unseriöse oder schädigende Arbeitsweise bekannt wird. Eine Liste dieser geprüften Astrologen können sie beim Deutschen Astrologen-Verband anfordern.
Autorin: Gertrud Hamers
Eine Liste von geprüften Astrologen erhalten Sie beim
Deutschen Astrologen-Verband e.V.
Wilhelmstr. 11
69115 Heidelberg
Tel.+Fax: 06221-182010
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Microcosmoswork
: Astrologie, Psychologie und Rückführung
Erschienen in CoMed Nr.6/2001
Microcosmoswork ist Arbeit an den seelischen Wurzeln, eine Methode zur Auflösung
von disharmonischen Prägungen. . Insofern bezeichnet dieser Begriff sowohl
einen inneren Schulungsweg als auch eine therapeutische Technik.
Bei Microcosmoswork treffen verschiedene Gebiete aufeinander und verbinden sich
zu einem wunderbaren Ganzen: Psychologie, Astrologie und ein breites Spektrum
an östlichem Wissen. Zum Letzteren gehört die Annahme von Reinkarnation.
Zur psychologischen Astrologie
Die heutige Astrologie kennt viele Fachrichtungen. Sie ist längst aus dem
Dornröschenschlaf erwacht und befindet sich nur noch in ihren Schattenelementen
im Bereich von Jahrmarkt, Gaukelei und Scharlatanerie. Diese Schattenelemente
sind allerdings nach wie vor für den be-eindruckbaren Menschen eine Gefahrenquelle.
Konkrete Ereignisprognosen, wie sie dort noch gestellt werden, setzen den Menschen
auf eine Schiene der „self-fulfilling prophecy“, und so kann die
Aussage eines solchen „Ereignisastrologen“ großes Unheil anrichten.
Der Deutsche Astrologen - Verband ist bemüht, solcher Scharlatanerie entgegenzuwirken.
Allerdings sind die Möglichkeiten der Einflußnahme insofern gering,
als nur die geprüften Mitglieder des Ver-bandes ein Gelöbnis abgelegt
haben, ähnlich dem Eid des Hippokrates, der sie einem Ehrenge-richt des
Verbandes aussetzt, sofern sie wegen unseriöser Arbeit angeklagt würden.
Wie in anderen Fachbereichen haben wir es auch in der heutigen Astrologie zunehmend
mit einer Spezialisierung zu tun. Ein im letzten Jahrhundert stark voranschreitender
Zweig ist die psychologische Astrologie. Im Deutschen Astrologen - Verband befinden
sich eine nicht ge-ringe Anzahl von Diplom Psychologen und Psychotherapeuten,
die das Horoskop als wertvol-les Analyseinstrument für ihre Arbeit nutzen.
Das Geburtsbild mit den Tierkreiszeichen, Planeten, Häusern, Aspekten erzählt
dem erfahre-nen Astrologen viel über die Anlagen, die Zielvorstellungen,
Begabungen und Konfliktberei-che eines Menschen. Der reinen Psychologie ist
die psychologische Astrologie insofern über-legen, als sie über die
Möglichkeit der Analyse der persönlichen Zeitqualität des Menschen
verfügt. Hierbei können die aktuellen Problemfelder, aber auch die
Auslöser eines belastenden Prozesses in kurzer Zeit erkannt, Hilfestellungen
zur Bewältigung der Problematik auch aus den astrologischen Gegebenheiten
entnommen werden. Dabei ist der freie Gestaltungswille des Menschen eine unverzichtbare
Prämisse.
Die psychologische Astrologie ist keine Therapieform. Sie dient der Bewußtwerdung
der inne-ren Persönlichkeitsstruktur, der Talente und der inneren Konfliktmuster,
die im Außen ent-sprechende Erfahrungen anziehen. Eine Adresse der geprüften
Astrologen des Deutschen Ast-rologen-Verbandes finden sie am Ende des Artikels.
Zum Thema Rückführung
Bei einer Rückführung wird ein Rückschreiten in der Zeit vorgenommen.
So werden Erfahrun-gen wiederbelebt, die Ursache von Blockaden sind. Man kann
sowohl in Situationen dieses Lebens zurückführen, auch in unbewußte
Erfahrungen während der Kleinkindzeit, der Geburt oder der pränatalen
Phase des Menschenlebens, als auch in frühere Leben, die man den tieferen
Seelenschichten zuordnen kann. Bei einer Rückführung, welche die seelische
Verletzungen als Ursache von Blockaden im Visier hat, wird die Wunde wieder
aufgerissen. Das kann ein sehr schmerzhafter Prozess sein, dem die Heilung folgen
sollte.
Gängige Rückführungstherapien
Microcosmoswork unterscheidet sich grundsätzlich von den sogenannten Rückführungstherapien.
Bei den meisten Rückführungstherapien sieht der Klient oder gar der
Therapeut ein „ver-gangenes Leben“ . Diese aufsteigenden, inneren
Bilder werden besprochen. So hat der Klient bestenfalls eine mögliche Erklärung
für seine seelischen Zustände. Doch Erklärung und Erkenntnis
allein führt meist nicht zur Heilung.
Im schlechteren Fall, wenn der „Therapeut“ dem Klienten ein eigenes
Bild überstülpt, „Ich sehe, daß du dies warst und jenes
getan hast“, kann eine seelische Erkrankung die Folge einer Rückführung
sein.
Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, den Klienten zurückzuführen. Einige will ich hier nennen
a. der Klient sieht und artikuliert selbst das Geschehen:
• über Assoziation
• in der Hypnose
• über Tiefenentspannung
Über Assoziationsketten kann man sicher an seelische Sachverhalte herankommen
und zur Klärung beitragen. Diese Methode ist sehr erfolgreich bei Traumanalysen.
Bei Rückfüh-rungen erscheint sie mir weniger ergiebig.
Hypnose engt das Bewußtsein des Menschen ein, schaltet die Aufnahmefähigkeit
für Sin-neseindrücke aus. Der Rapport zum Hypnotiseur bleibt erhalten,
doch ist die Empfäng-lichkeit für Suggestionen erhöht. Diese
Form halte ich persönlich für gefährlich, da der Klient im Prozess
der Rückführung keinen bewußten Zugang zu dem Gesagten hat,
und potentiell der Aufnahmefähigkeit oder -unfahigkeit des Hypnotiseurs
ausgeliefert ist.
Die Methode der Tiefenentspannung halte ich von den drei genannten Methoden
für die geeignetste. Aber auch hier ist der Klient in einem nicht „wachen“
Zustand, was ich per-sönlich problematisch finde.
b. der Therapeut sieht und berichtet:
Es gibt „Rückführungstherapeuten“, die behaupten, daß sie sich in die unbewußten Schichten des Menschen einklinken können und dort auch frühere Leben sehen können. Wenn ich auch eine solche Fähigkeit nicht für unmöglich halte, so möchte ich doch vor einer solchen Rückführungstherapie warnen. Es könnte hier schlimmsten Falles vorkom-men, daß mehrere Klienten des gleichen Therapeuten mit identischen früheren Leben kon-frontiert werden. Jeder Mensch kann nur das wahrnehmen, wozu er selbst in Resonanz steht. Bekommt der Klient ein seelisches Urbild des „Therapeuten“ übergestülpt, wird das eher zu innerer Spaltung denn zu Erkenntnis oder gar zur Heilung führen.
Das Besondere an Microcosmoswork
Das Ziel dieser inneren Arbeit ist es, schicksalbestimmende psychische Blockaden
aufzulösen. Psychische Verletzungen bilden eine Art Öse oder offene
Kreise, in die sich Erfahrungen oder Menschen immer wieder einhaken und somit
die Wunde aufreißen.
Entstanden die Verletzungen in diesem Leben, so können sie durch gängige
psychotherapeuti-sche Methoden in einem meist länger andauernden Prozeß
geschlossen werden. Personality-work, ein Teilbereich der Microcosmoswork, befaßt
sich mit diesen Verletzungen. Hier dauert das Runden und Schließen eines
solchen offenen Kreises nur einige Stunden.
Liegen die Wurzeln der Blockade in tieferen Seelenschichten bzw. in früheren
Leben, so kann durch Microcosmoswork eine bleibende seelische Selbstheilung
erfolgen. Der innere Heiler ist hierbei das Höhere Selbst, auch Höheres
Ich oder der innere Führer genannt, die innere Instanz des Menschen, die
mehr übersieht als der begrenzte, egoorientierte Menschenverstand. Diese
Instanz übernimmt die Führung im Prozess. Hierbei richtet sich der
Scheinwerfer des inneren Suchers auf die Erstverletzung, die den offenen Kreis
im Seelenspeicher, der persönlichen A-kasha-Chronik des Menschen, zurückgelassen
hat und somit wie ein Köder Leidenserfahrun-gen anzieht. Werden diese Wunden
geschlossen, so reagiert der Mensch fortan gelassener.
Bei Microcosmoswork sieht nicht der Begleiter sondern der Klient. Auch bestimmt
nicht der Lehrer oder Begleiter die Vorgehensweise, sondern diese wird allein
durch das „Höhe-re Selbst“ des Schülers oder Klienten
festgelegt. Der Sitzungsleiter ist erfahrener Betreuer auf der inneren Reise
und ein offener Gesprächspartner bei der späteren Aufarbeitung.
Die Ausgangshaltung der inneren Leere und erhöhten Wachheit, die das innere
Sehen ermöglicht, ist eine wichtige Voraussetzung für diese Art Seelen-
und Bewußtseinsarbeit. Hellwach und voll auf das innere Geschehen konzentriert,
spricht der Klient aus, was er wahrnimmt. Der geschulte Begleiter verfolgt aufmerksam
die inneren Bilder des Klienten, protokolliert sie und greift nur ein, wenn
der Klient beunruhigt ist, sich offensichtlich der Verstand mit einmischt oder
die Phasen des Sehens zu lang und zu anstrengend werden.
Während bei den meisten Rückführungstherapien lediglich Situationen
eines vergangenen Lebens angeschaut werden, um das heutige Verhalten zu erklären,
geht man bei Micro-cosmoswork einen Schritt weiter. Es wird nicht nur die Erkenntnis,
sondern in einem zweiten Rückführungs-durchgang auch die Selbstheilung,
das Schließen des Kreises vor-genommen.
Ausbildung in Microcosmoswork
Voraussetzungen
Die Fähigkeit zur meditativen Haltung (Leere) und zum inneren Sehen (z.B.
bei Traumrei-sen, geführten Meditationen), das Vertrauen in die innere
göttliche Anbindung (Religio) und die Bereitschaft, sich von der eigenen
inneren, weisen Instanz, dem „Höheren Selbst“, führen
zu lassen, ist Voraussetzung für Microcosmoswork.
Ziel und Methode
Die Ausbildung hat zum Ziel, daß der Schüler mit sich selbst arbeiten
kann. Hierbei dient das Horoskop des Schülers als Ausgangsbasis. Im astrologischen
Bild kann man sehr genau erken-nen, in welchen Lebensbereichen Blockaden vorliegen,
und welche schöpferischen Kräfte nicht ungehindert fließen können.
Es gibt außerdem, auch durch astrologische Methoden er-mittelbar, Lebenszeiten,
die sich besonders für einen solchen bewußtseinserweiternden Prozess
eigenen. Ein Transit von Pluto beispielsweise über Sonne, Mond oder Aszendent
holt tiefe Verletzungen nach oben, rückt sie in den Wahrnehmungsbereich
und wühlt den Menschen dadurch auf. Dieser Transit eignet sich hervorragend
für Microcosmoswork.
Bei der Ausbildung werden nach und nach alle Horoskopspannungen aufgearbeitet.
Ein Aus-bildungsprozeß dauert zwischen 1,5 und 2 Jahre und umfaßt
zusätzlich die Integration des letz-ten Inkarnations-Zyklus, das heißt
die Aufarbeitung der verletzten Leben des aktuellen Zyklus.
In der Regel findet pro Monat eine Sitzung statt.
Problemorientierte Microcosmoswork
Das problemorientierte Arbeiten mit Microcosmoswork befreit von psychisch belastenden
Phänomenen. Hierzu gehören Angstzustände, Leistungsblockaden,
Minderwertigkeitskomple-xe und vieles mehr. Meist sind mehrere Sitzungen nötig,
bis das Phänomen verschwunden ist.
Eine Microcosmoswork-Sitzung dauert zwischen 3 und 6 Stunden. Sie enthält
4 Phasen:
• Das einleitende Gespräch über die blockierende oder verletzende
Eigenart,
• das Aufsuchen der Ursachen dieser Verletzungen über meditative
Techniken und Rückführung,
• ein Gespräch über die parallelen Erfahrungen in diesem Leben,
• das Aufarbeiten der Verletzung in der Rückführung.
Durch die Arbeit an den eigenen inneren Räumen verändert sich die Persönlichkeit. Sie ruht mehr und mehr in ihrer Mitte, wird mit jeder aufgearbeiteten Verletzung befreiter von Ängsten und Zwängen und dadurch stabiler. Die Eigenbestimmung und Eigenverantwortung nimmt zu.
Eigene Erfahrungen
In meiner langjährigen Erfahrung mit dieser Methode habe ich so manches
„Wunder“ erlebt. Wir benutzen bei der Arbeit Ort- und Zeitkoordinaten,
um auch Vergleichsmöglichkeiten zu haben, was mir gerade für die Forschungsarbeit
sehr wesentlich erscheint. Interessant dabei ist, daß sowohl die geographischen
Gegebenheiten als auch die geschichtliche Einbettung der gesehenen Leben mit
dem heute bekannten Wissen über die entsprechenden Epochen und geographischen
Räume über-einstimmt.
Wir wiederholen sehr viel in unserem Leben. Wir treffen mit Menschen zusammen,
die wir aus gemeinsamen Leben kennen. Wir spüren, wenn wir an einem Ort
bereits in früheren Leben gewesen sind. Wir reagieren auf Situationen,
die uns an frühere traumatische Erlebnisse erinnern, sehr heftig und wissen
damit oft nichts anzufangen.
Es ist etwas ganz Besonderes, das Höhere Selbst eines Klienten oder Schülers
bei seiner Heilungs-arbeit begleiten zu dürfen. Oft erkennt man erst bei
dem „runden“ Leben den vollen Umfang von Verletzung, denn die Sicht
des „Höheren Selbst“ geht viel weiter als unser kleiner Menschenvers-tand.
Bei der praktischen Arbeit mit Schülern beweist es sich immer wieder, daß
infolge einer aufgearbei-teten Verletzung eine deutlich spürbare Entlastung
eintritt. Der fortgeschrittene, eigenständig ope-rierende „microcosmosworker“
hat einen Schlüssel an der Hand, mit dem er in wenigen Stunden innerer
Arbeit zu einer entspannteren seelischen Befindlichkeit kommen kann, die auch
sein kör-perliches Wohlbefinden stabilisiert. Er benutzt neben dem astrologischen
Hilfsmittel, falls er dieses beherrscht, vor allem die problemorientierte Herangehensweise.
Drückt der Schuh in einem be-stimmten Lebensbereich, so kann er gezielt
nach der Ursache des Schmerzes fragen und diese durch innere Arbeit beheben.
Da er im Innern etwas verändert, kommt ihm im Außen dann auch etwas
anderes entgegen.
Heute ist für mich die mir lange gestellte Frage, ob das wirklich frühere Leben sind oder nur tiefere Seelenschichten, die nach oben geholt werden, nicht mehr relevant. Wir leben hier auf der Erde in Raum und Zeit. Auch wenn Raum und Zeit von anderen geistigen Betrachtungsebenen aus eine Illu-sion sind, gelten ihre Begrenzungen für das irdische Leben. Wir benutzen viele Vorstellungskrü-cken, weil wir in dieser irdischen Inkarnation nur begrenzten Zugang zu unseren geistigen Möglich-keiten und zum „Ganzen“ haben. Also kann man auch das Modell Zeit-Raum guten Gewissens auf geistig-seelische Erfahrungsebenen anwenden und von früheren Leben in anderen Räumen spre-chen, selbst wenn diese Leben vielleicht nur parallele oder zeitgleiche tiefere Seelenschichten und ihre Bilder wären.
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Von der Astronomie über die Astrologie zur
Astrosophie
Ein Beitrag von Gertrud Hamers
Gehen wir 5000 Jahre in der Geschichte zurück, so finden wir keine Trennung
zwischen diesen 3 Wissengebieten. Es war einer Priesterschaft, den Eingeweihten,
vorbehalten, vorhandenes Wissen zu erwerben und auf dieser Basis weiter zu entwickeln.
Die meisten Wissenschaftsbereiche wurden im Laufe der Jahrtausende in Spezialgebiete
gegliedert.
So auch die Wissenschaft von den Sternen. Doch während andere, zu einem
großen Fachbereich gehörende Spezialisten kooperieren, bekämpfen
sich heute Astronomen und Astrologen. Ein sinnloser Streit; denn beide Wissensgebiete
haben ihre speziellen Auf-gaben, ihre verschiedenen Betrachtungsweisen.
Der verbreitete Mißbrauch der Astrologie, und leider ist hauptsächlich
dieser der Öffent-lichkeit bekannt, vertieft den Graben zwischen den nun
feindlichen Brüdern.
Vergegenwärtigen wir uns, was diese 3 dem Sternenwissen zugeordneten Bezeichnun-gen
( Astro-nomie, Astro-logie, Astro-sophie) an Unterschiedlichkeit enthalten.
zur Astronomie
Astronomie, als Naturwissenschaft nie angezweifelt, konzentriert ihr Forschen
und Arbeiten auf die Beobachtung, Erkundung, Vermessung, Benennung und Beschreibung
all dessen, was sich im Weltall befindet. Sie ist im eigentlichen Sinne na-turwissenschaftlich.
Das physische Erscheinungsbild, die es umgebenden räumlichen Bedingungen
und die zeitlich erfaßbaren Bewegungen stehen im Blickpunkt des Interesses.
Ohne Astronomie wäre Raumfahrt nicht möglich, die Erkundung des Weltalls
hätte nicht stattgefunden und vielleicht wäre die Menschheit noch
heute der Meinung, die Erde sei
eine Scheibe von deren Rand aus der Absturz drohe.
zur geschichtlichen Entwicklung der Astrologie
Bei den Sumerern - ca. 3000 v.Chr. - befaßte sich die Priesterschaft mit
der Sternen-kunde. Sie beobachteten, beschrieben und benannten das was sie am
Himmel sahen und gleichzeitig registrierten sie das Geschehen auf der Erde.
Sie wußten, daß es eine Entsprechung gibt zwischen dem, was da oben
miteinander in Verbindung tritt und dem was unten gleichzeitig auf der Erde
geschah. Der Begriff „Logos“ (griechischer Ur-sprung) umfaßt
in seiner Wortbedeutung nicht nur die menschliche Vernunft, das logi-sche Urteil,
die Weltvernunft sondern ist auch der höchste Begriff für die göttliche
Schöpferkraft, das göttliche Wort.
Für die sumerischen, babylonischen und ägyptischen Priester sprach
Gott durch die Sterne. Es war ihre Aufgabe, Gottes Wort den Menschen - den Herrschern
und ihren Ratgebern - zu übersetzen. Das jedoch konnten sie nur durch das
schon überlieferte Wissen und die permanent weitergeführte Beobachtung
und Bestätigung der Analogie: so wie oben so auch unten. Dabei wurden die
Planeten immer von der Erde aus beo-bachtet. Die Perspektive des Astrologen
veränderte sich nicht, auch nicht nachdem alle Welt begriffen hatte, daß
sich die Erde um die Sonne dreht und nicht die Sonne um die Erde. Weiterhin
war das analoge Geschehen gegeben und wurde auch zu-künftig von der „Station
Erde“ und nicht von dem Weltraum aus beobachtet.
Zunächst waren es Informationen über die Wetterverhältnisse,
über Naturerschei-nungen besonderer Art, politische Ereignisse, kurz Sachverhalte,
die das Kollektiv angingen, welche die Astrologen-Priester
der damaligen Zeit aus den Planetenpositionen gewinnen sollten. Solche Ereignisse
wurden denn auch -mit den entsprechenden Konstellationen- geschichtlich fest-gehalten.
Das bezeugen Tontafeln, die man im Lande der Sumerer bei Ausgrabun-gen fand.
Bei den Sumerern und den frühen Babyloniern stand der Staat und die Gemein-schaft
ausschließlich im Brennpunkt astrologischer Aussagen. Das Individuum zählte
erst etwas im späten babylonischen Reich, vor seinem Zerfall. Zu jener
Zeit begann man damit, zu der mundanen - kollektiv gesehenen astrologischen
Praxis auch eine Individualastrologie zu entwickeln.
Das älteste, erhalten gebliebene, individuelle Geburtshoroskop stammt aus
dem Jahre 409 v. Christus. Seit nunmehr mindestens ca. 2500 Jahren sammeln dem-nach
Astrologen Erfahrungen im Bereich der Individualastrologie nach dem Sche-ma:
Wenn - Dann.
z. B.: Wenn Mars zum Zeitpunkt einer Geburt bei der Sonne steht, mit ihr eine
Konjunktion eingeht,
dann wird dieser Mensch ein besonders willensbetonter Mensch sein.
Oder umgekehrt nachvollzogen:
Wenn dieser Mensch einen so starken Willen hat, dann muß in seinem Ge-burtshoroskop
Mars eine
hervorragende Stellung einnehmen.
Durch die Jahrhunderte erfuhr die Astrologie so manche Blütezeit, wie bei
den Ä-gyptern, die seit dem 6. Jahrhundert vor Christus mit babylonischem
Wissen kon-frontiert wurden, oder den Griechen, die ebenfalls seit dem 7. Jahrhundert
vor Christus unter den Einfluß babylonischer Lehren gerieten.
Die griechischen Astronomen/Astrologen waren es dann auch, welche die noch heute
gültige Basis der Astrologie entwickelten.
Sie verfügten, wie man einem archäologischen Fund entnehmen kann,
bereits über einen mechanischen Astrocomputer, ein Gerät, das man
per Hand auf ein Datum in der Vergangenheit oder Zukunft einstellen kann, um
dann mittels des Räderwerkes Informationen über verschiedene Phänomene
der Astronomie zu erhalten.
Auch die Römer bedienten sich der Astrologie und der Astrologen, meist
allerdings nur die Mächtigen unter ihnen, mit dem Ziel, ihre Macht zu erhalten
oder zu ver-größern. Der Normalbürger konnte sich den Rat eines
Astrologen kaum leisten, wenn es ihm nicht sogar verboten wurde, sich mit diesem
Wissen zu beschäftigen.
Dieses Verbot hatte seinen guten Grund: wer erkennt, daß das Geschehen
auf der Erde einem kosmischen Gesetz unterworfen ist, dem sich auch Kaiser,
Könige und Päpste beugen müssen, der ist oft nicht mehr bereit,
die entsprechende Autoritäts-gläubigkeit an den Tag zu legen. Er wird
vielleicht gar selbständig denken und urtei-len wollen, und das ist einem
Machthabenden selten recht.
So wurde auch unter der Machtentfaltung der christlichen Kirche Astrologie nach
und nach verfemt und sogar verboten, obwohl nachweislich nicht wenige Päpste
selbst Astrologen waren, andere sich von Astrologen beraten ließen, vor
allem wenn es um Inthronisationsdaten, Grundsteinlegungen oder gar um Kriegszüge
ging. Große Männer der Kirche, hier seien nur Albertus Magnus, Thomas
von Aquin und Melanchthon stellvertretend genannt, beherrschten die Astrologie
und nutzten sie.
Philipp Melanchthon (1497-1560), ein Mitarbeiter Luthers, hielt an der Wittenberger
Universität Vorlesungen, in denen er die Astrologie mit Bibelzitaten verteidigte.
Er pries die Astrologie als Krone des Menschengeschlechts.
Daß Astrologie an den Universitäten gelehrt wurde und dort lange
als die Königin der Wissenschaften galt, ist nicht jedem bekannt. Erst
im 19. Jahrhundert wurde der letzte deutsche Lehrstuhl für Astrologie geschlossen.
Astrologie in den Medien
Heute wirft man der Astrologie immer noch vor, sie wäre Aberglaube, Magie,
dum-mes Zeug. Ich teile diese Meinung, wenn es darum geht, das zu beurteilen,
was die Medien bisher hauptsächlich unter dem Begriff Astrologie verbreitet
haben. Da sind die Sternbild- und Horoskopspalten, die Astroshows und Astroquiz,
die Jahresho-roskope in den Dezemberheften und vieles mehr, was dem Normalverbraucher
Ster-nenwissen vorgaukelt. Das trägt zu nichts anderem als zur Volksverdummung
bei, hat aber auch mit echter, umfassender Astrologie fast nichts zu tun.
Noch überwiegt im Medienbereich, vor allem bei einigen großen deutschen
Fernseh-sendern und Journalen, das Gebot, wer über Astrologie berichtet,
der soll zum Fazit kommen, daß sie nichts wert ist. Eine frustrierende
Voraussetzung für offene, vor-urteilsfreie Journalisten.
Astrologie heute und ihre verschiedenen Denkansätze.
1. Die Klassische Astrologie
Der Ansatz der überlieferten Klassischen Astrologie war es, ganz konkret
voraussa-gen zu wollen, was wann passiert. Falsche Prognosen, aber auch der
Mißbrauch des Wissens, um eigene Machtbedürfnisse zu befriedigen,
brachten nach und nach diese Form der Astrologie in Mißkredit. Da wurden
Kriege, Weltuntergänge, Kö-nigsmorde angekündigt. Dem Einzelnen
verhieß man für ein bestimmtes Datum die Frau seines Lebens oder
man kündigte den großen Gewinn, wenn nicht gar auch den totalen Zusammenbruch
an. Das Motto lautete hier: „Sieh, was Dir geschieht.“ Diese Form
der Astrologie ist heute allgemein bekannt und leider wird sie vielerorts noch
praktiziert.
Der Glaube an eine unumgängliche Schicksalsabhängigkeit beraubte und
stiehlt noch heute dem betreffenden Menschen die Kraft, sich frei und schöpferisch
mit den Energien der Zeit zu entfalten.
Aus der Psychologie wissen wir, daß solche Voraussagen zu einem sich erfüllenden
Programm werden können. Der Mensch wird vom „Ereignisastrologen“
auf eine be-stimmte Schiene gesetzt, aus der er kaum mehr herausspringen kann,
ist das Pro-gramm erst einmal gestartet.
2. Die Psychologische Astrologie
Der 2. und heute vorherrschende Denkansatz ist der psychologische. Das Motto
der Psychologischen Astrologie heißt: „Werde was Du bist“,
entfalte das Dir zur Verfü-gung stehende Potential so gut wie möglich.
Hier leistete der deutsche Psychologe und Astrologe Thomas Ring Hervorragendes.
Er überarbeitete das überlieferte Wissen und paßte es der geistigen
Entwicklung unserer Zeit an. Die von ihm dadurch ins Leben gerufene "Revidierte
klassische Ast-rologie" wird von der Mehrheit der heutigen Astrologen des
Deutschen Astrologen-Verbandes vertreten. Auf diese Herangehensweise werde ich
später näher eingehen.
3. Die Esoterische Astrologie
Ein 3. und noch etwas im Abseits stehender Denkansatz ist der esoterische. Jetzt
sind die 2 erstgenannten Stufen die Voraussetzung für eine Betrachtungsweise,
die über diese Stufen der Schicksalsabhängigkeit und Egofixierung
hinausgeht. Hier gilt die Devise:
„Bist Du bereit, Deinen freien Willen zu gebrauchen,
hast Du verinnerlicht, was Dein Horoskop Dir zeigt,
so gehe den nächsten Schritt und versuche, über diese Festlegungen
hinauszu-wachsen.“
Astrosophie folgt dieser entwicklungsbetonten Aufforderung.
Spezialgebiete der heutigen Astrologie
Diese verschiedenen Denkansätze haben entsprechende Spezialgebiete im
astrologi-schen Bereich zur Folge.
In den Rahmen der Klassischen Astrologie fallen:
-die Wirtschaftsastrologie mit ihrer Finanz- und Börsenberatung,
-die Mundanastrologie, die sich mit kollektiven Strömungen befaßt
und mehr den geschichtlich
politischen Bereich berührt,
-die Firmenberatung, die stark ereignisorientiert vorgeht
Eine Zwischenposition zwischen Klassischer Astrologie und Psychologischer Astro-logie wird von der Astromedizin eingenommen.
Bild mit dem Tierkreismenschen hier bitte hereinnehmen, evt. in bunt von Buch-einband
Sie steht leider noch nicht so stark im Blickfeld, hat jedoch eine weitreichende
Aus-sagemöglichkeit.
Nicht nur die physischen Schwachstellen eines Menschen können über
das Horos-kop ermittelt werden, sondern auch Krisenzeiten, in denen der Weg
über die Krank-heit eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem
Krisenthema darstellt.
Von unschätzbarem Wert ist die astrologische Aussagefähigkeit über
einen Opera-tions- oder Krankheitsverlauf. Der astromedizinische Spezialist
kann eventuell mögliche Komplikationen, Rückschläge aber auch
Regenerationsphasen des Patien-ten im voraus ermitteln und so gezielter vorsorgend
arbeiten.
Für den Psychosomatiker ergibt sich die Möglichkeit, am Horoskopgefüge
das psy-chische Motiv einer Erkrankung entdecken zu können.
Die Psychologische Astrologie ist stark im Vormarsch. Schon C.G. Jung hat eine
Verbindung zwischen der Psychoanalyse und der Astrologie gesehen und astrologi-sche
Analysen als ein diagnostisches Mittel der klinischen Psychologie benutzt.
Heute nimmt die Zahl der Psychologen stetig zu, die astrologisches Wissen als
Handwerkszeug für ihre Arbeit benutzen. Es liegen bereits mehrere Diplomarbeiten
und auch Dissertationen über astrologische Themen in diesem Fachbereich
vor.
Astrosophie ist dem Bereich der Esoterischen Astrologie zuzuordnen. Hier schließt
sich der Kreis von Astronomie, Klassischer Astrologie, Psychologischer Astrologie
durch Rudolf Steiners Kosmologie und anthroposophisches Menschen-und Welt-bild.
Ebenfalls in den Bereich der Esoterischen Astrologie, die sich dem spirituellen
Wachstum widmet, fallen neue, noch kaum bekannte Therapieformen, deren Anlie-gen
es ist, karmische Wurzeln von Blockaden aufzulösen. Die Karmische Astrologie
kann ein guter Wegbereiter zu spirituellem Wachstum sein. Jedoch gibt es auch
hier, wie in allen astrologischen Fachgebieten eine Schar von Vertretern, die
mit großer Vorsicht zu genießen sind.
Zur Psychologischen Astrologie
Der Bereich der Psychologischen Astrologie, von ihr verwendete Hilfsmittel und
Me-thoden sollen nun vorgestellt werden.
Allgemein bekannt - aber meist mißverstanden - ist der Begriff Horoskop,
auf deutsch "Stundenschau".
Eigentlich müßte es eher Minutenschau heißen, denn ein Horoskop
wird auf die exakte Minute berechnet, sofern dies möglich ist. Doch bedeutet
"Horoskop" im ursprünglichen astrologischen Sinn etwas ganz anderes
als das, was heute die Zeitschriften unter dieser Überschrift veröffentlichen.
Astrologie ist ein Wissen, das bei dem Studierenden auf der einen Seite mathematisch
logisches und analogisches Denkvermögen voraussetzt, auf der anderen Seite
jedoch auch symbolhaftes, d.h. auf das Wesentliche komprimiertes Denken.
Goethes Geburts-Himmelsbild
Nach dem Vorgang der Planetenstandsberechnung, der Berechnung der Planeten-aspekte
(Winkelverbindungen
zwischen den Planetenpositionen) und der sogenannten
astrologischen Achsen und Häuser (Häuser : Aufteilung des Himmelsraumes
in 12 Sektoren) müssen all diese Symbole mit dem entsprechenden Inhalt
versehen und in Sprache umgesetzt werden. Insofern benötigt ein guter Astrologe/Astrosoph
auch ein gewisses Talent im Sprachgebrauch und im künstlerischen Bereich.
Denn die Komposition des Geburtsbildes ist wie ein Kunstwerk zunächst ganzheitlich
zu se-hen, als auch in seinen Einzelteilen zu entschlüsseln; nur das Ganze
aber ergibt ein stimmiges Bild.
Das echte Horoskop, auch Radix, Wurzel, Thema oder Kosmogramm genannt, dient
dem astro-psychologischen Berater und dem Astrosophen als Schlüssel zur
Persönlichkeit. Hier die inneren Strukturen einer Person offen gelegt sind
(durch Planetenstand, Achsen-und Häuserverteilung, Planeten- und Achsenaspekte).
Konfliktbereiche des Lebens, Interessenschwerpunkte, Begabungen, Hemmungen lassen
sich ebenso erkennen wie sich wiederholende Verhaltensmuster, Fehlhal-tungen,
welche die Lebensqualität unter Umständen stark beeinträchtigen
kön-nen.
Das Geburtsbild zeigt auch auf, in welchen Bereichen der Betroffene mit Ängs-ten
reagiert, welchen Themen er lieber aus dem Weg geht, was er verdrängt,
weil es ihm zu unangenehm ist oder zuviel Schmerzen bereitet.
So ist die Radix zu vergleichen mit einem Orchester. Wir kennen die Instrumen-te,
wissen wie sie tönen, auch welche von ihnen besonders gut harmonieren und
welche sich für unseren Geschmack nicht so gut anhören. Doch der Astrolo-ge/Astrosoph
kennt nicht das Stück, welches von diesem Orchester gespielt wird. Hier
benötigt er die Information des Betroffenen.
Das Horoskop sagt nichts aus über das soziale Umfeld, über das spezielle
Famili-enerbgut. Man kann einem Horoskop nicht ansehen, ob es für einen
Menschen, eine Firma, einen Lebensabschnitt gestellt wurde. Es kann zu einem
Urwaldbe-wohner, einem Tennisprofi oder Universitätsprofessor gehören.
Die Instrumente blieben immer dieselben, doch das Auftreten des Orchesters und
die von ihm ge-spielten Werke wären sehr unterschiedlich.
Ein zentrales Problem im astrologischen Bereich ist der freie Wille.
Vergleichen wir das Horoskop mit einem Haus. Vor einer Inkarnation ist die Wahl
des Standortes, des sozialen Umfeldes, der Baumaterialien und der Plan für
den Rohbau festgelegt. Es steht eine bestimmte Anzahl und Größe von
Räumen zur Verfügung, auch ihre Lage im Haus ist fixiert. Doch die
dekorative Seite und Pflege des Hauses bleibt die tägliche Aufgabe während
der Inkarnation. Der erfah-rene psychologische Astrologe sieht eine Vielzahl
von gegebenen Möglichkeiten, zwischen denen der Ratsuchende sich entscheiden
kann und er ermuntert ihn, ei-ne für ihn noch passendere neue Variante
zu finden.
Ein wesentliches Mittel der Astrologie, das was sie von anderen Disziplinen
unter-scheidet und was leider auch allzu oft durch falsche Anwendung ihren Ruf
geschä-digt hat, ist die astrologische Prognose.
Sie behandelt die Frage der persönlichen Zeitqualität. Bei der astrologischen
Prognose werden neue Berechnungen erforderlich. Ihr Ergebnis wird grundsätzlich
zu dem Geburtshoroskop in Beziehung gesetzt.
Haben Sie als Kind "Der Fuchs geht um" gespielt? Die Kinder stehen
im Kreis, ein Kind läuft herum und legt hinter dem Rücken eines "Kreiskindes"
ein Ta-schentuch ab. Oft merkt das Kreiskind nicht gleich, daß es "dran"
ist. Es muß versuchen, das andere Kind einzufangen. Schafft es das nicht,
muß es in den Kreis und "leiden".
Dieses Kinderspiel kann als Gleichnis dienen, um astrologisch-prognostische
Sachverhalte verständlicher werden zu lassen: Die Planetenpositionen, berechnet
auf den Geburtsort und die möglichst genaue Geburtsminute, stehen im Kreis.
Je-der Planet an seinem Platz im Tierkreis und - astrologisch gesagt - "in
seinem Haus" (Aufteilung des Himmelsraumes in 12 Teile, die sich nach Ort
und Zeit be-rechnen lassen). Doch gleichzeitig gehen die Planeten als Wandelsterne
weiter, wie das um den Kreis der Spielenden huschende Kind, dessen Platz als
Kreis-kind markiert und reserviert bleibt. Auf ihrem weiteren Weg über
die Himmels-bahn (um den Kinderkreis herum) werfen die Planeten ihrem, im Geburtsaugen-blick
fixierten "Namenspatron" und all den anderen, im Horoskopkreis markier-ten
Planeten (Kindern) das Tuch oft so zu, daß der betroffene Mensch erst
merkt, was passiert ist, wenn alles um ihn herum darauf verweist. Jetzt heißt
es, das Thema des Planeten (das weglaufende Kind) einzuholen, sich mit ihm zu
beschäf-tigen, seine Energie einzufangen und in Entwicklungsgewinn umzusetzen.
Schaffen wir das nicht, weil wir nicht aufgepaßt haben, Angst uns hindert
oder uns Ablenkung suchen läßt, so können die Planetenenergien
ungezügelt ihr Spiel mit uns treiben, und so manches Mal sitzen wir in
der Mitte des Energie-feldes, ohne es zu nutzen, und leiden.
Nur das kann ein Astrologe/Astrosoph voraussagen: er sieht, wann ein Planet
"sein Taschentuch fallen läßt", wann der Mensch mit einer
bestimmten Thematik konfrontiert wird. Steht dieser dann bereits in Startposition,
um das Thema einzufangen und zu bearbeiten, bleibt ihm zwar nicht immer Leid
er-spart, aber er ist darauf vorbereitet und kann zur vielleicht nötigen
Schadensbe-grenzung beitragen.
Was will heute eine seriöse astropsychologische /astrosophische Beratung
er-reichen?
Ein solches Beratungsgespräch dient vor allem der besseren Lebensbewältigung.
Oftmals bringen Zwänge des Lebens eine Abkehr von der ursprünglich
vorhande-nen Richtung mit sich. Der Mensch fühlt sich zunehmend unwohler
in seiner Haut, weiß aber oft nicht, woran es liegt. Wird keine Korrektur
der Zielrichtung vorgenommen, kann dies unter Umständen zu schwerwiegenden
Erkrankun-gen führen. Das "System Mensch" leidet an der falschen
Benutzung und rea-giert mit Defekten. Eine Holzsäge, die zum Zerschneiden
von Metall verwendet wird, zerbricht meist schon beim ersten Versuch. Der Mensch
ist zäher.
Durch die gemeinsame Erhellung des Geburtsbildes kann der Klient nicht nur er-kennen,
wie er sein sollte, um sich gerecht zu werden, sondern auch, in welche Richtung
er sich entwickeln könnte.
Ein wichtiger Teilbereich der Astrologie/Astrosophie ist die Partnerschaftsanaly-se und die sich daraus ergebende Beratung. Die astrologischen Spezialtechniken erlauben eine Information über die Struktur und Entwicklungstendenzen der Partnerschaft. Harmonische und disharmonische Bezüge zwischen den Partnern mit den eventuellen Entspannungsmöglichkeiten können genauso aus einem Partnerhoroskop gelesen werden wie die nächste Krisentendenz, die davon viel-leicht betroffenen Lebensbereiche , der inhaltliche Rahmen des Lernprozesses und die zeitlichen Gegebenheiten. Gerade im Partnerbereich - ob beruflich oder privat - kann Astrologie viel zum gegenseitigen Verständnis und zur Konfliktbewältigung beitragen.
Im Bereich der Psychologischen Astrologie und der Astrosophie ist auch die
Erzie-hungsberatung angesiedelt.
Sie liegt mir besonders am Herzen. Ziel einer solchen Beratung ist es, mehr
Ver-ständnis für das Anderssein des Kindes zu gewinnen, durch das
Erkennen von strukturbedingten Schwierigkeiten und das Aufzeigen von Möglichkeiten
des Entspannens und Unterstützens. Die berufliche Neigung, besondere Talente,
gesundheitliche Schwachpunkte und mögliche Gefährdungen sind Bestandteil
der Erziehungsberatung.
Eine umfassende Erziehungsberatung enthält nicht nur die Interpretation
des Kinderhoroskops. Der Vergleich mit den Eltern-, Erzieher- oder Lehrerkonstellati-onen
zeigt deutlich, wie das Kind diese empfindet. Aus diesen Empfindungen erwachsen
die kindlichen Reaktionen, die evt. Anlaß zur Besorgnis geben. Die Wurzel
der Problematik kann durch einen Horoskopvergleich der Betroffenen oft besser
erkannt werden.
Auch aus den Daten des Geburtstages, ohne das Wissen von Ort und Zeit, kann
man bereits eine Fülle von Erkenntnissen gewinnen.
Grenzen astrologischer Aussagemöglichkeiten.
Grundsätzlich kann man über ein Horoskop keinen Einblick in das Erbgut
als sol-ches erhalten. Auch die sozialen Verhältnisse, Rasse, Religionszugehörigkeit,
ge-schichtliches Eingebundensein liegen außerhalb der Aussagekraft eines
Kosmo-gramms.
Weitere Grenzen liegen im prognostischen Bereich. Je selbständiger ein
Mensch ist, je eigenverantwortlicher er handelt, desto weniger kann der Astrologe
ihn konkret ereignisprognostisch erfassen.
Die jüngste Generation der Astrologen des Deutschen Astrologen-Verbandes,
die seit 5 Jahren in deutschen Ausbildungszentren des Verbandes unterrichtet
wird und nach einer Erfahrungszeit von mindestens 2 Jahren eine Verbandsprüfung
ab-legen kann, wird dazu angeleitet, die Zeitpunkte, die bestimmte Tendenzen
und ein Spektrum von entsprechenden Möglichkeiten signalisieren, berechnen
und erken-nen zu können. Aber sie lernen auch, sich nicht auf ein bestimmtes
Ereignis festzu-legen, da die Entscheidung für die Konkretisierung der
Kräfte allein dem Betroffe-nen zukommt. Nach bestandener Verbandsprüfung
legt der „geprüfte Astrologe/in DAV“ ein Gelöbnis ab,
das ihn verpflichtet, im Sinne der Verbandsrichtlinien ve-rantwortungsbewußt
zu arbeiten.
Generell ist nur das Kollektiv und damit auch ein Mensch, der im Kollektiv keine Individualität lebt, ereignisprognostisch zu erfassen. Hier könnte der Astrologe noch konkreter werden, falls seine Ethik ihm das erlaubt. Menschen, die sich von Mas-senströmungen leiten lassen, Mitläufer-Naturen, werden eher kosmischen Qualitä-ten "ausgeliefert" sein als diejenigen, die bereit sind, selbstentscheidend ihr Leben im Mitfluß mit kosmischen Kräften zu gestalten.
Mein Weg von der Psychologischen Astrologie zur Astrosophie
Während meiner Studienzeit wurde ich durch eine Kommilitonin mit „seriöser“
Astrologie konfron-tiert. Damals, als naturwissenschaftlich orientierte Mathematik-Studentin,
spottete ich über diesen A-berglauben, der - wie ich meinte - dem Mittelalter
aber nicht der neuen Zeit angehört. Später, als Lehre-rin, stolperte
ich immer öfter über Beobachtungen, die merkwürdigerweise mit
astrologischen Behaup-tungen korrelierten. Skeptisch aber doch seltsam betroffen,
suchte ich mehr zu erfahren über diese Form der astrologischen Sicht. Ein
völlig neues Verständnis meiner „schwierigen“ Schulkinder,
ihrer Konflikte mit Mitschülern und Lehrern stellte sich nach und nach
ein. Und so überzeugte mich die Erfahrung, die ich im Laufe der Zeit sammeln
durfte, nicht nur von der Berechtigung der Existenz ernsthafter Astrologie sondern
auch von der Notwendigkeit, dieses wertvolle Wissen den Menschen von heute zugänglich
zu machen.
Die intensive Auseinandersetzung mit astrologischem Symbol und Entsprechung
brachte mich zu dem Schluß, daß man Astrologie als Gottesbeweis
betrachten kann. Immer wieder staunte ich, auf welch wunderbare Weise der Mensch
von einer übergeordneten Welt geführt und begleitet wird.
Noch eine zweite Schlußfolgerung ergab sich im Laufe der Zeit: es kann
nicht nur ein Leben geben. Zu wundersam ist die große Weltenuhr, die zeigt,
daß zu gegebener Zeit bestimmte Menschen zusammen-kommen, um gemeinsam
einen bestimmten Weg der Erfahrung und des Lernens zu gehen. Und wie spannend
ist es, diesen Weg zu verfolgen über die Betrachtung der sie begleitenden,
sich stetig verän-dernden Himmelsschrift.
So führte mein Weg mich von astrologischem zu astrosophischem Denken.
Anthroposophische Inhalte bereichern die astrologische Betrachtung. Vieles was
astronomisch und astrologisch nicht erklärt werden kann, erhält Sinn
und Bedeutung unter anthroposophischer Sicht. Hier sei nur exemplarisch hingewiesen
auf Rudolf Steiners Aussagen über die Entstehung der Welt - vom alten Saturn
über Sonne und Mond zur Erde. Betrachten wir mit ihm die heute uns bekannten
Planeten als Verfestigungen geistiger Wesenheiten, die an der Entstehung früherer
Entwicklungsstufen, die zur heutigen Erde führten, mitgeschaffen haben.
Und sehen wir, daß diese Wesenheiten parallel zu der Erdenentwicklung
auch die Entwicklung des Menschen initiiert haben und sie noch immer begleiten,
so führt uns das weg vom rein symbolhaften astrologisch-analogen Denken
zum lebendigen inneren geis-tigen Verstehen.
Auf die Frage: Warum funktioniert Astrologie?, die mich während vieler
Jahre sehr beschäftigte, gibt z.B. auch die von Rudolf Steiner dargestellte
Entwicklung des Menschen, dessen Formung und Prä-gung durch Fixsternwelt,
Tierkreis und Planeten oder seine Vorträge zu dem Thema der menschlichen
Eingebundenheit in kosmisches Geschehen eine Antwort.
„ Tatsächlich macht jeder Mensch während der Nacht ein ätherisches
Vorstadium in Weltenangst und Gottessehnsucht durch, dann ein planetarisches
Stadium, indem er in seinem astralischen Leib die Nachbilder der Planetenbewegungen
fühlt, und er macht ein Fixsternstadium durch, in dem er sich dann so fühlt
- oder sich fühlen würde, wenn er Bewußtsein hätte -, daß
er sein eigenes seelisch-geistiges Inneres als Nachbildung des Fixsternhimmels
erlebt.“ (aus „Der Weg zu einer neuen Geburt durch Planeten und
Fixsternwesen“ , 5. November 1922)
Wenn wir jedem Planeten eine geistige Hierarchie zuordnen können, wenn
wir zudem erfahren, daß wir vor unserer Geburt durch diese Planetenräume
zur Erde hinabsteigen und nach unserem Tod zu diesen Hierarchien wieder aufsteigen,
dann folgt daraus unser enges Verwobensein mit den geistigen Welten und dem
kosmischen Geschehen.
Vergegenwärtigen wir uns nochmals, daß - astronomisch gesehen - alle
Planeten in ihrer ureigensten Geschwindigkeit durch den Tierkreis ziehen und
- astrologisch gesehen - durch diesen „gefärbt“ wer-den. Sie
stehen raum- und zeit-abhängig in ständig sich wandelnden Beziehungen,
die wir als Winkel-beziehungen messen können. So ist jeder Augenblick der
Weltenuhr einmalig. Der Zeitpunkt einer Geburt enthält eine kosmische Prägung,
die nicht wiederholbar ist. Wenn auch der Mensch im allge-meinen zwischen Geburt
und Tod die bewußte Verbindung zur geistigen Welt der Hierarchien verliert,
so sehen wir doch das Abbild dieser Verbindung in der Konstellation von Tierkreis
und Planeten im Himmelsraum.
Das Geburtshoroskop kann als „Sternenwort“ der individuellen Möglichkeiten eines Menschen und seines „Auftrages“ gesehen werden. Diese Sternensprache zu übersetzen bemüht sich die Astrologie. Sie mithilfe der Anthroposophie zu verstehen führt zur Astrosophie.
erschienen in einem anthroposophischen Journal 1998
Von den Wurzeln des Horoskops
- Astrologie und Reinkarnation
Vortrag von Gertrud Hamers auf dem internationalen DAV-Kongress
6.10.2007 in Karlsruhe
Die zugehörige Bildpräsentation kann hier leider nicht eingefügt werden. Sie wird jedoch als Stichwort- Folienname angezeigt und ihre Texte als Tabelle eingefügt
Betrachten wir das Selbst als die uns leitende, dem Ego übergeordnete innere Führung, so erhält das Horoskop eine zusätzliche Dimension. Rückführungen zu Konstellationen offenbaren uns die Wurzeln der Erfahrungen, an denen wir in diesem Leben heilend, erlösend wirken wollen. Kennen wir die Ursprünge und die „geheilte Version”, die das Höhere Selbst uns vorschlägt, so erhalten wir einen neuen, tieferen Einblick in den Sinn unseres Lebens. So gesehen erscheint das Horoskop als zeitloses Symbol der Vervollkommnung.
Eingangsfolie Baum-Horoskop
Meine Ausführungen möchte ich mit einem Gleichnis beginnen:
Betrachten wir einen Baum in seinem Jahreslauf, wie er im Frühjahr seine
Knospen entwickelt, ein weißes Blütenkleid oder ein zartgrüner
Schleier von Blättern entsteht, wie er wächst und gedeiht, im Sommer
ein dichtes, undurchdringliches Laubkleid zeigt, im Herbst der Natur seine Früchte
schenkt , mit den bunten Farben seiner Reife erfreut und wie er dann zu Beginn
der rauen Stürme und frostigen Kälte sein schmückendes Blätterkleid
ablegt,
so kann sich der Eindruck ergeben, dass dieser jährliche Zyklus des Werdens
und Vergehens ein Gleichnis des Lebens ist.
Folie kahler Baum
Als Kind dachte ich, der Baum ist tot, wenn er seine kahlen Äste gegen
den Himmel streckt.
Doch da wurde mir erklärt: er ist nicht tot. Er zieht nur all seine Kraft
in die Erde zurück in seine Wurzeln, um sich zu regenerieren und sich dort
auf das neue Leben im neuen Jahr gut vorzubereiten.
Zum 1. Mal mit dem Tod konfrontiert, fragte ich mich, ob auch der Mensch nur
zur Erde zurückkehrt, um dort seine Kräfte zu regenerieren, und in
Wirklichkeit aber noch lebt und wieder kommt?
Im Religionsunterricht wurde erklärt, die Seele sei unsterblich. Doch was
man sich nun genau darunter vorzustellen habe, blieb ungeklärt. Erst als
die Weltreligionen zum Thema gemacht wurden, Buddhismus und Hinduismus aus katholischer
Sicht kurz beleuchtet wurden, da ergab sich für mich ein Ansatzpunkt zur
Antwort auf meine Frage: die Reinkarnationslehre.
Immer mehr Menschen in unserer westlichen Welt sind davon überzeugt, dass
diese alte Lehre, ein Teil der Veden – der ältesten erhaltenen Heiligen
Schrift des Hinduismus Gültigkeit hat.
Doch kommen wir zur Astrologie
Folie Horoskop als Symbol des Lebens

Das innere Szenarium |
Die Szenenfolge
= Prognose, Metagnose Höhepunkte = exakte Auslösungen oder Entspannungszeiten |
Der Regisseur
-> der leere Innenkreis = Das Höhere Selbst |
Das Horoskop ist ein Symbol des Lebens. Wer es zu deuten weiß kann das
Szenarium dieses dargestellten Menschenlebens erkennen. Da stehen die Planeten
für die inneren oder äußeren Akteure, die Tierkreiszeichen für
deren Kostüme und Eigenschaften, die Häuser nennen uns die Drehorte
des Lebensfilmes und die Aspekte berichten von den Interaktionen, welche dann
die Szenen ergeben.
Auch ein Regisseur sitzt da in der Mitte des Geschehens und wacht darüber,
dass der Rahmen des Lebens-Drehbuches nicht gesprengt wird. Wir finden ihn im
leeren Innenkreis, denn er ist unsichtbar, vielen unbewusst. Er hält die
Zügel in der Hand, kennt unsere Vergangenheit und wohl auch die Zukunft.
Ich möchte ihn „Das Höhere Selbst“ nennen, die weise Instanz
in uns, der das Ego untergeordnet ist.
Das Ego sehe ich durch die 7 klassischen Planeten repräsentiert, wobei
z.B. Mars der Kämpfer des Ego und Saturn seine schützende Mauer ist.
Ohne Ego gäbe es wahrscheinlich keinen Fortschritt auf der Welt, denn es
ist die treibende Instanz der persönlichen Leistung.
Die Transsaturnier weisen über das Ego hinaus. Hier sind Kräfte am
Werk, die dem Höheren Selbst als Werkzeug dienen und denen sich das Ego
fügen muss.
Folie Olivenbaum
Astrologie und Reinkarnation |
Erfahrungen und Erkenntnisse Karma im Horoskop Die Seelengruppe |
Astrologie und Reinkarnation sind 2 Wissensgebiete, mit denen ich mich –
zunächst als Skeptiker - seit nun fast 50 Jahren auseinandergesetzt habe.
Auch wenn ich mir immer noch nicht sicher bin, ob wir wirklich von „früheren
Leben“ im Sinne der Raum-Zeit Koordinaten oder besser von „Erfahrungen
der tieferen Seelenschichten“ sprechen sollten, verwende ich, um der leichteren
Verständlichkeit willen, das erstere Vorstellungsmodell.
Die Erfahrungen und die Essenz der Erkenntnisse, die ich bei der Kombination der beiden Gebiete – Astrologie und Reinkarnation – in den letzten 15 Jahren gewonnen habe, möchte ich Ihnen heute mitteilen.
Folie Karma und Radix
|
Alle Konstellationen haben karmische Wurzeln |
Erworbene Potentiale: harmonische Aspekte zwischen „gleichgesinnten“oder neutralen Planeten. |
Pastlifes zu einzelnen Aspekten zeigen oft auch ihre Verbindungen zu den anderen Aspekten |
Immer wieder werde ich gefragt, ob und wie man Karma am Horoskop erkennt.
Die Arbeit mit Rückführungen hat gezeigt, dass alle Konstellationen
des Horoskops karmische Wurzeln haben. Nicht umsonst wird das Horoskop auch
als Radix, die Wurzel, bezeichnet.
Talente, die wir uns in vergangenen Leben durch harte Arbeit erworben haben,
erkennen wir an den harmonischen Aspekten zwischen gleichgesinnten oder neutralen
Planeten.
Rückführungen, die zu einem bestimmten Aspekt zwischen 2 Planeten
vorgenommen werden, zeigen auch in den Szenen und Bildern deren Aspektverbindungen
zu den anderen Planeten.
Folie ViKarma im Horoskop
Planeten SA, PL |
Häuser 6, 8, 12 |
Zeichen SK, AQ, PI |
Aspekte Gespannte Aspekte |
Mondknotenachse |
Wir Menschen im Westen denken, wenn wir den Begriff Karma verwenden meist an
„böse“ Taten. Ursprünglich jedoch ist dieser Begriff von
neutraler, eher positiv hinterlegter Bedeutung.
Vikarma dagegen meint das, was ich heute als „Arbeitskarma“ bezeichnen
möchte. Diese Art erkennen wir durch verschiedene Horoskopfaktoren:
Da sind vor allem die Planeten SA und PL betroffen, wenn sie durch Aspekte an Achsen oder persönliche Planeten angebunden sind.
Dann scheinen die Häuser 6, 8 und 12 belastet zu sein, sofern sie Planeten
beherbergen.
Die transsaturnischen Zeichen Skorpion, Wassermann und Fische sind an vorderster
Front bei der Bearbeitung von Karma
Vor allem die gespannten Aspekte weisen auf traumatisierende Erfahrungen hin.
Und schließlich zeigt uns die Mondknotenachse ein karmisches Grundthema,
dem die Planeten „dienen“. Im absteigenden Mondknoten finden wir
das Gefäß, das die Essenz unserer früheren Talente und Erfahrungen
enthält. Er ist eine Art Nährboden, auf den wir uns zurückziehen,
wenn wir uns unsicher fühlen.
Der aufsteigende Mondknoten dagegen ist etwas Neues, das wir erlernen wollen,
das uns noch fremd ist und daher Unsicherheit erzeugt. Er ist gleichsam die
andere Seite eines Flusses, die wir erkunden wollen. Die Straße der Mondknotenachse
ist auch wie eine Wippe, die wir ins Gleichgewicht bringen wollen.
Den karmischen Hintergrund eines Horoskops kann man nur erahnen. Und gerade da zeigt es sich, dass diese Ahnungen oder gar Zuweisungen oft nicht dem entsprechen, was dann in Rückführungen geschaut wird.
Folie Rückführungen
| Wissenswertes
---> zu beachten Motivation----------->bestimmt das Thema Methodenvielfalt --->Vertrauen in die Methode erleichtert das Schauen Zielsetzungen ------> Erkenntnis ist gut Heilung ist besser Begleiter ----------> Information, Intuition? Keine Fremdbestimmung und Fremdbilder |
unter Führung des Höheren Selbst, in meditativer Haltung, möglichst mit Heilung durch
HS |
Für den Interessierten ist das Thema Rückführungen heute leicht recherchierbar. Dennoch möchte ich aus meiner Erfahrung heraus Hinweise geben für den, der eine Rückführung für sich ins Auge fasst.
Die zu Grunde liegende Motivation sollte genau geprüft werden. Ist es Leid oder der Wunsch innerlich weiter zu kommen und sich von störenden Mustern zu lösen. Oder ist es pure Neugier? Da sollte sehr genau unterschieden werden, denn eine Rückführung kann auch ein Trauma reaktivieren.
Über die Methode sollte man sich genau erkundigen. Wie wird in das Leben
geführt. Es gibt die verschiedensten Techniken von der Assoziationskette
über Atemtechniken und Meditation bis zur Hypnose.
Die Methoden, bei denen Wert auf den Zustand der hellen Wachheit gelegt wird,
der Rückgeführte also voll bewusst und aus der inneren Leere heraus
das Geschehen schaut und zu Protokoll gibt, halte ich für empfehlenswert.
Auch die Zielsetzungen einer Rückführung sollten geklärt sein. Dient sie der reinen Information, der Erkenntnis oder der Heilung?
Und zuletzt sollte man sich über den Begleiter informieren. Verwendet er die favorisierten Methoden und Zielsetzungen?
Vorsicht ist geboten bei Hellsehern, die - wie sie sagen - die Leben anderer Menschen sehen können. Sicher gibt es Menschen, die dieses Talent haben. Aber zu oft geschieht es, dass mehrere Personen mit den gleichen Lebensgeschichten beglückt werden. Das hilft nur dem Hellseher, erschwert jedoch in den meisten Fällen das Leben der Betroffenen
Folie Die Seelengruppe
| Herausforderer Eltern Geschwister Freunde Partner |
Helfer Freunde „Stiefeltern“ Partner |
Weichensteller Einmalige Begegnungen mit weitreichenden Folgen Relativ kurze Beziehungen mit bleibendem Richtungswechsel |
|
Zusätzliche Aufgaben
und Schwierigkeiten |
|
Geschlechterwechsel
|
Rollentausch Eltern ? Kind Mann ? Frau König ? Sklave Rivalin ? Tochter |
Verabredungen Gelingen oder Misslingen? |
Bei einer Rückführungsausbildung sollte es zum Pflichtprogramm gehören,
die traumatischen Situationen des jetzigen Lebens, auch die in der intrauterinen
Phase zunächst anzuschauen und aufzuarbeiten, bevor in frühere Leben
gegangen wird.
Wer später als Rückführer und Katalysator dienen will, sollte
vorher ganze Inkarnationszyklen bearbeiten, um in den Zeiträumen, in welchen
er dann arbeitet, auch innerlich klar zu sein.
Bei der Bearbeitung von Inkarnationszyklen - das sind Leben in Reihenfolge -
kann man feststellen, dass wir offensichtlich einer Seelengruppe angehören.
Die Teilnehmer dieser Gruppe sind im geistigen Raum in Liebe verbunden. Von
Zeit zu Zeit verabreden sie sich, um während einer Inkarnation gemeinsam
Aufgaben zu erledigen mit dem Ziel, sich aus den emotionalen Verstrickungen
und Mustern zu lösen und zur liebevollen Neutralität zurück zu
kommen.
Die Seelenfreunde stellen sich als Herausforderer im Leben zur Verfügung,
die uns zu harter Arbeit zwingen, oft in Gestalt von Eltern, Geschwistern, Partnern,
Chefs, Kollegen oder auch Freunden. Sie nehmen es auf sich, Gefühle von
Hass, Wut oder Verachtung entgegengeschleudert zu bekommen, falsch beurteilt
oder gar verurteilt zu werden, denn sie wollen der befreundeten Seele ein Stück
weiter helfen auf ihrem Erfahrungspfad.
Wir begegnen auch den sichtbaren Helfern. Das sind diejenigen, die uns in schweren
Schicksalsstunden über den Weg laufen, unsere Hände halten, uns trösten
und ein Stück begleiten, bis wir wieder alleine laufen können. Sie
haben den leichteren Part, wie es scheint, doch auch hier ist die Gefahr der
weiteren Verstrickung und tieferen Bindung gegeben.
Und dann erleben wir Weichensteller. Sie huschen in unser Leben, stellen es
auf den Kopf und verlassen es wieder, ehe wir uns vom Staunen erholt haben.
Ihre Aufgabe ist es, einen Richtungswechsel zu erzeugen.
Die Lernprozesse innerhalb einer Inkarnation können durch zusätzliche Leistungsanforderungen erschwert werden. Eine solche Gegebenheit kann der Geschlechterwechsel sein. Eine Seele, die sich z.B. viele Male als Frau inkarniert hat, will jetzt als Mann die Inkarnation meistern. Sie fühlt sich fremd in dem Körper, sehnt sich vielleicht nach diesem gewohnten Körper, liebt plötzlich das anscheinend falsche Geschlecht. Der Mann wirkt weiblich, ist vielleicht homosexuell und hat so mit zusätzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Oder wir leben im Rollenwechsel: wer früher Elternteil war wird zum Kind
von heute, wer Ehemann war wird zur Ehefrau, die Frau zur Geliebten, die ehemalige
Geliebte zur Tochter. Alle Wechselspiele sind möglich. So kann z.B. die
Mutter zur Rivalin der Tochter werden, statt sie zu beschützen oder der
Vater zum Konkurrenten für den Sohn.
Auf diesem Hintergrund scheint alles Erlebbare verständlich zu sein, wirklich
ein Lebenstheater, bei dem die Teilnehmer der Seelengemeinschaft alle Rollen
einmal einnehmen und beherrschen wollen.
Und was ist nun mit diesen Verabredungen?
Es scheint, dass wir unzählige Leben benötigen, um diese Lernprozesse zu bewältigen, viele Inkarnationen durchschreiten, oft ohne zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben.
Heilung karmischer Wurzeln
Heilung karmischer
Wurzeln durch Versöhnung + Aussöhnung mit Ziel „liebevolle
Neutralität“ |
||
helfen kann |
||
| Schmerzvolle Erfahrung als Motivation |
Therapie
Ziel Eigenverantwortung |
Innere Arbeit Meditationstechniken Schulungswege der alten Kulturen Rückführung u. Heilung d. HS |
Grundvoraussetzung: Haltung der „inneren Demut“, Öffnung für Hinweise der „Geist-Seele“(durch Träume, Meditation,…) |
Die Heilung karmischer Wurzeln kann nur durch Versöhnung und Aussöhnung
mit sich selbst und dem anderen erfolgen. Dabei können wir Hilfestellungen
in Anspruch nehmen.
Die leidvolle Erfahrung dient oft als Motivation, sich auf den Weg des Erkennens
zu begeben. Der erste Schritt ist getan.
Therapiemethoden, die dem Ziel der Eigenverantwortlichkeit dienen, können
zur Heilung beitragen.
Wer sich auf den Weg der Inneren Arbeit begibt, um durch Meditation oder auf
anderen Inneren Schulungswegen ein Stück weiter zu kommen, kann auch damit
viel zur Heilwerdung beisteuern.
Die Grundvoraussetzung für die Heilung von karmischen Wurzeln ist die
Haltung der inneren Demut - im Gegensatz zu Stolz und Rechthaberei, die Öffnung
für die Botschaften der Seele in Träumen, Bildern, Erlebnissen und
ihre Wahrnehmung.
Zum Abschluss möchte ich ein Gedicht von Hermann
Hesse vorlesen
Er hielt sich 1911 einige Monate in Indien auf und setzte sich mit der Lehre
von Hinduismus und Buddhismus auseinander.
Das Leben, das ich selbst gewählt
Ehe ich in dieses Erdenleben kam
Ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
Da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
Da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
Da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.
Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
Die voller Licht und schöner Träume sind,
Wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
Und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
Die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
Wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.
Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
Mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
Mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
Da hört ein Wesen ich die Frage tun,
Ob ich dies zu leben mich getraute,
Denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.
Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme —
»Dies ist das Leben, das ich leben will!« —
Gab ich zur Antwort mit entschlossner Stimme.
So war’s als ich ins neue Leben trat
Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenn’s oft mir nicht gefällt,
Denn ungeboren hab ich es bejaht.
Schlussfolie
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Planeten-Entdeckungs-Kosmogramme, ihre Deutung und Bedeutung
von Gertrud Hamers-Schreiber
Die Kosmogramme der Entdeckung der transsaturnischen Planeten
Bis vor einiger Zeit war für mich lediglich die Jahreszahl der Entdeckung der äußeren Planeten von Belang. Doch da stolperte ich auf der Suche nach mehr Information zu selteneren Aspektfiguren über die Entdeckungshoroskope der Transsaturnier (1). Solche wichtigen Momente in der Geschichte von Astronomie und Astrologie verdienen wohl ein näheres Hinsehen.
Wer sich intensiv mit Psychologie, Astrologie und östlichem Wissen befasst, kann nicht mehr an Zufälle glauben. Aus dieser Haltung heraus gewinnt jedes besondere Ereignis einen tieferen Sinn. So auch die Entdeckung eines Planeten. Ich sehe sie als ein Signal für die Menschheit, ein ergänzender Stein im unendlich anmutenden Mosaik der Bewusstsein-Erweiterung. Eine neue Dimension rückt ans Tageslicht, überschreitet die Schwelle des bisher Ungewussten.
Wie der Moment der Geburt eines Wesens oder Werkes uns Aufschluss über
eine ihm zugrunde liegende Struktur gibt, so müsste analog der Augenblick
der Entdeckung eines Planeten ebenso die seiner Energie (seinem Symbol) entsprechenden
Qualitäten beschreiben.
Sicher könnte man dagegen halten, dass der Planet nicht in diesem Moment
geboren würde. Doch dieses Argument, denke ich, ist irrelevant, da für
uns an unsere Sinne gebundenen Erdenbe-wohner die Existenz einer Kraft - vorläufig
noch - erst in dem Moment als bewiesen gilt, wenn wir
sie mit diesen Sinnen erfassen können.
Hypothesen aufgrund von Berechnungen sind keine Beweise für die Existenz
eines Gestirns. Die berechtigte und berechnete Annahme, dass ein Kind geboren
werden könnte ist auch nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen
Geburt.
Schließt man sich zudem der Meinung an, nichts ginge in unserem Universum
verloren, also auch nicht die Essenz eines Menschen – nennen wir sie nun
Geist, Seele oder Höheres Selbst - so liegt der Schluss nahe, dass wir
ja auch diese Essenz erst dann als existent begreifen,
wenn sie in einem für unsere Sinne wahrnehmbaren Körper erscheint.
Für diesen Zeitpunkt berechnen wir Kosmogramme, nicht für die Zeitspanne
des hypothetischen Aufenthaltes im für uns Unsichtbaren.
Die Annahme, dass es keinen Zufall gibt, führt zu dem Schluss, über
den Grund nachzudenken, warum genau zu dieser Zeit ein Planet von den Menschen
erstmalig als solcher erkannt wird.
Will Gott - als der in allem Wirkende - oder der Kosmos - als die räumliche
Vorstellung der Schöpferischen Kraft - damit auf etwas Bestimmtes aufmerksam
machen? Vielleicht auf Fähigkeiten, die bisher schlecht oder gar nicht
gehandhabt und entwickelt wurden? Will Er
warnen vor Übertreibungen, Fehleinschätzungen und den daraus resultierenden
Gefahren?
Ich meine, die nähere Betrachtung dieser erd- und menschbezogenen Kosmogramme
der äußeren Planeten lohnt sich.
In den Augen des Beraters scheinen die Entdeckungshoroskope eine Information
über die "Wurzel der Ursache" von Verhaltensmerkmalen der Menschen
zu geben, die die entsprechende Planetenkraft als (maximal) dominante Energie
leben. Sie sind einem Zoom vergleichbar, der Transsaturnisches aus der Gesamtpersönlichkeit
abspaltet und unter einer Art Vergrößerungsglas betrachten lässt.
Der Astrologe befasst sich in der Regel mit Merkmalen, die er beim Erwachsenen ausgebildet findet. Kinder sind weitaus seltener Gegenstand astrologischer Beschreibung. Die psychische Struktur eines Erwachsenen entwickelt sich jedoch aus dem in Kindheit und Jugendzeit entstandenen Fundament. Die dem Astrologen präsentierte Haltung und Einstellung ist das Produkt aus Erbanlage, Umwelt, mitgebrachter innerer Struktur und dem sich daraus ergebenden "persönlichen Filter" (Kosmogramm). Um dieses „Produkt“ besser erfassen und verstehen zu können, ist es hilfreich nachzufragen, welche Erfahrungen auf die junge Seele prägend einwirkten. Die Tönung des Erfahrungsspektrums – bedrückend - isolierend, harmonisch aufbauend, unruhig - chaotisch.. - können wir an der Radix ablesen, u.a. an der Mondknotenachse, der Mond- und Merkurstellung, den Zeichen Krebs und Zwilling, dem 3. und 4. Feld.
Ist ein transsaturnischer Planet, die ihm zugeordnete Tierkreis- oder Feldqualität
in einem Kosmogramm dominant vertreten, so scheint der betroffene Mensch mit
einem bestimmten Erfahrungskreis konfrontiert zu werden, der ihn schrittweise
im Vorfeld zum Erwachsenenstadium zu bestimmten Verhaltenspotentialen hinführt.
Dieses Erfahrungsspektrum samt der darauf basierenden Reaktionsmöglichkeiten
enthält meines Erachtens das Entdeckungskosmogramm.
Doch vor allem beschreibt es wohl die Qualität der Planetenenergie selbst,
vermittelt einen Eindruck über Ausrichtung, Rolle, Einsatzbereich, Sinn
und Wert der Planetenkraft.
In der folgenden Artikelserie werden die Entdeckungskosmogramme aus verschiedenen
Perspektiven beleuchtet. Ausgehend vom Geschehen der Zeit, in die die Auffindung
des Planeten fällt, wird die mögliche kosmische Botschaft an die Menschheit
ergründet.
Das Individuum interessieren andere Ebenen. Und so gilt die Aufmerksamkeit hauptsächlich
der Frage, welche gemeinsamen Quellen solche Menschen haben, deren Leben mit
der beschriebenen Planetenenergie maximal korreliert. Hierbei wird vor allem
auf den fortgeschritteneren, entwicklungsbereiten, transsaturnisch gefärbten
Menschen Bezug genommen.
Die Uranus-Neptun-Konjunktion des nächsten Jahres (Frühjahr 1992) stellt eine Heraus-forderung an derartige Betrachtungsweisen dar. Im letzten Teil wird anhand prognostischer Methoden versucht, die kosmischen Aufforderungen dieser Jahrhunderkonstellation an die Menschen zu entschlüsseln.
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Das Uranus-Entdeckungs-Kosmogramm
von Gertrud Hamers-Schreiber
Uranus wurde am 13.3.1781 zwischen 22.00 und 23.00 Uhr GMT in London durch Herschel ent-deckt. Das Entdeckungshoroskop wurde auf 22.30 Uhr GMT berechnet, geringe Abweichungen der Achsen müssen demnach einkalkuliert werden.Horoskop Uranus, Daten via Taeger-Archiv
| Kosmogramm | Bild von Johfra zu Wassermann |
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Geschichtlicher Rahmen
England als Entdeckungsland führt zu dieser Zeit eine Reihe von Eroberungs-
und Vormachtkriegen (Kanada, Ostindien, Australien) und befindet sich mitten
im nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-83), in welchem Frankreich
und Spanien die 13 amerikanischen Staaten unterstützen. 1780 initiiert
die russische Zarin Katharina II. die „bewaffnete Seeneutralität“
der europäischen Neutralen, um den Handelsverkehr der neutralen mit den
kriegführenden Mächten zu erhalten. Der die Zukunft prägende
wichtigste Prozeß englischer Kultur- und Sozialgeschichte, die „Industrielle
Revolution“ ist in vollem Gange, Dampfmaschine (1769) und Spinnmaschine
(1769) sind , der mechanische Webstuhl wird erfunden (1785-90). Die Zeit für
eine gesellschaftliche Neuordnung scheint gekommen.
In Frankreich ist kritisches Denken gefragt. Die Freimaurerloge hat eine große
Blütezeit. Sie ist Träger der Zeitidee und vereinigt in sich die geistige
Elite aller Stände. Rousseau (1712-78), der Vorkämpfer für naturnahe
Erziehung und Verfechter der Idee der Volkssouveränität, Voltaire
(1694-1778) als der größte Schriftsteller der Aufklärung, der
für religiöse Toleranz kämpft, das sind nur 2 Namen, die für
den kritischen Zeitgeist bürgen, der sich gegen Autorität in Staat
und Kirche auflehnt. Die Reformversuche der Regierung in Frankreich scheitern
an der Oppositi-on des Parlamentadels, der seine Privilegien wahren will. Der
Forderung nach Freiheit und Gleich-heit, die durch die Beteiligung am amerikanischen
Unabhängigkeitskrieg noch mehr geschürt wird, trägt man kaum
Rechnung und schafft so die Grundlage für den Ausbruch der blutigen Fran-zösischen
Revolution (1789).
Deutschland wird von Friedrich dem Großen (1712-86) regiert - einem Vollblut-Uranier,
dessen Freundschaft mit Voltaire für sich spricht. Herder (1744-1803),
Goethe (1749-1832) und Schiller (1759-1805), die Sturm und Drang-Bewegung (1777)
als Oppositionsbewegung gegen die geisti-ge Enge der Aufklärung und Immanuel
Kant (1724-1804) mit seinem „Kategorischen Imperativ“, das sind
einige der geistigen Säulen dieser Zeit.
In der Musik werden schöpferischer Geist und Ideenreichtum durch Christoph
Willibald Gluck (1714-87), Philipp Emanuel Bach (1714-88), vor allem aber durch
Mozart (1756-91) und Haydn (1732-1809) in Jahrhunderte überdauernder Form
festgehalten.
Freiheit und Humanität, Neuorientierung und Demokratisierung, Entwicklung
von Tech-nik und Fortschritt, so lauten die Forderungen der Zeit, und das verstehen
wir heute unter einer typisch uranischen Entsprechung.
Wassermännische und uranische Qualität
Den astrologischen Berater interessiert zunächst, inwieweit das Uranus-Kosmogramm
das Mo-tivsystem, den inneren Zustand hinter der Fassade eines Vollblut-Uraniers
widerspiegelt.
Unter Vollblut-Uranier verstehe ich einen Menschen, dessen Horoskop einige der
folgenden Merkmale enthält: Wassermann-Betonung durch mehrere Planeten,
vor allem Sonne oder Mond, maximal dominanter Uranus, Wassermann Ascendent ohne
Konjunktion eines anderen Planeten, starke Besetzung des 11. Feldes oder ein
vielfach aspektierter Uranus (vor allem Aspekte zu per-sönlichen Planeten).
Jeder Mensch hat uranische Energie in sich. Sie ist ein mehr oder weniger hervorstechender
Teil seiner Persönlichkeit, der sich je nach Färbung und Richtung
äußert. Die folgenden Gedanken-gänge - am Entdeckungskosmogramm
entwickelt, verglichen mit den eigenen, als zutreffend befundenen Erfahrungen
aus Beobachtung und Beratungsarbeit - müßten also besonders diejenigen
ansprechen, die eine solche Betonung in ihrem Kosmogramm feststellen.
Auf den ersten Blick erhält man eine Bestätigung für die häufig
behauptete Verwandtschaft zwischen Skorpion und Wassermann. Mit einem Skorpion-Ascendenten
und 2 Planeten im Skor-pion schimmert diese Qualität nicht nur durch sondern
scheint „Maske“ und Erscheinungsbild (AC), Aufnahmefähigkeit
und Gefühlswelt (MO), das Optimale nebst Expansionswillen (JU) des Uraniers
mit zu prägen. Mit Mond nahe AC evt. noch in 12 und Jupiter im 1. Feld
wird die Ent-wicklung der Eigenperson eine wichtige Angelegenheit. „Ich
bin der Größte“ tönt mit Jupiter aus dem 1. Haus, und
„Ich muß mich durchsetzen“ (SK). Kein Wunder, daß in
so manchen astrologi-schen Büchern der Wassermann als krasser Egoist oder
gar rücksichtsloser Egozentriker dargestellt wird. Sicher ist ein Uranier
von seinem eigenen Wert überzeugt (JU herrscht über 2, das Feld der
Werte). Er hat eine stolze Seele, wie ich so gut formuliert gelesen habe. Doch
sitzt da auch noch der Skorpion-Mond neben dem fröhlich-naiven und selbstüberzeugten
Jupiter und verursacht er-hebliche Schwankungen im eigenen Selbstwertverständnis.
Der Mond herrscht über das 9. Haus, womit wir, durch die Konjunktion mit
dem Ascendenten, eine doppelte Betonung des Jupiterprin-zips in 1 haben: der
höhere Sinn, Toleranz, Würde, Bewußtseinserweiterung, selbst
oder gerade (SA- SG) unter schwerem, eher verborgen gehaltenem Leidensdruck
(MO-SK), Freiheit und Unabhängigkeit, das sind die Qualitäten, auf
die der waschechte, entwicklungsbewußte Uranier besonderen Wert legt.
Dabei geht er mit analysierendem Gefühl (MO-SK) auf seine Umwelt zu, meist
bereit zuzuhören, zu raten, Anregung zu geben, jedoch weniger bereit, den
Rat anderer bei eigenen Schwierigkeiten anzunehmen.
Noch ungeschliffen kann eine derartige Jupiterbetonung - durch Mars und Saturn
in Schütze im 1. Quadranten verstärkt - sicher die Form eines geistigen
Hochmuts, einer Überbetonung des Ichhaf-ten annehmen. Doch meine ich, daß
gerade in der heutigen Zeit für viele wache Menschen solche Stadien nur
Übergangscharakter besitzen. Immer mehr Individuen wachsen immer frü-her
aus den geistig-seelischen „Kinderschuhen“ heraus, so daß
es an der Zeit ist, sich intensiver auf den fortgeschrittenen transsaturnischen
Typ einzustimmen.
Man sagt dem Uranier Sprunghaftigkeit und Unzuverlässigkeit nach. Die Quelle
dieser Fehlhaltung scheint eine erhöhte Sensibilität zu sein. Sonne
und Venus in den Fischen sind ein Zeichen für Dünnhäutigkeit.
Man paßt sich unbewußt den Energien der Umgebung an, ändert
somit sein Ver-halten mit jedem neuen Umfeld, ohne das selbst als Wandlung zu
empfinden. Die Umgebung kann unter Umständen so stark von einer solchen
Person Besitz ergreifen, daß alles vorher Gesagte, Verabredete oder Festgelegte
für sie wie ausgelöscht ist und später, nach Hinweis, nur noch
mit Mühe von ihr rekonstruiert werden kann. Ein Verhalten das Thomas Ring
wie folgt umschreibt: „...rasche Umdisponierung, je nach herantretenden
Erfordernissen, bei grundsätzlich neuen Voraus-setzungen, sofortige Anderung
der Basis...“ (5a)
Venus im 4. Feld setzt direkt an der Wurzel an. Die Fähigkeit zu künstlerischer
Betätigung, die Liebe zu künstlerischer Form und Ausdruck hat ein
Mensch diesen Schlags bereits mit der Muttermilch mitbekommen. Im kunstvollen
Umfeld fühlt er sich zuhause und geborgen. So finden wir unverhältnismäßig
viele Uranier in künstlerischen Berufen: als Schauspieler, Regisseur, Maler,
Musiker und Komponist, Schriftsteller und Modekönig.
Sonne und Venus in 4 in den Fischen geben noch einen anderen Hinweis. Nicht
wenig Wasser-mann-Betonte leiden unter ihrem Zuhause, d.h. sie leiden mit anderen
mit (Fisch). In jungen Jah-ren ist es ihnen kaum möglich, sich gegen die
disharmonischen, Unruhe verbreitenden (IC in AQ, UR in 8) Strömungen abzuschirmen.
So laufen sie oft weg, wenn sie die gespannte Atmosphäre nicht mehr ertragen,
besetzen das stille Örtchen - da hat man wenigstens seine Ruhe! - oder
schlie-ßen sich in ihr Zimmer ein. Ihre Liebe gilt trotz allem der Familie
(Venus in 4), der Tradition, der Heimat. Dabei neigen sie dazu, vor allem die
männlichen Personen (Vater, Bruder, Freund, Ehe-mann) zu idealisieren (SO
in PI, SO TRI JU), was fast zwangsweise eine Enttäuschung zur Folge hat.
Das weibliche, mütterliche Prinzip ist ihrem Erfahrungskreis näher,
wird von ihnen als mächtiger und dominanter erlebt (MO CNJ AC; VE CNJ IC
oder in 4).
Eine mit Desillusion, Aggression, Unzuverlässigkeit und Entfremdung behaftete
männliche Imago einerseits (SO-PI,SO SQU SA,SO SQU MA, SO SQU UR, MA CNJ
SA, SA OPP UR) und die von mächtigen Gefühlen besetzte, besitzergreifend
wirkende, doch isoliert dastehende weibliche Ima-go andererseits (MO-SK,Ve SQU
JU, VE QNX NE) können ein Motiv für die bei Wassermann- und Uranus-
Betonten vermehrt festgestellte homosexuelle Veranlagung sein. Die mächtige
Mutter kann man nicht vom Sockel stürzen, sich ihren Ansprüchen kaum
entziehen. Ihr verinnerlich-tes Bild blockiert den Zugang zur Heterosexualität.
Für die belastete innere Vaterfigur und den damit gestörten eigenen
Zugang zum Männlichen wird Ersatz im Außen gesucht, wobei der männ-liche
Partner oft genug das Muster der Imago wiederholt.
Noch unerfahren erhoffen sich die kleinen Uranier von einer (auch elterlichen) Beziehung geisti-ge Nahrung (SO), Harmonie, sensible Zuwendung mit einem Trend zu symbiotischer Verbun-denheit (VE in PI).
Doch Uranus herrscht über Feld 4, und so gibt es manche Erschütterungen
im Leben des jungen Uraniers, die ihm gewaltig zusetzen (MO-SK, UR in 8): der
Verlust der Heimat durch Umzug oder Flucht, der physische oder auch psychische
Verlust des Vaters, das Zerbrechen der Familie, um nur wenige Möglichkeiten
zu nennen. Solche Schicksalsschläge geben den Anstoß zur Transformati-on
der Haltung und Einstellung (AC-SK). Dabei hilft ein Jupiter in Feld 1, nicht
ganz den Boden unter den Füßen zu verlieren, Optimismus zu bewahren
oder - als Fortgeschrittener - Halt im för-dernden Wert des Leidens zu
finden. Jupiter vermittelt an dieser Stelle die Möglichkeit der visionä-ren,
zukunftsgerichteten Sicht. Mit einer solchen Gabe läßt sich Leid
als vorübergehender Zustand betrachten, aus dem für eine bessere Zukunft
gelernt werden kann. In dem früh erfahrenen uranischen Schock, oft sind
es mehrere, liegt die Ursache für das spätere Escheinungsbild der
Ab-gebrühtheit. Thomas Ring schreibt, ein Wassermann wäre ohne Aggression,
gleichmütig, illu-sionslos, unsentimental, und es würde ihm der eigentliche
Herzenston fehlen. Diesen Eindruck kann man durchaus gewinnen, wenn man sich
mit einem betonten Wassermann auf Distanz einläßt. Doch erfährt
man etwas über Kindheit und Jugend des emotionslos Argumentierenden, so
findet man tiefsitzende seelische Einschnitte, Verletzungen, die mit Mühe
vernarbt sind und Schwielen auf der Seele hinterlassen haben. Wer tief erschüttert
wurde, den kann so schnell nichts mehr um-werfen! Ein Prozeß, der von
Thomas Ring beschrieben wird als: „Überwindung der Abhängigkeit
von Gefühl und vitalem Anreiz“ (5b)
Tritt nicht das Schicksal als Korrekturprinzip in Erscheinung, so wählen
viele Uranus-betonte
Menschen den selbsbestimmten Weg. Bei einem SA SQU SO, MA SQU SO und UR SQU
SO - wobei diese Sonne im kritischen Punkt in Feld 5 das Anliegen der kreativen
Selbstdarstellung, des eigenen schöpferischen Werkes vertritt - ist der
von kosmischer Liebe erfüllte Geist (SO-Pi SP V) so in die Mangel genommen,
bedrängt von Aggression (MA), Einschränkung (SA) und alles umwälzenden
Veränderungen (UR), daß er - des Leidens müde - beginnt, die
Quadratspannung in Leistung umzusetzen und sich vom bedrückenden Umfeld
zu befreien. Man könnte meinen, auch diese schwierige Konstellation würde
von Thomas Ring umschrieben: „zum Platzen gespannte Erregungszustände,
unvermittelte Ausbrüche..“ (5c) oder „unberechenbare Vitali-tät...kann
sich sowohl sprunghaft aktiviert äußern, bis zu krampfartigen Anspannungen,
als auch Perioden der Abgespanntheit und Apathie durchmachen“ (5d)
Doch befreit sich der Uranier, so wird ihm das als „keinen Sinn für Familie“, Verantwortungslosig-keit, Kurzsichtigkeit oder als Egozentrik ausgelegt; eine Behauptung, hinter der sich, wie ich meine, mangelndes Verständnis des Wesenskerns verbirgt. Denn, wie bereits gesagt, solange das dicke Fell fehlt - es wächst erst nach den ersten Erschütterungen - ist der sensible Mensch (SO-PI, MO CNJ AC-SK) permanent überfordert, da er sich gegen Unstimmigkeiten, Kummer und Sorgen der ganzen Umgebung nicht abgrenzen kann, sie deshalb noch mitverdauen muß. Um sich zu schützen, sich selbst zu behaupten, muß er eine Glaswand um sich errichten. So wirkt er als Erwachsener für manchen Außenstehenden kühl mit geistigem Schwergewicht, neutral, ohne Gefühl.
Der Spannungsbereich, in dem sich der zentrale Wille (SO) des Uraniers bewegt,
wird durch die Häuserposition von Saturn, Mars und Uranus umrissen. Sicherheiten,
Wertvorstellungen, Ge-winn und Verlust, das Ererbte im Sinne von Kultur, Tradition
und Wissen stehen im Kreuzfeuer der geistigen (GE,SG) Auseinandersetzung. Gegen
erstarrte Normvorstellungen und Gesellschafts-systeme, Schein- Ethik und -Moral
(SA in SG) wird gewettert (MA CNJ SA, ME in AR), die Bewußtseinswandlung
durch zwillinghafte Auseinandersetzung mit okkulten Diszipli-nen (UR in GE in
8) zu erreichen versucht. Das Revolutionäre, Umstürzlerische ergibt
sich aus der Mars-Uranus Spannung. Für die neuen Ideen wird kompromisslos
(SK) gekämpft, selbst wenn es durch die Hölle geht; für solche
Schritte steht eine leidenserprobte psychische Energie (MO-SK) und ein grenzenloser,
idealistischer Wesenskern (SO in PI TRI JU) zur Verfügung. Eigene Sicher-heiten
und Materielles deklarieren sie so lange für belanglos bis sie feststellen,
daß doch genau da ihr wunder Punkt liegt (SA in 2), an dem sie arbeiten
müssen. Manchmal ist es genau dieser saturnische Punkt, der sie festhalten
läßt, obwohl nicht nur ihre Psyche (MO) sondern auch ihr Körper
(AC) mit allen Signalen den Wandel und das Loslassen (SK) fordern.
Hat ein uranisch betonter Mensch einen inneren Anker gefunden, so wirkt er souverain.
Sein Auf-treten in der Öffentlichkeit hat löwenhafte Züge (So
in 5, MC in LE), welche die leichte Verletzbar-keit kaschieren. Er gibt sich
selbstbewußt, wirkt auf manche arrogant; doch ist Arroganz nicht auch
ein möglicher Ausdruck von Unsicherheit?
Er schwankt zwischen dem Gefühl, optimaler spiritueller Führer zu
sein (JU in 1 TRI SO) und der versteckten Angst, nichts erreichen zu können
(MA CNJ SA SQU SO), zu versagen, blockiert und lahmgelegt zu sein oder zu werden.
Will man dem uranischen Bedürfnis nachgehen, sein Bewußtsein erweitern,
sein Wesen mit kosmischen Qualitäten anreichern und möglichst jede
Verbundenheit mit der Materie und Mate-riellem bekämpfen (SA und MA in
2), so zieht man sich in die Stille, die Meditation zurück. Da sind die
Uranier am Ort ihres südlichen Mondknotens in 12, üben ein Verhalten,
das ihnen ver-traut ist und daher Sicherheit vermittelt. Doch betrachtet man
nach der Huber-Methode den nörd-lichen Mondknoten als ersten Schritt in
die beabsichtigte Entwicklungsrichtung, so wäre die Konzentration auf eine
praktische, vielleicht künstlerische oder soziale (NN in TA, VE in PI)
Arbeit, die eine Form von Sicherheit - auch auf materieller Basis - beinhaltet
(VE, TA, 6./7.Feld) bestimmt eine die Entwicklung fördernde Betätigung.
Sich selbst, seine Erwartungen, Gefühle, den zentralen Willen zu transformieren
und zu transzendieren, um dann für das Du und die Gemein-schaft souverän
aber doch selbstlos zu agieren, das scheint der kosmische Auftrag eines Uraniers
zu sein.
Vollbluturanier waren oder sind
Friedrich der Große, geb. 24.1.1712, 10.36 GMT, Berlin
AQ-So,-ME,-MA,-CH
Theodor Heuss, geb.31.1.1884, 12.40 GMT, Brackenheim/D
AQ-SO,-MC; UR OPP MO, UR SQU AC
Valery Giscard d'Estaing, geb. 2.2.1926, 21.30 GMT, Koblenz/D
AQ-SO,-ME,-VE,-JU; UR SQU MA
E.T.A. Hoffmann, geb. 24.1.1776, 10.38 GMT, Königsberg
AQ-SO,-ME,-MA,-MC; UR CNJ AC, UR TRI SO,ME
Hier lohnt eine Wiedergabe der Beschreibung:
„Jurist, Zeichner, Karrikaturist, Regierungsrat,
Dirigent, Musikkritiker, Bühnenbildner, Richter,
Märchenerzähler, Novellist, Romancier, Satiriker,
Autobiograph, Vertreter der deutschen Romantik“ (6a)
Hugo von Hoffmannsthal, geb. 1.2.1874, 2.24 GMT, Wien
AQ-SO,-ME,-VE,-SA; UR CNJ MO, UR OPP SO,ME,VE
„Jurist, Romanist, Archivar, Journalist, Lyriker,
Dramatiker, Erzähler, Essayist, Impressionist,
Symbolist, Kunstkritiker.... Mysterienspiel:
Jedermann...“ (6b)
Wolfgang Amadeus Mozart, geb.27.1.1756, 20hoom LMT, 19h08m GMT in Salzburg
AQ-SO-ME-VE-SA, UR in PI OPP AC, PL OPP MC
Charles Lindbergh, geb. 4.2.1902, 8.30 GMT, Detroit/USA
AQ-SO,-MA; UR in 1 CNJ MO
1. Atlantiküberquerung im Alleinflug
Niki Lauda, geb. 22.2.1949, 10.02 GMT, Wien
AQ-ME,-VE,-MC; UR CNJ AC
Uranische Energie
Das zentrale Anliegen der uranischen Energie an sich ist die kreative Reform
überholter Wertvor-stellungen und Denkmodelle und die geistige Hinwendung
zu Grenzen sprengendem kosmischen Denken (SO in PI Spitze V SQU SA,MA,UR in
2/8).
Uranus selbst steht im 8. Feld, dem Feld der Geburt, des Todes und Transformation.
Ist dies nicht ein deutlicher Hinweis darauf, daß es an der Zeit ist,
einer neuen Kraft Raum zu geben, sie kennen und mit ihr umgehen zu lernen, sich
gedanklich mit ihr auseinanderzusetzen , sie zu relativieren (Zwillinge) und
durch diesen Prozeß eine Wandlung zu bewirken?
Praktischer Hinweis
Möchten Sie wissen, wie uranische Energie in Ihrem Leben wirkt? Eine Synastrie
Ihres Kosmo-gramms mit dem Entdeckungshoroskop kann uranisch-überraschende
Offenbarungen enthalten.
Erwarten Sie einen Uranus-Transit? Dann kann das auf die Transitzeit berechnete
Progressionsho-roskop des Uranus-Kosmogramms, eingeblendet in Ihre Radix, die
Einstimmung auf den Transit befruchten.
Uranus und die Astrologen
Uranus wird oft der Astrologie zugeordnet. Folgt man dieser Behauptung, so
müßte das Ura-nus-Horoskop Hinweise auf die Qualitäten geben,
die ein beratender Astrologe zur Verfügung haben sollte.
Alle Planeten, außer Uranus selbst, (Neptun und Pluto waren noch nicht
entdeckt), befinden sich unterhalb des Horizonts. Introversion, erscheint somit
als oberstes Gebot.
Mond, Jupiter, Saturn und Mars im ersten Quadranten kann als deutliche Aufforderung,
die Eigenperson einer intensiven, kritischen Betrachtung zu unterziehen, angesehen
werden. Durch das Bekämpfen starrer Wertungsprinzipien, durch Hinwendung
zu Toleranz und Offenheit ist eine Transformation zu bewirken.
Venus, Sonne und Merkur im 2. Quadranten verlangen eine sensible, liebevolle
Zuwendung zum Du im kreativen, impulssetzenden und vielleicht auch kämpferisch
geführten Gespräch (ME-AR in 5).
Zusammenfassend könnte aus dem Uranus-Kosmogramm folgendes, zukunftsgerichtetes
The-senpapier für die astrologische Ausbildung und Arbeit entworfen werden:
• Erst wenn der oben beschriebenen Aufforderung zur Transformation der
Eigenperson und des von ihr angestrebten Optimums (JU-SK) nachgekommen wurde,
durch die Bewußtwerdung von Schattenbereichen und das Zurücknehmen
von Projektionen,
• erst wenn eigene Grenzen und Grenzenlosigkeit erkannt wurden, die Nächstenliebe
wie die Selbstachtung und der Selbstschutz entwickelt, die Fähigkeiten
des Verstehens, Mitfühlens, Analysierens ausgeweitet wurden,
• erst wenn die Erstarrung der eigenen Wertmaßstäbe erkannt
und bekämpft wurde, das Wer-tedenken in einem umfassenderen, höheren
Sinn relativiert und reformiert wurde,
• erst wenn die voreilige, impulsgetriebene, kämpferische und selbstbezogene
Komponen-te im Denken, Handeln und der Kommunikation gezügelt und mit der
Qualität des ge-fühlvollen, tiefgründigen Aufnehmens angereichert
wurde,
• erst dann sollte ein Astrologe beratend wirken.
Die Gefahren der Selbstüberschätzung, der voreiligen Schlußfolgerung,
des impulsiven Drauflosre-dens und des Zurückgreifens auf eigene Wertvorstellungen
sind im Uranushoroskop nicht zu ü-bersehen.
Literatur- und Quellennachweis
(1) Dr. Walter A.Koch: Gesammelte Aufsätze, Gestalthoroskopie
Rohm Verlag Bietigheim/Württ.1980
(2) Koch gibt als Entdeckungszeit 9.46 p.m. an
(3) Auszug aus der Geschichte, 28.Auflage, Verlag Ploetz KG Würzburg
(4) Geschichtsführer in Farbe, Christian Zentner,
Delphin Verlag GmbH München
(5) Thomas Ring: Astrologische Menschenkunde BD I-IV
(5a) Bd III S.147
(5b) Bd II S.245
(5c) Bd III S.120
(5d) Bd II S.241
(6) Hans-Hinrich Taeger: Internationales Horoskope Lexikon, BD I + II
Bauer Verlag
(6a) BD II S.754
(6b) BD II S.755
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Le thème astral de la découverte
de Neptune et son interprétation psychanalytique
Vortrag auf dem internationalen Kongress in Paris 1998
Gertrud Hamers
Vortrag in französischer Sprache (deutsche Übersetzung folgt)
Mesdames, messieurs et chers amies de l’astrologie.
C’est un très grand honneur pour moi, d’avoir la chance de
parler ici à Paris - ville que j’aime depuis ma jeunesse - au sujet
de la planète Neptune, qui m’est toujours présente.
1. Overhead-Folie : Poissons, image de Johfra

Prenez cette impression d’un symbolisme astrologique -Poissons- qui est devenue si humain par les idées de Johfra , philosophe et peintre, et essayons de trouver - après une petite excur-sion philosophique et historique - les analogies psychanalytique dans le thème astral de cette planète.
Idées philosophiques de la découverte d’une planète
La découverte d’une planète est un moment très important
pour la perspective de l’histoire de l’astronomie et de l’astrologie.
Qui s’occupe de psychologie, d’astrologie et de vieille sagesse
de l’occident ne peut plus en croire qu’il existe un hasard. Par
cette perspective philosophique chaque événement extraor-dinaire
a un sens plus profond. Ainsi, aussi la découverte d’une planète.
Je la considère comme signale pour l’humanité en procès
permanent de l’expansion de la conscience.
Comme le moment de la naissance d’une être nous donne un savoir
de la structure de son em-preinte pour le future, aussi l’instant de la
découverte d’une planète devrais nous faire voir les qualités
de son énergie et de son symbolisme.
Bien sûr on pourrait dire, que la planète n’est pas née
à ce moment. Mais cette argumentation est, comme je le crois, sans importance,
parce que nous sommes habitants de la terre, en-core fixé à nos
sensations. L’existence d’une force - jusqu’à maintenant
- est prouvé à ce moment où nous pouvons le sentir par
nos sens.
Nous font le calcul d’un thème astral pour ce moment de la manifestation,
ne pas pour ce temps innocent est inconnue du stage hypothétique dans
les espaces invisible et inconnus.
Je me demandais, pourquoi une planète est découverte par l’humanité
à ce moment précis. Est-ce-que le Bon Dieu - cette force qui agit
partout, ou le cosmos, cet impression d’espace infini contenant l’énergie
créative absolu - est-ce que cette dimension au dessus de nous veut attirer
notre attention sur quelque chose, que nous n’avons pas encore développer
mais qui est maintenant nécessaire à apprendre?
Est-ce-que cette signature dans le ciel veut nous avertir d’un danger,
d’une exagération, d’une illusion et des conséquences
de ces influences négatives?
On peut contempler les thèmes astraux des découvertes sous des
perspectives différentes:
par les thèmes historiques, qui sont donnés à ce moment
là,
par la qualité d’énergie de la planète soi-même,
son esprit, sa direction ,
par le message cosmique qui donnent les constellations à l’humanité
ou
par la perspective psychanalytique.
L’histoire de la découverte
Ce fût une coopération franco-allemande qui rendit possible la
découverte de la planète Nep-tune. U.T.T. Leverrier, plus tard
directeur de l’observatoire de Paris, avait fait les calculs exacte de
la position d’une nouvelle planète transsaturnienne et les envoya
à Berlin le 23. septembre 1846. Le soir même, après la réception
de la lettre de monsieur Leverrier, Gottfried Galle a observé la planète
seulement un degré plus loin que donné par les résultats
des calculs.
Déjà Galileo avait observé cette planète à
Florence en 1612, mais il croyait qu’elle était une lune de Jupiter.
Neptune aime se cacher, se masquer ou s’enfuir si on veut la fixer. La
planète l’a aussi montré en août 1846 à Cambridge
où on l’avait enregistré, en croyant tant qu’étoile
fixe. Avant de pouvoir la démasquer elle disparut derrière les
rayons de la pleine lune. Vous voyez déjà là le symbolisme
neptunien.
C’est le cosmogramme de la planète Neptune
2. Folie Neptune-Cosmogramme 
Neptune est en conjonction étroit avec Saturne en 8-ième maison
en Verseau.
Le ciel semble dire que le temps est prêt à la naissance d’un
nouvel état d’esprit - Neptune en Verseau.
3. Folie Uranus - Cosmogramme
Il est intéressant que dans le thème astral d’Uranus,
la position de cette planète se trouve aussi en 8-ième maison.
Le thème astral de la découverte et la psychanalyse
Je crois que la contemplation intensive des cosmogrammes des planètes
transsaturniennes nous ouvre aussi des portes psychanalytiques. Au point de
vue du pratiquant, les cosmogrammes des découvertes des planètes
transsaturniennes peuvent nous expliquer les raisons de la conduite et ensuite
du développement de ces personnes, qui font l’expérience
d’une énergie transsaturnienne dominant dans leur vie. Le cosmogramme
est apparent comme un zoom qui sépare les dons transaturniens de l’entité
de la personne et les fait voir comme sous un microscope.
Les enfants sont plus rarement sujet d’analyses astrologiques. Mais l’attitude
psychique d’un adulte se développe en part par les expériences
de l’enfance et de l’adolescence. Si on trouve dans un thème
astral une dominance des qualités transsaturniennes , il semble que la
personne est été dans son enfance et dans sa jeunesse confronté
à des expériences bien spéciales.
Ce spectre des expériences et les réactions qui en résultent
nous fait voir le cosmogramme de la découverte de la planète dominante
transsaturnienne.
Traduisons maintenant les symboles astrologiques au plan individuel , sachant que tout inter-prétation est aussi limitée par les expériences et le savoir de celui qui interprète.
Folie Neptune
Le Neptunien, sa mission, ses rêves, ses désillusions
Le cosmogramme de Neptune nous donne les informations des motives qui sont
la source de la conduite d’une Neptunienne, d’un Neptunien. J’utiliserai
ensuite seulement le nom mascu-lin, mais je comprends tout aux deux sens, féminin
et masculin.
Je parle d’un Neptunien, si on trouve dans un thème astral au minimum
2 des constellations astrologiques suivantes:
Plusieurs planètes en Poissons ou en maison 12,
AC en Poissons mais sans aspects dominants avec d’ autres planètes,
la planète Neptune elle-même en aspect dominant avec les axes ,
en aspects avec les planètes personnelles,
avant tout Soleil-Neptune et Lune-Neptune.
Le temps est long jusqu’à ce qu’un Neptunien se libère
de tout ces voiles qui le protègent et peut-être encore plus long
qu’il se reconnaisse soi-même derrière ce brouillard diffus
et résis-tant. Il n’aime pas du tout être mis en chaîne
ce qui est contraire à son besoin d’être, sans limites et
sans fixations ( Saturne Conjonction Neptune Sextil Pluton et toutes les trois
en Quinconx du stellium en maison 3, la constellation dominante dans ce thème
astral).
Vous voyez Jupiter, Saturne et les 3 planètes transsaturniennes au-dessus
de l’horizon, cepen-dant que les planètes personnelles peuplent
la partie de la nuit. Nous avons une forte concen-tration en maison 3 . Toutes
ces constellations ensembles, sont une démonstration de l’esprit
neptunien, qui a des traits missionnaires et médiale.
En considèrent comme Dane Rudhyar que les planètes transsaturniennes
sont ambassadeurs cosmiques, qui servent de médiateurs entre l’univers,
la terre et l’humanité , que d’autre part Jupiter et Saturne
en planètes sociales, on peut dire que le Neptunien est un médium
par-fait à transmettre les messages cosmiques ( remarquez la forte concentration
de la maison 3 en Vierge, le signe qui contient aussi l’analogie de servir).
S’ il est d’un niveau spirituel, le Neptunien aime à s’engager
avec toute son énergie person-nelle, dans ses pensées, dans ses
discussions et en recherches à trouver les possibilités qui diminuent
les souffrances et peines du prochain et de toute l’humanité (vous
voyez Venus, Mercure, Mars, Soleil maison 3, Neptune et Saturne en 8) .
Le désir de puissance complète ce motif (signalisé par
Mars en Quinconx avec Pluton en Bé-lier et en 10 et Pluton en Sextil
avec Saturne-Neptune). Il y a répétition de ce motif
( Jupiter en 11 Sextil Uranus en 10) qu’on peut interpréter comme
vouloir le pouvoir et le commandement en société, pour mieux se
battre au sens des reformes et des progrès sociaux ( les deux planètes
sont en Verseau). L’ascendant en Lion et le Soleil en Balance en 3 qui
règne l’AC, lui donne l’autorité d’un professeur,
d’un diplomate charmant ou d’un orateur publique.
Le désir de puissance est le plus souvent née par un sens social
profond et non par l’égoïsme. Il se perde souvent en utopies
et surestime sa propre endurance (cela vous le voyez par la constellation de
Mars). Le vouloir et l’impulsion à bouger quelque chose est quelques
fois déjà paralysé dès le commencement.
Mars en maison 3 en Quinconx avec Saturne, Neptune, Pluton est en effet un frein
continu, qui donnes a ceux qui observent le Neptunien souvent l’impression
, qu’il soit un rêveur fleg-matique, qui n’arrive à
rien faire.
La constellation qui joint deux Quinconx par un Sextil, parle d’un devoir
spirituel. Ce devoir contient avant tout une quantité de frustrations
dans les jeunes années: on se fixe de très hauts buts, qui -si
on les vois réellement - sont presque irréalisables , on est persuadé
ou on veut le croire d’y arriver facilement (Jupiter en Carré avec
Mercure) mais dans son fond intérieur on doute d’en être
capable ( Mars Quinconx Neptune), il se produit alors souvent un refus par rapport
à son propre jugement (Saturne 8) et à son environnement.
Être extrader au sens psychique à cause d’une incapacité
de se délimiter c’est au sens cosmi-que un don, parce que le sentiment
sans limites rejoint le Neptunien non pas seulement avec la nature mais aussi
avec les endroits inconnus de l’univers.
Influences pendant l’enfance et choc d’une séparation
Souvent déjà dans l’enfance il porte cette image d’un
illusionniste, d’un paresseux , sans avoir la possibilité de se
défendre surtout en âge très jeune donc très sensible.
Cela est très pénible pour cette personnalité très
analogue au Lion.
Des parents ou des instituteurs dominants et d’une influence subtile sont
marqué par Pluton en 10, la Lune en Scorpion en 4 et encore Saturne en
8. Des secousses soudaines en famille perturbent en plus la confiance en soi-même
(Pluton et Uranus en Opposition du 4, Cancer en 12, Saturne en Verseau).
Dans l’enfance d’un Neptunien on trouve le plus souvent le choc
d’une séparation d’un des parents ou d’une personne,
qui était très importante pour le développement de sa confiance.
Le Soleil et IC en Balance nous racontent le grand désir d’harmonie
d’un Neptunien et attitude bien répandu à déglutir
tout au lieu de se disputer ou se défendre . Même si l’âme
souffre extrêmement (Lune Scorpions) cette personne ne peut presque pas
s’enfuir de ce cercle en-diablé (Cancer en 12 enfermé).
La subconscience est trop facilement attaqué par des influence subtile.
Ses proches sont sou-vent des personnes plutonienne et ainsi il vive une enfance,
une jeunesse et très souvent en-core plus tard une vie qu’il ne
choisisse pas lui-même mais qui est dictée par des personnes proches.
En enfance il est „le petit“, „le doux“ qu’on
peut taquiner, qu’on peut maltraiter. A l’école il est „le
sensible“ qu’on peut injurier et blesser jusqu’à qu’il
commence à se défendre
( constellations en 3 et 4).
Les devoirs de la vie neptunienne
Être à la disposition des autres, c’est la vie d’une
marionnette. Mais le Neptunien souvent ne le comprend pas. Cela n’est
pas étonnant qu’il se sent quelque fois empoisonné, soit-il
par les drames des autres qu’il lui semble être les siens et qu’il
ne supporte plus, ou par des désillu-sions qui lui font beaucoup de mal.
Il peut s’enfuir ainsi dans les drogues pour oublier sa douleur intérieur.
Il est si longtemps la balle à jouer pour les autres qu’il ne comprend
pas qu’il lui manque un mur intérieur pour se protéger (Saturne-Neptune-Conjonction
en 8).
Il doit être capable de montrer ses limites, de dire non, de se battre
pour soi-même.
Uranus en Bélier en Conjonction avec MC peut lui donner la force par
Mars Conjonction So-leil qui règne sur Uranus et MC.
Mais avant tout il doit se recentrer, analyser profondément qu’il
est lui-même et qu’il n’appartient à personne d’autres.
Seulement en isolation il peut trouver son propre sens, sa propre personnalité
, la différence entre - c’est la mienne et c’est la tienne.
Plus adulte et plus sage il réagit à des confrontations avec des
influences négatives tout de suite en se retirant ( Cancer en 12).
La transformation sujette un endurcissement de soi-même et en même
temps le refus de toutes manipulations si subtile soit elles.
On peut aussi souvent trouver au thème astral d’un Neptunien une
dominance des qualités saturniennes ou plutoniques. Cettes deux forces
lui aident à ne plus être comme une éponge qui absorbe tout
émotions environnantes, sans comprendre que ces émotions ne sont
pas les siennes (Pluton en 10 qui domine la Lune en 4).
La polarité neptunienne et la partie sombre d’un Neptunien
S’il ne fait pas des progrès dans sa propre éducation,
il devient un mécontent, vit en projec-tions - ce sont toujours les autres
qui font des fautes - il cherche l’infini et la justification de ses rêves
avec les drogues.
Prendre des drogues c’est une manifestation de la force d’impulsion
mortelle (Neptune et Saturne en 8 Verseau).
Après trop de blessures et trop de solitude et d’isolation, l’âme
blessé d’un Neptunien est devenu muette. Maintenant on trouve un
trop de distance et une incapacité à s’ouvrir. La pen-dule
est de l’autre coté. Le mur intérieur est devenu si épais
et si noir qu’il lui semble que toute sa sensibilité soit disparu,
morte, invisible.
Nous trouvons aussi des Neptuniens qui sont devenue terroriste ou meurtriers
(Uranus, Pluton en Bélier, Pluton en Conjonction avec le Noeud de sud).
Ils développent la puissance et l’indépendance jusqu’aux
extrêmes
(Uranus Sextil Jupiter) il semble qu’ils vivent seulement la partie au-dessus
l’horizon. L’ange devient Lucifer. Les limites d’une conscience
se réduisent à rien
(Saturne , Neptune 8) .
Par exemple Susanne Albrecht.
4. Folie le thème astral de
Susanne Albrecht,
une terroriste allemande
C’était une terroriste allemande, qui a par ses renseignements sur la vie intime d’un ami bien connue de son propre père rendu son exécution possible.
Pour un Neptunien c’est toujours bien à savoir, qu’il existe
une polarité extrême dans son intérieur.
L’une partie, elle est si douce, si plein de tendresse, plein d’une
qualité d’amour sans égoïsme.
Mais l’autre partie peut être tout le contraire: gelé, dur,
sans aucune émotion, sans aucune pi-tié, égoïsme absolu,
qui ne donne plus rien mais prend tout. Elle apparaît, si le douleur de-vient
trop fort. Et il est mieux qu’il connais les forces sombres qui dorment
tout au profond. Comme cela il peut mieux les dominer, les éduquer et
transformer.
5. Folie Chaîne des dispositors
La chaîne des dispositors ( le dispositor règne une planète
par le signe)
C’est une methode d’analyse d’un thème astral, qui
est décrit par Thomas Ring, astrologue allemand, dans son oeuvre de l’astrologie
reformé. On trouve la chaîne par les planètes qui dominent
un signe.
La chaîne des dispositors, nous donne une impression d’un script
de la vie, d’une suite des éxpériences qui se repètent
si longtemps que la structure psychique et l’individualité ne sont
pas encore conscient. En ce cas on interprète de bas en haut.
Celui qui est conscient de soi-même peut quitter la répétition
du script de bas en haut.
Il prend la direction sage de haut en bas.
On pourrait dire, que , interprété de haut en bas, Neptune donne
un conseil à ceux-ci qui
correspendent à son esprit. Peut-être la planète voudrait
dire:
Prenez Mercure et tout votre compréhension d’analyse de la Vierge
et regardez com-ment vous réagissez en relation idéalisée
(Jupiter, Venus). Si vous arrivez à vous distancer (Venus et Mars en
Vierge) et controller votre optimisme jupiterien , vous pourrez trouver alors
en vous un esprit transformatif et libre (Soleil, Pluton, Uranus) qui renouvelle
vos racine (IC) et vous donne des nouveaux buts (MC). Vous serez en mesure d’avoir
des senti-ments profonds et sensitifs (Lune , Neptune) mais en même temps
de tenir vos limites en face d’un partenaire (DC, Saturne).
Soyez courageux et autonome comme un Lion, libre et indépendant comme
un Verseau,
sensible et d’intensité d’un scorpion. C’est la solution.
Je vous remercie de votre attention.
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Das Neptun-Entdeckungs-Kosmogramm und seine psychoanalytische Interpretation
deutsche Version des Vortrages in Paris
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Astrologie.
Es ist eine sehr große Ehre für mich, hier in Paris - der Stadt,
die ich seit meiner Jugend liebe - über Neptun sprechen zu dürfen,
den Planeten, der mir stets bewußt ist.
Folie 
Sie sehen hier ein Bild eines astrologischen Symbols, Fische, dem Zeichen, das Neptun zugeordnet wird. Dieses Symbol wird auf wunderbare Weise menschlich und lebendig durch die Darstellung von Johfra, dem Philosophen und Maler.
Nach einem kleinen philosophischen und historischen Abstecher werde ich auf die Himmelskonstellationen eingehen, die am Abend der Neptun-Sichtung gegeben waren. Ich werde diese aus der psycho-analytischen Sicht interpretieren.
Gedanken zur Entdeckung eines Planeten.
Die Entdeckung eines Planeten ist ein sehr wichtiger Augenblick in der Geschichte
der der Astrono-mie und der Astrologie.
Seitdem ich mich mit Psychologie, Astrologie
und dem östlichen Wissen befasse kann ich nicht mehr an Zufälle glauben.
Aus dieser Geisteshaltung heraus erhält jedes außergewöhnliche
Ereignis einen tieferen Sinn. So auch die Entdeckung eines Planeten.
Ich betrachte sie als ein Zeichen, das der Menschheit gegeben wird auf ihrem
Weg der permanenten Entwicklung und Erweiterung von Bewußtheit.
Der Augenblick der Geburt eines Wesens ermöglicht uns einen Eindruck über
seine innere Struktur und seine Entwicklungspotentiale.
So müßte auch der Moment der Entdeckung eines Planeten uns Aufschluß
geben über seine symboli-schen Entsprechungen, die ihm zugrunde liegende
Energie, seine Qualitäten.
Sicher könnte man sagen, daß der Planet nicht in diesem Moment geboren ist. Aber dieses Argument ist, wie ich glaube, bedeutungslos, denn wir sind Erdenbewohner, an unsere Sinneswahrnehmung gebunden. Die Existenz einer Kraft gilt - bis jetzt - erst dann als bewiesen, wenn wir sie mit unseren Sinnen erfassen können.
Ich fragte mich, warum ein Planet von der Menschheit genau in diesem Augenblick
entdeckt wird. Ob Gott - diese Kraft, die durch alles wirkt, oder der Kosmos
- dieser unendliche Raum, der alle kreative Energie enthält, ob diese Dimension
über uns unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken möchte, das wir bisher
noch nicht entwickelt haben, das aber nun gelernt und integriert werden sollte?
Ob diese Schrift am Himmel uns vor einer Gefahr warnen will, einer Übertreibung,
einer Illusion und den daraus folgenden Konsequenzen?
Man kann über Entdeckungskosmogramme aus verschiedenen Gesichtswinkeln
meditieren:
-die historischen Themen, die zu diesem Zeitpunkt gegeben sind
-die Eigenart des Planeten an sich, der ihm innewohnende Geist, die beabsichtigte
Wirkung
-die kosmische Botschaft an die Menschheit, die das astrale Thema vermitteln
will
- die psychoanalytische Information.
Zur Geschichte der Entdeckung
Es war eine deutsch-französische Zusammenarbeit, die die Entdeckung Neptuns
möglich machte. U.J.J. Leverrier, der spätere Direktor der Sternwarte
in Paris, hatte die genaue Position eines neuen transsaturnischen Planeten berechnet
und schickte diese Arbeit nach Berlin. Gottfried Galle erhielt den Brief am
23. 9. 1846. In dem handschriftlichen Bericht Galles, archiviert in der Archenhold-Sternwarte
in Berlin, kann man lesen: das Wetter versprach gut zu werden, so konnte das
Gestirn noch am Abend gesichtet werden. Galle beobachtete das Licht bis in die
frühen Morgenstunden. Aber erst am folgenden Abend war er sicher, daß
es sich um einen Planeten handelte, denn erst da konnte er feststellen, daß
er sich bewegt hatte.
Neptun versteckt sich gerne, er maskiert sich oder er entflieht, wenn man versucht
ihn festzunageln. Der Planet hat dies auch im August 1846 in Cambridge gezeigt,
wo man ihn registriert hatte und für einen Fixstern hielt. Bevor man ihn
entlarven konnte verschwand er hinter den Strahlen des Vollmon-des: Sie sehen
schon hier eine neptunische Entsprechung.
Eine andere Qualität Neptuns ist die der Verwirrung, der Illusion. Wir
finden in der Fachliteratur die verschiedensten Angaben, bezogen auf die exakte
Entdeckungszeit.
In den Originalunterlagen in Berlin sind diese exakten Zeiten nicht zu finden.
Auch das entspricht dem Geiste Neptuns. Er kann die verschiedensten Rollen spielen.
Auf einen eindeutigen Ascendenten läßt er sich nicht festlegen. Viele
Schauspieler haben neptunische Dominanzen.
So habe ich meinen Interpretationen keine genaue Zeit zugrunde gelegt. Ich betrachte nur die Konstellationen und nicht die Häuserstellungen.

Das Entdeckungskosmogramm und die Psychoanalyse
Ich glaube, daß die intensive Betrachtung des Kosmogramms der transsaturnischen
Planeten
uns auch psychoanalytische Türen öffnet.
Aus der Sicht des Praktizierenden können uns die Entdeckungshoroskope der
transsaturnischen Plane-ten Verhaltensursachen und Entwicklungen von Personen
erklären, die eine transsaturnische Energie in ihrem Leben als dominant
erfahren. Das Kosmogramm scheint wie ein Zoom zu sein, der die trans-saturnischen
Gaben von der Ganzheit der Person trennt und sie uns wie unter einem Mikroskop
be-trachten läßt.
Kinder sind seltener Gegenstand der astrologischen Analysen. Aber die seelische Haltung eines Er-wachsenen entwickelt sich zum Teil durch die Erfahrungen während der Kindheit und Jugend. Wenn man in einem Geburtsthema eine Dominanz von transsaturnischen Qualitäten findet, so scheint es, daß diese Person in ihrer Kindheit und Jugend mit ganz besonderen Erfahrungen konfrontiert worden ist.
Dieses Spektrum der Erfahrungen und die aus ihnen folgenden Reaktionen erläutert uns das Entde-ckungskosmogramm des dominanten transsaturnischen Planeten.
Folie Neptun Horoskop
Übersetzen wir nun die astrologischen Symbole auf die Persönlichkeit bezogen, wohl wissend, daß jede Interpretation durch die Erfahrungen und das Wissen des Interpretierenden begrenzt ist.
Der Neptunier, seine Mission, seine Träume, seine Enttäuschungen
Das Kosmogramm Neptuns gibt uns Informationen über die Motive, die die
Quelle des Verhaltens einer Neptunierin, eines Neptuniers sind. Ich werde im
Folgenden nur den allgemeinen Begriff benut-zen.
Ich spreche von einem Neptunier, wenn man in einem Geburtshoroskop mindestens
2 der folgenden astrologischen Konstellationen findet:
- Mehrere Planeten in den Fischen oder im 12. Haus,
-der AC in den Fischen, aber ohne dominante Aspekte von anderen Planeten,
-der Planet Neptun selbst im dominanten Aspekt zu den Achsen
- Neptun im Aspekt zu den persönlichen Planeten, vor allem Sonne-Neptun
und Mond-Neptun.
Es geht lange bis ein Neptunier sich von allen Schleiern befreit, die ihn schützen und vielleicht dauert es noch länger bis er sich selbst erkennt hinter diesem diffusen und zähen Nebel. Er liebt es überhaupt nicht, in Ketten gelegt zu werden; denn dies widerspricht seinem inneren Bedürfnis, grenzenlos und ohne Festlegungen zu sein.(...)
Betrachten wir mit Dane Rudhyar die transsaturnischen Planeten als Botschafter
des Kosmos, die als Mittler zwischen Universum, Erde und Menschheit dienen und
sehen wir andererseits Jupiter und Saturn als soziale Planeten, so könnte
man sagen, daß der Neptunier ein perfektes Medium zur Über-mittlung
der kosmischen Botschaften sei (beachten Sie die starke Konzentration in der
Jungfrau, dem Zeichen, das auch die Analogie des Dienens enthält, Jupiter
in den Zwillingen in Opposition zu sei-nem eigenen Zeichen und im Quadrat zu
Merkur, seinem Zeichenherrscher, die Biquintile zwischen Saturn/Neptun und Sonne
einerseits und zwischen Merkur und Pluto andererseits).
Ist er spirituell eingestellt, so engagiert sich der Neptunier mit seiner gesamten
persönlichen Kraft um Möglichkeiten zu finden, die die Leiden und
den Kummer des Nächsten und der ganzen Menschheit zu lindern (Sie sehen
Saturn und Neptun im Wassermann, dem Zeichen der Brüderlichkeit, Erneue-rung
und Befreiung; Venus, Mars, Merkur in der Jungfrau, dem Zeichen der Heilkraft
und die Sonne in der Waage, der Ausdruck des innersten Bedürfnisses, Harmonie
und Frieden herzustellen).
Der Wunsch nach Macht vervollständigt dieses Motiv (durch Mars im Quinkunx
zu Pluto im Widder und Pluto im Sextil zu Saturn-Neptune angezeigt). Und Jupiter
in den Zwillingen Sextil Uranus im Widder könnten uns sagen, daß
er die Autorität und Führung in der Gesellschaft beansprucht, um so
fähiger zu sein für Reformen und sozialen Fortschritt zu kämpfen.
Als Beispiele nenne ich ihnen:
Rousseau (28.6.1712): la Lune en Conjonction avec Neptune et le Soleil Sextil
Neptune
Voltaire (21.11.1694): Mars Conjonction Mercure et tout les deux en Carré
de Neptune en Poissons
Charles de Gaulle (22.11.1890): Soleil Conjonction Mercure et en Opposition
d’un conjonction Nep-tune-Pluton, Lune Sextil Neptun-Pluton
Helmut Kohl (3.4.1930, 5.30 GMT, Ludwigshafen): Soleil et Mercure en 12, Lune
en Caré de Neptu-ne
Der Wunsch nach Macht ist so meist aus einem tiefen sozialen Anliegen geboren
und nicht aus E-goismus. Der Neptunier verliert sich oft in Utopien und überschätzt
seine eigene Ausdauer (das sehen Sie an der Marskonstellation). Der Impuls etwas
zu bewegen wird so manches Mal bereits im Anfang lahmgelegt.
Mars im Quinkunx mit Saturn, Neptun und Pluto ist tatsächlich eine festhaltende
Bremse.
Wer einen Neptunier beobachtet hat oft den Eindruck, daß er ein phlegmatischer
Träumer
sei, de nichts zu Wege bringt.
Die Konstellation, die 2 Quinkunxe mit einem Sextil verbindet, die Yod-Figur,
spricht von einer spiri-tuellen Aufgabe. Diese Aufgabe beinhaltet auch eine
Menge an Frustrationen in jungen Lebensjahren: man setzt sich sehr hohe Ziele,
die - wenn man es wirklichkeitsnah betrachtet - fast nicht erreichbar sind.
Man ist überzeugt oder will daran glauben, daß sie leicht erreichbar
sind (Jupiter im Quadrat zu Merkur) aber in seinem tiefsten Inneren zweifelt
man daran, wirklich fähig zu sein (Mars Quinkunx Neptun). Der Zweifel erzeugt
dann oft ein Versagen und so könnte ein Teufelskreis beginnen.
Im psychischen Sinne ausgeliefert zu sein durch die Unfähigkeit der inneren
Abgrenzung, das ist im kosmischen Sinne eine Gabe, denn das Gefühl, ohne
Grenzen zu sein, verbindet den Neptunier nicht nur mit der Natur sondern auch
mit den uns unbekannten Bereichen des Universums.
Einflüsse während der Kindheit und der Schock einer Trennung
Oft schon in der sehr sensiblen Kindheit wird er als Illusionist abgestempelt,
als Faulenzer, und das ohne die Möglichkeit zu haben sich zu verteidigen.
Dominante Eltern oder Erzieher, die einen subtilen Einfluß ausüben
und oft idealisiert werden, be-schreiben der Mond im Skorpion, Pluto am absteigenden
Mondknoten und Saturn Konjunktion Nep-tun.
Plötzliche familiäre Erschütterungen untergraben zusätzlich
das Selbstvertrauen (Saturn Sextil Pluto und Uranus Quinkunx Venus).
In der Kindheit oder Jugend eines Neptuniers findet man meistens den Schock
einer Trennung von einem Elternteil oder von einer anderen Person, die sehr
bedeutend für die Entwicklung seiner Persön-lichkeit war.
Die Sonne in der Waage erzählt uns von dem großen Harmoniebedürfnis
eines Neptuniers und der weitverbreiteten Gewohnheit lieber zu schlucken als
zu diskutieren oder sich zu verteidigen.
Das Unterbewußtsein wird zu leicht durch subtile Einflüsse angegriffen.
Seine Nächsten sind oft plu-tonische Personen (der südliche Mondknoten
mit Pluto) und so lebt er manchmal auch noch als Er-wachsener ein von seinen
nächsten bestimmtes Leben.
In der Kindheit ist er der „Kleine“, der „Zarte“ den
man hänseln und dem man übel mitspielen kann. In der Schule ist er
der „Sensible“, den man beschimpfen und verletzen kann bis er beginnt
sich zu verteidigen (Venus, Mars, Merkur in der Jungfrau, dem Zeichen der persönlichen
Krise)
Neptunische Lebensaufgaben
Immer dem Willen der anderen unterworfen zu sein, das ist das Leben einer Marionette.
Aber der Neptunier bemerkt das bisweilen nicht. Es verwundert nicht, daß
er sich so manches Mal überfordert fühlt, sei es durch die Dramen
der anderen, die er für seine eigenen hält und die er nicht mehr erträgt
oder durch die Enttäuschungen, die ihm sehr viel Schmerzen bereiten.
Er kann unter diesen Umständen auch Zuflucht zu den Drogen nehmen, um seinen
inneren Schmerz zu vergessen (die Schattenform der Yod-Figur, die Mars, Neptun,
Saturn, Pluto verbindet).
Er ist so lange der Spielball der anderen bis er versteht, daß ihm ein
innerer Schutzwall fehlt.
Er muß fähig werden, seine Grenzen zu zeigen, nein zu sagen, für
sich selbst zu kämpfen ( Sonne in Verbindung mit Mars, dem Herrscher von
Pluto und Uranus im Widder)
Aber vor allem anderen muß er sich nach innen wenden, in der Tiefe ergründen,
was zu ihm selbst und was zu den anderen gehört. Nur in der Zurückgezogenheit
kann er sich selbst finden, seine eigene Persönlichkeit entdecken, den
Unterschied zwischen - das ist meine Sache und das ist deine. Älter und
weiser geworden regiert er sehr schnell mit Rückzug, wenn er mit negativen
Einflüssen konfrontiert wird.
Die Transformation umfaßt eine Selbstabhärtung
und gleichzeitig eine Zurückweisung jeder auch noch so subtilen Manipulation.
Im Geburtsbild eines Neptuniers kann man auch oft eine saturnische oder plutonische
Dominanz fin-den. Diese beiden Kräfte helfen ihm, nicht mehr wie ein Schwamm
zu sein, der alle Emotionen der Umgebung aufsaugt.
Die dunkle Seite des Neptuniers und seine innere Polarität
Macht er keine Fortschritte in seiner eigenen Erziehung, so wird der Neptunier
ein permanent Unzu-friedener, lebt in Projektionen - es sind immer die anderen,
die Fehler machen - er sucht die Unend-lichkeit und die Verwirklichung seiner
Träume durch die Drogen.
Nach zu vielen Verletzungen, zuviel Einsamkeit und Isolation wird die wunde
Seele eines Neptuniers stumm. Jetzt findet man Distanz und eine Unfähigkeit
sich zu öffnen.
Im Extremfall schlägt das Pendel nach der anderen Seite aus. die innere
Mauer ist so dicht und so schwarz geworden, daß all seine Sensibilität
verschwunden ist, tot.
Wir finden auch Terroristen und Mörder unter den Neptuniern. (Uranus und
Pluto mit südlichem Mondknoten im Widder).
Sie entwickeln Macht und Unabhängigkeit bis zum Extrem. Der Engel wird
zum Luzifer. Die Grenzen des Gewissens reduzieren sich ins Nichts (Saturn-Neptun).
Zum Beispiel Susanne Albrecht
Folie
Das war eine deutsche Terroristin, die durch die Kenntnis des Privatlebens eines prominenten Freun-des ihres eigenen Vaters es ermöglichte, daß dieser Freund erschossen wurde.
Für einen Neptunier ist es immer gut zu wissen, daß es in seinem Inneren eine extreme Polarität gibt: einerseits Sanftheit, Zärtlichkeit, selbstlose Liebe. Andererseits Kälte, Härte, Emotionslosigkeit, Er-barmungslosigkeit. Diese Seite kann dann erscheinen, wenn der Schmerz zu groß wird. Es ist besser, wenn der Neptunier die dunklen Kräfte kennt, die in seiner Tiefe schlummern. So kann er sie besser beherrschen, sie erziehen und transformieren.
Die Dispositorenkette
Das ist eine Analysemethode, die von Thomas Ring, einem großen deutschen
Astrologen, in seinem Werk über die revidierte klassische Astrologie beschrieben
wird.
Man findet die Kette über die Planeten, die ein Zeichen beherrschen.
Die Dispositorenkette vermittelt uns einen Eindruck über ein Lebensscript,
eine Folge von Erfahrun-gen, die sich so lange wiederholen, bis die psychische
Struktur und damit die Individualität bewußt werden.
Wer sich seiner selbst bewußt ist kann die Wiederholung des Scriptes
von unten nach oben beenden.
Er schlägt die weise Richtung ein, die von oben nach unten.
Man könnte sagen, wenn man in dieser Richtung von oben nach unten interpretiert,
Neptun gibt den-jenigen einen Rat, die seinem geistigen Prinzip entsprechen.
Vielleicht würde der Planet sagen wollen:
Nehmt Merkur und die ganze Fähigkeit zur Analyse, die das Zeichen Jungfrau
enthält und betrachtet, wie ihr in idealisierten Beziehungen reagiert (Jupiter,
Venus, Mars). Wenn es euch gelingt, in Distanz zu gehen und euren naiven Optimismus
zu kontrollieren, dann werdet ihr in euch einen transformati-ven und befreienden
Geist entdecken (Sonne, Uranus, Pluto). Ihr werdet zu tiefer Sensibilität
fähig sein (Mond, Neptun) doch gleichzeitig eure Grenzen wahren können
(Saturn).
Merkur in der Jungfrau, das ist die Lösung.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
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I. Das Kosmogramm Plutos
1. Erster Eindruck

Das Entdeckungskosmogramm Plutos zeigt eine Schwerpunktverlagerung nach
Westen. Hier befinden sich alle persönlichen Planeten nebst Saturn und
Uranus. Eine solche Du-Ausrichtung beinhaltet eine gewisse Abhängigkeit
von Menschen (Staaten) der näheren Umgebung. Durch sie erhält man
Impulse, durch sie werden Einblicke in die eigene Struktur gewonnen, die ohne
das Gegenüber schwerer zugänglich wären.
Das Aspektbild des Kosmogramms ist einer schiefen Ebene vergleichbar, deren
zwei Ausgangspunkte beim Ascendenten und Neptun, dem 1. und 2. Feld liegen.
Leicht ansteigend führt sie zum 7. und 8. Feld hin, wobei die Mars-Merkur-Konjunktion
in 7 die Spitze des einen Richtungspfeiles und gleichzeitig Brennpunkt mehrerer
Quadraturen ist. In diesen beiden Planeten scheint sich viel Energie zu konzentrieren
(ME-MA TRI JU, ME QCX NE, MA SXT UR). Eine besondere Spannung erhält die
Konjunktion vom Skorpionmond in 4 und der Mondknotenachse in 4/10.
Die zweite Pfeilspitze der schiefen Ebene endet in der Venus-Sonne-Konjunktion,
die keinerlei harmonisierende Aspekte erhält. Beide Endpunkte umreißen
den engen Partnerbereich, auf mundaner Ebene die Länder, mit denen verbindliche
Verträge bestehen. So kann davon ausgegangen werden, daß hier die
wesentlichsten plutonischen Entwicklungsschübe initiiert werden.
2. Zur Entdeckung
Pluto wurde am 18.2.1930 um 16 h 00o m MST/S (06) in Flagstaff/ Arizona durch
Tombaugh entdeckt. Das alte Datum - 21.1.1930 (auch in (1) angegeben) - ist
falsch. Obige Angabe stammt von Tombaugh selbst. (Aussage Taeger-Archiv)
Dr. Koch berichtet: „Das gleiche Berechnungsverfahren, das zum Nachweis
des Neptun führte, wandte der als Marsforscher bekannt gewordene USA-Astronom
Percival Lowell, geb.13.3.1855, gest. 12.11.1916, nochmals auf Uranus und Neptun
an und sagte einen 3. Planeten außerhalb der Saturnbahn voraus. Erst die
Entwicklung der Himmelsphotographie durch Max Wolf in Heidelberg schuf die Möglichkeit,
die Vorhersage auf Lowells eigener Sternwarte, dem Flagstaff-Observatorium in
Kalifornien, zu prüfen. Ein Jahr vor seinem Tode, 15 Jahre vor der Auffindung
Plutos, veröffentlichte er seine Berechnungen über den Standort des
Gestirns, das im Anschluß an die Anfangsbuchstaben PL aus unbewußten,
archetypischen Vorstellungen heraus P l u t o genannt wurde“ (1)
3. Geschichtlicher Hintergrund
Die jüngste europäische Geschichte wird jedem in Erinnerung sein.
Europa krankte an den Gegensätzen, die 1919 nicht beseitigt, sondern vervielfacht
wurden.
Die Pariser Verträge, die unter der Vorherrschaft Frankreichs und Englands
Europa neu ordnen sollen, beschneiden das deutsche Volk in seinem Selbstbestimmungsrecht.
Durch die Aufteilung Ostmitteleuropas in labile Nationaldemokratien mit starken
nationalen Minderheiten nimmt die Sprengkraft zu (ein Vergleich mit den heutigen
Problemen im Südosten Europas liegt auf der Hand). Bald beginnt der Nationalsozialismus
Fuß zu fassen. Die Reparationskosten Deutschlands sind noch nicht ganz
bezahlt. Dennoch bereitet sich schon wieder eine deutsche Expansionspolitik
vor.
In Rußland setzt sich die bolschewistische Herrschaft rücksichtslos
durch. Gleichzeitig entwickelt sich dieses Land zur gewaltigen Industriemacht.
Die USA, als Land der Entdeckung, haben gerade den „Schwarzen Freitag“
(25.10.1929) hinter sich, der die große Weltwirtschaftskrise einleitet.
Sie ringen in der Folgezeit mit Japan um den gewinnversprechenden chinesischen
Absatzmarkt, wobei die USA zunächst die Stärke Japans, das mit China
Krieg führt, unterschätzen.
Ein Blick auf das Kosmogramm, bezogen auf die USA, läßt Vieles vom
geschichtlichen Rahmen erkennen. JU in GE, den Handel mit dem Ausland umreißend
und PL in 12, die geheime Atomwaffe, die plötzlich (UR) im Ausland (9.-PI)
verheerende Zerstörung und die Auflösung aller Werte (NE in 2) auslösen
kann, seien nur zwei Hinweise. Das ganze Kosmogramm enthält genügend
Möglichkeiten der Entwicklung zum Guten unter der Voraussetzung weitsichtigen,
reformerischen Denkens und Handelns. Es wurden viele Versuche unternommen, die
Spannungen nach dem 1. Weltkrieg auf friedliche und für alle gewinnbringende
Weise zu beheben. Doch immer wieder scheiterten sie an dem Widerspruch einzelner.
Da Pluto jedoch konzentrierte Einheit und nicht Zerstreuung fordert, erlebte
die Menschheit zunächst seine bedrohliche Seite mit all ihren Konsequenzen.
Heute, nach den ersten Lernphasen, können wir nur hoffen, daß genügend
Menschen plutonische Winke verstehen und es so möglich sein wird, sein
Potential schöpferisch leuchtend statt brutal vernichtend umzusetzen. Ein
solcher Wink mit dem Zaunpfahl steht mit dem jetzt zulaufenden Pluto-Saturn-Quadrat
ins Haus. Wir werden in den nächsten Jahren erfahren, ob und wieviel die
Menschen dazugelernt haben.
Daß auch Planeten-Entdeckungskosmogramme klingende astrologische Instrumente
sein können, die für mundane Belange einzusetzen sind, das scheint
mir nach folgenden exemplarischen geschichtlichen Zuordnungen überprüfenswert:
Jahr Transit/Radix Weltgeschehen
1939 : PL CNJ AC Ausbruch des 2. Weltkrieges
1956-61: PL OPP SO
PL CNJ NE
PL OPP VE laut Feld 2/8 werden internationale Wirtschaftsgemeinschaften gegründet:
EWG (57), EFTA (60), LAFTA (60).
In vielen Ländern der Welt gibt es zu dieser Zeit einen Regierungswechsel:
Norwegen (57), Irland (59), Frankreich (58) - de Gaulle, BRD (59) - Lübke,
DDR Staatsrat-Gründung - Vorsitzender Ulbricht (60), USA - Kennedy (60).
Der Ungarnaufstand (56) und der Suez-Konflikt (56) beunruhigen die Welt.
1957 wird die International Atomic Energy Agency mit Sitz in Wien gegründet
(PL OPP SO), das Saarland wird der BRD eingegliedert. Großbritannien rstet
auf Atomwaffen um.
1958 wird im Vatikan Johannes der XXIII. Zum Papst gewählt. Mit ihm verbindet
sich die Hoffnung auf eine moderne, ökumenische, die christliche Einheit
fördernde Kirche (PL CNJ NE).
13.8.1961: PL SSX AC: Bau der Berliner Mauer
Dez.88 -
Sept.1989: PL CNJ MO: „Wir sind das Volk“
4. Neues Bewußtsein
Wer als Lehrer sozusagen an der Quelle der Entwicklung steht, kann bei wacher
Beobachtung schon früh Zukünftiges erkennen.
Wir befinden uns in einer häufig angesprochenen Umbruchphase des Bewußtseins.
Im schulischen Bereich waren ihre Anfänge deutlich abzulesen. Der friedliche
Alltagsbetrieb wurde anfangs der 70-ger Jahre plötzlich durchbrochen. Das
Plutokosmogramm zeigt in Verbindung mit den Transitplaneten deutliche Analogien
zu diesem Geschehen - UR t SQU SA; UR t OPP UR; UR t SQU PL, wobei der Transituranus
durch Feld 3 des Plutokosmogramms lief. Bomben bastelnde Lehrer, streikende
Schüler, „chaotische“ Unterrichtsformen der neueinsteigenden
Lehrer der „68-ger“ Generation erschreckten die Eltern, verunsicherten
die alteingesessenen Lehrer, belebten und/oder zerstörten den Alltagstrott.
Die Reaktion auf diese neuen Unterrichts- und Lehrimpulse ließ nicht lange
auf sich warten. Wie eine Seuche verbreitete sich unter den Jugendlichen der
ersten 80-ger Jahre Weltuntergangsstimmung und Null-Bock-Argumentation - PL
t CNJ IC, NE t SXT IC, UR t SQU SO.
Die atomare Bedrohung löste plötzlich panische Ängste aus, die
durch die Medien kräftig geschürt
wurden. Der Slogan „Für was denn noch lernen, wir leben doch nicht
mehr lang“ lähmte für Jahre das schulische Leben, einem Winterschlaf
vergleichbar, nach welchem die neue Saat zu sprießen begann. Plötzlich
wurde die Sinnfrage nicht mehr im düster verneinenden Ton gestellt.
Mehr und mehr Neugier, Informationslust und Interesse, auch an aus dem schulischen
Rahmen fallenden Themen, mischte sich bei. Was Jugendliche der frühen 70-ger
Jahre nur selten wissen wollten, das fordern die heute schon fast erwachsenen
„Kleinen“ der 80-ger: „Erzählen Sie uns was von Astrologie!“.
Und da werden die Augen groß, die Ohren ganz offen, so daß der alte
Lehrer in mir denkt: Solch aufmerksame und konzentrierte Lausbuben hättest
Du gerne in der Schule gehabt.
Mit dem Zunehmen derer, die an astrologischen und esoterischen Themen interessiert
sind, geht offensichtlich eine Veränderung der gelebten Qualität der
Tierkreiszeichen einher. Die Abnahme der entwicklungshemmenden Prinzipien kann
erst erfolgen, wenn sie als solche erkannt, respektiert und diszipliniert werden.
Auf diesem Weg befinden sich immer mehr, vor allem junge Menschen. So müssen
wir dazu übergehen, auch dort die hellen Seiten näher zu betrachten,
wo sie bisher nur selten vermutet wurden.
5. Skorpion in der Fachliteratur
Bild von Johfra 
Beim Durchforsten der Fachliteratur fiel mir immer wieder auf, daß kein
anderes Tierkreiszeichen so ausführlich einseitig mit kaum verborgen gehaltener
Abneigung beschrieben wird wie der Skorpion. In meinem Beobachtungsraum, der
vor allem auch durch die Arbeit an der Schule erweitert wurde, fand ich nur
vereinzelt Exemplare, auf die diese Negativkonzentration zutraf. Sicher wird
bei den meisten Autoren auch der „selten anzutreffende“ positive
Typ kurz erwähnt. Doch schenkt man ihm kaum Beachtung.
Ich denke, es ist an der Zeit - mit Pluto im Skorpion - auch die Ansichten über
Skorpion- und Pluto-betonte Menschen zu transformieren, mehr von der lichten
Seite Plutos und seiner Vasallen zu berichten als von der dunklen, viel beschriebenen
und daher bekannteren.
6. Aus der Praxis
Gerade als ich anfing, mich mit Pluto und seinem Kosmogramm näher zu befassen,
wurde ich mit einem ganz besonderen plutonischen Fall in der Beratung konfrontiert.
Wieder ein betonter Skorpion, aber dieses Mal als Doublette. Mir wurde von einem
Zwillingsschwesternpaar erzählt, das in kaum zu üerbietender Krassheit
die beiden Seiten Plutos lebt. Während die eine ihr ganzes Leben der Fürsorge
und Arbeit im sozialen Dienst opfert, verbringt die andere ihr Leben als Edel-Callgirl,
das nicht nur die Freier sondern auch die Schwester skrupellos um Geld und Vermögen
betrügt. Gefühle kenne sie nicht, Sex fände sie ekelhaft. Sie
interessiere nur Luxus und Geld, und dafür würde sie es auch auf sich
nehmen, wenn es unbedingt sein müßte, mit den kapitalträchtigen
Herren zu schlafen, gestand sie ihrer staunenden Schwester in einer schwachen
Minute.
Hier wird unter Pluto das Drama „Die Heilige und die Hure“ gespielt,
dessen nächster Akt - unter dem zulaufenden Transit Plutos über die
Skorpionsonnen - sehr spannend zu werden verspricht. Die Schwester des Lichtes
beginnt sich zu wehren, die eigene Schwäche zu erkennen und zu bekämpfen.
Doch wird Pluto auch bei der Schwester des Schattens eine Wandlung hervorrufen?
Selten kann man die beiden Seiten plutonischer Qualität so eng nebeneinander
beobachten.
Da über den angeblich rachsüchtigen, intrigierenden, sexbesessenen,
krisensüchtigen, kriminellen, geheimniskrämerischen.... Skorpion genug
geschrieben wurde, werde ich hier, am Entdeckungs-Kosmogramm Plutos aufzeigen,
was noch zur möglichen Qualität dieses vom bisher äußersten
Planetenprinzip durchdrungenen Menschen gehört.
Die helle plutonische Seite finden wir vor allem bei jenen Menschen, deren Radix
neben einer starken Betonung dieser Energie einen ebenfalls ausgeprägten
Bezug zu den anderen beiden transsaturnischen Kräften aufweist.
7. Der transsaturnische Plutonier
Er durchlebt im Laufe seiner Kindheit, Jugend und ersten Erwachsenenzeit viele
Krisen, in denen er mit plutonischen Themen wie Abschiednehmen, Machtlosigkeit,
Zerstörung, Gewalt, Zwang, Krieg und Sexualität konfrontiert wird
(PL in CN, MO in SK). Diese frühen Erfahrungen lassen ihn im Vergleich
mit Gleichaltrigen ernster und zurückgezogener werden.
a. Magische Anziehung
Man sagt ihm magische Anziehungskraft nach. Venus als Symbol der Anziehung befindet
sich in 8, dem magischen Plutohaus, in Konjunktion mit der Sonne und im Quadrat
zu Jupiter. Eine Fische-Venus ist äußerst sensibel, leicht verletzbar
und daher eher scheu. Mit dem Jupiterquadrat aus 11 erhält sie von der
sie umgebenden Gesellschaft etwas zuviel an Beachtung, was gerade jungen transsaturnischen
Plutoniern eher peinlich ist. Sie werden schon früh, zu früh mit Annäherungsversuchen
konfrontiert, verstehen nicht, warum gerade sie auffallen. Da sie selbst nur
die häufig unangenehmen Reaktionen auf ihre Ausstrahlung bemerken, geben
sie sich oft brüsk und abweisend. Das bringt ihnen eine Menge Ärger
und Verleumdungen ein.
Die Marsposition in AQ an Spitze 7 QNJ ME, SXT UR in 9, TRI JU in 11 drückt
eine andere Qualität des Trieb-und-Drangs aus, die vor allem der transsaturnische
Skorpion in Begegnungen sucht: geistige Anregung, intellektuelle Reibung, aus
der Norm fallende Ideen und Philosophien, Streitgespräche über neue
Dimensionen zukünftigen Wissens (JU in GE in 11). Doch schon als junger
Mensch wird er immer wieder mit der körperlichen Seite seiner dominant
erscheinenden Planetenenergie konfrontiert. Seine Kontaktbereitschaft (MA,ME
in 7) wird von zu vielen mißverstanden. Was als nur freundschaftlicher
Austausch gemeint war wird als Beziehungsangebot gedeutet, und so hat der Plutonier
nicht selten Übergriffe auf seine Person abzuwehren. Er scheint dazu verdammt,
Projektionsfläche der sexuellen und erotischen Wünsche und Phanthasien
seiner Gegenüber zu sein.
b. Das Opfer
Je stärker neptunischer Einfluß in der Radix des Plutoniers, um so
größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er zunächst in
die Opferrolle hineinrutscht. Mit Sonne und Venus im 8. Feld ist einiges an
Höllenqualen zu erwarten, wenn nicht gar die akute Konfrontation mit Todesbedrohungen
jedweder Art. Für solche entwicklungsfördernden, heftigen Fegefeuer,
die der transsaturnische Skorpion entsprechend der Betonung der westlichen Seite
im Bereich der Partnerschaften durchwandert - er läßt sich dabei
viel Zeit, denn Sturheit, Eigensinn und Besserwisserei (MA-ME TRI JU) gehören
mit in sein Gepäck - steht nicht selten ein ebenfalls plutonisch durchtränkter
Wegbegleiter zur Verfügung (MO in SK, SO in 8). Er lehrt den Wandergesellen
das Fürchten, das Leiden, Opfern und Loslassen.
Sinn dieses Prozesses, der seine kritischsten Phasen bei Neptun- und Plutotransiten
über persönliche Planeten und Achsen erreicht, ist sowohl das Auflösen
von löwenhaften, d.h. mit vollem Nachdruck und Überzeugung vertretenen,
vermeintlich unverzichtbaren Wertvorstellungen und Werten als auch das Beendigen
der Opferrolle zugunsten von Selbstbehauptung und Eigenständigkeit.
Gerade die Menschen, Dinge, Einstellungen werden hier von einer höheren
Dimension gefordert, auf die der Betroffene meinte nie verzichten, ihren Verlust
kaum überleben zu können. Es ist zu verstehen, daß er oft bis
zum Zusammenbruch an etwas festhält, von dem er glaubt, es wäre der
einzige Sinn und Halt seiner Existenz, und auch, daß er fast unweigerlich
an das Auslöschen seiner selbst denkt, wenn ihm dieser Existenzwert dennoch
genommen wird. Doch hier gilt es zu lernen, Abhängigkeiten aufzugeben,
Sicherheit in sich selbst zu finden, Liebgewordenes hinzugeben, um es, nach
einem tiefgreifenden, schmerzlichen Erkenntnisprozeß, in neuer, positiverer
Form wieder zu gewinnen.
Skorpione und Plutonier widersetzen sich dem Wandel - SA SQU UR, SA SXT MO,
SA TRI NN. Dies geschieht mit einer unglaublichen Hartnäckigkeit und Widerborstigkeit,
was zu einem SA in CP im Quadrat zu UR in AR durchaus paßt. Der transsaturnische
Plutonier hat durch viele leidvollen Erfahrungen zu begreifen, daß es
in seinem Leben um ständigen Wandel geht und daß er selbst es ist,
der sich ändern muß.
c. Der Therapeut
Man sagt, Skorpione wären unheimlich, denn sie durchschauten den Menschen
und fänden immer seinen wundesten Punkt, in den sie ihr zersetzendes Gift
streuen. Die analytische Gabe ist in der Neptunopposition zur Sonne-Venus-Konjunktion
zu finden. Venus, das Gegenüber, präsentiert sich hier in Fische ohne
schützenden oder abgrenzenden Wall, so daß es für einen hellen
Geist - So in AQ - nicht schwer erscheint, das Innere des anderen zu erfassen.
Zudem haben gerade transsaturnische Plutonier einen starken Bezug zur Telepathie.
Sie können unter Umständen, ähnlich wie der Neptunier, die Gedanken
und das Befinden anderer wie ein Sensor aufnehmen - ein Talent, das zur starken
Belastung werden kann.
Andererseits befähigen ihn gerade diese Gaben der Wesenserfassung zum therapeutischen
Arbeiten.
d. Bindung an die Vergangenheit<>
Die Psyche des Vollblutplutoniers ist vergangenheitsgebunden (MO-SK SXT SA,
MO TRI PL, MO in 4). Er kann schlecht vergessen, vor allem nicht das, was ihn
tief verletzt hat. Es fehlt ihm ein Ablagefach für Vergangenes. So wird
er zum seelischen Wiederkäuer, was der unmittelbaren Umgebung den letzten
Nerv rauben kann. Erst die Transite Plutos beenden in vielen Fällen nach
einem drastischen Aufflackern solche Lamentos, indem sie ein letztes Mal all
die Schmerzen ins Gedächtnis rufen, damit sie endgültig bearbeitet
und ad acta gelegt werden können.
e. Die Entwicklungsaufgabe
Die Mondknotenachse erklärt zusätzlich das Verhaftetsein des Plutoniers
in der Vergangenheit. Der südliche Mondknoten in 4 in Konjunktion mit dem
Mond in Skorpion, läßt die Seele immer wieder in altbekannte Muster
zurückweichen, in okkulten oder spirituellen Bereichen sich heimisch fühlen.
Die Urreaktion wurzelt in der Gefühlsebene, im übernommenen Familienmuster.
Im geborgenen und doch oft durch Machtkämpfe verseuchten Familienraum (
Skorpion in 4, VE als Herrscherin von vier in 8 Fische) fühlt er sich sicher,
weitab von dem Geschehen da draußen. Mit dem nördlichen Mondknoten
in 10 muß er jedoch lernen, mit der Distanz und Einsamkeit des 10. Hauses
umzugehen. Er soll sich auch der Öffentlichkeit, die ihm Unbehagen bereitet,
stellen, statt sich nur in den eigenen vier Wänden zu vergraben.
f. Die saturnale Aufgabe
Betrachten wir die Stellung Saturns als Symbol der vorrangigen Lernaufgabe in
diesem Leben, so ist der Plutonier in die Pflicht genommen, hart zu arbeiten,
sich gleichzeitig auf seine Gesundheit zu besinnen, damit eine falsche Lebensführung
nicht in einer chronischen Erkrankung endet (SA in 6). Die eigene seelische
Weiterentwicklung (SA SXT MO), der Einsatz im sozialen Bereich (SA TRI NN in
10) und der Kampf für neue Dimensionen des Bewußtseins ( SA SQU UR
in 9) sind in diese saturnale Aufgabe mit eingebunden. Das erfordert ein impulssetzendes
Auftreten in der Außenwelt (MC in AR) und ein gesundes Selbstbewußsein
(AC in LE). Doch mit beidem hapert es, vor allem bei den transsaturnischen Plutoniern.
Die Sonne als Ascendentenherrscher in 8 im Wassermannvakuum, nicht mehr ganz
uranisch und noch nicht ganz neptunisch, zeigt den zweiflerischen Schwebezustand,
den diese bezüglich ihrer Rolle empfinden. Hinzu kommt Mars als Dispositor
des Widder-MC, der sich mit einem uranisch zappelnden Merkur im Rucksack kaum
unbekümmert draufgängerisch bewegen kann. So hat auch hier der Plutonier
zu lernen, seine Kräfte zu disziplinieren und zu konzentrieren.
Und das erscheint als ein äußerst schwieriges Unterfangen: er fühlt
sich oft wie im Krater eines Vulkans sitzend, der bereits gefährlich rumort
und jederzeit ausbrechen kann. Dabei hat er alle Hände voll zu tun, die
aufbrechende Kruste zu flicken, damit es zu keiner verheerenden, umweltzerstörenden
Explosion kommt. Findet er für diese inneren Urgewalten ein schöpferisches
Ventil, so kann er viel leisten.
Doch die Gefahr ist groß, daß er zum Fanatiker wird und so unkontrolliert
alle Lava ausströmt. Dann erlischt der Vulkan, der Plutonier fühlt
sich wie ausgebrannt, leer, innerlich tot. Er kann sich regenerieren, auf Dauer
jedoch nur, wenn er aus seinen Fehlern lernt und die Möglichkeit zur Bewußtseinsveränderung
aufgreift. Fehlt das Ventil, so richtet sich diese explosive Kraft nach innen,
zerstört dort Lebensmut und Initiative, führt zur Lähmung und
Depression.
Neptun, Pluto, Jupiter und Mondknoten in aufsteigender Reihe in der Osthälfte
des Entdeckungskosmogrammes stehend geben uns sehr prägnant Auskunft, was
ein Mensch unter Plutoeinfluß, sei er vorübergehend oder durch Radixbezug
permanent vorhanden, für sein Selbst lernen muß:
Die Aufgabe dessen, was ich als „Mein“ betrachte (NE in 2); Das
Aufarbeiten der verdrängten Seiten, wozu bei nicht wenigen Plutoniern gerade
die Sexualität und Gefühlswelt gehört (PL in 12 in CN), eine
Transformation durch diesen Integrationsprozess; der Einsatz aller Kräfte
für eine soziale Verbesserung (JU in 11 in GE), um für die Gemeinschaft
von faßbarem Wert zu sein ( NN in TA in 10).
g. Plutonisches in künstlerischer Form
Im Ballett „Der Feuervogel“, Musik von Igor Strawinsky, Choreographie
von Maurice Béjart, wird die plutonische Wandlung in künstlerisch
vollendeter Form dargestellt. Wer sich mit Pluto-Themen befaßt und Interesse
an kunstvoller Interpretation dieses astrologischen Prinzips hat, sollte sich,
falls möglich, dieses Ballett nicht entgehen lassen.
Plutoniern, die dazu neigen, ihre Energie von anderen leben zu lassen, sei das
folgende Gedicht zur Meditation empfohlen.
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke
h. Pluto in 12
Setzt man sich intensiv mit Pluto auseinander, erkennt man sehr schnell, daß
gerade die Stellung in 12 viele Analogien birgt, die sich im Laufe der letzten
60 Jahre bei der astrologischen Arbeit mit Pluto geoffenbart haben.
(1) Macht
Pluto sei ein Symbol der Macht. Das kann man bereits in den ersten noch vorsichtigen
Äußerungen über diese Planetenkraft lesen.
In 12 geht es um die Auflösung einer alten Form, um die Vorbereitung auf
den Übergang in einen neuen Entwicklungszyklus. Andererseits wird im überlieferten
Wissen dieses Feld den geheimen Feinden zugeordnet.
Verbindet man all diese Entsprechungen und bezieht sie auf das Plutokosmogramm,
so geht es hier, individuell gesehen, um die eigene psychische Macht, die als
unbewußter Feind angesehen werden kann, verführt sie doch dazu, andere
zu dominieren, um für sich selbst Nutzen daraus zu ziehen. Macht als Mittel,
um sich selbst vor anderen zu bestätigen, Macht als psychische Manipulation,
um den anderen in den eigenen Dienst zu zwingen, Macht, auf mundaner Ebene,
als Vergewaltigung des Volkes zu Gunsten der Wahnideen oder Profite einzelner,
das sind sicher einige Motive, die es aufzulösen gilt.
(2) Die mächtige Mutter
Pluto hat hier in 12 einen doppelten Bezug zum Mond. Das vermittelt auf der
persönlichen Ebene das Bild der mächtigen Mutter, die das Unterbewußtsein
des plutonischen Kindes bewußt oder unbewußt imprägniert, so
daß selbst der Erwachsene es kaum schafft, aus diesem psychischen Käfig
zu entrinnen. Es erscheint mir sehr wichtig, einen solchen Komplex zu erhellen,
seine vielfältigen Verzweigungen und Auswirkungen zu ergründen. Andernfalls
wird er sich, laut MO SQU MA in 7, als trennendes Phänomen in engen Beziehungen
erweisen.
(3) Sexualität
Betrachten wir Pluto als Symbol der Sexualität, so läßt seine
Stellung in 12 annehmen, daß auch hier der Übergang zu einer anderen
Form vorbereitet werden soll. Der Beginn der sogenannten sexuellen Befreiung
- eine sehr egobetonte Phase - liegt mit all seinen Auswüchsen hinter uns.
Mit Plutos Eintritt in das Zeichen Skorpion (6.11.1983) wurde dem Extrem durch
Aids Einhalt geboten.
Sollte es Zufall sein, daß genau zu dieser Zeit die dirigierte Sonne des
Plutokosmogramms exakt auf dem Radix-MC steht?
Es folgte im Bereich der Psychologie eine erneute Konzentration auf plutonische
Themen. Im astrologischen Raum erkannte man die Fruchtbarkeit von therapeutischen
Maßnahmen unter Plutotransiten. Im esoterischen Bereich redete man immer
häufiger von Tantra (dirigierte Sonne und Venus am MC radix).
Das aus der Verdrängung Emporgeholte schlug zunächst hohe Wellen.
Die Zeit der Auseinandersetzung brachte neue Ansätze zur sinnvolleren Integration.
Auch aus dieser Perspektive gesehen befinden wir uns an den Anfängen einer
Entwicklung, welche die psychische und geistige Dimension Plutos, auch im Bereich
der Sexualität, in den Vordergrund treten lassen wird. Mit Pluto am Beginn
der 3. Skorpion-Dekade, sie wird der geistigen Ebene zugeordnet, werden wir
hoffentlich einiges über das immense schöpferische Potential dieser
Planetenkraft erfahren.
(4) Die Atomwaffe
Doch trotz dieser hoffnungsvollen Ausblicke beinhaltet Pluto in 12 in Krebs
weiterhin unheilschwangere Qualität. Der geheime Feind Atomwaffe ist noch
längst nicht begraben. Die momentane Auflösung der Werte - NE in 2
SSQU PL - stellt eine nicht zu übersehende Gefahr dar, die durch reformunfähige
und verwirrte Regierungshäupter - SO in AQ in 8 OPP NE, SQU JU in 11 -
noch erhöht wird. Die Zuordnung "Atomwaffe in der Hand des Volkes",
das damit seine ehemaligen "Brüder" bekämpfen will, eine
simple Übersetzung der planetaren Konstellationen Pluto in Krebs und Mond
in Skorpion mit Quadratbezug zu Mars und Merkur an Spitze 7, erscheint heute,
nach den Erfahrungen mit der ehemaligen Sowjetunion, leider nicht mehr absurd.
Genauso gut vorstellbar ist die Version - SO,VE SES PL SSQ NE, SO SQU JU, NE
Herrscher von 9 - die geistigen Urheber von Atombomben lassen sich von materiellen
Auslandsangeboten verwirren und schaffen so die Möglichkeit eines atomaren
Krieges.
i. Die Dispositorenkomplexe
| PL-------MO NNs
|
SA | MA ---UR MC---- ME- SO-DC -------JU NE -AC ----------VE ---------NNn- IC |
(1) Die innere Zerrissenheit
Die innere Zerrissenheit eines plutonischen Menschen geht am deutlichsten aus
den Dispositorenkomplexen hervor. Da ist nicht nur der abgespaltene Saturn in
6, sondern auch ein isoliert stehendes Mond-Pluto-Paar, während alle anderen
Faktoren an einer Kette hängen mit UR und MA als rezeptiven Enddispositoren.
Solche getrennten Dispositoren-Komplexe werden in einer Entweder-Oder-Erfahrung
erlebt. Es ist äußerst schwierig, alle 3 Bereiche unter einen Hut
zu bekommen.
Entweder versackt der Plutonier in der Arbeit und vernachlässigt die für
seine Psyche dringend benötigte Zurückgezogenheit und das Zusammensein
mit den Menschen, die ihm sehr wichtig sind - SO,VE,MA,ME,7,JU,11,
oder er entscheidet sich für Partner, Freunde, geistigen Austausch und
kommt dann weder mit seiner Arbeit noch mit seiner Psyche zurecht,
oder er entschließt sich - vor allem nach Überforderungen, in Krisen
und bei verletzten Gefühlen - alle Schotten dicht zu machen. Im letzteren
Fall wirkt das Inselsyndrom. Er will weit weg von allen und allem, in Ruhe gelassen
werden, keinen sehen und hören, nur allein sein. In der Isolation regeneriert
er seine lädierte und ausgebrannte Psyche (PL cn in 12 TRI MO). Doch sollte
er nicht zu lange sein einziger Gesprächspartner sein. Leicht rutscht er
ab in Depression (SA in 6), aktiviert das brach liegende Kräftepotential
gegen sich selbst - MA OPP AC.
(2) Die latente Angst
Die Angst des Skorpions, dem man viel Mut nachsagt, finden wir in diesem Kosmogramm
als abgespaltene Energie. Saturn ist zwar in Aspekte eingebunden (SXT MO, SQU
UR, TRI NN, SSX MA), zeigt so, an welche Bereiche Ängste gebunden sind,
doch er steht in seinem eigenen Zeichen und ist als Dispositor von den anderen
Planetenkräften getrennt. Der Mut des Plutoniers hat seine Ursache in dieser
Abspaltung. Er kann die latent vorhandene Angst, die schwer faßbar ist,
ihn daher für eine gewisse Zeitspanne völlig lahmlegen kann, vorübergehend
ausblenden.
Dazu bedarf es jedoch der gefühlsmäßigen Motivation (MA SQU
MO) und der Einsicht in den höheren Sinn und Wert der Handlung (MA SXT
UR, TRI JU, NE in 2 Herrscher von 9).
(3) Fanatismus
Für den transsaturnischen Plutonier sind solche Aktionen von besonderem
Wert, die sozialen (JU-11) oder partnerschaftlichen Bezug haben. Er verausgabt
sich unter Umständen bis zur totalen Erschöpfung, wenn es darum geht,
etwas in seinen Augen Sinnvolles für andere zu tun. Dabei mag seine Sicht
getrübt sein, solch Engagement von der Umwelt weder gewollt noch verstanden
werden. Doch ist es fast unmöglich, die einmal durch Überzeugung gezündete
Aktivitätsrakete wieder auf den Boden zu bringen. Der Vollblutskorpion
läßt nicht locker, wenn er sich etwas vorgenommen hat. Erst wenn
er oft genug mit seinen Kräften am Rande des Abgrundes stand, lernt er
es vielleicht, sie gelassener und produktiver einzusetzen. Erst wenn er begreift,
daß seine Vorstellungen oft an den Wünschen der anderen vorbeizielen,
kann er vielleicht seinen Einsatzwillen dämmen, ohne daß er ins andere
Extrem der Lähmung und des Gar-nichts-mehr-tuns verfällt. Doch bis
dahin ist es ein langer Weg, den die Vertrauten kopfschüttelnd und machtlos
begleiten.
Saturn in Steinbock an Spitze 6 verdeutlicht Hartnäckigkeit, Konzentrationsfähigkeit,
Widerstand gegen Ablenkungen (SA SQU UR), aber auch Ehrgeiz beim gefühlsmäßig
motivierten Engagement. Wenn er etwas tut, tut er es ganz. Halbheiten oder Kompromisse
mag er nicht, unter ihnen beginnt er zu leiden.
(4) Die verdrängte Gefühlswelt
Der MO-PL-Komplex mit Mond im 4. Feld gehört zur Basis des Plutoniers.
Es ist eine, wenn nicht gar die tragende unter den drei Säulen der Dispositorenverbindungen.
Doch mit Pluto in 12 und Krebs an Spitze XII ist es dem Plutobetonten meist
nicht klar, daß er nur dann ganz, heil und im Vollbesitz seiner Kräfte
sein kann, wenn er seiner Gefühlswelt genügend Aufmerksamkeit schenkt.
Bedingt durch die frühen und sich immer neu ergebenden seelischen Verletzungen,
die den Plutonier bis ins Mark erschüttern können, neigt er eher dazu,
seine MO -PL-Komponente zu verdrängen.
Er lebt statt dessen SA in 6 als Flucht in Arbeit oder Krankheit oder aber die
Dispositorenverknüpfung, an der alle Achsenpunkte angebunden sind.
Damit untergräbt er sein eigenes Existenzgebäude, höhlt die Basis
aus, bis es zum Zusammenbruch kommt.
MO - PL in Rezeption umschreibt einen zwanghaften Gefühlskomplex, der sich
in Krisenzeiten der willensmäßigen Steuerung entzieht. Unbewußte
Zwänge (PL in 12) oder Mächte treiben den von seiner Wurzel getrennten
transsaturnischen Plutonier in Gefühlssituationen hinein, in denen er sich
ausgeliefert, ohnmächtig und zur Wandlung verdammt sieht.
Panikartige Angstzustände setzen den Veränderungsscheuen schachmatt.
In solchen Zeiten ist er kaum in der Lage, das alltäglich Notwendige zu
erledigen. Er ist im psychischen Bereich verfangen wie in einem Faß ohne
Boden, an dessen rutschigen Wänden er sich anzuklammern versucht und doch
ständig tiefer gleitet. Wie in Frau Holles Märchen muß er in
den Brunnen fallen, um am tiefsten Grund ein Tor zu finden, das ihm den Weg
in ein ihm unbekanntes Land freigibt. Ob er dann als Goldmarie oder als Pechmarie
endet, das hängt wohl, wie im beschriebenen Märchen, von der eigenen
inneren Wandlungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit ab.
Der Balanceakt zwischen den beschriebenen Extremen sollte durch Selbstdisziplinierung
in den Griff bekommen werden. Dabei wird es kaum einen transsaturnischen Plutonier
geben, der nicht einige Male von diesem dünnen Hochseil in die Tiefe abstürzt.
Trotzdem muß er um seiner eigenen Ganzheit willen immer wieder versuchen,
alle 3 Säulen seines Lebens in gutem Zustand zu halten. Vernachlässigt
er eine davon zu lange, beginnt sein inneres Gebäude zu wackeln.
(5) Beziehungen
Venus in den Fischen in Opposition zu Neptun erzählt auch von mancher illusionsbeladenen,
verlorengegangenen Beziehung, die tiefe Spuren in der Seele hinterläßt.
Bei solch massiver Täuschungsanfälligkeit, wie sie auch in der Neptun-Opposition
zur Sonne zum Tragen kommt, ist es besonders verheerend, von sich zu glauben,
alles besser zu wissen. Die Dauerkrisis ist programmiert, solange der Plutonier
nicht lernt, vor allem sich selbst zu mißtrauen und die Ratschläge
und Ansichten Gutgesonnener zu bedenken. Eine Tatsache, die oft von plutonischen
Menschen ignoriert wird. Sie sind sich meist so sicher, des Pudels Kern zu kennen.
Nicht selten gehen sie so weit, den eigenen Schatten dem wohlmeinenden und überraschten
Gegenüber aufzustülpen und ihn dort zu attackieren.
Mars und Uranus in Rezeption, wobei Uranus durch Elevation und als Herrscher
von Sonne, Mars, Merkur und DC die stärkere Position zukommt, eine solche
Konstellation läßt die Tendenz zu plötzlichen, radikalen Kehrtwendungen
im Leben eines Plutoniers erkennen. Diese Umbrüche werden meist von Partnerangelegenheiten
ausgelöst und wirken, gerade beim transsaturnischen Plutonier, sowohl auf
den weltanschaulichen Bereich des 9. Feldes als auch in die berufliche Sphäre
des 10 Hauses.
Die Dispositorenkette IC-VE 8 -NE 2 -ME 7 -UR 9 (DC) -MA 7 (MC) enthält
auch hier wieder eine Folge von Abläufen und Erfahrungen, die auf verschiedene
Weise interpretiert werden kann. Ein Beispiel:
die Wurzel (IC) sind Leiden schaffende Emotionen und Beziehungen (VE 8), die
zunächst idealisiert werden (NE,JU). Nach einer Ernüchterungsphase
und einer sachlichen geistigen Auseinandersetzung (ME) wird die Veränderung
aktiviert, eine neue Weltanschauung entwickelt (UR 9). Diese wirkt zurück
auf den Partnerbereich, führt dort zur radikalen Neugestaltung oder zum
Abbruch. Auch der Wesenskern (SO), das Selbstbewußtsein und das Verhalten
(AC) werden in diesen Prozeß mit eingebunden, der über MA und MC
den Willen zu einer neuen Zielsetzung impliziert.
Dispositorenketten sollte man immer von 2 Seiten betrachten. Oft erklärt
die Kette, die beim IC beginnt, eine Folge von Erfahrungen, die der junge, sein
Leben noch wenig bewußt steuernde Mensch meist mehrmals zu durchlaufen
hat. Die rückwärtige Leseart enthält hingegen Hinweise, wie er
diese sich wiederholenden Erfahrungsmuster in seinem Sinne beeinflussen kann.
MA-UR-ME-NE,JU-VE-IC erlaubt viele Interpretationen. Ob wir übersetzen:
Ich will die Umbrüche in meinem Leben überdenken, meinen Lebenssinn
und meine Ideale erkennen, um durch diese Einsicht eine mir gemäße
Beziehung eingehen zu können, die mir Geborgenheit und Wärme vermittelt,
oder ich lasse neue Ideen zu und denke darüber nach, wie ich sie einfühlsam
und optimal in meiner Beziehung verankere, oder ich benutze diesen Umbruch,
um über mich selbst und das, was ich anderen geben kann und soll nachzudenken
( ME CNJ DC, Position von GE und VI, Haus 3 und 6), löse die alten Denkmuster
und Wertevorstellungen (NE 2) zugunsten neuer Ideale, Wünsche und Vorstellungen
(JU 11) auf, entwickle Liebe zu mir selbst, damit ich aus der eigenen Liebesfähigkeit
Kraft schöpfen kann und nicht Bezugspersonen zu meiner Basis mache. Letzteres
dürfte die schwierigste Lektion für einen transsaturnischen Plutonier
sein, denn mit VE-IC und VE, PI,8 ist er immer wieder versucht, in Abhängigkeit
von Bezugspersonen zu verfallen. Venus als Karmaregent bestätigt aufs neue
den Stellenwert der Beziehungen. Abgesehen von Zeichen- und Hausqualität,
die hier bereits selbst karmische Qualität aufweisen, sollen die Aspekte
des Karmaregenten karmische Aufgaben umreißen. Diese wären für
den Plutonier in der Wandlung und Geburt des Wesenskerns (CNJ SO 8), in der
Auflösung der bisherigen Rolle und des alten Selbstverständnisses
(QCX AC), im sozialen Einsatz mit Gleichgesinnten (SQU JU 11), in der Integration
der verdrängten psychischen Anteile (SES PL 12), im Erkennen von Eigenwert-Täuschungen
und dem Wert der Selbstlosigkeit (OPP NE 2), und last not least in der Möglichkeit
des die Beziehung verändernden Gesprächs (SSX ME am DC) zu sehen.
Auch in diesem Kosmogramm fällt die Wechselbeziehung zwischen Wassermann
und Skorpion ins Auge. Hier, im Kosmogramm Plutos, bürgt die Sonne, Mars
und Merkur für die wassermännische Qualität, ergänzt durch
den elevierten Uranus. Mit TA an Spitze 11 und JU in 11 zeigt sich ein weiterer
Bereich, in dem der Plutonier sich geborgen fühlt und aus dem er ebenfalls
Kraft schöpfen kann, wenn sich seine ehemalige Basis gemäß IC-VE-NE
aufgelöst hat. Der transsaturnische Plutonier nimmt Freundschaften sehr
ernst. Es geht ihm nicht um ständiges Zusammensein, gemeinsam verbrachte
Freizeit, Kaffeekränzchen oder Kneipenabende sondern vielmehr um innere
Verbundenheit, Vertrauen und geistigen Bezug. Man kann wochen-, monatelang von
einem solchen plutonischen Freund nichts hören, wenn er glaubt, es gehe
einem gut. Doch sitzt man in der Tinte, ist auf ihn Verlaß. Für einen
entwurzelten Plutonier sind Freunde oft der letzte Anker, an dem er sich festhält,
um nicht ganz abzustürzen.
8. Pluto und die Forschung
Der plutonische Forschergeist ist im Kosmogramm mit SO in AQ, MA CNJ ME in AQ
TRI JU in GE und SXT UR in AR, VI SP III, PI SP IX, UR in 9 umrissen. Dem Wassermannprinzip
entsprechend arbeitet der transsaturnische Plutonier gerne in Gruppen oder mit
Partnern. Das geht jedoch nur dann gut, wenn er es gelernt hat, auch andere
Meinungen gelten zu lassen, seine aggressive Empfindlichkeit abzubauen und genügend
Erholungspausen einzulegen - MA-ME SQU NN, MA-ME SQU MO.
Plutonische Forscher waren u. a.:
Marie und Pierre Curie, die gemeinsam die radioaktive Strahlung erforschten,
nachdem Marie die radioaktiven Elemente Radium und Polonium entdeckt hatte.
1903 Nobelpreis für Physik.
Marie Curie: geb. 7.11.1867, 12.00 Uhr LMT, 10.36 GMT in
Warschau/Polen, 21E00, 52N15
SK-SO,-VE,-MA,-SA,-MC, PL OPP MC, PL OPP SO, PL SXT MO
Pierre Curie: geb. 15.5.1859, 2.00 Uhr LMT, 1.51 GMT,
Paris, 2E20, 48N51
SK-MO, PL OPP MO, PL CNJ ME, NE in 1, JU OPP MC
Interessant ist an dieser Stelle der Horoskopvergleich mit der gemeinsamen Tochter,
Irene Joliot-Curie, die zunächst als Assistentin ihrer Mutter arbeitete,
später das "Institut du Radium" als Nachfolgerin ihrer Mutter
leitete und zusammen mit Ihrem Mann, Frederik Joliot, 1935 den Nobelpreis für
Chemie erhielt. Sie erforschten die Alphastrahlung und Isotopie.
Irene Joliot-Curie: 12.9.1897, 22.00 Uhr LMT, 21.51 GMT, Paris
SK-SA,-UR,-Chiron, AC CNJ PL in 12, NE CNJ AC,
PL SXT MO; PL SQU SO, PL TRI MC, JU CNJ SO
Ein plutonischer Forscher im astrologischen Raum war Michel Gauquelin, dessen
Radix, wie die von Pierre Curie und seiner Tochter Irene, sowohl neptunische
als auch jovische Qualitäten aufweist.
Francoise Schneider-Gauquelin entdeckte gemeinsam mit ihrem Mann den "Gauquelin-Effekt".
Michel Gauquelin: 13.11.1928, 22.15 Uhr WET, 22.15 GMT, Paris
SK-SO,-ME, PL TRI SO, NE in 1 TRI MC, JU CNJ MC
Francoise Schneider-Gauquelin, 19.6.1929, 4,00 Uhr MET, 3.00 GMT,
Neuchatel/CH, 6E57, 46N59
SK-MO, PL ohne große Aspekte in 2, NE in 4 SXT SO
(Daten aus 2)
Zum Forschertalent gehört sicherlich nicht nur eine transsaturnische Gesamtmischung,
sondern auch eine gute Dosis Merkur, Jupiter und Saturn.
9. Plutonische Botschaft
Das ganze Kosmogramm Plutos ist - mit Pluto selbst in 12 - auf den Übergang
in eine neue Seinsebene ausgerichtet. Durch geistige Auseinandersetzung mit
dem Ideengut anderer Menschen und Kulturen - UR in 9, JU in 11 -, durch Veränderung
des Bewußtseins und Zugang zu transzendenten Inhalten (Sp IX in PI) soll
eine neue Stufe der Entwicklung erreicht werden. Die Sonne im letzen halben
Grad des Wassermanns in 8 signalisiert den Kern der plutonischen Botschaft:
verändert die Einstellung zu Leben und Tod, Sexualität und Magie,
Macht und Profit (8.Haus), entwickelt Mitgefühl, Selbstlosigkeit und Liebe
(VE, PI, NE).
Aber auch eine deutliche Warnung kann der Himmelsschrift entnommen werden,
falls der Aufforderung nach Transzendenz und Auflösung der bisherigen Form
nicht Folge geleistet wird.
Die Schattenseite Plutos lauert, um zu vernichten, was nicht transformationsbereit
ist. Sie wütete im 2. Weltkrieg, und wir kennen ihr grausames Ausmaß.
Sonne, Venus und Mond haben einen Plutobezug durch Zeichen oder Feld. Mars und
Uranus in Rezeption implizieren die Möglichkeit des plötzlichen Kampfes
oder Krieges gegen Partner (7.Feld), Brüder (ME), Freunde (UR) und, mit
Uranus in 9, gegen das Ausland und alles Fremde.
MC im Marszeichen Widder wurde in der ersten Phase des Erkennens Plutos im irdischen
Bezug als Projektion gelebt und in Kampf gegen die anderen umgesetzt. In der
nächsten Phase ist es an der Zeit, diesen Kampf gegen sich selbst (Widder-1.Haus)
aufzunehmen und somit Licht in das Dunkle unbewusster und damit drohender plutonischer
Energie zu bringen.
10. Praktischer Hinweis zu Plutotransiten
Kommt ein markanter Plutotransit auf Sie zu, vor dem Sie sich fürchten,
so blenden Sie Plutos Kosmogramm in Ihre Radix ein. Sie erhalten Hinweise auf
die Bereiche, die in Ihrem Leben transformiert werden sollen. Das auf die Zeit
des Transits berechnete Progressionshoroskop des Entdeckungskosmogramms, in
Synastrie mit der Radix, zeigt noch genauer, welche Glocken angeschlagen werden.
II. Gemeinsamkeiten der Planeten-Kosmogramme
Dane Rudhyar schreibt: "Die Planeten innerhalb der Umlaufbahn Saturns sind
Geschöpfe und Vasallen der Sonne. Dagegen sind die Planeten außerhalb
von Saturn "Gesandte der Galaxie". Sie gehören nicht völlig
zum Sonnensystem. Sie befinden sich in seinem Einflussbereich, um eine ganz
bestimmte Aufgabe zu erfüllen: das kleine System .... mit dem größeren
System der Galaxie zu verbinden." (5)
Vergleichen wir die Kosmogramme der drei Gesandten, so sticht vor allem der
gemeinsame Skorpion-Mond ins Auge. Bei Neptun in 7, Pluto in seinem eigenen
4. Feld, bei Uranus am AC stehend, jedes Mal also in einem kardinalen Bereich.
Das erscheint mir als sehr deutliche Aufforderung zur Transformation über
den Weg der Krise.
Mundan gesehen betrifft diese Aufforderung das Volk, die "Frauen einer
Nation, und zwar einmal die Individuen und zum zweiten die kollektive Einstellung
zur weiblichen Seite und zu den weiblichen Mitgliedern. Allgemein repräsentiert
er (der Mond) die Volksmeinung und populäre Massenideologien." (6)
Aus der individuellen Perspektive gesehen, bezieht sich die geforderte Transformation
auf die Psyche des Menschen. Aus letzterem Blickwinkel betrachtet erscheint
der Skorpionmond als Symbol für das Festhalten an psychischen Strukturen,
die der Vergangenheit oder alten Familienmustern angehören und dem neuen
Dasein nicht mehr entsprechen.
Die Seele bedarf, um weitere Entwicklung zu gewährleisten, einer Wandlung.
Letztendlich wollen die Gesandten der Galaxie heilen, selbst wenn dies über
einen schweren Verlust oder durch Chaos geschehen muss.
Bei Uranus und Pluto finden wir Löwe und Wassermann an einer Achse. Während
Plutonier es hervorragend verstehen, ihren wirklichen inneren Zustand hinter
einer Maske des souverainen Gebarens zu verbergen (AC-LE. MO in 4), ist der
gesellschaftsorientierte Uranier Meister der Repräsentation (MC-LE). Doch
hinter der Fassade steckt bei beiden ein höchst sensibler, lange nicht
so starker und führungsbewußter Wesenskern.
Während beim Uranus-Kosmogramm der Kampf gegen Überholtes, aber auch
das Kreative, für neue Prinzipien Streitende im Vordergrund stehen,
geht es bei Neptun vorrangig um Alltagspflichten, Dienstbarkeit, Gesundheit
und Krankheit (6.Haus).
Im Pluto-Kosmogramm mit seiner starken Betonung der Westhälfte folgt die
Geburt einer neuen Beziehungsfähigkeit, die auf der Grundlage von Wassermann
(Uranus) und Fische (Neptun) aufbaut. Insofern bilden die drei Planeten eine
Einheit.
Auf christlicher Ebene entsprechen diese transsaturnischen Prinzipien der Trinität
des Gottesbildes:
Gott Vater, der Schöpfer: das plutonische Prinzip,
Gott Sohn, Christus als Vermittler: das neptunische Prinzip,
der Heilige Geist als Erwecker: das Prinzip des Uranus.
Ich glaube, dass nicht nur der religiöse Mensch bei harten Transiten der drei äußeren Planeten über die Lichter oder die Achsen das Wirken einer ihm übergeordneten Macht spürt. Es sind Zeiten, in denen ein Mensch vielleicht feststellen wird, wie klein doch sein Vorstellungsvermögen und sein Wille ist.
Literatur- und Quellennachweis
(1) Dr. Walter A. Koch : Gesammelte Aufsätze, Gestalthoroskopie
Rohm Verlag, S.30
(2) Hans-Hinrich Taeger:Internationales Horoskope Lexikon
Bauer-Verlag Bd.1, 2
(3) Auszug aus der Geschichte, Ploetz Verlag, 28.Auflage
(4) Christian Zentner: Geschichtsfhrer in Farbe
Delphin-Verlag Mnchen
(5) Dane Rudhyar : Astrologie und Psyche
Chiron-Verlag, S. 223
(6) Michael Baigent
Nicholas Campion
Charles Harvey : Mundan-Astrologie
Edition Astrodata, S.184
Astrologie-Schule Dreieich, Breslauerstr. 34, 63303 Dreieich, Tel.: 06103-42288
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